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RE: Ist der Kaiser nackt?

#61 von Werner Arndt , 19.11.2020 16:13

Zitat
19.11.2020

Interview mit Prof. Homburg

...

MM: Sehr geehrter Herr Prof. Homburg, wir haben zuletzt vor fast einem Jahrzehnt Kontakt gehabt. Was hat sich seither für Sie wesentliches in Deutschland verändert?

Prof. Dr. Homburg: Bis Anfang 2020 eigentlich wenig. Seither erleben wir in Deutschland, aber auch fast weltweit, sehr Merkwürdiges. Ein Virus, das nach einer bekannten Studie von John Ioannidis, publiziert übrigens von der WHO [›››], kaum gefährlicher ist als andere bekannte Viren, stellt die Welt geradezu auf den Kopf.

MM: Zuletzt waren Sie in den Medien aufgrund Ihrer Kritik an den Maßnahmen zu Corona. Worin mündet Ihre Hauptkritik?

Prof. Dr. Homburg: Ich halte die ergriffenen Maßnahmen, insbesondere den Lockdown, für unverhältnismäßig und stehe mit dieser Kritik wahrlich nicht allein. Die Politik wägt Nutzen und Schäden der Maßnahmen aus meiner Sicht nicht vernünftig ab, sondern ist fixiert auf das Ziel, ein bestimmtes Virus um jeden Preis zu bekämpfen. Gesundheitliche Schäden durch abgesagte Operationen, die Zerstörung von Unternehmen und Arbeitsplätzen, Sterben in Einsamkeit für Alte oder psychische Schäden für Kinder - all dies scheint überhaupt keine Rolle zu spielen.

MM: In diesem Zusammenhang sind Sie auch im Vorstand des Vereins "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.", kurz MWGFD. Was ist dabei Ihre Rolle?

Prof. Dr. Homburg: Die stärkste Kritik an den Maßnahmen kommt von Medizinern, weil sie die Lage natürlich besser beurteilen können als Laien. Unser Verein setzt sich für objektive Aufklärungsarbeit ein und ist daher starken Anfeindungen ausgesetzt. Ich bin für die Vereinsfinanzen zuständig und für das, was man neudeutsch "Compliance" nennt, also die Befolgung aller Gesetze und Vorschriften, damit uns niemand unter einem Vorwand ausschalten kann. Viele gute Initiativen sind an diesem Punkt leider gescheitert. ...

MM: Sie haben bei unserm ersten Interview zur Frage einer Pharmaindustrie, die idealerweise dafür sorgen müsste, dass immer weniger Medikamente benötigt werden, ausweichend geantwortet: "Ich nenne als drastischeres Beispiel nicht die Pharma-, sondern die Drogenindustrie." Würden Sie heute noch so antworten angesichts der bevorstehenden angedrohten indirekten Impfpflicht?

Prof. Dr. Homburg: Da sprechen Sie ein weiteres wichtiges Problem an. Die Schnellentwicklung von Impfstoffen, vorbei an allen traditionellen Sicherheitsvorschriften, halte ich für einen weiteren großen Fehler. Öffentlich wird über die kurzfristigen und langfristigen Risiken neuartiger kaum erprobter Impfstoffe zu wenig gesprochen. In Wirklichkeit drohen hier Gefahren, die die Gefahren durch das Virus selbst deutlich übersteigen.

MM: Werden Sie sich impfen lassen?

Prof. Dr. Homburg: Ich bin kein prinzipieller Impfgegner, aber einer wenig erprobten mRNA-Impfung werde ich mich nicht freiwillig unterziehen. Die Frage ist nur, ob mir etwas anderes übrig bleibt. Wenn Grundrechte wie Berufsausübung oder Reisen von einer Impfung abhängig gemacht werden, entspricht das einem faktischen Impfzwang. Ich würde dann überlegen, ob ich mich dem durch Auswanderung entziehen kann.

MM: Im Rahmen Ihres Widerstandes gegen die Corona-Maßnahmen haben Sie viele neue Leute kennen gelernt, die Sie sonst wohl kaum getroffen hätten. Hat das Ihre Weltsicht bereichert?

Prof. Dr. Homburg: Absolut, wobei ich vier Personengruppen hervorheben möchte. Erstens Ärzte und Juristen, die den Lockdown tendenziell kritischer sehen als andere. Zweitens Geisteswissenschaftler, die mir zahlreiche Stücke und Werke schicken, oft mit sehr differenzierten und tiefen Gedankengängen. Drittens Bürger der ehemaligen DDR und osteuropäischer Herkunft. Sie sind sensibler für Situationen, in denen die Regierung von sämtlichen Leitmedien unkritisch unterstützt wird, und zwar mit absurden Argumenten. Übrigens erreichen mich auch sehr viele Zuschriften von Nichtakademikern, die einerseits oft ein besseres Gespür haben als verkopfte Akademiker und andererseits tendenziell stärker unter den Maßnahmen leiden. In den USA nennt man den Lockdown "nuke on the poor", also Atombombe auf die Armen. Kleine Selbständige und einfache Arbeiter sind stärker getroffen als Ministerialbeamte, Regierungsmitglieder oder Abgeordnete, die allesamt voll bezahlt werden und nicht um ihre Existenz fürchten müssen.

MM: Was ist Ihre Hoffnung für die Zukunft?

Prof. Dr. Homburg: Man soll nie vorschnell in Pessimismus verfallen. Es hat schon größere Krisen gegeben als die jetzige, deshalb habe ich Hoffnung, dass sich letztlich alles zum Guten wenden wird.


...

http://www.muslim-markt.de/interview/2020/homburg.htm


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zuletzt bearbeitet 19.11.2020 | Top

RE: Ist der Kaiser nackt?

#62 von Werner Arndt , 23.11.2020 11:36

Zitat
Klinik-Studie: 2020 weniger Beatmete als 2019

Auch weniger schwere Atemwegserkrankungen als im Vorjahr


Veröffentlicht am 22. November 2020

Francesco De Meo hat einen großen Vorteil, wenn es um Corona geht: Der Fresenius-Vorstand ist vom Fach, im Gegensatz zu den meisten Journalisten, mich eingeschlossen. Er ist zwar kein Arzt, sondern Jurist, doch als Vorsitzender der Helios-Kliniken ist er bestens im Thema. Seine Krankenhäuser veröffentlichen seit einiger Zeit täglich die Belegungszahlen ihrer Intensivstationen – als Beitrag zur Transparenz. Und De Meo betreibt einen Blog, auf den mich jetzt ein Leser hingewiesen hat. Da steht: „Der Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen tut mehr Reflexion und Diskurs gut. Mein Blog war ein Beitrag dazu, und er hat eine lebendige und kontroverse Diskussion angestoßen“. Dort werden, wie er selbst schreibt, „Dinge ausgesprochen, die heute kaum einer zu sagen wagt“.

Ende Oktober hat De Meo in seinem Blog Erkenntnisse veröffentlicht, die unglaublich sind – aber leider so gut wie keinerlei Reaktion in den großen Medien und in der Politik nach sich gezogen haben. Weil sie aber immer noch sehr brisant sind, führe ich sie hier auf. Selbst ein 100 % wirksamer Impfstoff würde wohl nicht zum Verschwinden von Covid-19 führen, so die These des Kliniken-Chefs. Für heutige Zeiten geradezu Ketzerei. Es sei ursprünglich nicht darum gegangen, das Virus endgültig und dauerhaft zu „besiegen“, mahnt De Meo: „Es ging stets darum, sicherzustellen, dass durch die schwere Lungenerkrankung (Covid-19 SARI), die das Virus verursachen kann, möglichst wenig Menschen versterben, und dass das Gesundheitssystem nicht wegen der Anzahl an Covid-Erkrankten kapituliert oder kollabiert. Darüber wird seit einiger Zeit aber kaum mehr gesprochen.“ SARI steht für „severe acute respiratory infection“, also schwere akute Atemwegsinfektionen; oft wird auch die Übersetzung „schwere akute respiratorische Infektionen“ verwendet.

Sodann befasst sich der Chef der Helios-Kliniken mit der entscheidenden Frage, die heute weitgehend ausgeblendet wird, „(…) wie diese beiden Aspekte bei der ersten Covid-19-Welle in den deutschen Kliniken abgebildet wurden. Hatten wir mehr oder weniger Patienten wegen SARI als im gleichen Zeitraum 2019 (als es Covid-19 noch nicht gab)? Und wie viele Menschen sind daran verstorben, auch dies jeweils im Vergleich zu 2019?“

An der Studie, die das klären sollte, nahmen 421 Kliniken teil. Erfasst wurden knapp 2,8 Millionen Krankenhausfälle, also rund ein Viertel aller stationären Patienten während des fraglichen Zeitraums von März bis August 2020. Die drei wesentlichen Erkenntnisse der Studie für die Bundesrepublik laut De Meo:

1. 2020 gab es weniger SARI-Erkrankte als 2019.

2. 2020 waren weniger Erkrankte auf der Intensivstation und es wurden insgesamt auch weniger beatmet als in 2019.

3. Die Anzahl der vermuteten Covid-Fälle war dreimal höher als die der nachgewiesenen Covid-Fälle. In anderen Worten: nur ein Viertel aller mit Verdacht auf Covid-Infektion Behandelten war erwiesenermaßen Covid-positiv.

4. Bei einem Covid-bedingten SARI verstarben 22,9 % der Patienten in den Kliniken, während bei SARI ohne Covid 12,4 % versterben.

Die hohe Sterblichkeit bei SARI durch Covid-19 zeige, wie gefährlich die Erkrankung vor allem für ältere Menschen ist, so De Meo: „Die Daten zur Häufigkeit müssen uns allerdings verblüffen, im Vergleich zum Vorjahr wie auch mit Blick darauf, dass drei Viertel der deutschen Covid-Fälle nicht sicher Covid hatten. ...

Fakt bleibe nach der Studie allerdings, dass Covid-19 in Deutschland weder zu mehr klinisch SARI-Erkrankten noch zu mehr Intensivaufnahmen oder Beatmungen geführt hat, so das Fazit des Kliniken-Chefs. Und er geht noch weiter: „Das deutsche Gesundheitssystem war insgesamt nicht mehr beansprucht als in vergangenen Jahren mit einer ‘normalen‘ Grippewelle“.

...

https://www.reitschuster.de/post/klinik-...tmete-als-2019/

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RE: Ist der Kaiser nackt?

#63 von Werner Arndt , 23.11.2020 23:34


Ärzte stehen auf - Offener Brief an die Bundeskanzlerin

Zitat
Offener Brief von "Ärzte stehen auf" für einen verhältnismäßigen und evidenzbasierten Umgang mit Sars-Cov2

Ärzte stehen auf
i.V. Dr. M. Resch
Rehbühlstr. 106
92637 Weiden


An das Bundeskanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin


09. November 2020

Betreff: epidemische Lage nationaler Tragweite


Nachrichtlich an:

• das Präsidium des Deutschen Bundestags, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
• Deutscher Ethikrat Geschäftsstelle Jägerstr. 22/23, D-10117 Berlin
• Pressestelle der Landesärztekammer, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin
• Pressestelle der Landesärztekammer, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin
• Deutsche Presse-Agentur, Markgrafenstr. 20, 10969 Berlin
• außerdem an: die Zeit, Süddeutsche, Welt, Handelsblatt, FAZ, Frankfurter Rundschau, taz, BILD, Neue Zürcher Zeitung (NZZ), multipolar, NachDenkSeiten



Offener Brief

An die Regierenden dieses Landes und an alle Bürger,

Wir sind Ärzte und Therapeuten, die seit dem Auftreten von SARS-CoV-2 mit zunehmender Sorge beobachten, wie Pandemieangst und -panik zu immer skurrileren Maßnahmen und Eingriffen in unsere Rechte und persönliche Freiheit führen. Nach der anfänglichen verständlichen Sorge und den folgeschweren Maßnahmen blieb bislang leider das Wichtigste auf der Strecke: wissenschaftlicher Diskurs und offene Debatten, Rückschau halten, Fehler suchen - entdecken - zugeben und korrigieren.

Wir wollen und können nicht mehr zusehen, wie unter dem Deckmantel einer "epidemischen Lage nationaler Tragweite" und der vorgegebenen Sorge um Gesundheit und Sicherheit jegliche Grundlagen für Gesundheit und Sicherheit zerstört werden.

Wir stehen auf und fordern die Regierungen und Wissenschaftler aller Länder auf, sich endlich einem wissenschaftlichen Diskurs zu stellen, statt blind vor Angst auf einen Abgrund (wirtschaftlicher, humaner und persönlicher Art) zuzulaufen und sich mit "Notstandsgesetzen", die auf unbestimmt verlängert werden, dauerhaft Macht zu sichern.

[...]

Des Weiteren stellen wir die Legitimität der derzeit beratenden Experten in Frage und fordern einen Untersuchungsausschuss, der auch der Frage nach Interessenskonflikten - sowohl der Experten, der Forschungsgemeinschaften, als auch unserer Politiker, sowie der Medien - nachgeht; nicht zuletzt auch der WHO, die maßgeblich beteiligt war an der einseitigen Berichterstattung und massiven Meinungs- und Forschungszensur. Interessenskonflikte einflussreicher Personen, die sogar die Veröffentlichung von Studienergebnissen oder das Zurückhalten solcher erwirken können, sind eine Gefahr für die Menschheit. All dies ist für einen demokratischen Rechtsstaat inakzeptabel!

Wir fordern, dass die Medizin zurückgegeben wird in die Hände derer, die dafür ausgebildet sind und dass der Arzt seinem Gewissen verpflichtet bleiben darf.

Wir fordern, dass die Medien zu ihrer eigentlichen Aufgabe der objektiven Berichterstattung zurückkehren.

Wir fordern, dass die Politiker ihre Macht nicht missbrauchen, sondern sie dem Volk zurückgeben!

Wir fordern insbesondere, dass das Infektionsschutzgesetz entschärft wird; aktuell begünstigt es die Ermächtigung einzelner politischer Entscheidungsträger und die Entmachtung des Parlaments.

Wir fordern die Rücknahme der gravierenden Einschnitte in die bürgerlichen Rechte durch die - der epidemischen Lage nationaler Tragweite geschuldete - "coronafreundliche" Rechtsprechung.

Wir fordern die Rückgabe medizinischer Entscheidungshoheit in die Hände des Behandlungsteams Arzt und Patient. Behandlungsentscheidungen und medizinische Maßnahmen dürfen nicht von Politik diktiert werden. Wir fordern die sofortige Aufhebung aller Corona-Maßnahmen.

Und, wir rufen Sie, liebe Leser, auf: Denken Sie selbst und fordern Sie mit uns, dass Politiker und Medien sich unabhängig, kritisch und frei von Interessenskonflikten auch mit abweichenden Meinungen auseinandersetzen. Lassen Sie sich die Gesundheitsfürsorge und die Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihren Körper nicht von den Politikern abnehmen! Lassen Sie sich nicht entmächtigen!


Mit drängender Sorge,

(Unterzeichner)

https://blog.bastian-barucker.de/2020/11...zte-stehen-auf/


[PDF]

Dateianlage:
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Ärzte stehen auf _ Offener Brief vom 09.11.2020.pdf
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RE: Ist der Kaiser nackt?

#64 von Werner Arndt , 27.11.2020 14:46

Zitat

Prof. Harald Walach

24. November 2020

Veröffentlicht in: Corona-Krise 2020, Bröckelnde Mythen, Rezepte gegen die Angst

Masken, Intensivbetten, PCR-Tests, Impfungen - Die apokalyptischen Reiter der Coronakrise stolpern durch den Wald der Fakten

In der Apokalypse des Johannes kommen die berühmten vier apokalyptischen Reiter vor, die die Endzeit ankündigen. Mir kommen die Argumente und Daten um Gesichtsmasken, Intensivbetten, PCR-Testzahlen und Impfungen so ähnlich vor. Aber anders als in der Apokalypse sind sie eigentlich gerade dabei, im Wald der Fakten vom Pferd zu fallen. Hier die Fakten.

...

Im Moment straucheln die apokalyptischen Reiter also. Ich hoffe, alle die mit ihnen im Sattel sitzen, steigen rechtzeitig ab. Wir wissen: Die Endzeit, die Johannes wohl für die Zeit Neros erwartet hatte, kam nicht, jedenfalls noch nicht. Genauso wenig ist eine nationale Bedrohung da. Es ist nur der politische Wille erkennbar, so zu tun als ob. Eine Weile lang konnte man das noch mit mangelnder Kenntnis rechtfertigen. Die Zeit ist eigentlich schon vorbei.

https://harald-walach.de/2020/11/24/mask...ald-der-fakten/



Zitat
Es ird immer absurder und wirkt nur noch hilflos. Die neuen Regeln sind einfach nur noch verrückt: Maske auf auch auf dem Parkplatz, doppelt so viel Abstand im Einzelhandel, Betriebe sollen über Weihnachten dichtmachen, aber gleichzeitig Urlaubsverbot. Alles, um Kontakte weiter zu reduzieren, aber nur bis Heilig Abend, dann wird gelockert bis Silvester.

Das alles hat mit gesundem Menschenverstand nichts mehr zu tun. Die Politik hat sich verrannt und kommt nicht mehr heraus.

Nur auf die Zahl der positiv Getesteten zu starren, bringt nichts. Kritische Stimmen gibt es immer mehr, aber sie werden nicht gehört. Mit der Arroganz der Macht wird einfach weitergemacht, mit Aussperren, Runterfahren, Beschränken, Reduzieren.

Vernunft Fehlanzeige, stattdessen weiter Angst und die schrille Warnung vor überfüllten Krankenhäusern mit immer mehr Toten. Jeden Tag so viele wie bei einem Flugzeugabsturz, sagt der bayerische Ministerpräsident.

Das ist vorsätzliche Panikmache. In Deutschland sterben jeden Tag etwa 2.600 Menschen, immer, auch ohne Corona. Mal mehr, mal weniger - zuletzt übrigens weniger. Im Oktober dieses Jahres gab es bei uns weniger Tote als vor einem Jahr - trotz Corona, sagt das Statistische Landesamt. Und die Intensivstationen haben viele Betten frei, seit Wochen. Aber ebenso lang wird vor einer Überlastung gewarnt.

Den Wahnsinn stoppen können nur die Politiker, wenn sie denn wollten. Nicht mit mehr Regeln, sondern ganz einfach mit der Rückkehr zu Vernunft und Augenmaß.

(Jörg Zajonc, RTL West, 26.11.2020)




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zuletzt bearbeitet 27.11.2020 | Top

RE: Ist der Kaiser nackt?

#65 von Werner Arndt , 29.11.2020 16:02

Zitat
27. November 2020

Corona-Verdächtige. Wie man in deutschen Kliniken ohne Virusnachweis zum Covid-Fall wird.

Die Zahl mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steigt von Tag zu Tag. Gleichzeitig ist die Zahl der gesamten belegten Intensivbetten jedoch seit Wochen stabil. Zur Klärung dieses Widerspruchs könnte eine groß angelegte Auswertung der Krankenhausdaten durch die Initiative Qualitätsmedizin beitragen, die 500 deutsche Kliniken vertritt. Nach den Zahlen waren drei Viertel der hospitalisierten „Covid-Patienten“ nur Verdachtsfälle. Diese binden Ressourcen und treiben die Statistik in die Höhe. Mitverantwortlich für die zahlreichen „falschen“ Fälle sei, so die Studie, die mediale Präsenz des Themas „Corona“.

...

Nach Lage der Dinge besteht aktuell aber keine Überlast. Die Zahl freier Intensivbetten lag über Wochen bis tief in den November hinein stabil im Bereich zwischen 6.500 und 7.000, wobei sie in diesen Tagen erstmals unter die Marke von 6.000 gerutscht ist. Es gibt durchaus Kliniken, die bereits am Anschlag arbeiten, in der Breite bestehen indes noch allerhand Kapazitäten. Auch im Vergleich mit 2019 und den Vorjahren erscheint der Belegungsgrad der Jahreszeit entsprechend normal. Zur Einordnung der medial befeuerten Hysterie, Deutschland könnten bald Verhältnisse wie im italienischen Bergamo blühen, sollte man allerdings Folgendes wissen: Von Juli und bis November wurden in großem Stil Intensivplätze aus der Statistik herausgenommen, in der Größenordnung von 5.000. Am 24. Juli zählte das DIVI-Register noch knapp 33.000, während es am 24. November nicht einmal mehr 28.000 waren. Zu erklären sind diese „Verluste“ vor allem durch fehlendes Personal. Seit Mitte Oktober hat das DIVI-Register die meldenden Kliniken mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, nur noch freie Betten zu melden, für die auch ausreichend Personal zur Verfügung steht.

Auf alle Fälle will das Gesamtbild nicht zu dem den ganzen Sommer über betriebenen Alarmismus passen, im Herbst stünde uns eine zweite und wohl noch schlimmere Corona-Welle bevor. Warum hat man dann nicht mit aller Kraft mehr Kräfte mobilisiert und weshalb wurden haufenweise Betten abgeschafft, deren Mangel sich vielleicht irgendwann rächen könnte? Gegenüber den NachDenkSeiten monierte dies auch Ulrich Keil, ehemaliger Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster und langjähriger Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Es ist Zynismus pur, den Lockdown mit der Gefahr der Überlastung unseres Krankenhauswesens zu rechtfertigen und gleichzeitig massiv am Abbau unserer Krankenhauslandschaft zu arbeiten. Wollen wir etwa mutwillig unseren guten Intensivbettenschlüssel von 34 pro 100.000 Einwohnern auf ein Level von sechs pro 100.000 wie in den Niederlanden herunterfahren?“

...

Zur Frage, warum die Kliniken nicht insgesamt voller werden, aber anteilig immer mehr Corona-Fälle die Betten belegen, liegt inzwischen ein Dokument vor, das die Hintergründe in großer Klarheit benennt. Es stammt von der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), die nach Eigendarstellung „Verbesserungspotenziale bei der medizinischen Behandlungsqualität“ sichtbar machen und ein „aktives Fehlermanagement“ fördern will. Der Verband versammelt bundesweit rund 500 Mitgliedskliniken, was einem Viertel aller Krankenhäuser entspricht, und wird unterstützt durch diverse Fachgesellschaften, die Krankenkassen sowie die Bundesärztekammer. Im Rahmen ihrer Studie „Effekte der SARS-CoV-2 Pandemie auf die stationäre Versorgung im ersten Halbjahr 2020“ hat die IQM die sogenannten Routinedaten nach dem Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) von 421 Kliniken unter die Lupe genommen. In den beteiligten Krankenhäusern wurden insgesamt 2,8 Millionen Fälle behandelt (35 Prozent aller Fälle in Deutschland), darunter knapp 62.000 Covid-19-Fälle. Die Expertise soll demnächst in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht werden, die zentralen Ergebnisse liegen aber bereits vor.

Echte und falsche Covid-Kranke

Das Wichtigste: Von den in den ersten sechs Monaten in den fraglichen Kliniken hospitalisierten sogenannten Corona-Patienten waren rund drei Viertel lediglich Corona-Verdachtsfälle. Gerade einmal 14.783 Fälle hatten demnach einen positiven PCR-Test und wurden „mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion stationär behandelt“, heißt es in dem Papier und weiter: „Erstaunlicherweise fanden wir mit 46.919 eine viel höhere Zahl von stationären Patienten, die mit der Verdachtsdiagnose einer Covid-Erkrankung, allerdings ohne Nachweis der Infektion im Labor, behandelt wurden.“

...

„Absolut erstaunlich“, wie es im IQM-Paper heißt, sind weitere Erkenntnisse. Nimmt man die Zahlen des „Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH“ (InEK), zeigt sich dasselbe Bild für ganz Deutschland. Dieses schlüsselt für Ende Mai 34.916 U07.1-Fälle in allen Kliniken auf, denen 111.769 U07.2-Fälle, also Corona-Verdachtsfälle, gegenüberstehen. Für die Forscher „überraschenderweise“ war auch die SARI-Gesamtfallzahl „im ersten Halbjahr 2019 mit 221.841 Fällen höher als 2020 mit insgesamt 187.174 Fällen, obwohl darin auch die Covid-bedingten SARI-Fälle mit eingeschlossen wurden“. Auffällig sei weiterhin, „dass bei mehr als 35.000 Patienten ein Covid-Verdacht (…) kodiert wurde, ohne dass ein SARI vorlag“. Das könnte bedeuten, dass Menschen in großer Zahl zu Corona-Kranken deklariert wurden, ohne auch nur einen Husten, Schnupfen oder Fieber gehabt zu haben. Das im Frühjahr ohne Unterlass beschworene Schreckensszenario der Kliniken stellt das IQM ebenfalls ins rechte Bild: „Interessanterweise beobachteten wir für den Verlauf der Intensivaufenthalte und auch für die Anzahl der maschinell beatmeten Patienten keine Zunahme im Vergleich zu 2019. Im Gegenteil, die Anzahl von Intensivfällen war im Lockdown deutlich geringer und die Beatmungsfälle blieben weitgehend unverändert. (…) „Zu keinem Zeitpunkt war in den beteiligten Krankenhäusern ein Kapazitätsengpass messbar.“

"Raus aus der Angstspirale"

Bleibt noch zu klären, wie das Institut all diese eklatanten Fehleinschätzungen bewertet und die Antwort dazu hat es in sich: „Die wahrscheinlichste Erklärung ist unseres Erachtens nach, dass in Anbetracht der medialen Präsenz des Themas und der damit einhergehenden Aufmerksamkeit Fälle mit passender Symptomatik selbst dann als Covid-Verdacht behandelt wurden, wenn die PCR negativ blieb.“

...

https://www.nachdenkseiten.de/?p=67419

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