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Weihnachten: O du Schwierige!

#1 von Cengiz Tuna , 28.12.2013 18:48

Jetzt, wo sich der Trubel um Weihnachten wieder gelegt hat, möchte ich einige Bemerkungen dazu machen.

Weihnachten ist für mich eine sehr widersprüchliche Feier. Es wird ein Weihnachtsbaum geschmückt, obwohl die meisten gar nicht wissen, woher der Brauch stammt. Aber das scheint den meisten auch gar nicht wirklich zu interessieren. Man hat es so gelernt, also feiert es man so. Dabei kann man das Weihnachtsfest gar nicht auf Jesus oder die Bibel zurückführen. Es ist sogar so, dass die Bibel in Jeremia 10:3-4 davor warnt, es den Heiden gleichzutun und Holz aus dem Wald zu schlagen, um es dann mit Gold und Silber zu schmücken. Ob man das jetzt auf den Weihnachtsbaum beziehen kann, ist eine Auslegungssache. Aber etwas Götzenartiges hat es schon, wenn man vor einem solchen Baum kniet und es beschmückt.

Auch der Weihnachtsmann ist vielen ein Rätsel. Wer ist der Weihnachtsmann? Woher kommt der Weihnachtsmann? Warum hat der eine Zipfelmütze auf? Wieso fliegt er mit einem Schlitten durch die Lüfte? War Jesus so bekleidet? Oder die Heiligen drei Könige? Oder gab es christliche Geistliche die sich so anzogen. Obwohl das auch kaum jemand weiß, verkleiden sich trotzdem Tausende Menschen als Weihnachtsmann, um Kinder zu beschenken? Auch hier hinterfragen die meisten nicht, woher der Weihnachtsmann kommt.

Der nächste Widerspruch ist die Zeit. Warum feiert man Weihnachten genau zur Wintersonnenwende? Wie mit den anderen Widersprüchen, kann man das Datum nicht mit der Geburt Jesu in Verbindung bringen.

Was ich ebenso für einen Widerspruch halte, ist die Begründung, gerne ein Fest mit der Familie feiern zu wollen. Ein Fest der Familie sozusagen. Aber ist das ehrlich? Wer interessiert sich denn heute noch für Familie? In Deutschland haben wir nach Japan die niedrigste Geburtenrate in der Welt! Alle wollen sich selbst verwirklichen und kaum jemand will Kinder. Das Problem ist dermaßen groß, dass Ausbildungsbetriebe keinen Nachwuchs mehr finden. In einer egoistischen Welt ist für Kinder und Familie kein Platz mehr.

Deshalb ist es kein Wunder, dass zu Weihnachten Konflikte vorprogrammiert sind. Es ist bewiesen, dass zur Weihnachtszeit Konflikte und Gewalt zunehmen. Es gibt schon Ratgeber, wie man zu Weihnachten Konflikte verhindert. Hier einige Nachrichten der letzten Tage:

Weihnachten 2013: Familientragödien, Mord und Schlägereien

Steigende Bedrohung durch häusliche Gewalt zu Weihnachten

Beziehungskrisen und Streit treten häufiger an Weihnachten auf
(Dort steht sogar, dass jedes fünfte Paar sogar ernsthaft an eine Scheidung denkt.)

Der nächste Widerspruch ist der Konsum. Ich kenne die offiziellen Zahlen zwar noch nicht, aber geschätzte 70 Milliarden € wurden vermutlich wieder alleine (!) in Deutschland für Weihnachten ausgegeben. Als wären wir arm und hätten noch nicht genug. Und was da wieder an Ressourcen verbraucht wurden. An das Humankapital gar nicht zu denken. Dabei rufen die Heiligen aller Religionen zu Verzicht, Askese und Teilung auf.

Es gab damals aber ein Fest das ähnelte dem Weihnachten. Und vermutlich wurden die Bräuche von hier übernommen und ins Christentum integriert. Es war ein Fest zu Ehren des Gottes Saturn. Die Ähnlichkeiten sind schon sehr auffällig. Es wurde damals fast zur gleichen Zeit im Dezember gefeiert. Der Gott Saturn hatte auch einen Schlitten mit dem er durch die Lüfte flog.

Saturn

(Bildquelle H.TH. Wenner Antiquariat)

Ihm zu ehren wurden Kinder geopfert. Da machen die Kinder auf dem Schoß des Weihnachtmanns einen neuen Sinn.

Wer etwas mehr über Weihnachten erfahren möchte:

Hier die wahre Herkunft von Weihnachten


Cengiz Tuna  
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