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Endlich draußen

#1 von Dr.Josef Haas , 20.06.2018 09:58

Endlich draußen

Die USA haben sich nun endgültig entschlossen, den UNO-Menschenrechtsrat zu verlassen.
Dem gehörten sie ja tatsächlich an, obwohl ihre Geschichte von Anfang an aus einer
ständigen Verletzung der Menschenrechte besteht.
Es begann mit dem Genozid (Völkermord) an ihren indianischen Ureinwohnern und endete
bei der Anzettelung zahlreicher Kriege auf der ganzen Welt.
Von der provozierten Auseinandersetzung mit Spanien 1898, über Pearl Harbour 1941, der
Tonking-Affäre 1964 bis hin zum Irak-Krieg des Jahres 2003, zieht sich hier der Strang
permanenter amerikanischer Kriegstreiberei.
Stets ging und geht es den Vereinigten Staaten dabei allein um die rücksichtslose Durchsetzung
ihrer ureigensten Interessen, wobei die "Kunst" der dieses Land beherrschenden Plutokraten-
Clique darin besteht, genau dies geschickt hinter Menschenrechts- und Demokratiephrasen
zu verstecken.
Nun haben sie also den UN-Menschenrechtsrat verlassen.
Und wieder- wen wundert es?- wurde dies mit einer Lüge begründet, denn nach Washingtoner
Auffassung säßen "die schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt als Mitgliedsstaaten in
diesem Rat."
Frei nach der Clausewitz´schen Denkweise "Angriff ist die beste Verteidigung", haben sie damit
wohl von der erwiesenen Tatsache ablenken wollen, dass diese Charakterisierung genau auf sie
selbst zutrifft.
Infolge dessen ist und bleibt es also durchaus ein Fortschritt, wenn ein derartiges, ständig die
Menschenrechte mit Füßen tretendes Regime wie die USA dieses Gremium, hoffentlich auf
Nimmerwiedersehen, verlassen hat.
Der wirkliche Grund dafür liegt aber- selbstverständlich- ganz woanders.
Er hat nämlich allein mit Israel zu tun, als dessen willfähriger Erfüllungsgehilfe sich die Was-
hingtoner Administration ja schon seit 1948 versteht.
Die in dieser UN-Organisation immer wieder erfolgten, wenngleich stets folgenlos gebliebenen,
Verurteilungen des Tel Aviver Zionistenregimes hatten seine Schutzmacht naturgemäß verärgert
und schließlich zum endgültigen Bruch mit dieser Einrichtung der Vereinten Nationen veranlasst,
welche sich um die Beachtung der Menschenrechte weltweit bemüht.
Ein kleines Detail am Rande veranschaulicht dabei die absolute Verlogenheit der amerikanischen
Argumentation: Hatte die US-Botschafterin Haley im vergangenen Jahr Saudi-Arabien noch
massive Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, erwähnte sie dieses Land 2018 überhaupt nicht
mehr.
Der Grund dafür liegt natürlich auf der Hand: Riad ist der wichtigste USA-Verbündete im Mittleren
Osten und ein Todfeind des Iran.
Dies allein interessiert die Vereinigten Staaten von Amerika und nicht etwa die Menschenrechte.
Und deshalb kann man nur erfreut sein, wenn ein Heuchler und Lügner wie die USA, aus dem UN-
Menschenrechtsrat ausgetreten ist!

Dr.Josef Haas  
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RE: Endlich draußen

#2 von Werner Arndt , 21.06.2018 15:28

Zitat von Cengiz Tuna im Beitrag Vor der Katastrophe
Der Nimbus der USA als Vorreiter für die Menschheit wird sich für die Mehrheit der Menschen nie ändern. Solange sie die Medienhoheit besitzen, können sie sich fast alles erlauben. Selbst einen Atombombenabwurf.


Dass sich die USA vom UN-Menschenrechtsrat abwenden, ist absolut stimmig und lediglich das Ende einer Farce. Den globalen Konfliktherd Nr. 1 ausgerechnet mit der Wahrung von Menschenrechten zu assoziieren, ist schon speziell und es bedurfte enormer Anstrengungen, ein Land zur moralischen Instanz hochzustilisieren, dessen Truppen beispielsweise unseren Großmüttern als Vergewaltiger in Erinnerung sind und auf den Rheinwiesen ungezählte Gefangene in Bodenhaltung zugrunde gehen ließen.

In unseren Tagen wurde Waterboarding zum Inbegriff amerikanischer "Informationsbeschaffung". Abu Ghraib und Guantanamo weiß jeder einzuordnen, während US-Foltergefängnisse weit darüber hinaus international Verbreitung fanden: "Die Lager des Schreckens: Wo haben die USA gefoltert?"

Zitat
Eine knapp 500-seitige Zusammenfassung, in der schier unglaubliche Verhörmethoden beschrieben werden, hat der US-Senatsausschuss am Dienstag veröffentlicht. Der ganze Bericht soll sogar 6.700 Seiten umfassen. Doch neben den Schlagzeilen machenden Foltermethoden der CIA stellt sich die Frage: In welchen Ländern hat der amerikanische Geheimdienst eigentlich seine Gefängnisse unterhalten...

https://web.de/magazine/politik/bericht-...oltert-30272872




Würde Claus Kleber, Atlantik-Brücken-Insider, halbwegs objektiv berichten, ginge es auch um Diskriminierung und Rassismus, gestern und heute, in einem Land, welches im Rahmen seiner "unbegrenzten Möglichkeiten" zum Tode Verurteilte vergast, vergiftet oder auf dem elektrischen Stuhl martert.

Zitat

Das sind die Methoden der amerikanischen Henker

... Der elektrische Stuhl ist die zweithäufigste Exekutionsmethode in den USA. ... Bis heute ist die "Electrecution" eine umstrittene Methode. Beobachter, darunter auch der inzwischen verstorbene Richter William Brennen vom obersten Gerichtshof der USA, berichten: "Manchmal springen die Augäpfel der Gefangenen aus ihren Sockeln und bleiben an den Wangen hängen. Oft scheiden die Gefangenen Kot und Urin aus, erbrechen Blut und Schleim. Der Körper wird hellrot während seine Temperatur ansteigt, das Fleisch des Gefangenen anschwillt und seine Haut sich spannt, bis sie reißt. Bisweilen fangen die Gefangenen Feuer, Zeugen hören ein lautes und andauerndes Geräusch, das klingt als würde Speck in der Pfanne gebraten. Dazu durchdringt ein süßer Geruch von brennendem Fleisch die Kammer, der einen krank macht." ...

Seit der Wiederaufnahme der Todesstrafe 1977 wurden elf Menschen in den USA durch Gas exekutiert. ... Der Prozess verläuft langsam. So verliert der Verurteilte etwa nicht direkt das Bewusstsein. Clifton Duffy, ein ehemaliger Gefängniswärter, berichtete: "Am Anfang gibt es Indizien, dass der Gefangene extreme Ängste und Schmerzen empfindet. Die Augen springen aus den Höhlen, die Haut verfärbt sich violett." Der Gefangene Caryl Chessman sagte Reportern, dass er bei seiner Exekution durch Gas nicken würde, wenn er Schmerzen verspüren sollte – während das Gas verströmte nickte er heftig für mehrere Minuten. Blausäure kappt die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn, wodurch starke Krämpfe ausgelöst werden. Der Betroffene erlebt zudem Schmerzen ähnlich denen bei einem Herzinfarkt.

...

https://rp-online.de/leben/gesundheit/ne...usa_aid-9502551


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zuletzt bearbeitet 21.06.2018 | Top

RE: Endlich draußen

#3 von Werner Arndt , 20.08.2018 13:29



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RE: Endlich draußen

#4 von Werner Arndt , 23.08.2018 15:12

Zitat

Alle 12 Minuten eine Bombe – die unerklärten Kriege der USA haben ein absurdes Ausmaß angenommen

George W. Bush gilt in Deutschland und anderswo vor allem als Kriegstreiber. Zu Recht, warfen die US-Streitkräfte während seiner achtjährigen Amtszeit doch 70.000 Bomben auf fünf Länder. Dann kam Barack Obama, der Friedensnobelpreisträger, der in Deutschland und anderswo vor allem als Friedensbringer gilt. Zu Unrecht, steigerte sich die Zahl der von den USA nun auf sieben Länder abgeworfenen Bomben in seiner Amtszeit doch auf 100.000. Und nun heißt der Präsident Donald Trump. Während alle Welt sich über seine Tweets aufregt, erreicht die Zerstörungswut des Pentagons bislang nicht für möglich gehaltene Ausmaße – allein im ersten Jahr seiner Präsidentschaft warfen die USA bereits 44.000 Bomben und dies obgleich sie sich offiziell mit keinem andern Land im Krieg befinden. …

Die Zahl der zivilen Todesopfer lässt sich dabei bestenfalls schätzen. Wenn mal Zahlen durchsickern, dann sind sie jedenfalls erschreckend. Die CIA berichtete in einer internen Auswertung, dass alleine im Jemen und in Pakistan 250 Kinder Todesopfer von US-Drohnenangriffen wurden. Die NGO Airwars, die sich bei ihren Beobachtungen auf Irak und Syrien konzentriert, beziffert die zivilen Opfer von US-Bombardements in der Ära Obama auf 3.923 bis 6.102. Unter Trump stieg die Opferzahl alleine in den ersten sieben Monaten seiner Präsidentschaft auf 2.298 bis 3.398. Sollte dieser Präsident zwei Amtszeiten diese mörderische Schlagzahl halten, werden die USA auf 31.515 bis 46.601 Opfer durch Bombenangriffe alleine in diesen beiden Ländern auf dem Gewissen haben, mit denen die USA – daran sei immer wieder erinnert – sich noch nicht einmal offiziell im Krieg befinden. …

Wann haben Sie jemals in den großen Medien etwas über diese Zahlen gelesen? … Die Kriege, Bomben und Opfer der USA sind wohlweislich meist kein Thema. Man müsste sich dann ja unangenehme Fragen stellen. Wenn die USA so mörderisch sind, warum lässt Deutschland sie dann in Stuttgart, Ramstein, Wiesbaden, Grafenwöhr oder Spangdahlem gewähren? Ist das keine Beihilfe zum Mord? …


https://www.nachdenkseiten.de/?p=44684




Und wenn ihnen gesagt wird: "Stiftet kein Unheil auf der Erde",
so sagen sie: "Wir sind doch die, die Gutes tun."
Gewiss jedoch sind sie die, die Unheil stiften, aber sie empfinden es nicht.
(Koran 2:11-12)


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RE: Endlich draußen

#5 von Werner Arndt , 19.09.2018 12:26

Zitat

Johannes Thimm

Vom Ausnahmezustand zum Normalzustand

Die USA im Kampf gegen den Terrorismus

(SWP-Studie, August 2018)

Der von den USA geführte Krieg gegen den Terrorismus befindet sich in seinem 17. Jahr und bestimmt nun schon fünf Amtszeiten dreier höchst unterschiedlicher Präsidenten. Ein Ende ist nicht in Sicht. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist der anfängliche Schock nach und nach einer neuen Normalität gewichen, und so scheint der Zeitpunkt geeignet für eine Bestandsaufnahme – wie sie in der vorliegenden Studie erfolgt.

Ein zentrales Ergebnis ist dabei, dass der globale Krieg gegen den Terrorismus nicht nur andauert, sondern dass es auch immer schwieriger wird, ihn zu beenden. Was als geheimer Krieg begann, ist heute rechtlich und institutionell fest in der amerikanischen Politik verankert.

Während europäische Staaten in den ersten Jahren nach dem 11. September immer wieder deutliche Kritik an einigen zentralen Methoden des Anti-Terror-Kampfes geübt haben, ist diese inzwischen weitgehend verstummt. Inhaftierungen ohne Gerichtsurteil, gezielte Tötungen, anlasslose Überwachung – all das wird zumindest toleriert, zum Teil sogar unterstützt.

Diese Entwicklung ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Zu ihren Folgen gehören die systematische Aushöhlung von Menschen- und Bürgerrechten; die Konzentration von Entscheidungsgewalt in den Händen der Exekutive zu Lasten des Prinzips der Gewaltenteilung; ebenso der Ausbau des nationalen Sicherheitsstaates. Da ein baldiges Ende des Krieges durch einen Sieg unwahrscheinlich ist, stellt sich für die europäischen Regierungen die Frage, ob sie den Kurs der USA weiter mittragen wollen.

Zum Volltext (PDF)


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