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Hörstel Interview: Kommt es zum Krieg gegen den Iran?

#1 von Cengiz Tuna , 14.02.2012 13:57

Für die, die es noch nicht kennen. Hier ist noch ein wertvolles Interview mit Herrn Hörstel.

Für mich ein einer der besten Journalisten Deutschlands. Klarsichtig und logisch bringt er die Zusammenhänge auf den Punkt. Einer der sich auch nicht auf Kosten seiner Karriere scheut, die Wahrheit auszusprechen. In dem Interview behauptet er sogar, dass die festgenommenen syrischen Diplomaten in Deutschland Freunde von ihm waren. So ein Interview müsste zur Hauptsendezeit in den Medien gezeigt werden. Seine These, der Krieg gegen den Iran würde im März starten, halte ich aber für sehr gewagt.



Edit: Ich persönlich glaube nicht, dass es zu einem Krieg gegen den Iran kommt, bevor Syrien, der Libanon und die Hizbollah geschwächt sind. Denn so ein großes Risiko werden und können sie wegen Israel nicht eingehen. Wenn man sich die geografische Lage der Radaranlagen in der Türkei betrachtet, könnte man glatt annehmen, dass die gegen Syrien gedacht sind. Alles andere ist nur eine Ablenkung davon. Schließlich spielt die Türkei eine Schlüsselrolle bei der Destabilisierung Syriens. Da sind dann solche Radaranlagen sehr sinnvoll.


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Islamische Revolution in Ägypten

#2 von Muhammad Krüger , 14.02.2012 21:57

nicht nur Syrien und Hizbollah.
Auch Ägypten - und die kommen gleich mit ein paar Millionen um die Ecke!

Stell dich mal inm Ägypten auf die Straße und sag einfach nur laut
Iran, Ahmadinejad oder noch besser Nasrallah.
Sofort reißen sich die nächsten zehn Umstehenden darum,
dich nach Hause zum Essen einzuladen.
Ich habe reichlich Zeugen dafür!

In Ägypten ist eine islamische Revolution im Gange, ein reines Geisteskind
der Revolution im Iran. Auch wenn unsere Medien in Angst erstarrt sind,
das Kind beim Namen zu nennen.

Und solange in Ägypten eine islamisch-revolutionäre Stimmung herrscht,
das Bewusstsein, der Siegestaumel gerade einen Diktator beseitigt zu haben
könnte der nächste Fehler Israels tatsächlich
dessen finaler Fehler sein.


und
Jordanien nebenan brodelt auch, voller Palästinenser die zurück wollen
.


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RE: Islamische Revolution in Ägypten

#3 von Cengiz Tuna , 14.02.2012 22:46

Ja sicher! Ich habe jetzt nur Syrien, Libanon und die Hizbollah aufgezählt, weil es momentan die widerstandsfähigsten sind. In den Nachbarstaaten kocht es natürlich auch. Der Kampf um Ägypten ist noch längst nicht entschieden. Wenn die Zionisten die Kontrolle über Ägypten verlieren, verlieren sie auch die Kontrolle über das besetzte Palästina. Und das versuchen sie um jeden Preis zu verhindern. Deswegen versuchen sie die Revolutionen zu ihren Gunsten zu lenken.

Die Revolutionen in den arabischen Ländern sind ein Zeugnis des islamischen Erwachens. Es stimmt auch, dass der Westen da mithilft die Stimmungen aufzuheizen, Stichpunkt Twitter, Arabischer Frühling etc, aber nur deshalb, weil es schon kocht, und weil sie den Revolutionen zuvorkommen und umlenken wollen. Der Kern ist eine islamische Revolution.

Ein Beweis, dass es in Ägypten eine islamische Revolution ist, sind die Alternativen die zur Verfügung stehen. Der Westen hat nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder eine laizistische Version des Islam, deshalb der Vorstoß von Erdogan, oder eben die extremistisch wahabistische Richtung wie in Saudi Arabien.


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RE: Islamische Revolution in Ägypten

#4 von Fatima Özoguz , 15.02.2012 09:15

Zitat
Der Westen hat nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder eine laizistische Version des Islam, deshalb der Vorstoß von Erdogan, oder eben die extremistisch wahabistische Richtung wie in Saudi Arabien.



genau das sagte Imam Khamenei ja in seiner Freitagspredigt vom 3. 2.
Denn was der Westen auf keinen Fall gebrauchen kann, ist ein bewusster, aufgeklärter und revolutionärer Islam wie im Iran. Wobei natürlich nicht das westliche Verständnis von "aufgeklärt" im Sinne von "verweltlicht" gemeint ist.


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RE: Islamische Revolution in Ägypten

#5 von Fatima Özoguz , 20.02.2012 12:10

Ich höre mir das Interview gerade an. Sehr lang, aber lohnt sich. Klasse, ein echter Hörstel eben. Ich frage mich aber auch, wie es sein wird, wenn erst mal tiefgreifende soziale Einschnitte hier erfolgen, wie er für März vorhersagt, und dass es ein schlimmes Jahr werden wird. Das hängt ja alles irgendwie miteinander zusammen.

Eine willfährige Regierung in Teheran? Na davon träumt USrael. Da ist das Volk nämlich noch wach und wird das nicht zulassen.
Dann spricht er von "Multimilliardären jüdischen Glaubens", das sind wohl glaub ich nicht die Kandidaten. Romney ist Mormone, der Hardliner und Kriegstreiber Santorum Katholik.
Gingrich konvertierte gleich zweimal, allerdings innerhalb des Christentums. Zionisten sind sie aber allemal.

Lohnt sich auf jeden Fall!


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Professor dr. Günther, Arzt, Antifaschist, Jude und mutiger Mahner

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