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RE: Endzeitspiele

#16 von Dörte Donker , 20.04.2020 17:00

Zitat
Sie sind ja schon als Naturwissenschaftlerin von vorneherein an praktischen, aber auch realisierbaren,
Lösungen interessiert.



Ja, ich bin aber auch Idealistin und gehe dann auch mal vom Ideal aus. Das mag dann wie Träumerei erscheinen, aber das Menschen sich ändern können, wissen wir alle. Ich denke, dass es auch in Israel ein Herauswachsen und überhaupt ein Wachstum über ihren derzeitigen niedrigen Status heraus geben kann. Ich denke, dass hat natürlich auch mit Erziehung zu tun, aber auch mit der Überwindung des Holocausttraumas, dass vielen noch in die Wiege gelegt wurde. Dann kommt hinzu, dass das Gebilde Israel generell sich überlegen muss, wo es landen will, wenn der Westen als Unterstützer bald ausfällt. Lernfähigkeit, Anpassung und Umdenken ist dann eine Frage des Überlebens.
Wir haben doch in Europa mehr oder weniger alle gelernt, Rassismus zu überwinden und wie das Zitat im meinen letzten Beitrag auch sagt, Israel muss seine Lektion lernen. Wie es diese lernt, bleibt ihnen selbst überlassen.
Wir wissen wie schnell Systeme fallen und wir wissen auch, wie lange sich manche halten, denen man Jahr für Jahr den Untergang prophezeit und wie schnell wir heute durch Corona in ein Verhalten und Konsequenzen gedrängt werden, dass wir vorher für unmöglich gehalten haben.

Ich habe neulich einen Vortrag von einem ehemaligen Mossad Offizier und Politberater gehört. Er hatte nichts Sachliches zu sagen, zu dem Vorschlag, mit den Palästinensern einen Staat zu gründen, außer immer die gleiche Leier: Wie könne man mit denen zusammenleben, wenn man sieht, wie die miteinander umgehen. Nicht ein einziges Mal musste er diese Rhetorik und seine Annahme rechtfertigen. Wenn der Interviewer ein wenig gebohrt hätte und geschichtlich versiert gewesen wäre, wäre er sehr schnell in die Ecke gedrängt worden. So ein hochkarätiger Mann kann nichts anderes von sich geben, als Samstagnachmittag Stammtischparolen, wogegen so manche dieser intellektuell gelungener sind.
Und genau das ist Israels Schwäche, sie haben für ihr Verhalten keine Argumente und ihre intellektuelle Basis der Rechtfertigung bröckelt, wenn sie in Zukunft ihren Opferstatus verlieren und das werden die jungen Israelis begreifen, insch Allah.
Und vielleicht begreifen sie auch, wer sie mit in diese Falle getrieben hat.


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RE: Endzeitspiele

#17 von Werner Arndt , 23.04.2020 08:33

So idealistisch und verträumt ist die Hoffnung gar nicht. Impulse bis hin zur Lösung könnten nicht zuletzt aus dem Judentum selbst kommen, welches in der Realität weder homogen/monolithisch, noch mit dem Staat Israel oder Zionismus gleichzusetzen ist.

Zitat
Ultra-Orthodoxe gegen den Staat Israel

Die Idee des Zionismus ist ein Angriff auf unsere Religion

... „Israel inszeniert sich selbst als Nationalstaat des jüdischen Volkes. Das ist einfach falsch. 1948 kommen ein paar Leute zusammen, gründen einen Staat im Nahen Osten und behaupten dann, das sei der Staat von Millionen Menschen in Polen, England, Amerika und Frankreich. Das ist mehr als Betrug, das ist verrückt!“

Sie sollen sich nicht gegen die Völker der Welt erheben

... Im Talmud heißt es im Traktat Ketubot in Anlehnung an einen Vers aus dem Hohelied, dass der Allmächtige den Juden einen Eid abverlangt habe: Erstens – sie sollen sich nicht selbst aus dem Exil zu einem eigenen Staat aufmachen vor der Ankunft des Messias. Und zweitens: Sie sollen sich nicht gegen die Völker der Welt erheben.

Judentum und Zionismus strikt voneinander trennen

Rabbiner Yisroel möchte darüber aufklären, dass Judentum und Zionismus strikt voneinander zu trennende Dinge sind. Deshalb gibt er Interviews und betreibt auch die Internetplattform natruna.eu. Rabbiner Yisroel lehnt einen weltlichen Staat Israel, dessen Selbstverteidigung und dessen Siedlungspolitik auf Kosten der Palästinenser ab. Auch der Terminus „jüdischer Nationalismus“ überzeugt ihn nicht.

„Der Begriff ‚jüdischer Nationalismus‘ ist ein Widerspruch in sich. Es ist eine Neudefinition jüdischer Identität, indem man Judentum von einer Religion in eine Nationalität umdefiniert. Judentum ist keine Nationalität im modernen Wortsinn. Juden sind nur deshalb Juden, weil sie Gottes Gesetze akzeptieren, nicht weil sie ein gemeinsames Land oder eine gemeinsame Sprache haben. Die Idee des Zionismus ist ein Angriff auf unsere Religion und aus jüdischer Sicht eine Art Götzenanbetung.“ ...

Dass Juden, die den Staat Israel ablehnen, in den USA oder Antwerpen leben, klingt logisch. Aber auch in Israel gibt es sie. ...

Zugleich ist Israel bereits in vielem von den Vorstellungen orthodoxer und ultra-orthodoxer Parteien geprägt: So regeln religiöse Gerichte Ehe- und Scheidungsangelegenheiten. Am Schabbat ruht der öffentliche Nahverkehr fast vollständig. Öffentliche Kantinen bieten ausschließlich koschere Speisen an. Der Potsdamer Judaist Eik Dödtmann erforscht, welche Spannungen durch die wachsende Zahl ultra-orthoxer Juden, genannt Haredim, in Israel entstehen. Derzeit stellen sie etwa zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend. Je religiöser der Staat werde, desto heftiger die Auseinandersetzungen...

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ult...ticle_id=417316

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RE: Endzeitspiele

#18 von Meriton Salihi , 05.06.2020 13:45

Es selamu alejkum wa rahmetullah

Ich befasse mich ebenfalls seit gut zehn Jahren mit der Eschatologie. Die nähere islamische Bezeichnung ist Ilmu-Akhir-ul-zamman.
Die Eschatologie wurde in der islamischen Geschichte nie als eine eigenständige Disziplin behandelt, sondern war immer Teil der Hadith-Wissenschaften, unter der Rubrik die Zeit der Fitan (Versuchungen). Also zumindest bei den Sunniten.

Nun gibt es einen Sheikh, Imran N. Hosein, aus der Karibik, der in diesen Bereich seit gut 20 Jahren Pionier-Arbeit leistet.
Angefangen mit seinen Beststeller “Jerusalem in the Qur`an“. Er hat verhältnismässig grosse internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Nur leider nicht von dem Dar-ul-Ilm (da Haus des Wissens), anders gesagt von den grossen renommierten Universitäten in der Islamischen Welt.

Ich kann es sehr gut nachvollziehen, warum die Islamische Welt diese Disziplin Eschatologie bis anhin vernachlässig hat.
Es gab einfach kein Bedarf, bzw. zu wenige Schlüsselereignisse hatten sich hierfür entfaltet.

Erst mit der Balfour-Deklaration, oder vielleicht noch ein bisschen früher mit der Gründung der zionistischen Bewegung in Basel, entfalteten sich Zeichen,
die ohrenbetäubend waren. Die Besessenheit des Britischen Weltreichs (Balfour-Deklaration) mit dem Heiligen Land, kann ohne Eschatologie nicht erklärt werden.
Genauso die Besessenheit der USA mit Israel nicht zu erklären ist.

Zitat von Dr.Josef Haas im Beitrag #15
Die Annahme, dass Israel seine "wahre Aufgabe erkennen" wird, nämlich "ein Land /zu sein/, in dem
sich die Völker und Religionen versöhnen und gleichberechtigt als Staatsbürger miteinander leben",
ist und bleibt für mich allerdings eine vollkommene Illusion.


Bin ebenfalls dieser Meinung. Israel ist blind und ist auf dem besten Weg so zu enden, wie der Pharao.


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RE: Endzeitspiele

#19 von Tobias Martin Schneider , 27.08.2020 10:00

Zitat:
,,Nun gibt es einen Sheikh, Imran N. Hosein, aus der Karibik, der in diesen Bereich seit gut 20 Jahren Pionier-Arbeit leistet.
Angefangen mit seinen Beststeller “Jerusalem in the Qur`an“."

-Zitatende

bezieht sich dieses Werk (Jerusalem in the Quran) wirklich so sehr auf die Eschatologie?

Denke der gleiche Autor hat noch andere Werke, die sich vom Titel her zu urteilen, noch viel mehr auf die Eschatologie beziehen könnten, als das Werk ,,Jerusalem in the Quran"

Aber gut, Sie schrieben ja:
,,...angefangen mit..."


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RE: Endzeitspiele

#20 von Meriton Salihi , 27.08.2020 12:34

Zitat von Tobias Martin Schneider im Beitrag #19
Zitat:
,,Nun gibt es einen Sheikh, Imran N. Hosein, aus der Karibik, der in diesen Bereich seit gut 20 Jahren Pionier-Arbeit leistet.
Angefangen mit seinen Beststeller “Jerusalem in the Qur`an“."

-Zitatende

bezieht sich dieses Werk (Jerusalem in the Quran) wirklich so sehr auf die Eschatologie?

Denke der gleiche Autor hat noch andere Werke, die sich vom Titel her zu urteilen, noch viel mehr auf die Eschatologie beziehen könnten, als das Werk ,,Jerusalem in the Quran"

Aber gut, Sie schrieben ja:
,,...angefangen mit..."


Jerusalem in the Qur`an ist immer noch sein Bestseller.

Ich betrachte dieses Buch als ein Roadmap in Bezug auf die islamische Eschatologie.

Dieses Buch beansprucht den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben und geht auf das Schlüsselereignis par-excellence ein. Nämlich auf die Rückkehr oder Wiederkehr des Messiah, Isa Ibn Maryam (a.s.) ein. Dieses Ereignis ist gemäss dem Autor der Schlüssel der Eschatologie. Das Finale der Geschichte dreht sich um die Rückkehr von Jesus, dem Sohn der Maria (a.s.). Gemäss dem Autor ist Isa/Jesus (a.s.) der Hauptdarsteller der Endzeit. Es gibt Nebenschauplätze und Nebendarsteller, aber der Hauptdarsteller ist der Messiah (a.s.). Gemäss dem Autor sollte man rund um dieses Ereignisses die heutige globale Geo-Politik studieren.

Der Autor hat sehr viele Bücher dazu noch geschrieben. Die meisten Bücher sind aber nur in Englisch erhältlich.

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RE: Endzeitspiele

#21 von Werner Arndt , 27.08.2020 13:35

Das Buch war auch hier im Forum schon Thema:

"Wie ein Sonnenstrahl" (Jerusalem im Qur´an)

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RE: Endzeitspiele

#22 von Werner Arndt , 14.11.2023 18:16

Zitat von Yavuz Özoguz im Beitrag Will der Westen die Weltherrschaft oder wird Deutschland gerettet?
Kurz vor dem neuen Gaza-Krieg haben Rabbiner makellose rote Kühe für den dritten Tempel gefunden [11]. Was für den Außenstehenden eher wie eine abgefahrene Folklore wirken mag, wird von den Zionisten (aber nicht allen Juden) sehr ernst genommen und auch Christen unterstützen jene Zionisten in ihrem Ansinnen zum dritten Tempel. Der dritte Tempel bedeutet den Abriss der Al-Aqsa-Moschee und damit unweigerlich den Dritten Weltkrieg, der ja wohl schon längst ausgebrochen ist.


Zitat
04.10.2023

Nach langer Suche: Rabbiner finden makellose rote Kühe für den dritten Tempel

JERUSALEM, 04.10.2023 (TM) – Die makellose rote Kuh ist eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums. Ihre Asche wird benötigt, damit die Priester rituell gereinigt ihren Dienst im Tempel verrichten können. Seit vielen Jahrzehnten suchen Rabbiner nach einer solchen perfekten Kuh. Jetzt haben sie mehrere gefunden. An einem noch geheimen Ort in Israel werden sie von Mitarbeitern des Jerusalemer Tempelinstituts gepflegt. ...

Die rote Kuh ist Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Tempeldienstes in Jerusalem. Das Tempelinstitut kümmert sich um die Herstellung aller Geräte und Utensilien, die einst im Tempel verwendet wurden – genau so, wie es die Bibel vorschreibt. Der Leiter des Instituts, Rabbi Ariel Israel, glaubt, dass der dritte Tempel von Menschen gebaut werden muss. Erst dann werde der Messias erscheinen.

Christen erwarten dritten Tempel

Viele Christen, die das Tempelinstitut unterstützen, sehen das auch so. Sie zitieren eine Stelle aus dem Neuen Testament, in der vom Gegenspieler Gottes, dem Antichristen, die Rede ist: „Er wird sich gegen alles auflehnen und sich über alles erheben, was als göttlich und verehrungswürdig gilt. Ja, er wird seinen Thron im Tempel Gottes aufstellen und wird behaupten, er sei Gott!“ (2. Thessalonicher 2,4). Sie folgern daraus, dass es in der Endzeit wieder einen jüdischen Tempel geben muss – theologisch eine höchst umstrittene Betrachtungsweise.

...

Die mögliche Wiederaufnahme des Tempeldienstes ist politisch brisant, weil auf dem Tempelberg heute zwei muslimische Heiligtümer stehen, der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee. Einige Rabbiner warnen vor einem Dritten Weltkrieg, sollten die muslimischen Heiligtümer von Juden zerstört werden, um dort den dritten Tempel zu bauen. Rabbiner Dani Eisenstock sieht das gelassen – schließlich liege alles in Gottes Hand.

https://www.fokus-jerusalem.tv/2023/10/0...dritten-tempel/

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RE: Endzeitspiele

#23 von Dörte Donker , 16.11.2023 11:27

https://www.sicht-vom-hochblauen.de/die-...axfield-steele/


Zitat
Die Jüdische Föderation marschiert mit christlichen Antisemiten, um Israel zu unterstützen Von Rabbinerin Jessica Rosenberg und Pfarrer Allyn Maxfield-Steele
Von Rabbinerin Jessica Rosenberg und Pfarrer Allyn Maxfield-Steele

14. November 2023

In einem Video, in dem er seine Anhänger ermutigt, sich ihm bei dem heutigen Marsch für Israel anzuschließen, schließt Pastor John Hagee mit den Worten: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer dann? Ich hoffe, wir sehen uns in Washington, DC“. Indem er einen Kernsatz der jüdischen ethischen Tradition aus Pirkei Avot 1:14 für christlich-zionistische Zwecke ausnutzt, hat Hagee Mitglieder von Christians United for Israel (CUFI) zu einer Demonstration mobilisiert, die von der Jewish Federation und dem Council of Presidents of Major American Jewish Organizations angeführt wird.

Es mag überraschen, dass Hagee, der seit langem den Antisemitismus schürt, einer der Hauptorganisatoren dieser Veranstaltung ist, aber für diejenigen, die mit der langjährigen Allianz zwischen Zionisten und Antisemiten vertraut sind, ist dies völlig vorhersehbar.

Die CUFI bezeichnet sich selbst als die größte Pro-Israel-Organisation in den Vereinigten Staaten und hat über 10 Millionen Mitglieder – mehr als die geschätzten 7,6 Millionen jüdischen Amerikaner. Aber so wie eine kritische Haltung gegenüber Israel jemanden nicht automatisch zu einem Antisemiten macht, so macht eine pro-israelische Haltung jemanden nicht automatisch zu einem Verbündeten.

In früheren Predigten behauptete Hagee, Adolf Hitler sei ein von Gott gesandter „Jäger“ gewesen, um die Juden gemäß der biblischen Prophezeiung zurück nach Israel zu bringen. Wie der Historiker Bruce Wilson dokumentiert, hat Hagee, obwohl er öffentlich Antisemitismus verurteilt, „einige der einflussreichsten und aufrührerischsten antijüdischen Tropen der Neuzeit“ verbreitet.

Die meisten Menschen, die den israelischen Krieg gegen Gaza verfolgen, sind von Trauer, Entsetzen und Herzschmerz erfüllt. Für christliche Zionisten wie Hagee geht es jedoch um etwas anderes.

Christliche Zionisten betrachten den Völkermord und den umfassenden Konflikt, der bereits über 12.000 Menschenleben gefordert hat, als Erfüllung verzerrter Interpretationen prophetischer, antiimperialer Schriften, die Juden und Christen gleichermaßen heilig sind. Der christliche Zionismus stellt sich vor, dass eine jüdische religiöse Erweckung in Jerusalem die Schlacht von Armageddon – den letzten großen Krieg der Menschheit – sowie das lang erwartete zweite Kommen Jesu Christi herbeiführen wird. Am Ende des Krieges wird Jesus die Welt vom Tempelberg in Jerusalem aus regieren und alles Böse für „tausend Jahre vollkommenen Friedens“ auslöschen. (Genau aus diesem Grund waren viele rechte Evangelikale so begeistert, als der ehemalige Präsident Trump 2018 die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegte).

In diesem „Endzeit“-Szenario ist der Krieg unvermeidlich, von Gott vorhergesehen und ein Grund zu großer Freude. Für christliche Zionisten steht jede Deeskalation im Widerspruch zu Gottes Willen....


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RE: Endzeitspiele

#24 von Werner Arndt , 05.12.2023 19:46

Zitat von Yavuz Özoguz im Beitrag Warum setzten Zionisten alles auf eine Karte?
Im Internet kursieren Gerüchte, Netanjahu und seine geistig verwirrten Hintermänner würden auf das baldige Erscheinen des Messias setzen und daher jetzt alles riskieren.

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RE: Endzeitspiele

#25 von Dörte Donker , 14.12.2023 10:29

Zitiert aus Compact Magazin Ausgabe 12/23: Endzeit wie Fanatiker den Weltuntergang planen

Zitat
Netanjahu und der Messias
Als Vollstrecker einer alttestamentarischen Vision ist Netanjahu zur Heilsfigur der Chabad Lubawitsch geworden – einer Endzeitsekte, die in den letzten 20 Jahren gezielt das weltweite Judentum unter¬wandert hat und der auch Israels Oberrabbiner na¬hesteht. «Wird Bibi [Netanjahus Spitzname] Israels letzter Premierminister sein, bevor der Messias kommen wird?», titelte das Portal Israel Heute am 1. November. «Die Situation spitzt sich immer wei¬ter zu, dies ist in den letzten Wochen deutlich im Land zu sehen», konstatiert Redakteur Aviel Schnei¬der. «Heute befindet sich Israel in einer Art Endzeit¬stimmung (…). Werden Bibi, das Volk und die Welt nun den Messias willkommen heißen? (…) Und jetzt herrscht unter Netanjahus Regierung Krieg im Land, und dieser kann sich in einen Mehrfrontenkrieg oder sogar in einen regionalen bis globalen Krieg auswei¬ten. Das ist keine irrsinnige Idee, sondern eine politi¬sche Wahrnehmung der aktuellen Realität. Wer das nicht sehen und glauben will, lebt wahrscheinlich in einer anderen Welt. Jetzt reden Menschen wieder über die alte Prophezeiung des Lubawitscher Rebbe und sehen eine mögliche Situation, in der sich alles noch mehr in dieser Richtung zuspitzt. Wird Bibi wirklich Israels letzter Premierminister sein, bevor der Messias kommen wird?»
Der erwähnte «Lubawitscher Rebbe» ist der bis heute hochverehrte Gründer der Chabad-Bewegung, Menachem Mendel Schneerson. Schon vor seinem Tod 1994 prophezeite er, dass «Benjamin Netanjahu Israels Premierminister sein wird, der das Zepter an den Messias überreichen wird» (Israel Heute ). Als der Likud-Chef tatsächlich 1996 ins Amt kam, erwies er seinem geistlichen Wegbereiter umgehend die Reverenz. «Zwei volle Stunden weilte Netanjahu am Grab des ”Lubawitscher Rebbe” Menachem Mendel Schneerson, las Psalmen, pries den Toten als Lehrer und Propheten. Zwar teilt nur eine kleine Minder¬heit der Juden die Überzeugung ihrer chassidischen Glaubensbrüder, dass es sich bei Schneerson, der vor zwei Jahren starb, tatsächlich um den Welter-löser handelt. Aber Netanjahu glaubt an ihn», so der Spiegel 1996. Kein Wunder, denn sein Vater hatte ihn in diesem Geist erzogen und das Gefühl vermit¬telt, «ein Teil der 4.000 Jahre alten jüdischen Ge¬schichte» zu sein. «Für Bibi Netanjahus Vater hörte Eretz Israel keineswegs am Jordan auf. Um die Ara¬ber aus Palästina zu vertreiben, wollte er notfalls ”200 Jahre Krieg” in Kauf nehmen», schrieb das Ma¬gazin weiter.
Bibi war von 1996 bis 1999und von 2009 bis März 2021 Regierungschef. Als er dann kurzzeitig in die Opposition musste, machte er sich und seinen An¬hängern auf Twitter mit den Worten des legendä¬ren Rebbes Mut: «Sie [also Netanjahu] werden mit

….Besorgniserregend ist die ultraorthodoxe Unterwan¬derung der israelischen Armee. Die Jerusalem Post schrieb am 2. November: «Im Krieg sind die apokalyp¬tischen jüdischen Ultranationalisten im Zustand der Ekstase. (…) Aus ihrer Perspektive sind das die Tage des Messias. (…) Sie glauben an eine Apokalypse, an Armageddon, an Gog und Magog als das einzige Mittel zur Erlösung.» Das Blatt berichtet von einer starken religiös-zionistischen Strömung in der Armee und nennt als Beispiel General David Bar Khalifa, den Kommandeur der 36. Panzerdivision. Er gab Ende Ok-tober einen handschriftlichen Befehl an seine Trup¬pen heraus, in dem es heißt: «Was war, wird nie mehr sein. Wir werden jedes verfluchte Stück Land pulverisieren, (…) wir werden es zerstören und jede Erinnerung daran, (…) und wir werden nicht zurück¬kehren, bis es ausgelöscht ist. (…) Gott wird Rache üben, (…) von dieser Zeit an und für immer. Dies ist unser Krieg, jetzt sind wir dran!» Die Jerusalem Post kommentiert: «Dies ist ein ekstatischer, religiö¬ser Text, der zu einem Studenten der Yeshivat Or Et¬zion [Toraschule] passt, wo er [der General] studierte, aber nicht zu einem geistig gesunden, rationalen Di¬visionskommandeur in einer modernen Armee.» Es sei schwer vorstellbar, dass «irgendeiner seiner Vor¬gänger so etwas herausgegeben» hätte. Das ist der Unterschied zwischen politischem Zio¬nismus und religiösem Zionismus: Bis vor einigen Jahren war die israelische Armee zwar immer ein scharfes Schwert gewesen, das ohne Skrupel und ohne Beachtung des Völkerrechts jedem arabischen Widersacher den Garaus machte; sie folgte dabei zwingend dem Grundsatz, mit ihrem militärischen Vorgehen Israel stärker zu machen. Lubawitscher und andere Ultrareligiöse sind jedoch bereit, auch den Untergang des jüdischen Staates in Kauf zu nehmen, wenn nach diesem Armageddon und durch dieses Armageddon endlich der Messias käme.


weiter

Zitat
Heute handelt es sich um «eine Organisation, die weltweit über immense Geldmittel verfügt», so die wichtigste israelische Tageszeitung Jerusalem Post. Der Focus bezifferte schon vor 15 Jahren ihr Budget mit «100 Millionen Dollar im Jahr», es gibt 2.600 Chabad-Filialen auf allen Kontinenten. Ihr Anführer Rabbi Menachem Mendel Schneerson residierte in New York, inspirierte die radikalen Siedler, hetzte gegen jeden Kompromiss mit den Palästinensern und schuf sich in Gestalt von Benjamin Netanjahu einen politischen Ziehsohn, der Israel führen sollte, bis der Messias käme (siehe Seite 10 ff.). Nicht nur das Oberrabbinat in Jerusalem, sondern auch in anderen Metropolen wie etwa Moskau wurde von seinen Leuten übernommen.
Kampf um die Hauptstadt
In Deutschland sickert Schneersons Emissäre ab Mitte der 1980er Jahre ein. Mittlerweile gibt es Niederlassungen in 19 Städten (Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gießen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, München, Nürnberg, Offenbach, Potsdam, Ulm). Die stärkste Bastion ist Berlin. In der dortigen Jüdischen Gemeinde tobt seit 20 Jahren ein erbitterter Streit. Ursprünglich hatten die Liberalen eine klare Mehrheit; die russischen Kontingentflüchtlinge, die seit 1990 dazustießen, waren großteils nicht besonders religiös. 1996 kam Yehuda Teichtal von Brooklyn an die Spree und mischte die ganze Szene auf: Mit Unterstützung des israelischen Oberrabbiners Jonah Metzger wurde er als einer der Rabbiner in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin anerkannt. Mit viel Geld gründete er eine eigene Lubawitsch-Gemeinde mit heute fünf Synagogen, dazu kommen Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Gymnasium, Museum, Kolleg, Campus. Geschickt bedient er sich wichtiger Politiker für die Eigenwerbung: Zur Weihnachtszeit stellt er immer einen riesigen Chanukkaleuchter vor das Brandenburger Tor, dabei assistierten ihm beispielsweise der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (2004), Bundesbildungsministerin Annette Schavan (2012) und sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2018).
Der orthodoxe Rabbiner Yitzchak Ehrenberg kommentierte schon 2005 in der Taz das Vorgehen der Lubawitsch-Sekte: «Die probieren, die Gemeinde zu erobern.» Und sein liberaler Berliner Kollege Walter Rothschild nannte, ebenfalls gegenüber der Taz, Chabad eine «geistige Krankheit» und Teichtal einen «Kuckuck im Nest». Albert Meyer, ehemaliger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, kritisierte: «Nehmen Sie doch einfach den Briefkopf von Herrn Teichtal. Der Briefkopf zeigt nicht eine Synagoge oder die jüdische Klagemauer – er zeigt das Brandenburger Tor, die Stärke Preußens. Von hier aus will Herr Teichtal Deutschland übernehmen.»
Es sieht ganz danach aus, als könne das gelingen.


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RE: Endzeitspiele

#26 von Dörte Donker , 19.12.2023 14:31

https://www.youtube.com/watch?v=pwof0euMQck !!!!! ansehen, lohnt sich

Endzeit - Der Netanjahu-Plan


Zitat
Ultraorthodoxe Juden begrüßen den Gaza-Krieg als Auftakt zur alttestamentarischen Apokalypse und zur Ankunft des Messias. Das Problem: Früher waren sie nur in randständigen Sekten organisiert – heute sitzen sie in der israelischen Regierung. Ginge es nach ihnen, so müsste jeder Palästinenser Palästina verlassen. Das wird eine Kettenreaktion verursachen, denn religiöse Endzeit-Fanatiker gibt es auch auf der Gegenseite... Zu diesem Thema lud Chefredakteur Jürgen Elsässer den Bestseller-Autor Gerhard Wisnewski und dem Herausgeber der Wochenzeitung "Demokratischer Widerstand" Anselm Lenz ein.


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RE: Endzeitspiele

#27 von Dörte Donker , 01.04.2024 12:22

ergänzungen zur aktuellen ysituation


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