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Dr. Özoguz am 2. Moharram

#1 von Fatima Özoguz , 07.11.2013 16:16

Auch Christen waren an der Seite von Imam Hussain (a.s.). Einer davon, ein ehemaliger Christ namens John ibn Huwayy war einer von ihnen. Aber zunächst sollten wir darüber nachdenken, wie würden Imam Hussain (a.s.), wie würden Zainab (a.s.) handeln, wenn sie in Deutschland wären. Würden sie alles auf Arabisch machen, oder würden sie möglichst schnell Deutsch lernen, um die Geschichte von Imam Hussain (a.s.) dem Volk zu erzählen? Wir können nicht zu Imam Hussain (a.s.) einladen, wenn wir kein Deutsch können. Wie viele wissen, machen die Christen sich Geschenke zum Geburtstag Jesus (a.s.). Wäre es nicht eine Idee, wenn wir z. B. Rosen verteilen mit einem kleinen Flyer daran, wo kurz die Geschichte Imam Hussains (A.s.) erzählt wird? Deutschland wäre nie christlich geworden, wenn die Christen, die hierhergekommen sind, alle nur Aramüisch gesprochen hätten (die Sürache von Jesus, a.s.). Wir müssen auch die Kultur der deutschen Mehrheitsgesellschaft verstehen. Die Deutschen lesen z.B. viel, sie bilden sich weiter. Im Schnitt lesen die Deutschen 10 Bücher im Jahr, wie viele lesen wir? Zu dieser Veranstaltung kommen 1000 Schiiten, jedenfalls an Aschura, und es ist davon auszugehen, dass es noch mehr gibt. Aber vom wichtigsten Buch nach dem Quran, der Übersetzung von Nahj al Balagha, wurden deutschlandweit keine 1000 verkauft. Wie kann das sein? Aber Nichtmuslime lesen und studieren über uns, über unsere Relgion. Wie Z.b der Staatsgründer der Tschecheslowakei, die es heute nicht mehr gibt, Tomas Masaryk. Er stammte aus Böhmen-Mähren, das damals zu Deutschland gehörte. Juden wurden damals verfolgt, immer wenn irgendwo ein Mädchen tot aufgefunden oder vergewaltigt wurde, beschuldigte man die Juden. Kommt euch das nicht bekannt vor? Masaryk hatte Juden versteckt und verteidigte alle, denen Unrecht geschah, so wurde er vertrieben. 1918 wurde dann die Tschecheslowakei gegründet. Masaryk hatte die Geschichte von Imam Hussain (a.s.) studiert. Nicht dass er zum ISlam konvertiert wäre, aber ihn faszinierte der Gerechtigkeitsgedanke von Aschura. Er sagte zum Beispiel: "Obwohl die Priester immer an die Leidensgeschichte Jesu erinnern, wirkt die Leidensgeschichte Jesu im Vergleich zu der von Imam Hussain wie ein Strohhalm neben einem mächtigen Berg. Wo studieren wir die Geschichte Imam Hussains. Erinnern wir uns an die Rede von Imam Khamenei in Erinnerung an die Besetzung der amerikanischen Botschaft durch iranische Studenten während der Revolution im Iran. Sie besetzten die Botschaft, weil es ein Spionagenest war. Das haben die iranischen Studenten schon gewusst. Heute sagen die Europäer, dass die US-Botschaften Spionagenester sein könnten. Die Iraner waren da den Europäern also um 30 Jahre voraus.
Außerdem müssen wir uns mit all unseren Fähigkeiten konstruktiv in die Gemeinschaft einbringen, in die Moscheegemeinden und anderswo, und auch Tätigkeiten wie Putzen als Gottesdienst betrachten. Leider ist es bei Muslimen oft so, dass sie entweder alle Vorsitzender oder der stellvertretende Vorsitzende sind, aber keiner will dienen.Wenn der Vorsitzende aber einen Fehler macht, wird er schnell fertiggemacht, dabei sollteer unterstützt und auf Fehler freundlich aufmerksam gemacht undihm eine Chance gelassen werden, sich zu korrigieren. Solche Leute, die dienen wollten, hatte aber Imam Hussain (a.s.). Da war der ehemalige Abessinische Sklave John ibn Huwayy. Imam Ali (a.s.) hatte ihn freigekauft und ihm die Freiheit gegeben, aber John wollte bei ihm als Diener bleiben. Imam Aii (A.s.) schickte ihn zu Abu Dharr, dass er ihn ausbilden sollte, als Abu Dharr aber vom amtierenden Kalifen vertrieben wurde,gingJohn zu Imam Ali (a.s.) zurück. Er lernte bei ihm Quran auswendig und Tafsir. John war also das, was man heute einen Ayatollah nennen würde. Nach der Shahada von Imam Ali (a.s.) ging er zu Imam Hassan (a.s.), dann zu Imam Hussain. In der Nacht zu Aschura blieb er die ganze Zeit wach und schärfte sein Schwert. Am nächsten Tag ging er zu Imam Hussain(as), und stand da schweigend. Er redetet nie ohne Aufforderung in Gegenwart Imam Hussains (a.s.). Imam Hussain wusste, dass John um Erlaubnis bat, in die Schlacht ziehen zu dürfen. er erlaubte es ihm und sagte "Der Friede sei mit dir. John lächelte und rief immer wieder ein Gedicht, das er für Imam Hussain (a.s) erdichtet hatte, und das war für die Feinde schlimmer als das Schwert. Es gelang ihm, viele Angriffswellen zurückzuschlagen, bis er schlieißlich Shahid wurde. Die Wahrheit kann man nicht auslöschen. Das, damit wir darüber nachdenken, was unsere Aufgabe ist . John sah seine Aufgabe darin,für den Imam zu sterben.


Fatima Özoguz  
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Dr. Özoguz am 1. Muharram
Ein toter Islam ist Schuld an Aschura – auch heute noch!

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