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Das ist ihre Freiheit

#1 von Dr.Josef Haas , 15.01.2015 22:00

Das ist ihre Freiheit

Noch liegen die bekannten Geschehnisse von Paris nur etwas mehr als eine
Woche zurück, da kam es in ihrer Folge zu einem Ereignis, das hierzulande-
selbstverständlich- entweder totgeschwiegen oder nur grob verzerrt dar-
gestellt wurde.
Gemeint ist die Verhaftung des französischen Satirikers und prominenten
Zionismuskritikers Dieudonne´.
Als Begründung für diesen Willkürakt Frankreichs mußten dabei Äußerungen
des gebürtigen Kameruners über einen der Pariser Attentäter herhalten.
Auf den Punkt gebracht, soll Dieudonne´nämlich mit diesen Worten dessen
Tun gerechtfertigt haben: "Ich fühle mich wie Charlie Coulibaly."
Die Inhaftierung des Kabarettisten mit der schwarzen Hautfarbe, der zuvor
schon wegen seiner Einstellung mit mehr als 60 Gerichtsverfahren überzogen
worden war, beweist damit- einmal mehr- die Richtigkeit der Aussage, wonach
in unseren Breiten von einer tatsächlich existierenden Meinungsfreiheit
kaum mehr gesprochen werden kann.
Stattdessen gilt sie scheinbar oder tatsächlich nur noch für diejenigen, welche
von vorneherein sorgsam darauf achten, nicht mit mißliebigen Formulierungen,
vorzugsweise gegenüber den USA oder gar Israel, "negativ" aufzufallen.
Infolgedessen haben sich auch die hiesigen Medien von vorneherein, und noch
dazu freiwillig, gleichgeschaltet.
Daher findet man bei und in ihnen diesbezügliche Äußerungen, welche in
Washington oder Tel Aviv Anstoß erregen könnten, nurmehr so häufig, wie
weiland kritische DDR-Darstellungen im SED-Zentralorgan "Neues Deutschland".
Allein dieses Mitschwimmen im gesellschaftlichen Mainstream ermöglicht es
einem dann überhaupt, die grundgesetzlich verbriefte Meinungsfreiheit voll für
sich in Anspruch zu nehmen. Alles andere läuft hingegen Gefahr, oftmals unter den
fadenscheinigsten Vorwänden, selbst der Kriminalisierung anheimzufallen.
Äußerst fragwürdig ist darüber hinaus die Bewertung religionskritischer Auf-
fassungen. Während Christentum und Islam in diesem Zusammenhang be-
kanntermaßen immer häufiger zum Freiwild der Blasphemie (=Gotteslästerung)
geworden sind, die geschmacklose sog. "Mohammed-Karikatur" in der jüngsten
Ausgabe des Pariser Witzblattes "Charlie Hebdo"beweist dies ja wieder mit
erschütternder Deutlichkeit, wäre gleiches, beträfe es irgendwelche führende
Juden oder deren Religion, unvorstellbar und würde umgehend mit den
härtesten rechtlichen Konsequenzen zu tun bekommen.
Und dies, obwohl das Judentum alle ihm nicht zuzurechnenden Personen kollektiv
als "Gojim", letztlich also als Vieh bezeichnet und das Alte Testament voller
blutrünstiger Erzählungen über Massaker schlimmsten Ausmaßes ist.
Genau dieses Messen mit zweierlei Maß- darauf habe ich hier schon mehrfach
hingewiesen- ist und bleibt aber die Asche, in der sich der Funke für den
nächsten großen Anschlag entzünden kann, denn empfundene Ungerechtigkeit
stellte schon immer den besten Nährboden für Aufruhr und Aufbegehren dar.
Warum sollte dies heute anders sein?

Dr.Josef Haas  
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