Muslim-Forum
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RE: Das Glück kam mit dem inneren Frieden

#31 von Dörte Donker , 17.12.2016 13:45

Zitat aus dem erwähnten Buch

Zitat
Wenn der Islam Boden im Lande der Germanen fasst, dann deshalb, weil diese in ihrer Geschichte "islamisch" veranlagt sind. Denn es gab bei ihnen keinen besonderen Ort für die Verehrung des Göttlichen, kein besonderes Bild, keine Plastik, in das Göttliche gebannt wurde. Den Germanen waren Heiligtümer und Götterbilder aus Stein oder Holz unbekannt. Während die ursprünglich römische Bevölkerung des ehemaligen weströmischen Reiches sich zu den Glaubensauffassungen bekannte, die in Rom, dem Sitz des kirchlichen Oberhauptes, des Papstes, in Lehre und Kirchenordnung ihren Mittelpunkt sah, hatten sich die meisten germanischen Eroberer den von Rom verworfenen Ansichten eines Presbyters aus Alexandria, Arius, angeschlossen. Dieser hatte sich durch seine Lehre, dass Jesus Christus nicht Gott sei, der allgemein anerkannten altkirchlichen Auffassung entgegnet.

In diesem bescheidenen Werk haben neun "Germanen" ihren Weg zum Islam in unserer Zeit beschrieben. Die verhältnismäßig geringe Zahl derer, die mit der Veröffentlichung ihres Namens einverstanden sind, zeigt deutlich, dass man noch mit wenig Toleranz rechnet.



Da ich die Geschichte der Germanen und ihre Weltsicht sehr genau studiert habe, gäbe es dazu noch sehr viel mehr zu sagen, warum der Islam der Glaube ist, der am Besten zu den Germanen passt.
Eines der Punkte ist, dass die Germanen niemals ihr Heil an andere abgaben, daher gab es anders wie bei den Kelten, kein Priestertum. Jeder war für sein Heil selbst verantwortlich, auch für seine Stellung gegenüber Gott. Es ist ein Fehler zu meinen, die Germanen waren einfach nur Polytheisten. Sie kannten den Höchsten, haben ihn aber noch nicht benannt, außer als ein ER, was später durch Lautverschiebung zum El (Allvater, Elaha, Elohim etc. laut Britta Verhagen) wurde. Die Götter dienten eher als sittliches Ideal, als dass man sie anbetete, auch waren sie keine Schöpfer, sondern den gleichen Schicksalmächten unterworfen, wie der Mensch. Das angesprochene Bilderverbot war ebenfalls bei den Germanen zu finden. Erst durch das Zusammentreffen mit den Skyten wurde die ornamentale Kunst der Germanen abgewandelt und es zogen Tierbilder in die Kunst mit ein.
Ich könnte das noch weiter führen und Prinzipen wie die freiwillige Gefolgschaft, die hohen sittlichen Ideale etc. und viele andere Prinzipien, die parallel im Islam zu finden sind, durchleuchten, was jetzt den Rahmen sprengen würde...aber das sei daher nur am Rande bemerkt.


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Das Schönste vom Tag

#32 von Thomas Steffen , 25.01.2017 23:52

Ein in Beitrag #24 verlinkter Text ist nicht mehr online, so dass er an dieser Stelle nochmals wiedergegeben sei:


Zitat

Zitat
Beim Lesen der oben zitierten Passage fühlte ich mich an einen Austausch an anderer Stelle erinnert, der einem ganz ähnlichen Stichwort entsprang, nämlich der Bitte einer Diskussionsteilnehmerin um nähere Erläuterung, "dass der Islam bestens vereinbar ist mit deutscher Identität und Wesensart" (Zitat).

Aus aktuellem Anlass möchte ich diese kurzen Einblicke in muslimischen Alltag als Teil deutscher Realität an dieser Stelle nochmals in Auszügen wiedergeben...



...Und wie gesagt bestätigt meine persönliche Erfahrung aus gut einem Jahrzehnt, dass man als deutscher Muslim in Deutschland in Wahrung der eigenen Identität leben kann.
All dies ist möglich und erfüllend hier und heute mitten im Leben: Beten, Fasten, Spenden und Zakat, Pilgern, alkoholfrei und zinslos leben, voll im Arbeitsprozeß sein mit nahezu ausschließlich deutschen Kollegen und Geschäftspartnern, in Frieden und freundlichem Miteinander mit den Nachbarn.

Und diese islamische Praxis ist nicht nur möglich, sondern in Liebe zu Allah (Der sich liebevoll Seinen Geschöpfen zuwendet: Al-Wadud) wie gesagt erfüllend und - insbesondere die Gebete - das Schönste vom Tag. Doch nur wer´s tut, kann´s auch erleben.

Und so bin ich glücklich geworden in meinem neuen Leben als Muslim, fand Frieden bei Allah, dem Erhabenen, bei all meiner eigenen Unzulänglichkeit Frieden mit mir selbst sowie mit meinen Mitmenschen (kaum Ausnahmen).

Gelobt sei Allah!

Weiterhin reite ich nicht per Kamel zur Arbeit, lese noch immer deutsche Literatur, mag deutsche Küche (halal) und am liebsten die Alpen als Urlaubsziel. Mein Töchterchen hört besonders gern Grimms Märchen wie "Frau Holle", "Schneeweißchen & Rosenrot" und rezitiert mit knapp 4 Jahren schon eine kurze Sura des Koran im Original (Al-Ikhlas).

Und wer nach dem Vorbild des Gesandten Allahs (s.a.s.) muslimische Tugenden pflegt wie Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Güte und Mitgefühl, Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Fleiß, der legt im Streben nach dem Wohlgefallen Allahs Seiten an den Tag, welche man den Deutschen in der Welt wohl noch immer nachsagt. Aber wir wollen hier keine Klischees bedienen.

Jedenfalls ist all das erfahrungsgemäss gut vereinbar für einen deutschen Muslim im ehrlichen Bemühen, sein Leben nach dem Koran und der Praxis des Gesandten Allahs (s.a.s.) zu gestalten und wird mit der Unterstützung Allahs bald zum Herzenswunsch über die unmittelbare Pflicht hinaus, wenn man sich aufrichtig auf den Weg begibt.

Wahrlich, Allah sagte:
..."Mein Diener nähert sich Mir nicht mit etwas, das Ich mehr liebe, als das, was Ich ihm als Pflicht auferlegte. Und Mein Diener fährt fort, sich Mir durch die Nawafil [zusätzliche Handlungen der Anbetung Allahs] zu nähern, bis Ich ihn liebe.
Und wenn Ich ihn liebe, bin Ich sein Hören, mit dem er hört, sein Sehen, mit dem er sieht, seine Hand, mit der er zupackt, sein Fuß, mit dem er schreitet. Wenn er Mich um etwas bittet, werde Ich es ihm gewiss erfüllen, und wenn er bei Mir Zuflucht sucht, werde Ich ihm gewiss Zuflucht gewähren"...

(verzeichnet im Sahih Al-Buchary, Nr. 6502)


Viel ließe sich an dieser Stelle noch zum Alltag eines Muslims in Deutschland notieren, was hier aber den Rahmen sprengen würde. [...]

Aber was sind schon Worte?
So, wie einen Erfrierenden bloße Schilderungen seiner Zeitgenossen vom wohligen Kaminfeuer nicht zu wärmen vermögen, so kann Frieden und Geborgenheit bei seinem Schöpfer nur erleben, wer sich auf den Weg zu IHM begibt. Und jeder hat es in der Hand, der deutsche Michel ebenso wie Joe, der Klempner, und jeder Mensch auf Erden. Deshalb dieses Thema hier...


Quelle:
››› "Was geht der Islam den deutschen Michel an?" (#3)



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Zum Wahren, Schönen und Guten aufschwingen

#33 von Thomas Steffen , 25.01.2017 23:59

Zitat von Dörte Donker im Beitrag Die meisten Anschläge, die dem Islam angelastet werden...
Es soll ja auch nicht so sein, den Islam als das zu entdecken was er sein kann: Ein Filter für alle Kulturen, durch den sie sich zum Wahren, Schönen und Guten aufschwingen könnten.

Was für eine Katastrophe, wenn der Mensch im Westen das erkennen würde...



Und Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für alle Welten.
(Qur´an 21:107)


O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht,
auf dass ihr einander erkennen mögt.
Wahrlich, vor Allāh ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist.
Wahrlich, Allāh ist Allwissend, Allkundig.
(Qur´an 49:13)


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Intellektuell und gefühlsmäßig zu Hause

#34 von Thomas Steffen , 03.02.2017 07:36

Zitat

Mein Weg zum Islam - Teil 3

... so begann ich über den Islam zu lesen. Die Wissensaneignung durch die Lektüre von Büchern und aufgezeichneten Vorträgen verschiedener islamischer Unterrichte, vollzog sich über mehrere Jahre. Der Pfad zum Licht wurde jedoch immer wieder unterbrochen, schließlich war ich jung und die Dunya [diesseitige Welt] mit vielen Verlockungen und Ablenkungen gespickt.

Neben der offenherzigen Beschäftigung mit dem Koran, stellten sich das Buch "Der Weg nach Mekka" von Muhammad Asad und die Bücher von dem deutschen Diplomaten Murad Wilfried Hofmann wie "Der Islam als Alternative" oder "Reise nach Mekka" als wegweisend heraus. Dieser monolithische "Drive" des Islams, seine klare Lehre und die Akzeptanz der Logik als partielle Erkenntnisquelle wurden gerade in diesen Büchern bewundernswert beschrieben. [...]

Letztlich wurde ich über Jahre hinweg vom Islam wie von einem Magneten angezogen, weil ich mich in seiner Gefühls- und Formenwelt intellektuell und gefühlsmäßig so zu Hause fand, als sei ich schon einmal dagewesen. Dieses blieb natürlich auch meiner Familie nicht verborgen. Sukzessive machte ich meine Familienmitglieder mit dem Islam vertraut, sodass Verständnis und noch wichtiger Akzeptanz für mein Interesse am Islam erwuchs.

Meine Reise zur Religion der Wahrheit endete jedoch erst als siebenundzwanzigjähriger Mann. Im Herbst diesen Jahres bezeugte ich, dass kein Gott da ist außer Allah und dass Muhammad der letzte Prophet ist. Alles Lob gebührt Allah! ...

(Nando alias Nuruddin)

http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2831




Es ist ein Buch voll des Segens, das Wir zu dir herabgesandt haben,
auf dass sie über seine Verse nachdenken, und auf dass diejenigen ermahnt werden mögen, die verständig sind.
(Qur´an 38:29)




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Neue muslimische Zeitung in Deutschland

#35 von Werner Arndt , 05.06.2017 16:19

Zitat
MEHR LICHT! LASST UNS DIE DUNKELHEIT ERHELLEN

Oft ärgern sich Muslime über die einseitige Berichterstattung über den Islam – da ist es längst überfällig, dass sie sich selbst eine effiziente Präsenz in den Medien verschaffen.

Aus diesem Grunde haben sich einige Muslime mit der Absicht zusammengefunden, eine unabhängige Zeitung zu gründen, eine Zeitung für Muslime und Nichtmuslime, um auch die andere Seite der Medaille zu zeigen und eine Plattform zu bieten, auf der Muslime ihre eigenen Debatten führen und Nichtmuslime sich aus erster Hand über den Islam informieren können.

Mit bundesweit über 100.000 Druckexemplaren wird "Transparent", so Gott will, die auflagenstärkste muslimische Monatszeitung in Deutschland. Sie wird kostenlos via Briefeinwurf und Auslagestellen deutschlandweit verteilt. Die Finanzierung wird hierbei auf zwei Strategien basieren - Werbeanzeigen und Abbonnements. Bis wir jedoch unsere finanzielle Unabhängigkeit erreichen, brauchen wir Eure finanzielle Unterstützung!

"Transparent" wird farbig, stilvoll und mit professionellem Design erscheinen.

Bei der Erstellung der Artikel über den Islam stützen wir uns - basierend auf Qur'an und Sunnah - auf fachkundige Imame und Gelehrte.


https://www.leetchi.com/c/projekt-von-transparent




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RE: Die Islamisierung des Abendlandes ist nicht mehr aufzuhalten

#36 von Werner Arndt , 27.06.2017 16:10

Zitat
Grußbotschaft von Bundespräsident Steinmeier
zum Fest des Fastenbrechens 2017


"Ramadan in Deutschland inzwischen zu einem selbstverständlichen Teil unseres gemeinsamen Lebens geworden"

"Es ist das erste Mal, dass ich Sie, alle Muslime in Deutschland, die den Ramadan begehen, als Bundespräsident zum Fest des Fastenbrechens grüße. Es ist ein besonders schönes, gemeinschaftliches Fest, das mit dem Ende des Ramadan auch die Offenbarung feiert, die den Muslimen in dieser Zeit durch den Koran zuteilwurde.

Ein Festmahl zu teilen, gehört zu den schönen Dingen, die wir in vielen Kulturen erleben dürfen. Für die Gläubigen unter uns verbindet sich dabei die Freude der Gemeinschaft mit Familie, Nachbarn und Freunden mit der besonderen Nähe zu Gott." ...

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RE: Die Islamisierung des Abendlandes ist nicht mehr aufzuhalten

#37 von Werner Arndt , 18.07.2017 16:10



Koran und moderne Wissenschaft



In diesem Video schildert der Sprecher, wissenschaftlich interessiert und rational im Herangehen, seinen Weg vom "eingefleischten Atheisten" (Zitat) zum Islam:

Zitat

"Wem machst Du eigentlich etwas vor?"



Das Video ist zeitweilig mit einer Rezitation (Nashid) unterlegt - gut gemeint, aber für das Verstehen des Sprechers akustisch nicht förderlich. Hier empfiehlt sich die Verwendung von Kopfhörern.

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Rainer Maria Rilke

#38 von Werner Arndt , 11.08.2017 15:55

Zitat
Rilke und der Islam

[…] Toledo verwöhnt, und selbst Cordoba noch. Diese Moschee; aber es ist ein Kummer, ein Gram, eine Beschämung, was man daraus gemacht hat, diese in das strähnige Innere hineinverfitzten Kirchen, man möchte sie auskämmen wie Knoten aus schönem Haar. Wie große Brocken sind die Kapellen der Dunkelheit im Hals stecken geblieben, die darauf angelegt war, Gott fortwährend mild zu verschlucken wie Saft einer Frucht die zergeht. Noch jetzt wars rein unerträglich, die Orgel und das Respondieren der Chorherren in diesem Raum zu hören (qui est comme le moule d'une montagne de Silence), das Christenthum, dachte man unwillkürlich, schneidet Gott beständig an wie eine schöne Torte, Allah aber ist ganz, Allah ist heil. […]
(Brief an Fürstin Marie von Thurn und Taxis, Sevilla, 4.12.1912)

[...] ich lese den Koran, er nimmt mir, stellenweise, eine Stimme an, ich der ich so mit aller Kraft drinnen bin, wie der Wind in der Orgel. [...] Und da machen Protestanten und amerikanische Christen immer noch wieder einen Aufguß mit diesem Theegrus, der zwei Jahrtausende gezogen hat. Mohammed war auf alle Fälle das Nächste, wie ein Fluß durch ein Urgebirg, bricht er sich durch zu dem einen Gott, mit dem sich so großartig reden läßt jeden Morgen, ohne das Telefon, in das fortwährend hineingerufen wird: Holla, wer dort?, und niemand antwortet. [...]
(Brief an Fürstin Marie von Thurn und Taxis, Ronda, 17.12.1912)

[…] Wenn man den Fehler begeht, katholische Begriffe des Todes, des Jenseits und der Ewigkeit an die Elegien oder Sonette zu halten, so entfernt man sich völlig von ihrem Ausgang und bereitet sich ein immer gründlicheres Mißverstehen vor. Der der Elegien hat nichts mit dem Engel des christlichen Himmels zu tun (eher mit den Engelsgestalten des Islam) […]
(Brief an Witold Hulewicz, Briefstempel: Sierre, 13.11.1925)

https://www.islamische-zeitung.de/vortra...-und-der-islam/

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