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BMI "wirbt" für Muslim-Markt und eslam.de

#1 von Yavuz Özoguz , 21.01.2012 13:39

Das Bundesministerium des Inneren hat eine Broschüre ins Internet gestellt (wir wissen nicht seit wann), die den Titel "Antisemtismus in Deutschland" mit einer Kapitelüberschrift "Antizionistischer Antisemitismus" trägt. In dem Buch werden gleich mehrere Seiten dem Muslim-Markt, eslam.de bzw. den Gebrüdern Özoguz gewidmet. Da die Vorkommen über mehrer Abschnitte verteilt sind, kann man sie am leichtesten finden, indem nach den entsprechenden Begriffen sucht.

Hier zur Broschüre als pdf

Der Muslim-Markt begrüßt es, dass nach nunmehr fast 13 Jahren Scheingefechten gegenüber uns, endlich die "Vorwürfe" auf den Kernpunkt gebracht werden! Bei allem, was gegen den Muslim-Markt jemals vorgebracht wurde, ging es immer und immer nur ausschließlich um den rassistischen Zionismus und Israel, den wir stets verbal angegriffen haben, und den offizielle deutsche Stellen stets verteidigt haben, und zwar nicht nur verbal. Wenn sich jene Gremien in den Ministerien, die so etwas verbreiten, eines Tages auch dazu aufraffen können, neben ihrer völlig verblendeten und uneingeschränkten Unterstützung von Rassismus eine sachliche Debatte zu führen, könnte viel für den Weltfrieden und den Frieden für Juden, Christen und Muslime im Nahen Osten getan werden. Die uneingeschränkte Übernahme zionistischer Positionen aber hilft weder Deutschland noch irgendeinem gläubigen Juden. Das BMI outet sich mit dieser Broschüre - ohne es zu bemerken - selbst als Antisemiten, denn sie setzt Zionismus und Judentum gleich. Geradezu entlarvend wirken folgende "Argumente" in jener Broschüre: "Als Anhänger von Ali Khamene’i setzt Yavuz Özoguz Zionismus gleich mit Rassismus, um Israel als einen rassistischen Staat zu delegitimieren." Damit behauptet das BMI also, dass der Zionismus und Israel nicht rassistisch seien. Wer in verantwortungsvoller Position glaubt mit solche einer Position noch die Herzen der Menschen in dieser Welt erreichen zu können, der schadet nur dem eigenen Staat und dessen Ansehen in der Welt. Wenn der Zionismus und Israel nicht rassistisch wären, wen würde es dann in irgendeiner Weise berühren, dass irgendwelche Gebrüder auf irgendeiner Internetseite derartiges behaupten? Und würde das BMI sich auch zu einer so umfangreichen "Gegenschrift" veranlasst sehen, wenn irgendwelche Gebrüder behaupten würden, dass der Sozialismus, Kapitalismus, die Schweden oder die Bewohner Alaskas rassistisch seien? Sicher nicht! Weil es eine unsinnige Behauptung wäre, der zu entgegnen geradezu absurd klingen würde. Aber allein diese Broschüre des BMI ist - wenn man es genau studiert - ein weiterer Beweis für den unmenschlichen Rassismus des Zionismus, der den Namen des Judentums missbraucht, um seine rassistischen Ziele gewaltsam durchzusetzen.

Doch das Zeitalter von Rassismus ist vorbei, selbst wenn es einige in irgendwelchen Ministerien noch nicht verstanden haben und deutsche Sarrazenen Menschen genauso in Zuchtkategorien einteilen, wie Pferde. Es sind die letzte Zuckungen einer untergehenden Ideologie und die Augen von immer mehr Menschen werden geöffnet.


Yavuz Özoguz  
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zuletzt bearbeitet 21.01.2012 | Top

RE: BMI "wirbt" für Muslim-Markt und eslam.de

#2 von Yamin Naqvi , 21.01.2012 14:40

Salam aleykum,

es ist schon abartig, was sich das BMI erlaubt - und sowas gilt nicht als Antisemitisch?

Zitat:

"Sogar jüdische Rabbiner seien anwesend gewesen. Es wird verschwiegen, dass es sich um
Angehörige der jüdischen Sekte der Neturei Karta handelte, die das Existenzrecht Israels ablehnen."

Wenn man als Jude das Existenzrecht "Israels" nicht vertritt, kann man kein richtiger Jude sein, sondern höchstens ein Sektenanhänger?

"Als vermeintlicher Garant des Judentums war auch der selbsternannte Rabbiner
von Wien, Moshe Aryeh Friedmann, der der Neturei Karta angehört, anwesend."

Traurig, dass einige Politiker in Deutschland Völkerrechtsverbrechern derart den Rücken stärken.

Wassalam

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Eingschränkte Differenzierungsfähigkeit des BMI

#3 von Muhammad Krüger , 22.01.2012 10:03

Das besagte Kapitel fängt sehr interessant an.

Ich habe mich gefreut, gleich im ersten Satz zu lesen:
"Der Begriff „Antisemitismus im Islamismus“ ist
nicht frei davon, falsch interpretiert zu werden.
So beschreibt „Islamismus“ nicht die Zugehörigkeit
zur Religionsgemeinschaft des Islam – wie manchmal
in der synonymen Verwendung des Begriffs
„Islamisten“ für „Muslime“ zu beobachten –,
sondern bezeichnet eine politische Ideologie, wie
sie einschlägige islamistische Organisationen oder
Staaten verkörpern. "


und etwas weiter:
Weitgehend unbestritten ist in Wissenschaft und
Politik, dass der Islamismus eine neuzeitliche politische
Ideologie darstellt, die vom Islam, einer im
siebten Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel
entstandenen Religion, zu unterscheiden ist.


Gefreut deshalb, weil das BMI hier das macht, was aufgeklärte Muslime bereits
seit Jahren tun: Ihrer Umwelt mitzuteilen dass Zionismus eine neuzeitliche
politische Ideologie darstellt, die vom Judentum, einer auf der arabischen Halbinsel
entstandenen Religion, zu unterscheiden ist.
(Der BMI-Report greift hier fast unmittelbar zur islamischen Wortwahl.)

Dass weiterhin Israel kein Judenstaat sondern ein Zionistenstaat ist.

Und dass diese aufgeklärten Muslime gerade wegen dieses Bewusstseins definitiv nicht
beabsichtigen, "die Juden ins Meer zu schmeißen". Auch das weiß das BMI genau!


Dem BMI ist also explizit bewusst, ja definiert es sich im ersten Satz zurecht,
dass "Islamismus" eine politische Strömiung ist.
Und dass der auch Zionismus eine politische Strömung ist.

Wenn Islamismus und Zionismus zwei politische Strömungen sind,
warum berichtet das BMI dann unter der "religiösen" Rubrik "Antisemitismus"?

Mal abgesehen davon, dass der BMI-Report mit keinem einzigen Wort definiert,
was "Antisemitismus" überhaupt ist!
Ist das Unwissenheit oder gewollte Verschleierung?

Umso nebelhafter, wie auf dieser fehlenden Definition sogleich ein Credo errichtet wird:
"... muss die Bekämpfung all seiner (Anm.: Antisemitismus) aktuellen Erscheinungsformen
als Teil der bundesrepublikanischen Staatsräson begreifen."



Auf der anderen Seite wird der Islamischen Republik Iran unterstellt, ihre Staatsdoktrin
sei antizionistisch.

Nirgendwo in der iranischen Verfassung steht auch nur irgendetwas, was sich im
Entferntesten als Antisemitismus interpretieren ließe.

Eintreten für Gerechtigkeit ja, und dass jedes Wesen auf dieser Welt das Recht hat,
Iran um Schutz vor Unterdrückung, Entrechtung und Vervolgung zu ersuchen.

Im Fall Palästinas hat das Ausmaß der Entrechtung biblische Ausmaße erreicht:
eine ganze Nation wurde entweder zur Flucht außer Landes gezwungen oder befindet
sich unter menschenverachtenden Repressalien oder unter Bombenhagel.

Verusrsacher ist einzig das zionistische Regime in Israel.


Umso unsachlicher und unrichtiger ist die Bezeichnung vom "khomeinistische Vernichtungsantisemitismus",
den der BMI-Bericht verwendet.

Daran wird sehr deutlich, dass das Maß an Ideologie in diesem Report erheblich ist:
Der Report lässt starke zionistische Einflüsse erkennen:


Antisemitismus wird nicht definiert, aber seine Bekämpfung wird zur Staatsräson definiert.

Dahinter verbirgt sich nicht religiöser, kultureller oder ethnischer Schutz,
sondern der unreflektierte, rigorose Schutz Israels.

Dagegen wird Iran auf unsachlich bis verleumderische Weise unterstellt, dort sei
"Khomeinistischer Vernichtungsantisemitismus" Staatsdoktrin.

Das Maß an zionistischer Ideologie in diesem Report ist beträchtlich.


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RE: Bundesministerium für Israel

#4 von Cengiz Tuna , 22.01.2012 21:25

Zitat
Das Bundesministerium des Inneren hat eine Broschüre ins Internet gestellt (wir wissen nicht seit wann), die den Titel "Antisemtismus in Deutschland"


Die Broschüre wurde im September letzten Jahres erstellt. Also noch relativ neu. Das kann man ersehen, wenn man die PDF-Datei mit dem Adobe-Reader öffnet und auf Eigenschaften geht.

Zitat
Mal abgesehen davon, dass der BMI-Report mit keinem einzigen Wort definiert,
was "Antisemitismus" überhaupt ist!
Ist das Unwissenheit oder gewollte Verschleierung?


Wenn das BMI das definieren würde, dann würde es feststellen, dass sie selber Antisemiten sind. Aber darum geht es ihnen nicht, und deshalb dient es nur zur Verschleierung. Der Begriff Antisemitismus ist schon dermaßen verstaubt, dass ich mich wundere, dass er noch gebraucht wird. Dieser Begriff ist der letzte Strohhalm an dem sie sich festklammern, um ihre fehlgeleitete Ideologie und ihre Ungerechtigkeiten zu rechtfertigen. Aber die Wirkung ist denke ich gleich null.

Von wegen ein zionistisches Israel sei kein rassistisches Land. Israel ist durch und durch ein rassistisches Gebilde. Es ist ein Land, in dem "Mischehen" staatlich nicht getraut werden. Bis zu 200 Ehepaare fliegen deshalb monatlich nach Zypern, um sich dort trauen zu lassen. Es ist ein Land, in dem bestimmte Nationalitäten und "Rassen" nicht zusammenleben dürfen. Ich mag das Wort Rasse im Zusammenhang mit Menschen nicht, aber so definiert es die zionistische Regierung. Aber das ist ja alles nicht neu.

Israel ist nicht nur rassistisch, sondern auch eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Auf der einen Seite die Siedler, mit den meisten Rechten. Deren Bereiche durch illegale Siedlungen immer weiter ausgebaut werden, und die vom Staat alle erdenklichen Förderungen bekommen. Dann die Mehrheit der israelischen Bevölkerung, die westlich orientiert ist und glaubt, in einem demokratischen und weltoffenen Israel zu leben. Denen es immer schlechter ergeht und die deshalb für ihre Rechte auf die Straßen gehen. Die auch so langsam mitkriegen, dass etwas faul ist im Staate Israel. Und zuletzt natürlich die Semiten, die Palästinenser, die Araber, die unter unerträglichen Schikanen leben müssen, und die Israel versucht über das Meer zu treiben.

Wie gesagt, die Broschüre wird keine Wirkung haben. Sie macht nur deutlich, dass wir kein Bundesministerium des Inneren haben, sondern ein Bundesministerium für Israel.


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zuletzt bearbeitet 22.01.2012 | Top

RE: Bundesministerium für Israel

#5 von Cengiz Tuna , 25.01.2012 16:12

Im Zusammenhang mit den Drohungen und dem Embargo gegen den Iran, kommt die Broschüre „Antizionistischer Antisemitismus“ doch zeitlich wieder richtig. Damit wollen sie jede Kritik gegen einen eventuellen Krieg im Keim ersticken.

Israel darf morden, vertreiben, zu Unrecht Gebiete anderer Länder besetzt halten, Kinder in Gefängnisse stecken, chemische Waffen gegen Zivilisten benutzen, Wissenschaftler gezielt töten, zig UN-Resolutionen missachten, Friedensaktivisten erschießen, andere Länder mit der Atombombe bedrohen usw., wenn man das kritisiert, ist man ein Antisemit.

Ich kann den Begriff Antisemitismus nicht mehr hören. Mit dem Begriff Antisemitismus können die sich wohl alles erlauben. Israel ist eine Bedrohung für den Weltfrieden! Aber wenn man das sagt, ist man wohl auch ein Antisemit. Der Begriff Antisemitismus, ist, wie Norman Finkelstein schon zu Recht erkannt hat, nur eine politische Waffe

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RE: Bundesministerium für Israel

#6 von Fatima Özoguz , 25.01.2012 16:36

Zitat von Cengiz Tuna

Ich kann den Begriff Antisemitismus nicht mehr hören. Mit dem Begriff Antisemitismus können die sich wohl alles erlauben. Israel ist eine Bedrohung für den Weltfrieden! Aber wenn man das sagt, ist man wohl auch ein Antisemit. Der Begriff Antisemitismus, ist, wie Norman Finkelstein schon zu Recht erkannt hat, nur eine politische Waffe



ich denke mal, dass diese Keule auch sonst im deutschen volk immer stumpfer wird und diese "Studie" nur ein verzweifelter Versuch ist, sie wieder ein wenig zu schärfen...


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RE: Bundesministerium für Israel

#7 von Fatima Özoguz , 26.01.2012 21:01

da macht noch jemand Werbung, allerdings mehr für irib:

http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1525/


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