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Dem Blutrausch verfallen

#1 von Dr.Josef Haas , 10.03.2015 18:54

Dem Blutrausch verfallen

Man könnte jetzt natürlich fragen: "Schon wieder der?", oder "Beherrscht Herr Avigdor
Lieberman tatsächlich nur die Sprache der Gewalt?"- die positive Antwort darauf bliebe
aber doch gleichsam vorprogrammiert.
Der erwähnte sog. "Außenminister Israels" meldete sich nach Angaben der iranischen
Nachrichtenagentur IRIB jedenfalls am 8.März- einmal mehr- mit einer von normal
empfindenden Menschen eigentlich als absolut unfassbar angesehenen Rhetorik zu Wort.
Auf einer Wahlveranstaltung in der Stadt Herzliya zeigte er dabei wieder einmal, welch
Ungeistes Kind er ist, gab er doch dort folgendes von sich:
"Die Araber, die mit uns sind, verdienen alles, aber diejenigen, die gegen uns sind, verdienen
es, dass ihre Köpfe mit einer Axt abgeschnitten werden."
Fürwahr Äußerungen, die in jeder Hinsicht verstörend wirken müssen und letztlich bislang
nur einer Organisation zuzuordnen waren, für welche der Name "Islamischer Staat" gefunden
worden ist.
Man könnte nun natürlich- ironisch werdend- einwerfen, "der Apfel fällt nicht
weit vom Stamm", ist doch mittlerweile die Geburtshilfe Israels beim Entstehen des IS kaum
mehr von der Hand zu weisen.
Aber auf dieses Niveau möchte ich mich nicht begeben, sondern stattdessen die geistige
Urheberschaft der ins Blickfeld gerückten Formulierung eher mit gewissen alt-
testamentarischen Schriften des Judentums verbinden, welche- bekanntermaßen- oftmals ein
blutrünstiges Wesen offenbaren.
Leider hat es aber in diesem Zusammenhang die "politische Korrektheit" schon soweit gebracht,
dass jeder Hinweis des genannten Inhaltes auf den Talmud oder das Alte Testament schon als
"antisemitisch" angesehen wird.
Dabei hat aber auch dieses unwürdige Verhalten schon eine aus grauer Vorzeit stammende
Tradition aufzuweisen, war in ihr doch Nichtjuden das Lesen der fünf Bücher Mose, welche
heute als "Altes Testament" firmieren, verboten.
Die Beschäftigung mit den Liebermanschen Gewaltvisionen kann hier aber erst dadurch den Rang
einer vollständigen Darstellung bekommen, wenn man sich die muslimischen Reaktionen darauf
vergegenwärtigt. Und genau diese sind durch ihr beredtes Schweigen in jeder Hinsicht
erschütternd!
Sie beweisen sehr deutlich, dass es in Mekka oder Medina bei vielen wohl nur noch um die
Aneinanderreihung schöner religiöser Floskeln zu gehen scheint und die doch im Koran zu
findende Solidaritätsverpflichtung gegenüber notleidenden Glaubensbrüdern und -schwestern
darüber vollkommen vernachlässigt wird.
Sie fänden sich heute, wie jedermann wissen dürfte, vor allem, aber nicht nur, in Palästina.
Werden sie aber auch weiterhin mit der Ignoranz der Umma konfrontiert, haben die dafür
Verantwortlichen ein schlimmeres Verbrechen als diejenigen begangen, welche sich mit
perversen "Mohammed-Karikaturen" schon jetzt ihren Platz in der Unterwelt besorgt haben.
Durch sie ist nämlich der Wille Gottes in unfaßbarer Weise geschändet worden, frei nach
dem im 19.Jahrhundert vom russischen Dichter Fjodor Dostojewski niedergeschriebenen Satz:
"Solange auch nur ein einziges Kind leidet, werde ich dich- Gott- verfluchen!"

Dr.Josef Haas  
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