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Niederwerfung vor dem Zionismus als neue deutsche Tugend?

#1 von Yavuz Özoguz , 06.04.2018 11:37

Niederwerfung vor dem Zionismus als neue deutsche Tugend?

Spielt das Grundgesetz keine Rolle mehr, kann jegliches internationales Recht vernachlässigt werden, gilt nur noch ein Recht in Deutschland: Verbeugung, Kniefall und Niederwerfung vor dem Zionismus? Ist es da ein Wunder, dass die einheimischen Muslime sich gegen die neue Form der faschistischen Unmenschlichkeit in Deutschland wehren?



„Ämter sollen Antisemiten Kinder wegnehmen“. Das verlangt der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft DPolG Rainer Wendt in einem Interview in der Augsburger Allgemeine [1]. Bei genauem Hinsehen wird deutlich, dass es nicht um eine Abwehrmaßnahme gegen irgendeine Form von extremistischem Rassismus geht, sondern um die Unterstützung des Zionismus. Dr. Haas nennt es „Kinderraub“ [2].

Vor nunmehr über vier Jahrzehnten gab es auf allen Schuldhöfen so genannte „Judenwitze“. Sie waren mehr als verstörend und schockierend für einen Muslim, der damals eine Ausnahmeerscheinung im Gymnasium war. Kein Politiker wollte deshalb irgendwelche Maßnahmen an Schulen ergreifen. Das Internet ist heute noch voll von jenen „Witzen“, und sie stammen allesamt nicht von Muslimen! Sämtliche Verbände der Muslime und alle islamischen Organisationen haben sich mehr als einmal in kaum zu überbietender Deutlichkeit gegen den Antisemitismus positioniert [2]. Doch all das bleibt völlig unbeachtet, weil inzwischen in Deutschland auf Weisung der Zionismuslobby auch Antizionismus als Antisemitismus bezeichnet werden soll. Per Gerichtsentscheid wurde sogar durchgesetzt, dass ein antizionistischer Jude als Antisemit bezeichnet werden darf [3].

Jetzt fordert der Oberpolizeigewerkschafter Rainer Wendt, dass man „antisemitischen“ Familien ihre Kinder entzieht. Solch einen politischen Kindesentzug hat es auf deutschem Boden zuletzt in der DDR gegeben. Das „Projekt kritische Aufklärung“ schreibt dazu: „Ein Festtag für AfD, Pegida & Co: Da in Deutschland jede Opposition gegen die israelische Regierungspolitik als »Antisemitismus« kriminalisiert wird, wäre das die perfekte Repressionsmaßnahme gegen alle, die sich noch weigern, vor der deutschen Staatsräson auf die Knie zu fallen: Laut dem Chef der Polizeigewerkschaft soll man ihnen einfach die Kinder wegnehmen. Natürlich hat man es wie immer auf die Muslime abgesehen … Die Faschisierung Deutschlands schreitet voran …“ [4].

Zugegeben, der Mann ist nur Chef der zweitgrößten Polizeigewerkschaft. Und seine moralische Integrität ist auch nicht besonders vorzeigbar. Schließlich bezog er jahrelang eine Besoldung als Hauptkommissar, ohne diese Tätigkeit tatsächlich auszuüben und hat sich dazu auch noch unwahr geäußert. Er bezog neben der (nicht ausgeübten) Beamtenbesoldung auch ein sechsstelliges Jahresgehalt als Gewerkschaftschef. Daneben kassierte er auch Geld in zahlreichen anderen Gremien und seine Äußerungen zu gesellschaftlichen Themen sind dem populistischen Spektrum zuzuordnen [5]. Dennoch sollte aufschrecken, dass der Mann im Namen von zehntausenden von Polizisten das eigene Grundgesetzt offensichtlich mit Füßen tritt. Denn der Schutz der Familie ist ein Grundrecht, das nicht einmal Straftätern vollends entzogen werden darf. Hier verlangt aber ein Gewerkschafter unverblümt, dass Menschen, die gar keine Straftat begangen haben, von ihren Kindern getrennt werden. Solche aus der Zeit des Faschismus stammenden Gedanken gab es schon immer in Deutschland. Sie waren eine Minderheitenmeinung, die die Mehrheit überstimmen konnte. Erschreckend ist jetzt, dass die Mehrheit bestenfalls schweigt. Fahnenträger des Zionismus im Land, wie die Springer-Presse, jubeln laut [6], und es ist kaum Widerstand gegen den neuen aufkeimenden Faschismus zu vernehmen.

Ein scheinbar völlig anderer Fall ist die aktuelle Drohung des Verkehrsministers Andreas Scheuer mit Konsequenzen gegen Kuwait Airways, weil die Fluglinie einem israelischen Passagier den Transport verweigert hatte. Hintergrund ist, dass ein Israeli im vergangenen Jahr einen Flug von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenstopp in Kuwait gebucht hatte ohne seine israelische Staatsbürgerschaft zu nennen. Als die staatliche Airline aus Kuwait von seiner Staatsangehörigkeit erfuhr, stornierte sie seine Buchung und berief sich auf ein kuwaitisches Gesetz von 1964, welches Vereinbarungen mit Israelis verbietet. Gleichzeitig bot die Fluggesellschaft an, sämtliche Kosten für die Umbuchung zu übernehmen und den Passagier mit einer anderen Fluggesellschaft fliegen zu lassen. Das aber genügte dem israelischen Staatsbürger nicht. Er bestand darauf als Israeli in Kuweit landen zu dürfen und mit Kuwait Air fliegen zu wollen. Der Israeli hat am Landgericht Frankfurt geklagt, doch das Gericht wies die Klage ab. Der Israeli ist in Berufung gegangen. Die Berufung ist noch nicht entschieden.

Die deutsche Justiz hat noch kein endgültiges Urteil gesprochen, aber der Verkehrsminister schon: „Eine Transportverweigerung wegen Nationalität oder Religionszugehörigkeit können wir nicht akzeptieren. Eine solche Diskriminierung widerspricht unserem Grundgesetz“, sagte Scheuer der Rheinischen Post [7]. Wiederum erstaunlich ist, dass die Gesamheit deutscher Main-Stream-Presstituierten bei solch einer Aussage schweigt und sie wie ein Regierungssprecher wiedergibt, ohne zu hinterfragen. Was steht denn im Grundgesetzt? „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Das Wort Nationalität kommt darin gar nicht vor. Das hat auch seinen guten Grund. Denn Nationen werden anerkannt oder nicht. Z.B. wird keine einzige deutsche Fluggesellschaft einen Bürger der Türkischen Republik Zypern mitnehmen, wenn er nur seinen zypriotischen Ausweis zeigt, denn Deutschland erkennt jene Nation nicht an. Die Religionszugehörigkeit stand hingegen bei der Ablehnung des Fluggastes gar nicht zur Debatte. Es ging nur um die Nationalität. Wer behauptet, dass jeder Israeli einer bestimmten Religion angehören muss, hat den rassistischen Gedanken des Zionismus verinnerlicht. Es erscheint wiederum wie aus der faschistischen Mottenkiste herausgekramt, dass ein Minister derart massiv öffentlich auf ein noch laufendes juristisches Verfahren Einfluss zu nehmen versucht.

Tatsächlich ist es Israel, das die Werte des deutschen Grundgesetzes mit Füßen tritt. Denn der so bedeutsame Grundsatz „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“, ist in Israel nicht gültig!

Abschließend ist daran zu erinnern, dass in beiden genannten Beispielen Vertreter des kapitalistischen Hochfinanz zu Wort gekommen sind. Wer den Weltkrieg nicht erkennt, kann auch die Kämpfe an der Front nicht einordnen [8]. Die Schere zwischen Arm und Reich ist in der Welt so weit auseinandergedriftet, dass das bestehende System in dieser Form nicht mehr lange aufrechthaltbar sein dürfte. Bevor aber die große Masse der Armen auf die Idee kommt, Gerechtigkeit einzufordern, wird sie gegen einen Sündenbock getrieben. Der heißt aktuell Muslim. Solche faschistischen Umtriebe hat dieses Land – und nicht nur dieses Land – schon erlebt. Der Hass wurde von Oben geschürt. Die kleinen Leute haben den Hass umgesetzt gegen andere kleine Leute. Am Ende waren die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer.

Erst wenn die jungen Leute, die Hoffnung für die Zukunft dieses Landes, erkennen, dass nicht der Muslim die Gefahr für dieses Land darstellt, sondern die nimmersatten Superreichen, das kapitalistische Hochfinanzsystem und die Unterstützung eines rassistischen Faschismus, der sich unter anderem in den USA und Israel widerspiegelt, erst dann besteht Hoffnung dafür, dass wir gemeinsam ein gerechteres Deutschland aufbauen können. In jenem Deutschland wird jeder Bürger gemessen an der Last seiner Verantwortung angemessen verdienen, aber weder ein Polizeigewerkschafter noch irgendein Minister (mit allen seinen Nebenverdiensten), noch irgendein Konzernchef wird das bis zu 100-fache dessen einstecken können, was die Leute an Lohn ausgezahlt bekommen, für die er spricht.

Der Artikel begann mit der Frage: „Spielt das Grundgesetz keine Rolle mehr, kann jegliches internationales Recht vernachlässigt werden, gilt nur noch ein Recht in Deutschland: Verbeugung, Kniefall und Niederwerfung vor dem Zionismus?“ Ein gläubiger praktizierender Muslim wirft sich einzig und allein vor seinem Schöpfer nieder. Das macht ihn und seine Kinder für jeden Faschisten gefährlich.

[1] https://www.augsburger-allgemeine.de/pol...id50786701.html
[2] Den Kinderraub gefordert
[3] http://www.muslim-markt.de/Palaestina-Sp...isemitismus.htm
[4] http://www.audiatur-online.ch/2018/01/31...-zu-bezeichnen/
[5] https://www.facebook.com/Projekt-Kritisc...vdDQN-Y&fref=nf
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Wendt
[7] https://www.welt.de/politik/deutschland/...-wegnehmen.html
[8] https://www.presseportal.de/pm/30621/390...m_campaign=push
[9] Wer den Weltkrieg nicht erkennt, kann auch die Kämpfe an der Front nicht einordnen


Yavuz Özoguz  
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zuletzt bearbeitet 07.04.2018 | Top

RE: Niederwerfung vor dem Zionismus als neue deutsche Tugend?

#2 von Dr.Josef Haas , 06.04.2018 16:38

Wie immer, lieber Herr Dr.Özoguz, eine beeindruckende Analyse!
Trotzdem habe ich dazu eine Anmerkung: Sie schreiben nämlich,
"dass die einheimischen Muslime sich gegen die neuen Formen
der faschistischen Unmenschlichkeit in Deutschland wehren."
Diese Formulierung erweckt aber nun den Eindruck, dass es
a l l e wären, was aber leider und erkennbar nicht der Fall ist.
Man schaue sich in diesem Zusammenhang doch nur einmal den
hiesigen "Zentralrat der Muslime" mit seinem Vorsitzenden
Aiman A. Mazyek an, der doch letztlich noch nie in Ihrem Sinne
tätig geworden ist.
Es wäre ja wirklich wunderbar, wenn es hierzulande und international
einen geschlossenen Widerstand gegen den Zionismus gäbe.
Israel wäre postwendend handlungsunfähig gemacht.
Leider ist aber das Gegenteil der Fall- viele in Deutschland lebende
Muslime unterscheiden sich in ihrer Feigheit oder doch zumindest
Angepasstheit in keiner Weise (mehr) von den Einheimischen, und
infolgedessen hat es Israel ja auch sehr leicht, sich gegen unser
Grundgesetz und jedes Recht zu stellen.
Da kann ich nur fragen: Wann werden denn Ihre Hoffnungen wirklich
einmal Wirklichkeit?

Dr.Josef Haas  
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RE: Niederwerfung vor dem Zionismus als neue deutsche Tugend?

#3 von Yavuz Özoguz , 07.04.2018 08:58

Zitat
Da kann ich nur fragen: Wann werden denn Ihre Hoffnungen wirklich
einmal Wirklichkeit?



Dieses Welt ist vergänglich und meine inzwischen fast 59 Jahre kommen mir vor wie wenige Wochen. Aber in dem Moment, in dem ich die Hoffnung in meinem Herzen habe, hat sich meine Hoffnung schon verwirklicht. Wann sie sich in der vergägnlichen Welt verwirklicht, weiß nur der Schöppfer.

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