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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#91 von Werner Arndt , 01.04.2021 12:43

Zitat
31. März 2021

Spätes Eingeständnis

Die WHO selbst bestätigt, dass die COVID-19-PCR-Tests zu fehlerhaften Ergebnissen führen - der Lockdown hat keine wissenschaftliche Grundlage.

... Es ist zu den meisten Menschen noch nicht durchgedrungen - weil die Hauptmedien mit dieser Erkenntnis nicht gerade hausieren gehen -, aber es ist wahr: Die wichtigste Gesundheitsorganisation der Welt, die WHO, hat ihre Empfehlung für die von Christian Drosten und Kollegen entwickelten Tests im Januar zurückgenommen. Im Klartext bedeutet das: Wir haben einen Fehler gemacht. Aber wer würde von der WHO schon klare Worte erwarten? Daher hat sich der Autor die Mühe gemacht, deren eher verklausulierte Ausdrucksweise zu entschlüsseln.


...

Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten:

„Wird eine Person mittels PCR bei der Verwendung eines Schwellenwerts von 35 Zyklen oder höher - wie in den meisten Laboren in Europa und den USA der Fall - positiv getestet, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person tatsächlich infiziert ist, weniger als bei 3 Prozent und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ergebnis falsch-positiv ist, beträgt 97 Prozent“ (4).

Wie bereits ausgeführt, beträgt „die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis falsch positiv ist, 97 Prozent". Daraus folgt, dass die Verwendung des mehr als 35-Zyklen-Nachweises unweigerlich dazu beiträgt, die Anzahl der „falsch-positiven" Ergebnisse in die Höhe zu treiben.

Zum Entstehungszeitpunkt dieses Artikels, März 2021, wird der Test trotz des WHO-Widerrufs ausgiebig genutzt, um die Zahlen in die Höhe zu treiben, um die Angstkampagne aufrechtzuerhalten und die anhaltende Lockdown-Politik sowie die Durchsetzung der Covid-Impfung zu rechtfertigen.

Ironischerweise werden die fehlerhaften Zahlen, die auf „ungültigen Positiv-Werten“ basieren, wiederum manipuliert, um einen Aufwärtstrend bei den Covid-Positivwerten zu gewährleisten.

Darüber hinaus werden diese PCR-Tests routinemäßig nicht von einer medizinischen Diagnose der getesteten Patienten begleitet.

Mittlerweile haben die nationalen Gesundheitsbehörden (gefakte) Warnungen vor einer „Dritten Welle“ als Teil ihrer Propagandakampagne zur Unterstützung des Covid-19-Impfstoffs herausgegeben.

Die WHO bestätigt, dass das Corona-PCR-Testverfahren in der angewandten Form keine Aussagekraft besitzt.

...

https://www.rubikon.news/artikel/spates-eingestandnis

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#92 von Werner Arndt , 07.04.2021 11:14

Zitat
20. März 2021

Die Test-Orgie

... Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist eine gängige Methode in der Molekularbiologie oder Biochemie.

Jeder, der damit zu tun hat, weiß, dass dieser sogenannte Inhouse-Test ein Werkzeug der Forschung ist, aber von diversen Gesundheitsbehörden, Herstellern und gar vom Erfinder dieses Tools, Kary Mullis, ausdrücklich als nicht zu diagnostischen Zwecken geeignet bezeichnet wird — es sei denn in Verbindung mit einer eingehenden klinischen Untersuchung. Und da die verbreitetsten Symptome von Covid-19 Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind, müsste diese klinische Untersuchung schon ziemlich gründlich sein. Vermutlich durchgeführt wurde sie aber wohl nur bei jenen vom „neuartigen“ Coronavirus Befallenen, die schwer erkrankt waren. So wurde ein PCR-Test, der nie molekularbiologisch validiert (2) und fast immer missbräuchlich angewandt wurde, zum Maß einer Pandemie, deren Management gerade für den Kollaps der irdischen Realitäten sorgt.

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass man mit PCR-Tests fast alles finden kann — wie schon der Nobelpreisträger Kary Mullis warnend festgestellt hatte. Doch gegebenenfalls kann man auch nichts finden — alles eine Sache der Einstellung, mit der man Pandemien aufblasen, aber auch wieder abschwellen lassen kann.

... Um infektiöses Virus nachzuweisen, müsste man den PCR-Test bei ca. 30 Ct abriegeln. Ct ist der Amplifikationswert der PCR-Methode. Man könnte es eine chemische Lupe nennen. Bei einem Ct von 30 hat man es mit einer Vergrößerung von 1 Milliarde zu tun, bei 40 Ct-Zyklen geht es um eine Vergrößerung von 1 Billion der gesuchten Moleküle. Zu Beginn des Auftretens ernstzunehmender Symptome ist die Viruslast am höchsten, nämlich circa 100 Millionen RNAs pro Mikroliter (= 0,001 Milliliter). Dem entspricht aber ein sehr geringer Amplifikationswert.

Das RKI glaubt, festgestellt zu haben, dass unter 50 RNAs pro Mikroliter keine Zellkultur mehr anzüchtbar sei, das heißt, spätestens bei einem Ct-Wert von 30 bis 32 kann Infektiosität ausgeschlossen werden.

Man müsste sich jetzt nur entscheiden, zwischen 100 Millionen und 50 RNAs eine definitorische Grenze zu ziehen, also einen entsprechenden Ct-Wert festzulegen, dann käme der PCR-Test einem Goldstandard ziemlich nahe — zumal in Verbindung mit einer klinischen Anamnese. Und dass man dies so beharrlich unterlässt, ist ein klarer Hinweis auf den vorsätzlichen Willen zur Pandemie.

Immer vorausgesetzt, dass die gesuchten RNAs tatsächlich unverwechselbare Moleküle von SARS-CoV-2 sind und dieses Virus der Erreger von Covid-19 ist. Im Übrigen kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass die Probleme von PCR-Tests fast allen Labormitarbeitern geläufig sein dürften. Es geht hier nicht um Spitzfindigkeiten, sondern um Routine. Insofern darf man davon ausgehen, dass das Kartell des Schweigens bedrückend groß ist.

... Wir erinnern uns: Wieler und Co haben sich stets mit allen Mitteln gegen eine „anlasslose“ breite Testung gewehrt. Das könne zu einer Häufung von falsch Positiven führen, obwohl man andererseits stets betont hatte, dass der PCR-Test sowohl bei der Sensitivität als auch bei der Spezifität nahezu hundertprozentig arbeite. Im Übrigen hat man sich in der Praxis nie an das Verdikt der anlasslosen Testung gehalten, wenn man die „Infektionszahlen“ hochtreiben wollte.

Die Gebrauchsanleitung für das Aufspüren von „Infizierten“ findet sich in einem geleakten Papier des Innenministeriums, das die Strategie der Kriegsführung gegen das eigene Volk formuliert. Unter der Überschrift „Maßnahmenplanung der Bevölkerung vermitteln“ findet sich unter anderem folgende Anweisung:

„Wenn die Fallsterblichkeit unter diesem Wert (von 1 Prozent) liegt, muss davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der Toten nicht richtig gezählt wird. Wenn die Fallsterblichkeit darüber liegt, Tote x 100, so viele Fälle müssten wir finden. Um sie zu finden, braucht man unter sehr guten Bedingungen 20 x mehr Tests als die Anzahl Fälle, die man finden möchte“ (6).

Deshalb begann das RKI ab Juni 2020, die Testzahlen kontinuierlich höher zu fahren. Anfang Oktober war man bei 1 Million Tests — bei einer „Positivenquote“ von 0,77 Prozent. „Anlassloser“ im epidemiologischen Sinne können Tests kaum sein. Der wahre Anlass war offenkundig der politische Auftrag.

... Wie auch immer man die Sache betrachtet, die Leitung des RKI arbeitet engagiert an der Verdunklung des realen Infektionsgeschehens und der Aufblähung der Pandemie.

...

https://www.rubikon.news/artikel/die-test-orgie

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#93 von Werner Arndt , 11.04.2021 15:14

Zitat
Prof. Harald Walach

6. April 2021
Veröffentlicht in: Corona-Krise 2020, Rezepte gegen die Angst

Corona-Impfstoffe: Kosten und Nutzen - Nochmals nachdenken!


Immer, wenn ich mich wieder mit den Corona-Daten beschäftige, komme ich aus dem Staunen nicht heraus, wie sehr sich die offiziellen Verlautbarungen unserer Exekutive und der nüchterne Blick auf die Daten unterscheiden. Wenn ich Daten sage, meine ich nicht die „Zahlen“, oder „Inzidenzen“. Zunächst hierzu:


Die Test-Malaise: Die tatsächliche Prävalenz von SARS-CoV2 ist niedrig und daher die Gefahr falsch Positiver hoch

Ich hatte schon einmal auf die sehr hilfreichen Berichte der Statistik-Arbeitsgruppe der LMU München verwiesen. Alle zwei Wochen veröffentlicht sie ihre Erkenntnisse in einem neuen Bericht; der letzte ist hier. Dort kann man nachlesen, wie gefährlich es ist, sich auf die durch PCR-Tests ermittelte Inzidenz zu verlassen. Diese hängt nicht nur davon ab, wie hoch die wirkliche Inzidenz, also das Vorkommen von Infektionen in der Bevölkerung ist, sondern von vielen anderen Faktoren. U.a. auch von veränderten Teststrategien: Je mehr getestet wird, umso mehr Fälle findet man. Eine Publikation des Netzwerks „Evidence Based Medicine“, dem man nun wirklich keine Nähe zu irgendwelchen Verschwörungstheoretikern vorwerfen kann, hat unlängst klar gemacht, dass das blinde Testen ohne eine zugrundeliegende Strategie und ohne klinischen Anlass fatale Fehler erzeugt, vor allem dann, wenn die wirkliche Inzidenz der Infektion niedrig ist. [1]

Denn wenn die Spezifität und die Sensitivität eines Tests, also die Fähigkeit die echt Kranken von den nicht wirklich Infizierten sauber zu trennen, nicht perfekt ist, dann entstehen Fehler. Diese Fehler sind umso größer, je geringer die Prävalenz, also das Vorkommen einer Infektion, in der Bevölkerung ist. Das Dumme ist, dass wir seit Anfang der Pandemie keine sauberen Prävalenz-Daten haben, weil das RKI es versäumt hat, eine wirklich repräsentative Erhebung zu organisieren.

Genauer gesagt: wir hätten sie eigentlich, das hatte ich auch schon öfter gesagt, nämlich im Grippe-Web des RKI. Wer auf diese Seite geht, sieht eine repräsentative (!) Landkarte des Geschehens von Atemwegsinfektionen in Deutschland, und das ist es, was eigentlich klinisch interessiert. Hier ist keine Auffälligkeit erkennbar. Aber diese Daten werden aus völlig unverständlichen Gründen nicht breit kommuniziert und vor allem nicht verwendet, jedenfalls nicht für mich erkennbar. Auf dieser Seite – sehr gut versteckt – befindet sich auch ein Knopf „Download des Berichtes“, der zu den Wochenberichten führt (hier direkt verlinkt ist 2021-11). Dort sieht man: Über die letzten Wochen waren 31% aller eingesandten 3.288 Proben positiv mit irgendeinem Virusnachweis. 7,5% davon waren SARS-CoV positiv. Der Rest geht auf andere Viren zurück, interessanterweise ist die Grippe scheinbar ausgestorben. Denn Grippeviren sind da keine zu finden.

Das Wichtige daran: Dies ist tatsächlich repräsentativ. Dies sind nur klinisch auffällige Patienten, also solche, die wegen Symptomen zum Arzt kommen; selbst bei diesen sind weniger als 10% SARS-CoV2 positiv. Das heißt, anders herum, dass die Prävalenz dieser Infektion in der Gesamtbevölkerung sehr niedrig ist. Die besten Schätzungen liefern meiner Ansicht nach noch die großen Impfstudien in der Placebogruppe. Denn dort werden Leute systematisch dokumentiert. Ich zeige unten in Tabelle 1 einige Studien, zu denen ich noch komme. Aus diesen Daten kann man erkennen, dass die Prävalenz der CoV2 Infektion in der Bevölkerung zwischen 0,01 und 1% (in Israel, also maximal) liegen dürfte. Die Datenbasis, die Frau Lühmann [1] für ihr Rechenbeispiel verwendet, nämlich eine allgemeine Prävalenz von 0,05% dürfte also ziemlich gut geschätzt sein.

Wir haben nun drei sich gleichsam potenzierende Fehlerquellen bei der Einschätzung der „Inzidenz“:

1. Der PCR-Test ist nicht sehr gut. Unter Alltagsbedingungen liegt seine Sensitivität, also die Fähigkeit die wirklich Kranken zu erkennen, bei etwa 70%, und seine Spezifität, also seine Fähigkeit die Nicht-Infizierten von diesen zu trennen und sie auch als nicht-infiziert, also als Testnegative zu bezeichnen, bei 95% [2].
2. Die Prävalenz der SARS-CoV2 Infektion in einer symptomlosen Allgemeinbevölkerung ist sehr niedrig.
3. Der Test ist eigentlich so ausgelegt, dass er allenfalls bei symptomatisch Kranken differenzieren kann, ob wir es mit einer CoV2-Infektion zu tun haben oder nicht. Denn er wird mit einer hohen Zyklenzahl geführt (ca. 37 derzeit in Deutschland), und wir wissen aus einer Reihe von Validierungsstudien, dass er bis max. 22 Zyklen Kranke und Infektiöse erkennt [3], darüber hinaus erfasst er nur noch DNA-Schrott d.h. er ist hyperempfindlich.

Buchstabieren wir das Beispiel von Frau Lühmann durch. Wir nehmen an, ein Test wird einfach so gemacht, in einer symptomfreien Allgemeinbevölkerung, die ohne einen klinischen Anlass getestet wird, z.B. bei Schülern, Lehrern, Urlaubern, Grenzgängern. Dann sind bei der derzeitigen Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung von 100.000 Menschen 50 infiziert. Von diesen erkennt der Test richtig 35 und übersieht 15 (Sensitivität 70%: 50*70/100 = 35). Von diesen 100.000 Menschen sind 99.950 nicht infiziert. Von diesen würde der Test 4.997 fälschlicherweise als „krank“ oder „test-positiv“ deklarieren und die restlichen als richtig negativ (Spezifität 95%: 99.950 – 99.950*95/100= 4.997). Der positive prädiktive Wert, also die Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Testergebnis unter der gesuchten Infektion zu leiden, ist in diesem derzeit durchaus realistischen Szenario 0,7% (das errechnet sich aus den echt Positiven/alle Positiven – also 35/(35 + 4997)*100 = 35 / 5032*100 = 0,69%).

Im Klartext: Die Brauchbarkeit von Testergebnissen bei willkürlich getesteten Menschen geht bei niedriger Prävalenz gegen Null und ist derzeit kaum um 1%. Nochmals anders ausgedrückt: Etwa eines von 100 derzeit erhobenen positiven Testresultaten dürfte einen echt Infizierten identifizieren.

Daher ist anlassloses Testen nicht nur töricht, es ist politisch gefährlich, weil es die vermeintlichen Inzidenzzahlen unnötig aufbläht. Nicht umsonst hat die WHO dazu geraten, erstens nur Menschen zu testen, die klinisch krank sind und zweitens bei jedem positiven Test noch eine zweite Validierungsstrategie hinzuzuziehen.

Daher hat die Arbeitsgruppe von Prof. Kauermann und Prof. Küchenhoff vorgeschlagen, vor allem klinisch relevanten Indikatoren zu verwenden: die Belegung der Intensivbetten, die Anzahl der Hospitalisierten. Das würde Sinn machen. Täte man dies, so würde man erkennen, wie der letzte CODAG-Bericht zeigt: die Belegung der Intensivbetten geht zurück, die Zahl der Hospitalisierungen stagniert und die Sterblichkeit geht zurück. Ich empfehle allen die Lektüre dieses Berichts. Die dort publizierten Grafiken sprechen für sich.

Sie zeigen auch: Derzeit ist vor allem eine Untersterblichkeit zu beobachten. Die „Welle“, die jetzt alle erkennen wollen, ist vor allem eine Welle der Testpositiven, ob sie sich in eine Welle der Kranken, der Hospitalisierten und Sterbenden verwandelt ist nicht leicht zu sagen, weil wir es aus meiner Sicht versäumt haben, saubere, repräsentative, longitudinale Kohortenstudien aufzubauen, die uns solche Schlussfolgerungen ermöglichen.

...

https://harald-walach.de/2021/04/06/coro...als-nachdenken/

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#94 von Werner Arndt , 11.04.2021 15:28


"Im Klartext: Das ist eine ungeheure Irreführung, es ist unprofessionell bis schlampig, es ist meilenweit entfernt von jeder Art von Wissenschaftlichkeit oder auch nur korrekter Bürokratie, es ist verlogen und unverantwortlich. Das gesamte PCR-Test- und Lockdown- und Quarantäne-Regiment ist schon seit letztem Sommer überwiegend ein absurdes Theater ohne fachlich tragfähige Grundlage. Jetzt, mit den explosionsartig ansteigenden Testmöglichkeiten – wie gesagt: zig Millionen pro Monat! – wird die Sache noch einmal in ungeahnter Weise auf die Spitze getrieben. Die Politik reißt uns endgültig in einen Propaganda-Wirbel und -Schwindel ...

Dieselbe Politik, die auf diese zusätzliche ‚Sicherheit' ganz stolz ist, will uns zugleich in Verkennung der Zusammenhänge einreden, das sei jetzt die böse ‚Dritte Welle'. Nein, ist sie nicht. Deutschland geht allerdings unter in einem Tsunami aus entrücktem Machtrausch, wahnhafter Inkompetenz und dummdreister Propaganda."


Zitat
8. April 2021

Wir testen uns zu Tode, wir fürchten uns zu Tode

Zahlen zum Tage



Es gibt keine dritte Welle. Punkt. Die steigenden „Fallzahlen“, mit denen die ewige Kanzlerin uns erneut einsperren will, sind eine statistische Irreführung. Die Pandemie dümpelt schlimmstenfalls auf sehr erträglichem Niveau vor sich hin, trotz angeblich so gefährlichen neuen Varianten. Es wird Frühsommer, das Zwangsregiment muss endlich aufhören. Fangen wir wieder zu leben an, in Freiheit, mit Grundrechten, in eigener Verantwortung.

Aber wie kann vorstehende Eingangsbehauptung richtig sein, wenn die Positiv-Test-Quoten, die das RKI uns um die Ohren haut, so spürbar ansteigen? Wenn der Anteil der „positiven“ PCR-Tests an allen diesen Tests über den Februar hinweg bei gut 6 Prozent lag, nun aber merklich auf 11 Prozent gestiegen ist? (Tagesbericht vom 7. April, Mittwochabend, der allerdings für zuletzt täglich fallende Zahlen dokumentiert, und eine aktuelle Reproduktionsrate von 0,61 bis 0,76 – was selbst für aktionistische Politiker zumindest Grund für eine Atempause und etwas mehr Nüchternheit geben sollte.)

...

Die aktuellen RKI-Zahlen aus dem Tagesbericht (Seite 10) lassen vermuten: Die neuen Schnelltests haben sich inzwischen als allgemeines Screening-Instrument unauffälliger Personen erfolgreich etabliert und damit teilweise auch die bis vor kurzem fast monopolartigen PCR-Tests zurückgedrängt. Denn zuletzt, in der 13. KW, wurden plötzlich wieder „nur“ 1,15 Millionen PCR-Tests ans RKI gemeldet, nach 1,4 Millionen in der Vorwoche. Die absolute Zahl positiver Ergebnisse ist dabei von der 12. zur 13. KW aber nur leicht gefallen – dadurch kam es unter dem Strich zum nochmaligen Anstieg der Positivquote auf 11 Prozent.

Aber: Die Bevölkerung ist dabei durchaus nicht kränker geworden, sondern es finden Verschiebungen im Testregime statt, die einen solchen Effekt rechnerisch ergeben und in der Sache fälschlich suggerieren. Insgesamt werden, über alle Testverfahren hinweg, nicht weniger Personen überprüft, aber zuletzt eben viel weniger mit PCR-Tests – deren Umfang leider für das RKI immer noch die alleinige (!) mathematische Basis für den Quotienten darstellt, unter völliger und absolut sachwidriger Ausblendung sämtlicher anderer Testverfahren. Das ist politisches „Malen mit Zahlen“ zugunsten eines möglichst gräulichen Horrorgemäldes. Das ist keine Wissenschaft, das ist bösartige Schummelei.

Schnelltests als 'Game changer' – gut oder schlecht?

Der wesentliche Effekt der Schnelltests als neue Hauptsäule des gesamten Testregimes ist dieser: Mithilfe der sehr vielen inzwischen zur Verfügung stehenden Schnelltests kann man letztlich die „Dunkelziffer“ ansonsten nicht entdeckter Übertragungen ausleuchten: man erkennt Betroffene, die sonst unauffällig geblieben wären. Das ist wie beim Staubwischen, endlich mal die Brille aufzusetzen und helles Licht einzuschalten: so dreckig ist es einem bisher nie vorgekommen. Und ebenso gibt es schon seit einem Jahr oder länger jede Menge unerkannter Ausbreitung des aus dem Wuhan-Labor gekommenen Virus in der Bevölkerung; schon weitaus mehr Menschen hatten damit Kontakt, als die amtlichen „Fallzahlen“ es wiedergeben könnten. In diese bisher „unter dem Radar“ gebliebenen Übertragungen leuchten die neuen Schnelltests seit ein paar Wochen grell hinein.

Das Ergebnis ist, dass die Probanden für die amtlichen PCR-Testungen sich nun anders zusammensetzen: es findet eine Vorauswahl statt durch die Schnelltests. Wer durch letztere negativ getestet wurde, wird zumeist keinen PCR-Test mehr anstreben; wer schnell-positiv getestet wurde, wird aber auf jeden Fall dorthin kommen. Stellen Sie sich vor, eine Hilfsorganisation für die Dritte Welt hätte ihre Bettelbriefe bisher nur an zufällig ausgewählte Postadressen geschickt, dann aber Listen mit Personen an die Hand bekommen, von denen bekannt ist, dass sie sich schon mehrfach wohltätig betätigt haben. Die Zahl der erzielten Spenden je tausend verschickter Briefe wird natürlich spürbar ansteigen!

So leicht will sich das herrschende Angst-und-Schrecken-Regime sein Narrativ von der „dritten Welle“ aber nicht aus der Hand nehmen lassen. Fleißig werden Zahlen verbreitet, wonach zwar tatsächlich einige der „Neuinfektionen“ laut positivem PCR-Test mithilfe eines vorherigen positiven Schnelltests erkannt worden seien, aber dieser Teil des allgemeinen Neu-Anstiegs sei zahlenmäßig eher unbedeutend. Dass diese Interpretation des RKI ausgerechnet am 1. April in der Öffentlichkeit auftaucht, kann Zufall sein. Kein Zufall ist aber, dass verschwiegen wird: Die Behörden können nur bei einem Teil der Schnelltest-Positiven, die anschließend als PCR-positiv in der Statistik auftauchen, von dem vorherigen Schnelltest wissen. Wenn nämlich der Schnelltest im privaten Umfeld stattgefunden hat, also als „Selbsttest“, gibt es keine Meldepflicht! Aus diesem unvermeidlichen „blinden Fleck“ der Statistik macht RKI dreist ein Propaganda-Argument – was wir nicht wissen, wollen wir auch gar nicht wissen, und behaupten einfach, es sei auch nicht existent.

...

Eigentlich, auch dies die x-te Wiederholung, wäre es natürlich Aufgabe des RKI, die Zahlen seriös zu erfassen und zu analysieren. Es werden aber selektiv nur solche statistischen Bruchstücke propagiert, die „ins Bild passen“ und Hysterie unterstützen. Wieviele zusätzliche „Neuinfektionen“ (also überwiegend sowieso nur Pseudo-„Fälle“) landen nur deshalb in den „Inzidenzwerten“, weil man inzwischen Millionen ängstlicher Bürger das dauernde Selbsttesten zuhause ermöglicht – es kann ja sein, dass diese Zahl auch gar nicht so einfach exakt zu erheben ist. Aber RKI und Politik insgesamt verschließen vor dem Phänomen vorsätzlich die Augen und suggerieren der Öffentlichkeit, daran liege der Anstieg der „Fallzahlen“ ganz bestimmt nicht. Vielleicht ist es auch Selbsthypnose?

Im Klartext: Das ist eine ungeheure Irreführung, es ist unprofessionell bis schlampig, es ist meilenweit entfernt von jeder Art von Wissenschaftlichkeit oder auch nur korrekter Bürokratie, es ist verlogen und unverantwortlich. Das gesamte PCR-Test- und Lockdown- und Quarantäne-Regiment ist schon seit letztem Sommer überwiegend ein absurdes Theater ohne fachlich tragfähige Grundlage. Jetzt, mit den explosionsartig ansteigenden Testmöglichkeiten – wie gesagt: zig Millionen pro Monat! – wird die Sache noch einmal in ungeahnter Weise auf die Spitze getrieben. Die Politik reißt uns endgültig in einen Propaganda-Wirbel und -Schwindel ...

Das Ausmaß, in dem wir für absolut blöd verkauft werden, erreicht inzwischen die Höhe des Mount Everest, die Luft zum Atmen wird wirklich dünn. Und während uns die angeblichen „Inzidenzen“ angeblicher Infektionen per Megaphon in beide Ohren gebrüllt werden, dümpelt ein sehr aussagekräftiger statistischer Wert sehr stabil vor sich hin: Die Hospitalisierungen haben nämlich NICHT zugenommen, während – seit der 9. KW – die „Inzidenz“ einen raschen Anstieg hinlegt: Sie bewegen sich ausdauernd bei ungefähr vier- bis fünftausend pro Woche. (Nebenbei: Das bedeutet, von etwa 18.000 Deutschen landet genau eine Person pro Woche mit dem Virus im Krankenhaus. Was noch lange, lange nicht den Tod bedeutet. ...)

...

Ein Tsunami dummdreister Propaganda

Damit das ganz klar ist: Jeder, der will, soll sich gern täglich neu zuhause selbst testen, dann aber für den Gang zum Supermarkt auch konsequent einen Helm aufsetzen. Doch im Ernst: Jeder Altenheim-Besucher sollte wirklich einem Schnelltest unterzogen werden, das ist vernünftig und notwendig; die Pflegekräfte sowieso. Es geht hier nicht gegen Vorsicht und Schnelltests. Es geht aber darum, zu erkennen, dass es durch viele Millionen Antigen-Schnelltests, die es in vergleichbaren Umfängen noch im Februar nicht gegeben hat, die aber seit Anfang März rasch zunehmend sogar der Privatmann aus dem Supermarkt mitbringen kann, zwingend zu dem beobachteten Anstieg der „Fälle“ – also PCR-Positivergebnisse – kommen musste, dass die Bevölkerung aber eben nicht medizinisch stärker unter dem Virus leidet als vorher, sondern dass man jetzt nur genauer hinsehen – und sich effektiver schützen kann.

Dieselbe Politik, die auf diese zusätzliche „Sicherheit“ ganz stolz ist, will uns zugleich in Verkennung der Zusammenhänge einreden, das sei jetzt die böse „Dritte Welle“. Nein, ist sie nicht. Deutschland geht allerdings unter in einem Tsunami aus entrücktem Machtrausch, wahnhafter Inkompetenz und dummdreister Propaganda. Diejenigen Politiker und Parteien (darunter auch eine dem Anspruch nach freiheitliche!), die sich diesem wahrlich gefährlichen Treiben selbst jetzt noch nicht entziehen, sind – falls die Wahlen denn stattfinden im Herbst – für einen Bürger nicht mehr wählbar.

https://reitschuster.de/post/wir-testen-...en-uns-zu-tode/

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#95 von Werner Arndt , 12.04.2021 12:25

Amtsgericht Weimar, Beschluss vom 08.04.2021, Az.: 9 F 148/21

Zitat
10. April 2021

Gerichtsurteil Weimar: keine Masken, kein Abstand, keine Tests mehr für Schüler

... Erstmalig ist nun vor einem deutschen Gericht Beweis erhoben worden hinsichtlich der wissenschaftlichen Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der verordneten Anti-Corona-Massnahmen.

... Bei dem Gerichtsverfahren handelt es sich um ein sogenanntes „Kinderschutzverfahren gem. § 1666 Abs. 1 und 4 BGB“, das eine Mutter für ihre zwei Söhne im Alter von 14 bzw. 8 Jahren beim Amtsgericht – Familiengericht – angeregt hatte. Sie hatte argumentiert, ihre Kinder würden physisch, psychisch und pädagogisch geschädigt, ohne dass dem ein Nutzen für die Kinder oder Dritte gegenüberstehe. Dadurch würden zugleich zahlreiche Rechte der Kinder und ihrer Eltern aus Gesetz, Verfassung und internationalen Konventionen verletzt. Den Beschluss vom 08.04.2021, Az.: 9 F 148/21 findest du am Ende zum Download.

... Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage und Auswertung der Gutachten ist das Familiengericht Weimar zu der Erkenntnis gelangt, dass die nun verbotenen Massnahmen eine gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr für das geistige, körperliche oder seelische Wohl des Kindes darstellen, dass sich bei weiterer Entwicklung ohne Intervention eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.

...

2. Die Ungeeignetheit von PCR-Tests und Schnelltests zur Messung des Infektionsgeschehens

Zum PCR-Test schreibt das Gericht: „Bereits die Gutachterin Prof. Dr. med. Kappstein weist in ihrem Gutachten darauf hin, dass mit dem verwendeten PCR-Test lediglich genetisches Material nachgewiesen werden kann, nicht aber, ob die RNA aus infektionstüchtigen und somit replifikationsfähigen (= vermehrungsfähigen) Viren stammt.

Auch die Gutachterin Prof. Dr. rer. biol. hum. Kämmerer bestätigt in ihrem molekularbiologischen Sachverständigengutachten, dass ein PCR-Test – auch wenn er korrekt durchgeführt wird – keinerlei Aussage dazu treffen kann, ob eine Person mit einem aktiven Erreger infiziert ist oder nicht.
Denn der Test kann nicht unterscheiden zwischen „toter“ Materie*, z.B. einem völlig harmlosen Genomfragment als Überbleibsel des Kampfes des körpereigenen Immunsystems gegen eine Erkältung oder eine Grippe (solche Genom-Fragmente finden sich noch viele Monate, nachdem das Immunsystem das Problem „erledigt“ hat) und „lebender“ Materie, d.h. einem „frischen“, reproduktionsfähigen Virus.
So wird die PCR beispielsweise auch in der Forensik eingesetzt, um aus Haarresten oder anderen Spurenmaterialien mittels PCR vorhandene Rest-DNA so zu vervielfältigen, dass die genetische Herkunft des/der Täter erkennbar ist („Genetischer Fingerabdruck“).

Selbst wenn also bei der Durchführung der PCR inclusive aller vorbereitenden Schritte (PCR-Design und Etablierung, Probenentnahme, Aufbereitung und PCR-Durchführung) alles „richtig“ gemacht wird, und der Test positiv ist, d.h.: eine Genom-Sequenz erkennt, welche ggf. auch in einem oder sogar dem konkreten „Corona“-Virus (SARS-CoV-2) existiert, bedeutet dies unter keinen Umständen, dass die Person, welche positiv getestet wurde, mit einem replizierenden SARS-CoV-2 infiziert und folglich für andere Personen ansteckend = gefährlich ist.
Vielmehr müssen für die Feststellung einer aktiven Infektion mit SARS-CoV-2 weitere, und zwar konkret diagnostische Methoden wie die Isolation von vermehrungsfähigen Viren eingesetzt werden.
Unabhängig von der prinzipiellen Unmöglichkeit, mit dem PCR-Test eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 festzustellen, hängen darüber hinaus die Ergebnisse eines PCR-Tests nach den Ausführungen der Gutachterin Prof. Dr. Kämmerer von einer Reihe von Parametern ab, die zum einen erhebliche Unsicherheiten bedingen und zum anderen gezielt so manipuliert werden können, dass viele oder wenige (scheinbar) positive Ergebnisse erzielt werden.

Von diesen Fehlerquellen sollen zwei markante herausgegriffen werden.

Dazu gehört zum einen die Zahl der zu testenden Zielgene. Diese wurde nach den Vorgaben der WHO von ursprünglich drei sukzessive auf eins reduziert.
Die Gutachterin rechnet vor, dass durch die Verwendung nur noch eines zu testenden Zielgens bei einer Mischpopulation von 100.000 Tests mit keiner einzigen tatsächlich infizierten Person aufgrund einer bei einem Instand-Ringversuch festgestellten mittleren Fehlerrate sich ein Ergebnis von 2.690 falsch positiv Getesteten ergibt. Bei Verwendung von 3 Zielgenen wären es lediglich 10 falsch positiv Getestete.

Würden die 100.000 durchgeführten Tests repräsentativ bei 100.000 Bürgern einer Stadt/eines Landkreises innerhalb von 7 Tagen durchgeführt sein, so ergibt sich alleine aus dieser Reduzierung der verwendeten Zielgene hinsichtlich der „Tagesinzidenz“ ein Unterschied von 10 Falsch-Positiven gegenüber 2690 Falsch-Positiven und davon abhängig die Schwere der ergriffenen Freiheitsbeschränkungen der Bürger.

Wäre konsequent die korrekte „Targetanzahl“ von drei bzw. sogar besser (wie z.B. in Thailand) bis zu 6 Genen für die PCR-Analyse verwendet worden, hätte sich die Rate der positiven Tests und damit die „7-Tagesinzidenz“ fast komplett auf null reduziert.

Zum anderen gehört zu den Fehlerquellen der sog. ct-Wert, also die Zahl der Amplifikations- /Verdopplungsschritte, bis zu der der Test noch als „positiv“ gewertet wird.

Die Gutachterin weist darauf hin, dass nach einhelliger wissenschaftlicher Meinung alle „positiv“-Resultate, die erst ab einem Zyklus von 35 erkannt werden, keinerlei wissenschaftliche (d.h.: keine evidenzbasierte) Grundlage haben. Im Bereich ct-Wert 26-35 kann der Test nur als positiv gewertet werden, wenn mit Virusanzucht abgeglichen. Der mit Hilfe der WHO weltweit propagierte RT-qPCR Test zum Nachweis von SARS-CoV-2 hingegen war (und ihm folgend auch alle anderen auf ihm als Blaupause basierenden Tests) auf 45 Zyklen eingestellt, ohne einen CT-Wert für „positiv“ zu definieren.

Dazu kommt noch, dass bei der Anwendung des RT-q-PCR-Tests die WHO Information Notice for IVD Users 2020/05 zu beachten ist (Nr. 12 der rechtlichen Hinweise des Gerichts). Danach muss, soweit das Testresultat nicht mit dem klinischen Befund eines Untersuchten übereinstimmt, eine neue Probe genommen und eine weitere Untersuchung vorgenommen sowie Differentialdiagnostik betrieben werden; nur dann kann nach diesen Vorgaben ein positiver Test gezählt werden. https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information- notice-for-ivd-users-2020-05.

Auch die zum Massentest eingesetzten Antigen-Schnelltests können nach den Darlegungen im Gutachten keinerlei Aussage über eine Infektiosität leisten, da hiermit nur Protein- Bestandteile ohne Zusammenhang mit einem intakten, vermehrungsfähigen Virus nachgewiesen werden können.

Um eine Abschätzung der Infektiosität der getesteten Personen zu erlauben, müsste der jeweilig durchgeführte positive Test (ähnlich wie der RT-qPCR) individuell mit einer Anzüchtbarkeit von Viren aus der Testprobe abgeglichen werden, was unter den extrem variablen und nicht überprüfbaren Testbedingungen unmöglich ist.

Schließlich weist die Gutachterin darauf hin, dass die geringe Spezifität der Tests eine hohe Rate an falsch positiven Ergebnissen bedingt, welche unnötige personelle (Quarantäne) und gesellschaftliche (z.B. Schulen geschlossen, „Ausbruchsmeldungen“) Folgen nach sich ziehen, bis sie sich als Fehlalarm entpuppen. Die Fehlerwirkung, also eine hohe Zahl von Falsch-Positiven, ist gerade bei Tests an Symptomlosen besonders stark.

Festzuhalten bleibt, dass der verwendete PCR-Test ebenso wie die Antigen-Schnelltests, wie gutachterlich nachgewiesen, prinzipiell nicht zur Feststellung einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 geeignet sind. Dazu kommen die beschriebenen und andere im Gutachten aufgeführte Fehlerquellen mit gravierenden Auswirkungen, so dass eine adäquate Feststellung des Infektionsgeschehens mit SARS-CoV-2 in Thüringen (und bundesweit) nicht ansatzweise vorhanden ist.

Ohnehin wird der Begriff der „Inzidenz“ vom Landesverordnungsgeber fehlgebraucht. Denn „Inzidenz“ meint eigentlich das Auftreten von Neuerkrankungen in einer (immer wieder getesteten und ggfls. ärztlich untersuchten) definierten Personengruppe in einem definierten Zeitraum, vgl. Nr. 11 der rechtlichen Hinweise des Gerichts. Tatsächlich aber werden undefinierte Personengruppen in undefinierten Zeiträumen getestet, so dass es sich beidem, was als „Inzidenz“ ausgegeben wird, lediglich um schlichte Melderaten handelt.

...

5. Ergebnis

Der Richter fasst seine Entscheidung wie folgt zusammen:

„Der den Schulkindern auferlegte Zwang, Masken zu tragen und Abstände untereinander und zu dritten Personen zu halten, schädigt die Kinder physisch, psychisch, pädagogisch und in ihrer psychosozialen Entwicklung, ohne dass dem mehr als ein allenfalls marginaler Nutzen für die Kinder selbst oder Dritte gegenübersteht. Schulen spielen keine wesentliche Rolle im „Pandemie“-Geschehen.

Die verwendeten PCR-Tests und Schnelltests sind für sich allein prinzipiell und schon im Ansatz nicht geeignet, eine „Infektion“ mit dem Virus SARS-CoV-2 festzustellen. Das ergibt sich nach den Darlegungen in den Gutachten bereits aus den eigenen Berechnungen des Robert-Koch-Instituts. Laut RKI-Berechnungen, wie Gutachter Prof. Dr. Kuhbandner ausführt, beträgt bei Massentestungen mit Schnelltests unabhängig von Symptomen die Wahrscheinlichkeit, beim Erhalt eines positiven Ergebnisses tatsächlich infiziert zu sein, bei einer Inzidenz von 50 (Testspezifität 80%, Testsensitivität 98%) nur zwei Prozent. Das würde heißen: Auf zwei echt-positive Schnelltest-Ergebnisse kämen 98 falsch- positive Schnelltest-Ergebnisse, welche man dann alle mit einem PCR-Test nachtesten müsste.

Ein (regelmäßiger) Zwang zum anlasslosen Massentesten an Asymptomatischen, also Gesunden, für das schon die medizinische Indikation fehlt, kann nicht auferlegt werden, weil er außer Verhältnis zu dem Effekt steht, der damit erreicht werden kann. Zugleich setzt der regelmäßige Zwang zum Test die Kinder psychisch unter Druck, weil so ihre Schulfähigkeit ständig auf den Prüfstand gestellt wird.”

Abschliessend merkt der Richter an: „Ausgehend von Erhebungen in Österreich, wo in Grundschulen keine Masken getragen werden, aber dreimal pro Woche flächendeckend Schnelltests vorgenommen werden, ergibt sich nach den Darlegungen des Gutachters Prof. Dr. Kuhbandner: 100.000 Grundschüler müssten eine Woche lang sämtliche Nebenwirkungen des Maskentragens in Kauf nehmen, um nur eine einzige Ansteckung pro Woche zu verhindern.
Dieses Ergebnis nur als unverhältnismäßig zu bezeichnen, wäre eine völlig unzureichende Beschreibung. Vielmehr zeigt sich, dass der diesen Bereich regulierende Landesverordnungsgeber in eine Tatsachenferne geraten ist, die historisch anmutende Ausmaße angenommen hat.”

https://corona-blog.net/2021/04/10/geric...-fuer-schueler/


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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#96 von Werner Arndt , 15.04.2021 19:38


... Entsprechend irreführend ist es, einen positiven PCR-Test als „Neuinfektion“ zu bezeichnen.

Zitat
15. April 2021

DEBATTE UM CT-WERT

Wir müssen die Ergebnisse der PCR-Tests genauer auswerten

Ein positiver PCR-Test ist weder gleichbedeutend mit einer Corona-Erkrankung noch mit Infektiösität. Ein anderer Wert ist entscheidender. In Spanien reagiert die Politik auf diese Erkenntnisse – in Deutschland aber will die Debatte kaum einer führen.

Seit Tagen wird über die Kopplung von Maßnahmen an Inzidenzwerte debattiert. Dabei liegt das Problem viel tiefer: bei den PCR-Tests selbst. Mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie sollte sich die Öffentlichkeit darüber im Klaren sein, dass ein positiver PCR-Test weder gleichbedeutend sein muss mit einer Erkrankung noch mit Infektiösität. Um darüber Aufschluss zu bekommen, müsste nach der Testung eine Anamnese durchgeführt werden. Helfen würde es auch schon, den Ct-Wert des Testergebnisses in Augenschein zu nehmen – so wie es im Ausland teils schon gemacht wird.

Der Ct-Wert steht für den englischen Begriff cycle threshold, auf Deutsch: Zyklusschwelle. Er zeigt an, wie viele Zyklen der PCR-Test durchlaufen hat, bis Viruserbgut entdeckt wurde. Ist die Virenmenge in der Probe groß, reichen dafür relativ wenige Runden. Je geringer die Viruslast in der Probe ist, desto mehr Zyklen sind nötig – und desto höher ist der Ct-Wert.

Ein positiver Test ist nicht automatisch eine „Neuinfektion“

Ab einem Wert von etwa 30 ist eine Ansteckungsgefahr gemäß wissenschaftlichen Studien so gut wie ausgeschlossen. Angesichts der hohen Empfindlichkeit des PCR-Tests kann dieser schon beim Auftreten von minimalen Virusresten anschlagen, entweder zu Beginn einer Infektion, aber eben auch während des Abklingens – und zwar bis zu vielen Wochen danach und auch in Fällen, in denen eine Infektion nie bemerkt worden war. Entsprechend irreführend ist es, einen positiven PCR-Test als „Neuinfektion“ zu bezeichnen.

Eine Debatte über die Aussagekraft der PCR-Testung wird hierzulande so gut wie gar nicht geführt. Der Harvard-Epidemiologe Michael Mina schrieb vor einigen Tagen bei Twitter: „Unglaublich, dass Ct-Werte zusammen mit einem positiven SARS-CoV-2-PCR immer noch selten gemeldet werden. Oft ist der Ct-Wert die einzige Information, die ein Arzt oder Kontakt-Nachverfolger über eine positive Person kennt. Dass wir Ct-Werte wegwerfen, ist bemerkenswert.“ In einem Interview mit dem „Science“-Magazin hatte er erklärt: „Wir müssen aufhören, zu denken, dass jemand positiv oder negativ ist, sondern uns fragen, wie positiv jemand ist.“

Unter anderem in der spanischen Hauptstadt Madrid hatten die Behörden nach eigenen Angaben Kontakt mit Mina und haben ihren Umgang mit PCR-Ergebnissen angepasst. Die Regionalregierung nimmt die Ct-Werte seit Monaten genau unter die Lupe und lässt sie mit in die Entscheidungen über die Verschärfung oder Lockerung von Maßnahmen einfließen; jüngst lag der Ct-Wert der positiven PCR-Tests in rund 50 Prozent der Fälle bei über 30.

...

Die Politik hat es sich bequem gemacht

... Fakt ist: In Deutschland spielt der Ct-Wert kaum eine Rolle – und die Politik macht keine Anstalten, daran etwas zu ändern. Das mögliche Argument, es sei zu aufwendig und mit zu viel Bürokratie verbunden, positiv Getestete weitergehend zu untersuchen und die Anzahl der Zyklen zu begutachten, darf dabei nicht gelten. Es wurden Impfstoffe im Raketentempo entwickelt, Hunderte Covid-Forschungsprojekte initiiert und umfassende Entschädigungsmodelle für vom Lockdown getroffene Unternehmen entwickelt. Da sollte auch mehr Beschäftigung mit PCR möglich sein.

Bloß: Will das jemand? Längst haben es sich die Entscheider bequem gemacht mit ihren Inzidenzwerten und Positivtests – ein realistischer Überblick über das Erkrankungsgeschehen lässt sich so nicht bekommen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...-auswerten.html

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#97 von Werner Arndt , 04.05.2021 17:03

Zitat
... Wir Ärzte sollten auch etwas tun: Lassen Sie uns diese absurden Maßnahmen beenden, indem wir aufhören, Gesunde durch Tests zu Kranken zu machen!

(Sylvia Müller, Ärztin, 28.04.2021)


https://www.youtube.com/channel/UCXatcyg3cbvAxQ4FRNJ3ygA



Jetzt ziehen Ärzte nach und solidarisieren sich
Videos zur Unterstützung der Schauspieler (#allesdichtmachen)
https://reitschuster.de/post/danke-alles...arisieren-sich/

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#98 von Werner Arndt , 04.05.2021 17:06

Zitat
29. April 2021

Warum die Corona-Todeszahlen in ganz Europa nicht plausibel sind

In knapp 40 Prozent der europäischen Staaten war die Sterblichkeit 2020 normal. Unter Berücksichtigung demografischer Veränderungen ergibt sich in 20 Prozent der Länder einschließlich Deutschlands sogar eine Untersterblichkeit. Brisant: In fast keinem europäischen Land stimmen die gemeldeten COVID-19-Sterbefälle mit der Übersterblichkeit überein. Vergleicht man die Zahlen der einzelnen Länder, so zeigt sich zudem keine Evidenz für eine Minderung der Sterbefälle durch Lockdowns.


In der Zeit vor Corona gab es in der Regel nur zwei Möglichkeiten festzustellen, ob eine schwere Krankheitswelle sich in einem Land oder über dessen Grenzen hinaus ausgeweitet hat: die Belastung des Gesundheitssystems sowie die Anzahl aller Sterbefälle im Vergleich zu den Vorjahren, die so genannte Übersterblichkeit.

Mit dem PCR-Test ist jedoch pünktlich zu Beginn der Coronakrise ein vermeintliches Instrument hinzugekommen, das die Ausbreitung der Krankheit kontrollierbar erscheinen lässt. Die Logik dahinter ist sehr einfach: Je mehr positiv Getestete, desto mehr breitet sich die Krankheit aus und desto schärfere Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Ausbreitung einzudämmen und so eine Überlastung des Gesundheitssystems und eine Übersterblichkeit zu vermeiden.

Problem PCR-Test

Sowohl der PCR-Test als Diagnoseinstrument selbst als auch die Art, wie auf Basis dieses Tests der so genannte Inzidenzwert ermittelt wird, entbehren jedoch in vielerlei Hinsicht wissenschaftlichen Standards. Hauptkritikpunkte der Verwendung des PCR-Tests zur Diagnose einer Infektion sind

· die nicht festgelegte maximale Anzahl der Vervielfältigungszyklen (der sogenannte Ct-Wert),

· der Test auf teilweise nur eine einzige Gensequenz des Virus, die auch als Fragment nach einer überstandenen Krankheit vorliegen kann, sowie

· die Einordnung eines positiven Tests als Infektion, auch wenn keine Symptome vorliegen.

Selbst die Weltgesundheitsorganisation WHO weist seit Januar 2021 darauf hin, dass positive Testergebnisse, die mit hohem Ct-Wert zustande gekommen sind, vorsichtig interpretiert werden sollten und dass bei einem positiven Testergebnis ohne Symptome beim Probanden ein erneuter Test erfolgen sollte. Die Kritik an mangelnden Standards bei der Ermittlung des Inzidenzwertes auf Basis des PCR-Tests lässt sich wie folgt zusammenfassen:

· Die positiven Testergebnisse müssen immer in Relation zur Anzahl der Tests stehen. Geschieht dies nicht, erhöht sich der Inzidenzwert mit einer gesteigerten Anzahl an Tests, und er sinkt, wenn weniger getestet wird. Doch nur das Verhältnis von positiven zu negativen Testergebnissen lässt darauf schließen, ob eine höheres oder niedrigeres vermeintliches Infektionsgeschehen vorliegt.

· Die getestete Bevölkerungsgruppe muss repräsentativ sein. Testet man beispielsweise in einer Woche vermehrt alte Menschen in Pflegeheimen und in der darauf folgenden Woche vermehrt bei Schülern, weil der Präsenzunterricht nach den Ferien wieder begonnen hat und Tests an den Schulen nun verpflichtend sind, kann man diese Testergebnisse nur bedingt miteinander vergleichen.

Das Dogma vom Inzidenzwert

Obwohl bei der Ermittlung des Inzidenzwerts wissenschaftliche Standards missachtet werden, folgen fast alle Regierungen in Europa und in anderen Teilen der Welt der einfachen Logik, dass bei einer höheren Anzahl positiver Testergebnisse mit einschneidenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens die vermeintliche Ausbreitung des Erregers eingedämmt werden muss. Die zugehörige Vorgehensweise hat mittlerweile den Status eines Dogmas erlangt, das von vielen Politikern, Journalisten und selbst Medizinern kaum noch hinterfragt wird. ...

Bei der Frage, ob vorauseilende Maßnahmen wie Schul- und Geschäftsschließungen, Abstandsregeln, Maskentragen oder Ausgangssperren nicht mehr Schaden anrichten als sie nutzen, ist es jedoch essentiell wichtig, ihre Wirksamkeit anhand von belastbaren Zahlen eindeutig nachweisen zu können. Zumindest müsste es nach der vorherrschenden Meinung in Ländern mit wenigen und größtenteils nur freiwilligen Maßnahmen zu einer deutlichen Übersterblichkeit kommen, während in Ländern mit frühzeitigen und rigorosen Einschränkungen des öffentlichen Lebens dem jeweiligen Gesundheitssystem ein Überlastung erspart bleibt und eine Übersterblichkeit verhindert wird. Zudem müssen die mit den Tests ermittelten Zahlen zur Infektionsausbreitung und Fallsterblichkeit so verlässlich sein, dass man auf andere Indikatoren wie Krankenhausbelegungen und Übersterblichkeit bei der Beurteilung der Lage verzichten kann.

Keine Übersterblichkeit in Deutschland, unplausible Todeszahlen

In meinem letzten Beitrag habe ich anhand der Berechnung der Übersterblichkeit unter Berücksichtigung demografischer Veränderungen zeigen können, dass es in Deutschland 2020 nicht zu einer Übersterblichkeit im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangen fünf Jahre gekommen ist und die Anzahl der vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Sterbefälle daher nicht plausibel erscheint.

In Zeiten vor dem PCR-Test wäre eine deutsche Regierung aufgrund der vorliegenden Datenlage zur Übersterblichkeit wohl niemals auf die Idee gekommen, Schul- und Geschäftsschließungen sowie Ausgangssperren anzuordnen und freiheitliche Grundrechte einzuschränken. Nach der neuen Logik heißt es jedoch, nur diese einschneidenden Maßnahmen hätten das Land vor ähnlich hohen Sterbefallzahlen wie bei einigen europäischen Nachbarn bewahrt.

...

Zusammenfassung

In 60 Prozent der hier untersuchten europäischen Staaten ist es 2020 zu einer Übersterblichkeit gekommen, die zum Teil das Mehrfache einer normalen jährlichen Schwankung beträgt. Dies ist ein markanter Hinweis darauf, dass eine Krankheit wie COVID-19 die hohe Anzahl der Sterbefälle ausgelöst haben könnte. Doch die Angabe der COVID-19 zugeordneten Sterbefälle weicht in den einzelnen europäischen Ländern zum Teil stark von der tatsächlichen jeweiligen Übersterblichkeit ab. Dies ist wiederum ein Indiz dafür, dass die zu Anfang des Beitrags dargelegte Kritik an der Verwendung des PCR-Tests berechtigt ist.

Die Unzuverlässigkeit bei der korrekten Erfassung der Krankheitsfälle macht es daher schwierig, die Belastung der jeweiligen Gesundheitssysteme richtig einzuschätzen. Denn weder das Statistische Amt der Europäischen Union noch das European Centre for Disease Prevention and Control veröffentlichen Daten zur gesamten Belegung von Krankenhaus- oder Intensivstationsbetten, sondern nur die Anzahl von COVID-19-Patienten.

Zumindest für Deutschland lässt sich anhand der Überwachungsinstrumente des RKI belegen, dass es trotz anderslautender Medienberichte bisher nicht zu einer überdurchschnittlichen Mehrbelastung des deutschen Gesundheitssystems aufgrund von COVID-19 gekommen ist. Da es in anderen europäischen Ländern an entsprechenden Überwachungsinstrumenten mit wöchentlicher Berichterstattung fehlt, ist es problematisch, allein von der Anzahl der gemeldeten COVID-19-Patienten auf eine Überlastung des jeweiligen Gesundheitswesens zu schließen.

Wären Daten zur gesamten Belastung der jeweiligen Gesundheitssysteme durch akute Atemwegserkrankungen, insbesondere für diejenigen Länder mit einer hohen Übersterblichkeit, verfügbar, könnte man zumindest ausschließen, dass die hohe Anzahl von Sterbefällen unter anderem auch auf die Folgen der Maßnahmen zurückzuführen sind.

...

https://multipolar-magazin.de/artikel/todeszahlen-europa

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#99 von Werner Arndt , 12.05.2021 14:14

Zitat
3. Mai 2021

"Es geht um sehr viel Macht und Geld" - Der PCR-Test und die Chancen für die Aufklärung

Der Umgang der Medien mit dem PCR-Test ist Thema eines Beitrages von Alexander Jacobi in einer Fachzeitschrift. Der Autor ist Anwalt und Honorar-Professor an der Universität Leipzig. Sein Ausgangspunkt sind juristische Entscheidungen, die sich auf die offiziellen und medialen Darstellungen zum PCR-Test stützen. Jacobi analysiert, warum diese einseitig sind und wichtige Aspekte weglassen. Zugleich macht er darauf aufmerksam, dass andere wichtige Perspektiven auf das Thema in alternativen Medien zu finden sind, die er als „moderne Medien“ bezeichnet. Der PCR-Test sei ein Grundbaustein der offiziellen Pandemie-Politik. Warum er Zweifel daran sowie an der Berichterstattung der etablierten Medien für wichtig hält und wie er diese begründet, erklärt er im Interview mit Multipolar. Dabei geht sein Blick über die Covid-19-Pandemie hinaus.


...

Multipolar: Wie wird der PCR-Test, der als „Goldstandard“ beim Aufspüren des Virus SARS-CoV-2 gilt, in den Medien dargestellt? Sie haben dabei zwischen den etablierten Medien, dem Mainstream, und den alternativen unterschieden. Warum?

Jacobi: Die Darstellung ist sehr dynamisch. Am 15. April 2021 erschien ein Artikel von Tim Röhn in der Tageszeitung „Die Welt“ zum Ct-Wert des PCR-Testes. Dieser ging ähnlich wie schon der Artikel von Markus Grill und Mara Leurs vom 6. September 2020 in der ARD auf tagesschau.de auf einen der Kernpunkte der gesamten politischen Corona-Situation ein, eben den Ct-Wert. Christian Drosten positionierte sich gegenüber Röhn zu dessen Artikel am 17. April 2021 in der WELT, ging aber – wie schon auf Bundespressekonferenzen – auf die neuralgische Thematik des Ct-Wertes nicht genauer ein.

Zumindest nach meinem Kenntnisstand gibt es im Mainstream kaum weitere, detaillierte Artikel und keine breiteren Diskussionen zum Thema Ct-Wert. Und auch in diesen genannten Artikeln wird die PCR-Problematik nicht in der notwendigen Detailtiefe analysiert, wie ich es dem Artikel der ZInsO versuche, darzustellen; auch im Zusammenhang mit den weiteren wichtigen Parametern Letalität, Wirksamkeit von Lockdown-Maßnahmen und Übersterblichkeit.

Die alternativen, freien, neuen oder modernen Medien – ich nutze gern letztere Bezeichnung – diskutieren dieses Thema hingegen seit gut einem Jahr in aller Breite, Ausführlichkeit und Wiederholung. Also: Ein massiver Unterschied der Darstellung in diesen beiden Medienkategorien – den herkömmlichen Mainstreammedien und den modernen Medien. Und dieser Unterschied ist meiner Einschätzung nach einer der wichtigsten Umstände für die Zukunft der Gesellschaft. Denn nur der Blick auch in die modernen Medien ermöglicht einen aufgeklärteren Blick auf die Welt und führt nach meinem Eindruck potentiell zu mehr Frieden.

Multipolar: Welche Schlüsse ziehen Sie aus rechtlicher Sicht, nachdem Sie sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt haben?

Jacobi: Politische und rechtliche Maßnahmen – Lockdowns, Quarantäne, Betriebsschließungen – sind rechtlich in ihren Grundlagen zu hinterfragen. Die offizielle Grundlage ist nicht ausschließlich, aber maßgeblich der Inzidenzwert oder die Infektionszahlen. Letztere beruhen auf den positiven PCR-Testergebnissen. Der PCR-Test weist aber keine Infektion nach, sondern „nur“ die RNA des Virus, ist also bei geringem Ct-Wert maximal ein Indiz für eine Infektion. Der Ct-Wert (Cycle Threshold, Zyklusschwellenwert) gibt an, wie viele „Runden“ der PCR-Test absolvieren muss, bis Virus-Material (RNA) entdeckt beziehungsweise wie lange dieses vervielfältigt wird. Bei einem Ct-Wert von über 30 ist nach flächendeckenden Darstellungen in der Fachpresse keine Infektiosität mehr gegeben.

Zudem wird der Ct-Wert in aller Regel von den Laboren nicht an die Gesundheitsämter übermittelt. Eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes, einschließlich des neuen § 28 b, kann damit nicht mittels PCR-Testergebnissen mit zu hohen Ct-Werten nachgewiesen werden. Gleichwohl ergeben diese Ergebnisse die Inzidenzwerte des Robert Koch-Instituts (RKI) als Grundlage für die nun je nach Inzidenz per Bundesgesetz geltenden Lockdowns.

Da sollte jeder Jurist nachfragen, auf welcher Basis zum Beispiel der Mittelstand „weggeschlossen“ wird, sprich: Wie hoch waren die Ct-Werte? Wurden diese im konkreten Fall von den Laboren an die Gesundheitsämter übermittelt? Welche Möglichkeiten gibt es, zumindest grob einheitliche Ct-Werte festzulegen, in deren Folge der PCR-Test mit Aussagekraft ausgestattet wird. Gibt es, vor allem bei hohen Ct-Werten über 30, weitere Indizien für eine Infektion, zum Beispiel einen Zweittest, eine ärztliche Untersuchung, Symptome? Ist der PCR-Test überhaupt geeignet, eine pandemische Lage zu erfassen? Wenn nicht, was gibt es für andere Möglichkeiten? Um all das zu beantworten gibt es Zeit, Geld und Fachkompetenz in Hülle und Fülle. Allein der massenmedial-politische Wille fehlt ganz offensichtlich.

...

Zum Gesprächspartner: C. Alexander Jacobi, Dr. iur., Hon.-Prof., ist Rechtsanwalt und lehrt an der Universität Leipzig in den Bereichen Rechtsphilosophie und Unternehmensrestrukturierung. Er ist Autor von mehr als 100 Fachveröffentlichungen sowie Referent von Fachvorträgen im Bereich Wirtschaftsrecht. Der Anwalt ist als Namenspartner einer überörtlichen Wirtschaftskanzlei in Leipzig tätig.

Anmerkung

(1) Die erste Seite des Artikels ist hier öffentlich zugänglich.

...

https://multipolar-magazin.de/artikel/pc...-macht-und-geld



Zitat
Jacobi, ZInsO 2021, 823

Der PCR-Test in den deutschen Mainstream-Medien und seine Bedeutung für Restrukturierer und Insolvenzverwalter

Juristisch brisant: Der hohe Ct-Wert der PCR-Tests und die Corona-Maßnahmen

von Professor Dr. Christoph Alexander Jacobi, Leipzig*

...

https://research.wolterskluwer-online.de...ec-0c7a51832d1f

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#100 von Werner Arndt , 29.05.2021 21:32

Zitat
29. Mai 2021

Sie haben es wieder getan: Der NDR-Podcast vom 25.5.

Es geht nicht zuletzt um Drostens gehypte neue "Kinderstudie". Dabei zeigt sich: Nichts ist dran. Erneut wird unbemerkt von der Öffentlichkeit (liest oder hört jemand das noch?) der PCR-Test demontiert.

...

Hennig wechselt lieber das Thema. Doch da wird es eher noch heikler. Drosten demontiert mal eben seinen PCR-Test:

»Korinna Hennig Jetzt haben Sie in der Studie aber zwei Dinge gemacht. Sie haben sich nicht nur die Viruslast angeguckt, also Kopien des Erbguts erfasst. Sie haben auch versucht, das Virus im Labor in der Zellkultur anzuzüchten. Warum? Wozu?

Christian Drosten Man will eigentlich von solchen Zahlen, von solchen Daten wissen, wo ist die Infektiosität? Also wo, in welchem Alter? Zu welcher Zeit? Es geht ja bei Weitem nicht nur um einen Vergleich von Altersgruppen in so einer Viruslast-Studie. Es geht vor allem auch darum, Zeitverläufe von Viruslasten abschätzen zu können. Also nach dem Motto: Ab wann ist der Patient eigentlich infektiös und bis wann? Bis zu welchem Tag im Krankheitsverlauf? Und sind die Gruppen alle gleich?

WAS IST DIE VIRUSLAST?

Also wenn jemand schwere Symptome hat versus jemand hat milde oder gar keinen Symptomen [sic], ist das eigentlich die gleiche Viruslast, die dabei rauskommt? Jetzt haben wir schon den Begriff Viruslast benutzt. Was ist denn eigentlich die Viruslast? Die Viruslast ist, dass in den Atemwegen oder überhaupt in irgendeiner Probe Virus-RNA vorkommt. Und wenn ja, wie viel davon, also das Quantitative, das ist die Viruslast, die quantitative Einschätzung…

Also RNA ist nur dann im Rachen, wenn das auch eine echte Infektion ist und wenn sich da wirklich ein Virus vermehrt. Aber wir können trotzdem nicht sagen, wenn wir eine gewisse Menge an RNA nachweisen, dann ist das dieselbe Menge an Infektiosität. Da gibt es nämlich Dinge im Krankheitsverlauf, die da eine Rolle spielen. Beispielsweise sind zu einem späteren Zeitpunkt im Verlauf der Infektion in den ganzen Körperflüssigkeiten Antikörper. Die schwimmen da nicht nur unbeteiligt rum, sondern die verkleben auch die Oberfläche von dem Virus. Da sind genau die Proteine, gegen die die Antikörper ausgebildet wurden. Die inaktivieren auf diese Art und Weise das Virus. Das heißt, wir haben dann Virus in den Proben, dessen RNA wir auch in Form von Viruslast messen können. Viruslast bedeutet ja RNA-Kopien. Nur, dieses Virus ist nicht mehr infektiös, weil da Antikörper draußen drankleben.«


Quasi im Nebensatz bestätigt der Erfinder des Goldstandards, daß sein PCR-Test nicht notwendig etwas zu Infektionen aussagt.

Vermehrungsprozesse nicht so glimpflich wie bei uns Menschen

»Wir interessieren uns in Wirklichkeit für die weitere Interpretation. Also nicht für die RNA-Kopien, sondern für die Infektiosität. Das ist ein Unterschied. Also ist da ein lebendes, vermehrungsfähiges Virus in der Probe? Oder ist das eben nur das, was von diesem lebenden, vermehrungsfähigen Virus übrig geblieben ist, nachdem die Antikörper gekommen sind? So ist es am Ende der Infektion. Am Anfang des Infektionsverlaufs gibt es einen anderen Effekt. Den haben wir auch schon mal hier im Podcast beschrieben. Und zwar die Körperzellen, die zum Beispiel im Rachen infiziert sind, die schleusen infektiöses Virus, aber auch kaputtes Virus raus. Also in einer Virusinfektion entstehen nicht nur perfekt replikationsfähige Viren, sondern auch ganz viele Unfälle. Es ist nicht so wie bei uns Menschen, wo doch die meisten Vermehrungsprozesse irgendwie glimpflich ablaufen. Bei den Viren verlaufen die allermeisten, ich würde sagen hundertmal so viel, frustran ab. Also die Rate von kaputten Viruspartikeln, die gegenüber replikationsfähigen Viruspartikeln in so einer Infektion entstehen, die kann durchaus hundert zu eins sein. Wir messen in der PCR aber alle Viruspartikel.«

...

https://www.corodok.de/sie-der-ndr/#more-18766

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#101 von Werner Arndt , 19.06.2021 16:20

Zitat
18.06.2021

Rund 190.000 PCR-Tests ausgewertet

Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen

Forschende der Medizinischen Fakultät der UDE weisen im renommierten Journal of Infection* darauf hin, dass die Ergebnisse von RT-PCR-Tests allein eine zu geringe Aussagekraft haben, um damit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu begründen. Gemäß ihrer Untersuchung beweisen positive Testergebnisse nicht hinreichend, dass mit SARS-CoV-2 Infizierte andere Personen mit dem Coronavirus anstecken können. Zusammen mit Wissenschaftler:innen der Universität Münster und dem MVZ Labor Münster hatten sie zuvor rund 190.000 Ergebnisse von mehr als 160.000 Menschen dahingehend ausgewertet.


...

https://www.uni-due.de/2021-06-18-studie...t-von-pcr-tests



Zitat
18. Juni 2021

"PCR-Tests allein haben eine zu geringe Aussagekraft"

Aus der Uni Duisburg/Essen


»Rund 190.000 PCR-Tests ausgewertet
Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen
18.06.2021

Forschende der Medizinischen Fakultät der UDE weisen im renommierten Journal of Infection* darauf hin, dass die Ergebnisse von RT-PCR-Tests allein eine zu geringe Aussagekraft haben, um damit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu begründen. ...

Die RT-PCR-Test-Technik gilt als Goldstandard, wenn es um den Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV‑2 geht. Sie kann nur in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt werden. Während der Pandemie wurden und werden die Ergebnisse von Corona-Tests mittels RT-PCR-Technik verwendet, um die Zahl der bundesweiten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen (Inzidenz) zu ermitteln.

Dieser Inzidenzwert bildet für Bund und Länder wiederum eine wichtige Basis, um Anti-Corona-Maßnahmen zu begründen, zum Beispiel Kontaktbeschränkungen bzw. Ausgangssperren. Dies stellen die Forschungsteams aus Essen und Münster jedoch aufgrund ihrer Datenauswertung infrage. „Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können“, sagt Erstautor Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen. „Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV‑2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.“

Die Autor:innen raten deshalb, Daten aus anderen Bereichen zur Bewertung der Pandemie-Lage zu erheben bzw. zu nutzen. „Geeigneter wären zum Beispiel verlässliche [!] Angaben zur Intensivbetten-Belegung sowie zur Mortalität, also zu der jeweiligen Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19“, schlägt Epidemiologe Prof. Stang vor. In seinem Fachgebiet werden die Folgen von Epidemien auf Gesellschaften untersucht.

Das Forschungsteam spricht aber auch über die Möglichkeit, die Aussagekraft des RT-PCR-Wertes bei künftigen Bewertungen der Pandemielage zu verbessern, indem der sog. Cycle-threshold-Wert (Ct-Wert) einbezogen wird. Durch die auch als Schwellen-Zyklus-Wert bekannte Zahl können Aussagen über die Ansteckungsgefahr durch positiv getestete Personen gemacht werden. Liegt der Ct-Wert bei positiv Getesteten bei 25 oder höher, geht man derzeit davon aus, dass diese nicht mehr ansteckend sind, weil die Viruslast zu gering ist. „Bei durchschnittlich etwa 60 % der Getesteten mit COVID-19-Symptomen wurden solch hohe CT-Werte nachgewiesen; In den Wochen 10 bis 19 waren es sogar 78 %, die sehr wahrscheinlich nicht mehr ansteckend waren“, betont Prof. Stang. „Auch das Abfragen von COVID-19-Symptomen bei Getesteten würde helfen, die Ergebnisse von RT-PCR-Tests besser bewerten zu können.“

*Originalveröffentlichung:
„The performance of the SARS-CoV‑2 RT-PCR test as a tool for detecting SARS-CoV‑2 infection in the population“ https://www.journalofinfection.com/artic...0265-6/fulltext«

uni-due.de

Es könnte langsam eng werden für Herrn Drosten und seinen "Goldstandard".

https://www.corodok.de/pcr-tests-aussagekraft/



Zitat
19. Juni 2021

Studie: Die meisten positiv Getesteten sind nicht infektiös

Für Kritiker ist es ein alter Hut: PCR-Tests belegen nicht, ob jemand ansteckend ist. Das fanden nun auch Forscher der Universität Duisburg-Essen heraus. Sie fordern andere Kriterien für das Verhängen von Maßnahmen. Das RKI aber interessiert sich nicht für solche Studien.


Unabhängig von Symptomen gilt jeder positiv Getestete als COVID-19-Fall. Wer entsprechend getestet verstirbt, erscheint unabhängig von der Todesart als COVID-19-Toter auf dem Dashboard des Robert Koch-Instituts. Seit fast anderthalb Jahren dient der RT-PCR-Test weltweit als Goldstandard schlechthin, um diese Pandemie-Zahlen zu generieren. Mit diesen wiederum rechtfertigt die Politik ihre fortgesetzten Maßnahmen. Kritiker, darunter auch Fachleute, bezweifeln die Aussagekraft der Tests schon lange.

Nicht jeder, bei dem ein Viruspartikel nach Dutzenden Vervielfältigungszyklen nachgewiesen werde, sei zwangsläufig infiziert oder infektiös, so ihr Tenor. Nun, gut 15 Monate nach Beginn des ersten Lockdowns in der Bundesrepublik, bestätigen deutsche Forscher der Universität Duisburg-Essen selbiges: Die Ergebnisse von PCR-Tests sind laut ihrer neuen Studie "allein ungeeignet als Entscheidungsgrundlage für Pandemie-Maßnahmen".

Positiver Test keine Grundlage für Quarantäne, Isolation und Lockdown

Die Forscher hatten für ihre im renommierten Journal of Infection veröffentlichte Studie zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Münster und dem MVZ Labor Münster positive 190.000 PCR-Ergebnisse von 160.000 Menschen ausgewertet. "Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unserer Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können", kommentierte Erstautor Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie des Universitätsklinikums Essen, die Auswertung. Er fügte hinzu:

"Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2-positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown benutzt werden."

Die Forscher bestätigten noch ein weiteres Problem, das nicht nur Kritikern seit Langem bekannt, sondern auch bei der Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen angekommen ist: Je mehr Vervielfältigungszyklen eine Probe in der PCR durchläuft, bis sie positiv ist, desto niedriger ist die Virenlast der Person. Und desto weniger wahrscheinlich ist es, dass der Betreffende infektiös ist, also andere Menschen anstecken kann. Über diesen Ct-Wert berichtete sogar die Tagesschau schon im vorigen Jahr.

Die Labore müssen ihn allerdings weiterhin nicht einmal an die Gesundheitsämter weitergeben. Und mit den so zustande gekommenen Positiv-Ergebnissen werden die sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz-Werte berechnet, mit denen die Politik alle Corona-Maßnahmen begründet. Auch das kritisieren die Forscher.

WHO sieht es ähnlich und plädiert für Standards

Die WHO forderte am 20. Januar 2021 auf ihrer Webseite, "schwach positive Ergebnisse" mit einem hohen Ct-Wert müssten "sorgfältig interpretiert" werden. "Die zum Nachweis des Virus erforderliche Zyklus-Schwelle (Ct) ist umgekehrt proportional zur Viruslast des Patienten", so die WHO.

Stimmen die Testergebnisse nicht mit dem klinischen Erkrankungsbild überein, also fehlen entsprechende Symptome, "sollte eine neue Probe entnommen und erneut getestet werden", empfiehlt die WHO in dieser Mitteilung. Ob Labore in Deutschland dies tatsächlich praktizieren, ist unbekannt. Einheitliche Vorgaben dazu gibt in Deutschland nach wie vor nicht, niemand kontrolliert das.

Forscher: Ct-Wert und Krankheitssymptome ermitteln

Die Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen belegen mit der Studie, dass Menschen ohne Symptome in aller Regel einen viel höheren Ct-Wert aufweisen. Bei ihnen hat der Test also erst nach viel mehr Zyklen angeschlagen. Von diesen "asymptomatischen" positiv Getesteten habe es vor allem in den Sommermonaten sehr viele gegeben, während in der Winterzeit der Anteil symptomatischer Getesteter mit geringeren Ct-Werten angestiegen war. Aber auch Letztere kämen keineswegs immer als Überträger in Betracht. So konstatieren die Autoren:

"Liegt der Ct-Wert bei positiv Getesteten bei 25 oder höher, geht man derzeit davon aus, dass diese nicht mehr ansteckend sind, weil die Viruslast zu gering ist."

Je nach Analyse-Zeitpunkt habe sich sogar bei 60 bis 78 Prozent der mit Symptomen Erkrankten, die Asymptomatischen nicht mitgezählt, ein Ct-Wert von über 25 herausgestellt. Diese seien ebenfalls "sehr wahrscheinlich nicht mehr ansteckend", betonte Studienautor Stang. Er empfiehlt, die Positiven gezielt nach COVID-19-Symptomen abzufragen. Dies "würde helfen, die Ergebnisse von RT-PCR-Tests besser bewerten zu können".

...

https://de.rt.com/meinung/119385-studie-...cht-infektioes/


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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#102 von Werner Arndt , 24.06.2021 10:52

"PCR-Tests helfen gar nicht im Kampf gegen die Pandemie." ...

Zitat
PCR-Tests helfen gar nicht im Kampf gegen die Pandemie. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen jetzt Forscher der Universität Duisburg-Essen, die etwa 190.000 Tests ausgewertet haben. Das Problem sei, dass bei einem PCR-Test nur ermittelt wird, ob jemand corona-positiv oder -negativ ist, aber nicht, ob die Person auch ansteckend ist. Und das sei das Entscheidende, so die Forscher.

Im März beispielsweise hätte es bei fast 80 Prozent der ausgewerteten Tests gar keine Ansteckungsgefahr gegeben. Der durch die PCR-Tests ermittelte Inzidenzwert sei deshalb auch keine richtige Grundlage für Maßnahmen wie beispielsweise einen Lockdown.

(RTL Punkt 12, 21.06.2021)


https://www.bitchute.com/video/93Apv1lEMxeM/



Zitat
... Vor allem wird mir schon angst und bange, wenn ich an den Herbst denke: Und wenn wir dann genauso stumpfsinnig immer nur diese reinen Laborwerte - also PCR-Tests - zählen und sagen: O Gott, o Gott, o Gott - da sind wieder soundsoviele Infektionen.

Wir müssen endlich das tun, was man in der Medizin eigentlich immer tut: Man schaut nach Kranken, nach Symptomen. ... Das müssen wir dringend tun im Herbst, sonst haben wir genau die gleiche Katastrophe wie im letzten Herbst.

(Dr. Christoph Specht, RTL, 21.06.2021)

https://www.rtl.de/videos/grundlage-zur-...23c435d8f5.html



Zitat
23. Juni 2021

RTL meldet: PCR-Test ist unbrauchbar für die Pandemiebekämpfung

...

RTL ist «überrascht»

Am 21. Juni vermeldete Moderatorin Katja Burkard bei RTL Punkt 12:

«PCR-Tests helfen gar nicht im Kampf gegen die Pandemie. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen jetzt Forscher der Universität Duisburg-Essen, die etwa 190’000 Tests ausgewertet haben. Das Problem sei, dass bei einem PCR-Test nur ermittelt wird, ob jemand corona-positiv oder negativ ist, aber nicht, ob die Person auch ansteckend ist. Und das sei das Entscheidende, so die Forscher.»

...

https://corona-transition.org/rtl-meldet...demiebekampfung

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RE: 10.000 schwangere Männer und dringender Klärungsbedarf (Der Thread zum Test)

#103 von Werner Arndt , 09.07.2021 09:58


"Und das aufgrund der niedrigen Durchseuchung." ...

Zitat
05.07.2021

Fast alle positiven Corona-Tests falsch: Daran liegt’s

Friseur, Fitnessstudio, Innengastronomie: Für viele Aktivitäten in Hamburg braucht es immer noch einen negativen Antigen-Schnelltest. Die falsch-positiven Ergebnisse häufen sich allerdings immer öfter. Wie kommt das und vor allem: Wie viel Sinn ergibt ein Test noch, der dauernd falsche Ergebnisse anzeigt?


Der Anteil der falsch-positiven Schnelltest-Ergebnisse steigt seit Monaten an: Im April erwiesen sich noch rund ein Drittel der positiven Ergebnisse in Hamburg als falsch. In der ersten Mai-Wochen waren es bereits etwas über die Hälfte und in der zweiten Juni-Woche hatten sogar 80 Prozent der Menschen mit einem positiven Schnelltest-Ergebnis doch keine Infektion. Das ergibt sich aus den Antworten des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion. ...

Den Angaben zufolge wurden in der zweiten Juni-Woche in den Schnelltestzentren fast 308.000 Tests gemacht, in den Kitas knapp 29.000, in den Schulen rund 382.000 und in den Pflegeheimen circa 34.000. Von den 218 positiv gemeldeten Ergebnissen seien schließlich nur 44 bestätigt worden.

Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Andreas Grutzeck, nannte den hohen Anteil an falschen Ergebnissen für die Betroffenen zumindest kurzfristig beunruhigend. Es stelle sich „die generelle Frage, wie aussagekräftig Schnelltests tatsächlich noch sind.“

Falsch-positive Ergebnisse: Wie sicher sind Schnelltests?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) kennt das Problem schon lange und weist auf der Website darauf hin, dass die Aussagekraft der Antigen-Schnelltests stark vom Anteil der Infizierten unter den getesteten Personen sowie von der Sensitivität und der Spezifität der Tests abhängt.

Heißt also konkret: Die Inzidenz in Hamburg ist seit Wochen sehr niedrig.Trotzdem lassen sich aufgrund der Test-Pflicht viel mehr Menschen testen, als noch vor ein paar Monaten. Wenn sich aber sehr viele Menschen testen lassen, von denen nur sehr wenige tatsächlich positiv sind, kann es zu statistischen Verzerrungen kommen.

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https://www.mopo.de/hamburg/fast-alle-po...ingen-die-noch/



Zitat
PCR-Tests auf SARS-CoV-2: Ergebnisse richtig interpretieren

Dtsch Arztebl 2020; 117(24): A-1194 / B-1010

Der tatsächliche positive oder negative Vorhersagewert eines PCR-Tests hängt nicht allein von seiner operativen Genauigkeit ab. Maßgeblich ist auch die Vortestwahrscheinlichkeit, die angibt, wie hoch das geschätzte Risiko für eine Erkrankung vor dem Test ist.

... Da kein Test 100-prozentig sicher ist, muss das dem Betroffenen mitzuteilende Testergebnis in seinem Kontext interpretiert werden. Dies ist umso wichtiger, je höher in einer Population die Erkrankungswahrscheinlichkeit ist, führen in einem Praxishinweis im British Medical Journal (BMJ) Jessica Watson und Kollegen aus (1). Ihre Arbeit gibt praktischen Ärzten Hilfestellung bei der folgenschweren Frage: Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist eine positiv getestete Person tatsächlich positiv und eine negativ getestete tatsächlich negativ? Im Fokus stehen zwei Faktoren.

...

Die Vortestwahrscheinlichkeit

Um die wirkliche Erkrankungswahrscheinlichkeit, ausgedrückt als positiver oder negativer Vorhersagewert nach einem Test, zu beurteilen, sollten Ärzte die Vortestwahrscheinlichkeit hinzuziehen (das gilt nicht nur für COVID-19). Das geschätzte Risiko für die Erkrankung ergibt sich zum einen durch die klinische Einschätzung der betroffenen Person und ihres Umfeldes: Hatte die Kontakt mit Infizierten, kommt sie aus einem Risikogebiet? Sind ihr Alter, die Symptome und Befunde mit COVID-19 vereinbar? Bestehen Vorerkrankungen, kommen Differenzialdiagnosen infrage?

Des Weiteren ist die Prävalenz der Erkrankung in der Population relevant. Im Patientengut eines Allgemeinarztes in der Uckermark wird die Prävalenz von COVID-19 von vornherein niedriger zu schätzen sein als in einem Altersheim mit bereits einigen infizierten Bewohnern. Um den starken Einfluss der geschätzten Prävalenz auf den Vorhersagewert deutlich zu machen, seien Prävalenzen von SARS-CoV-2-Infektionen von 3 %, 20 % und 80 % gegenübergestellt: Unter 1 000 Personen würde es in diesen Fällen 30, 200 oder 800 Infizierte geben. Die Autoren im BMJ mutmaßen, das der RT-PCR-Test eine Sensitivität von 70 % und eine Spezifität von 95 % aufweist. Sars-CoV-2-Prävalenz 3 % (z. B. Hausarztpraxis): Richtig positiv getestet werden 21 von 30 infizierten Personen, falsch negativ sind damit 9 Ergebnisse. Richtig als gesund erkannt werden 921 von 970 Personen, falsch positiv bleiben 49. Der positive Vorhersagewert errechnet sich als Quotient aus der Zahl der richtig positiv Getesteten (21) und der Summe aller Personen mit positivem Testergebnis (21 + 49 = 70). Er ist mit 0,30 erschreckend gering – 70 % der als positiv getesteten Personen sind gar nicht positiv, ihnen wird aber Quarantäne verordnet.

...

Das bedeutet: In einer Population mit niedriger Prävalenz – z. B. 3 %, wie bevölkerungsweit bei COVID-19 anzunehmen – und unter der Prämisse einer niedrigen effektiven Test-Sensitivität von 70 % ist der positive Vorhersagewert äußerst schwach. Ein (falsch) positiver Test kann aber eine Quarantäne der Person zur Folge haben.

...

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214370...-interpretieren



Zitat
Die Interpretation der gemeldeten Neuinfektionen muss die hohe Rate falsch-positiver Befunde in Niedrigprävalenzkollektiven (1-3%) berücksichtigen, die mehr als die Hälfte der Befunde umfasst - soweit man die tatsächliche Infektiosität als Bezugspunkt festlegt (s. Kap. 1.3).

(Prof. Dr. med. Matthias Schrappe et al.)
Fact Sheet Nr. 2, S. 6
https://www.monitor-versorgungsforschung..._Aktualisierung



Zitat

Es ist letzten Endes doch so, dass viel mit Zahlen agiert wird, es wird ja mit Zahlen auch Politik gemacht. Es werden Emotionen geweckt wie zum Beispiel Angst und Panik und es werden Zahlen - wenn man es objektiv betrachtet -, wahrscheinlich auch missbraucht, um eigentlich nicht korrekte Darstellungen zu machen.

Diese Zahlen werden ungefiltert der Bevölkerung mitgeteilt und insofern glaube ich, macht es auch Sinn, dass man die Bevölkerung selbst ein bisschen darüber aufklärt, was es bedeutet, welche Bedeutung welche Zahl hat und wie man damit umgeht.

...

[ab 9:00] Aber es gibt ja Gott sei Dank bessere Tests - wenn Sie jetzt den Test nehmen mit 99% und wir machen die gleiche Rechnung wieder ...

Sie sehen, ein positives Ergebnis stimmt zu 50%. Das heißt, jeder Zweite, den ich positiv teste, ist falsch positiv - und das bei diesen eigentlich sehr sehr guten Werten. [Sensitivität und Spezifität des Tests jeweils 99%] Und das aufgrund der niedrigen Durchseuchung. ...

Wenn Sie sich diese Werte jetzt anschauen: Die Wahrscheinlichkeiten bei diesen Werten, bei dieser Sensitivität, bei dieser Spezifität und bei 1 % Durchseuchung, dass ein positives Ergebnis stimmt, ist gerade mal fifty/fifty. Jeder Zweite, der positiv getestet wird, ist falsch positiv.

Wird das den Leuten in Deutschland eigentlich auch so gesagt? Das wird den Leuten glaube ich nicht so gesagt! ...

Aber bei einem positiven Test ist es eben wie Münzenwerfen Ich kann sagen, nur jeder zweite positive Test stimmt auch wirklich. Aber das sind die Tests, die auch in die Statistik einfließen. Das sind die Meldezahlen, die in Deutschland hinausgehen. ...

Entscheidend ist der Grad der Durchseuchung für die Aussagekraft des PCR-Tests. Wenn die Durchseuchung niedrig ist, ist die Aussagekraft eines positiven Ergebnisses auch niedrig.

(Prof. Dr. Martin Haditsch)






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