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Ukraine, Putin

#1 von Cengiz Tuna , 12.03.2014 18:54

Ich möchte mal wieder meine differenzierte Sicht auf das Geschehen um die Ukraine darlegen und frage mich, ob ich da so falsch liege. Russland bzw. Putin wird im Handeln um die Krim dermaßen gelobt, dass ich mich frage, warum. Da hat der Westen bzw. die EU die Ukraine mit ihren Mörderbanden überfallen und die Ukraine quasi annektiert, und niemand hat es verhindert. Auch nicht der hochgelobte Putin. Stattdessen geht es nur noch um die Krim, die ja sowieso schon in der Hand der Russen war. Die Russen waren, soweit ich es richtig mitgekriegt habe, militärisch sowieso schon in der Krim präsent, nur einige Spezialeinheiten seien noch hinzugekommen, um so zu tun, als würde man etwas gegen die Enteignung tun.

Wo war denn Putin als die Mörderbanden über die Ukraine herfielen? Warum hat Putin der Nato/EU im Falle Ukraine nicht vorher schon die Rote Linie gezeigt, sondern hat das Treiben zugelassen? Wenn man es nüchtern betrachtet, hat Russland geholfen, dass die Massen sich beruhigten und nicht weiter auflehnten, weil sie glaubten, dass Russland etwas tue. Denn die Menschen gingen in den ersten Tagen gegen den Umsturz auf die Straße.

Was bleibt also unterm Strich? Es geht nicht mehr um die Ukraine als Ganzes, sondern nur noch um die Krim. Die Übergangsregierung mit den Marionetten des Westens ist installiert. Die Rechten, die man vorher benutzt hat um Unruhe zu stiften werden in Zukunft verdrängt werden, weil sie ja nicht demokratisch sind, und es werden dann sogenannte demokratische Kräfte das Land übernehmen und alles ist vergessen.

Sogar ganz unauffällig ist schon ein Zollabkommen mit der Ukraine geplant. Also, alles läuft wie am Schnürchen – auch mit Hilfe Putins! Oder sehe ich das falsch?


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RE: Ukraine, Putin

#2 von Cengiz Tuna , 16.03.2014 20:26

Das ist doch ein sehr schlechter Deal für Russland:

Ukraine-Deal: Westen gibt offenbar die Krim auf, Putin verzichtet auf Ost-Ukraine

Es ist nicht zu glauben, da wurde die große Ukraine von der EU/Nato einverleibt und die Russen geben sich mit der Krim zufrieden, die ohnehin schon von Russland dominiert wurde. Das ganze wird dann der Welt als Erfolg für Russland verkauft. Merken die Menschen denn nicht, wie sie hier mit der Krim abgelenkt und ausgetrickst wurden?

Putin war doch ein Mann des Geheimdienstes. Es kann doch nicht sein, dass er nicht durchgeschaut hat, was der Westen da für ein Spiel mit der Ukraine spielt. Mit zwei weiteren Ländern an der Grenze zu Russland, nämlich Moldawien und Georgien, hat die EU auch schon Assoziierungsabkommen unterzeichnet. Bald ist wohl Weißrussland dran und niemand wird es verhindern. Auch Putin nicht. Wie kann man nach alldem noch glauben, Putin wäre ein Kontrahent des Westens?

Dann stellt sich doch noch eine weitere wichtige Frage: Wieso wurde ein Referendum nicht mit der ganzen Ukraine abgehalten? Wieso hat man nicht die Bevölkerung der ganzen Ukraine gefragt, ob sie lieber an Europa oder an Russland angeschlossen werden wollen. Oder die noch bessere Option, ob sie nicht lieber ganz souverän bleiben wollen.


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RE: Ukraine, Putin

#3 von Yavuz Özoguz , 17.03.2014 07:33

Das ist nichts Anderes als psychologische Kriegsführung der westlichen Propganda, die das Thema Lüge inzwischen mehr als "meisterlich" in den Dienst des Raubtierkapitalismus gestellt hat. Solch eine Abmachung wird es sicher nicht geben, auch nicht hinter den Kulissen! Aber was bewirkt diese "Nachricht"? Nehmen wir an, dass Putin auf die Ostukrainie verzichtet um z.B. Spannungen zu vermeiden. Dann wäre es nicht Putins Verdienst, sondern dem Verhandlungsgeschick des "Westens" zuzuschreiben. Und nehmen wir an, Putin verzichtet nicht, so wäre er nicht nur ohnehin böse, sondern zudem auch noch ein Betrüger. Die westliche Propaganda verbreitet so oft wie möglich "Nachrichten", die so gestaltet sind, dass unabhängig davon, wie es tatsächlich ausgeht, der "Westen" immer der "Gute" ist. Tatsächlich aber hat es in der Menschheitgeschichte noch nie ein so verbrecherisches System gegeben, wie der heutige "Westen" angeführt von den USA und dem Zionismus. Und um auf solch eine Nachricht nicht hereinzufallen dient eine Aussage Imam Chomeinis (r.), der sinngemäß darauf hingeweisen hatte, dass man der Wahrheit stets näher kommt, wenn man das Gegenteil der westlichen Nachrichte annimt.

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RE: Ukraine, Putin

#4 von Cengiz Tuna , 17.03.2014 13:39

Salam alaikum Bruder Yavuz

es ist doch egal, ob Putin in den Medien als Verlierer dargestellt wird oder nicht, es geht um wichtige strategische Interessen. Die Ukraine hat mal zu Russland gehört. Strategisch war es für Russland doch von wichtiger Bedeutung, dass die Ukraine nicht in die Hände der Nato fällt. Warum hat Putin also nicht mehr unternommen? Wenn Putin wirklich ein Gegner der Nato wäre, hätte er der dem Westen eindeutig die Rote Linie zeigen müssen. Genau so wie der Iran und die Hizbollah im Falle Syrien die Rote Linie gezeigt haben und sich der Westen letztendlich zurückziehen musste.

Und außerdem, im Fall Ukraine glauben sowieso die wenigsten, dass der Westen die Guten sind. Eine Umfrage ergab, dass 70 % der Menschen zu Russland halten. Und das hat einen guten Grund. Russland wird seit Jahren gepusht und die USA gebasht. Das ist gewollt! Wir dürfen die Manipulation der Medien nicht unterschätzen und müssen immer einen Schritt weiter denken. Auch wenn sie (bewusst) unglaubwürdig lügen. Sogar bekannte Blogs spielen bei der Unterstützung eine wichtige Rolle. Da werden dann Videos von Auto-Kameras gezeigt, wie Russen eine Frau über die Straße helfen usw. Aber hallo, warum hat denn fast jeder Russe eine Autokamera? Nämlich weil es wenige ehrliche Menschen gibt und man Beweise braucht, wenn es zu einem Unfall kommt. So eine Art Selbstjustiz. So etwas wird aber verschwiegen. Oder da wird extra nach Sotschi gereist, um Sympathie für Russland zu schaffen usw.

Wäre Putin wirklich ein Gegner der USA würde man mit ihm genauso umgehen wie mit Imam Khamenei. Man würde ihn und seine Reden in den Medien verschweigen. Wäre Russland wirklich ein Gegenpart zum Westen, würden genau solche Sanktionen gegen Russland verhängt werden wie gegen den Iran. Aber genau das Gegenteil passiert. Russland und die USA arbeiten im engsten Maße zusammen. Sei es militärisch, geheimdienstlich oder wirtschaftlich. Wir sind sogar was die Gaslieferungen betrifft abhängig von Russland. Wieso begibt man sich in die Abhängigkeit mit seinem Feind?

Du schreibst mir wirklich aus der Seele, aber in zwei Punkten stimmen wir nicht überein. Erstens was den finanziellen Kollaps betrifft und zweites, was Russland betrifft. Russland war für mich nie ein echter Gegenspieler der USA. Deshalb gab es auch nie echte Kriege gegeneinander sondern nur „Kalte“. Das Imam Khameinei sagt, dass man immer vom Gegenteil ausgehen muss, was die westlichen Medien sagen, impliziert ja nicht automatisch, dass Russland nicht täuscht.

Zitat
Tatsächlich aber hat es in der Menschheitgeschichte noch nie ein so verbrecherisches System gegeben, wie der heutige "Westen" angeführt von den USA und dem Zionismus.


Und dieses verbrecherische System ist nur entstanden, weil es nur „Kalte“ Kontrahenten gab! Das ist wie in der Politik bei uns. Egal wen wir wählen, letztendlich setzt sich das System durch. Weil alle Parteien am selben Tropf hängen. Genau dasselbe geschieht im Großen. Wie kann man nur glauben, dass der Einfluss der Zionisten nicht auch nach Russland reicht?

All das erinnert mich auch an Erdogan. Seit Jahren wurde vor Erdogan gewarnt, aber die meisten Schiiten wollten das nicht glauben. Heute hat Erdogan seine Maske fallen lassen. Mal sehen, wie lange das mit Russland dauert.

Wa salam


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RE: Ukraine, Putin

#5 von Cengiz Tuna , 14.06.2014 13:03

Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern, aber was da in der Ukraine seit Wochen abgeht, vor allen Dingen jetzt der Phosphorbombeneinsatz gegen die Zivilbevölkerung, hat mich doch dazu bewegt, dieses Thema noch einmal aufzugreifen. Es geht mir auch gar nicht um Rechthaberei, sondern darum die Widersprüche aufzuzeigen und um aufzuklären.

Schon vor Wochen habe ich mich gefragt, wie sich Putin aus dem Dilemma um den Osten der Ukraine, speziell um Donezk, herausreden will. Denn der Konflikt war noch lange nicht beendet. Und schon kam in den Medien die Nachricht: Putin stellt sich gegen die Separatisten. Im Gegenzug wollten die Separatisten dann auch nicht mehr auf Putin hören. Nun muss man differenzieren und dazu sagen, dass die Separatisten zum großen Teil aus der Bevölkerung besteht, die einen Anschluss an die EU nicht möchten, aber eben auch aus den maskierten Separatisten die den Widerstand unterwandert haben, um Gründe für ein Eingreifen des Militärs zu rechtfertigen. Diese Taktik kennen wir ja schon. Das rechtfertigt trotzdem nicht die Passivität Putins.

Wie dem auch sei. Seit Wochen nun geht das Militär brutal gegen die eigene Bevölkerung vor. Oder sollte man nicht besser schreiben, gegen die „russische Bevölkerung“? Aber das wird jetzt in den Medien nicht so gerne genommen, denn dann würden die Menschen sich fragen, warum springt Putin nicht ein. Sogar die Alternativen Medien benutzen jetzt den Begriff „eigene“ und nicht „russische“ Bevölkerung. Genauso ist mir aufgefallen, dass gleichzeitig mit den MSM auch die Alternativen Medien angefangen haben zu schweigen. Bis vor kurzem. Denn der Einsatz von Phosphorbomben gegen die Zivilbevölkerung ist der Gipfel! Das müssen die Blogs dann bringen, schließlich will man ja glaubwürdig bleiben.

Deshalb frage ich mich erneut, WO BLEIBT PUTIN! Außer, Putin ist zu Gesprächen bereit, kommt da nichts. Als es um die Krim ging, da hat er den starken Mann gespielt. Auf der Abschlussfeier in Sotschi (welch ein Timing) hat er den Beitritt der Krim erklärt. Versprach er dort nicht auch, die Interessen der Russen zu schützen? Auf die Frage, warum Putin denn nicht eingreift, heißt es dann, weil der Westen nur darauf wartet um einen Krieg mit Russland anzufangen. Das stimmt aber nicht. Denn dann hätte der Westen auch die Annexion der Krim für einen Krieg nutzen können.


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RE: Ukraine, Putin

#6 von Mustafa Akbar , 17.06.2014 20:33

As salam aleikum Bruder Cengiz,

du sprichst mir aus der Seele! Ich habe mich auch gefragt, warum Putin sich so passiv verhält und seinen einstigen Partner einfach abschenkt.
Meine Vermutung ist, dass Russland aus alter Tradition bei Konflikten zunächst sich taktisch defensiv verhält, dann den "richtigen" Moment abwartet und nach alter russischer Manier eiskalt zuschlägt. Da das perfide US-System sich gegenwärtig wie ein unkontrollierter Amokläufer verhält , ist der Niedergang jenes Systems absehbar. Russland schmiedet klammheimlich im Hintergrund seine Stratgie u.a. mit dem grossen Big-Player China.

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturz...6563/index.html

wa Salam


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RE: Ukraine, Putin

#7 von Cengiz Tuna , 18.06.2014 16:11

Alaikum salam Bruder Mustafa,

was oder wann ist denn der richtige Moment? Kann es überhaupt einen richtigen Moment bei zwei so mächtigen „Gegnern“ geben? Der Kalte Krieg wird doch immer damit begründet, dass es für einen echten zu gefährlich sei. Und in der tat, wenn zwei solcher Atom-Mächte aufeinander träfen, dann wäre sowieso alles vorbei. Zum Glück sind die Kräfteverhältnisse aber nicht so, wie es scheint. Das meiste in der Politik, wird nicht dem Zufall überlassen.

Es stimmt schon, dass der Westen, das System, angeführt von den USA, keine Soft Power mehr hat. Also keine Glaubwürdigkeit mehr, keine Werte oder Ideologien mit denen sie noch überzeugen könnten. Militärische Macht alleine reicht nicht aus. Und vermutlich ist das System dem Niedergang geweiht. Vielleicht wird das System auch absichtlich gegen die Wand gefahren, weil es keine Alternative mehr bietet. Doch genau deswegen wird Putin seit Jahren aufgebaut. Er soll den Retter gegen das böse System spielen. Sie werden quasi Cola gegen Pepsi tauschen. Wir haben wie immer nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Für mich hat Russland nur zwei Funktionen:

1. Den kontrollierten Gegenpart zum Westen spielen. Man muss immer beide Seiten regieren, um erfolgreich zu sein. So kann man seine Macht immer weiter ausbauen und die Energie des Widerstandes auffangen und versuchen es die gewünschte Richtung zu lenken. Wie mit der Annexion der Ukraine. Die Leute haben geglaubt, oder glauben immer noch, dass Onkel Wowa (Putin) ihnen helfen wird.
2. Sollte der Widerstand nicht mehr aufzuhalten sein, wird Russland die neue Schutzmacht der NWO-Globalisten.

Was ändert sich denn für uns, wenn Russland die USA als Schutzmacht für die Zionisten ablöst? Ist es nicht egal, ob wir von Milliardären oder von Oligarchen regiert werden? Ob wir kapitalistisch ausgebeutet oder diktatorisch regiert werden? Wir werden nur vom Regen in die Traufe geraten. Ich denke, die materiell ausgerichteten Denkschulen haben versagt, und die Zeit ist reif für einen neuen Weg.

Wa salam


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RE: Ukraine, Putin

#8 von Mustafa Akbar , 18.06.2014 20:18

D.h. nichts anderes, dass alle Führer dieser Welt gemeinsame Sache machen und "uns" als Spielball missbrauchen. Durchaus vorstellbar, denn Politik basiert auf Widerspruch und Paradoxie. Ich bin der Meinung, dass der MENSCH den Karren aus dem Dreck sowieso nicht ziehen kann, will, möchte...
Letztendlich obliegt es dem allmächtigen Allah, der diesen Istzustand verändern kann. Solange der Sollzustand nicht eintritt, werden die Herrscher uns als Geisel benutzen.


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RE: Ukraine, Putin

#9 von Cengiz Tuna , 18.06.2014 20:49

Nein Bruder, nicht alle! Aber Putin halte ich nicht für vertrauenswürdig. Russland passt in das Teile-und-Herrsche-Schema. Es ging von Russland nie eine ernste Gefahr für den Westen aus. Im Gegenteil, als Alliierte haben sie damals schon eng zusammengearbeitet. Sogar in den kältesten Tage des Kalten Krieges war Russland immer ein verlässlicher Energieversorger. Russland hat nie den Gashahn zugedreht.

Dann noch ein anderer Aspekt: Die Menschen scheinen in russischen und ehemals russischen Ländern nicht so glücklich zu sein: Jeder zweite Todesfall bei Männern in der Altersgruppe von 15 bis 54 Jahren geht auf Alkohol zurück. Das Wässerchen (russisch Wodka) ist ein sehr großes Problem. Auch die meisten Selbstmorde in der Welt, werden in Russland und den ehemals russischen Ländern verübt. So sehr glücklich scheinen die Menschen in dem System auch nicht zu sein.

Den Istzustand werden wir selbst ändern müssen. Dafür müssen wir aber die Heiligkeit unserer Zeit erkennen. Damit kommt auch die Hilfe Allahs.

Es heißt doch immer, unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt, die Wahrheit ist aber, unsere Freiheit wird am/vom Iran verteidigt.


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RE: Ukraine, Putin

#10 von Cengiz Tuna , 15.08.2014 18:29

Ich hoffe, es ist nicht schlimm, wenn ich dieses Thema noch einmal aufgreife. Aus gegebenem Anlass ist es wert, wieder einmal auf die Ukraine und auf Putin zu schauen.

Ist es nicht unglaublich, was da mit dem Hilfskonvoi veranstaltet wird? Seit Monaten geht die Ukraine brutal gegen die Bevölkerung vor, die sich zu wehren versucht. Strom und Wasser werden knapp. Löhne, Gehälter und Renten werden nur teilweise ausgezahlt. Jetzt sind wir sogar soweit, dass Donezk eingekesselt ist und endgültig zurückerobert werden soll. Was das auch immer bedeutet. Und genau in diesem Moment kommt Russland nichts anderes in den Sinn, als einen humanitären Hilfseinsatz mit dem Roten Kreuz zu starten. Und das selbstverständlich nur abgesprochen mit der Ukraine und den USA. Quasi mit Erlaubnis.

Was soll das? Was soll diese Ablenkung mit dem Tauziehen um die Hilfskonvois? Die Menschen sind in einer misslichen Lage und warten auf eine echte Hilfe von Putin. Wieso sagt ihnen denn keiner, dass Putin nicht helfen wird. Dann können sie sich nämlich viel Leid ersparen. Mit dieser ganzen Hilfsaktion will Putin doch nur von seiner Passivität ablenken. Damit er nicht auffällt, muss er ja etwas tun.

Ja, und der Apfel- und Birnen-Boykott von Russland ist auch ein Witz. Wen schadet er damit? Bestimmt nicht dem Westen. Schon eher einigen Bauern und seiner eigenen Bevölkerung vielleicht. Warum wird nicht mit ernsthaften Konsequenzen gedroht? Wie wäre es den Gashahn zuzudrehen? Aber damit die Menschen nicht auf diese Gedanken kommen, schürt die Ukraine schon im Vorfeld Furcht vor einer neuen Gaskrise. Damit wird vermittelt, Russland darf gar nicht daran denken, den Gashahn zuzudrehen. Russland könne sich so etwas nicht erlauben. Warum nicht?

Das ist alles so ein falsches Spiel, was da betriebenen wird - vom Westen, wie auch von Russland. Man kann diese Passivität Putins doch nicht immer damit abtun, dass Russland versucht deeskalierend zu wirken. Bis wann denn bitte? Nein, mir ist das alles nicht geheuer.


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