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Dominanter Rassismus in Israel

#1 von Dr.Josef Haas , 03.11.2022 18:21

Dominanter Rassismus in Israel

Die am 1.November stattgefundene Parlamentswahl hat den in Israel sowieso schon stark vorhandenen Rassismus
noch weiter verstärkt. Das hat nicht nur mit dem Wahlsieg des wegen Korruption angeklagten früheren Regierungs-
chefs Benjamin Netanjahu zu tun. Vor allem ist dieser traurige Zustand dem enormen Mandatszugewinn des
sogenannten Bündnisses "Religiöser Zionismus" zuzuschreiben. Führende Kraft darin ist die Partei Otzma Jehudit
(=Jüdische Stärke) des mehrfach vorbestraften Itamar Ben Gvir. Sie erhöhte ihre Abgeordnetenzahl von bislang sechs
auf vierzehn. Gäbe es so etwas wie sie in Deutschland, bekäme der hiesige "Zentralrat der Juden in Deutschland" einen
permanenten Schreikrampf, sind doch bei ihr alle Voraussetzungen, die man bei uns mit einer offen rechtsextremen und
noch dazu rassistischen Gruppierung verbindet, vollinhaltlich erfüllt.
Da es sich hier aber um eine jüdische Partei handelt, schweigt hierzulande, beginnend mit den Herren Scholz und Steinmeier,
das politische Berlin dazu, das sich doch ansonsten über jeden Rechtsradikalismus ereifert.
Kommt er allerdings aus Israel, ist und bleibt er natürlich eine tolle Sache. Noch dazu, wenn Netanjahu selber dieses Rassisten-
Bündnis "Religiöser Zionismus" (Der Begriff sagt ja allein schon alles!) zusammenzimmerte, um damit die Stimmen der immer
brutaler auftretenden "Siedler", also der die Palästinenser auf brutalste Weise unterdrückenden israelischen Kolonisten, für sich
zu gewinnen.
Deren parlamentarischer Strohmann Ben Gvir hat schon vor dem Zusammentritt der neuen Knesseth vorsorglich angekündigt, dass
der Terror gegen die um ihr Selbstbestimmungsrecht kämpfenden Palästinenser noch erheblich intensiviert werden wird.
Derartiges stellt natürlich gleichsam eine Art Danksagung an das Siedler-Pack dar, welches seine Partei so stark gewählt hat.
Netanjahu wird sich diesem schon jetzt angekündigten Staats-Terrorismus selbstverständlich gerne anschließen- spricht dieser doch
ihm gleichsam aus der Seele.
Israel dürfte also in den kommenden Jahren die wohl schlimmste Unterdrückung Palästinas in seiner Geschichte erleben, was-
selbstredend- die "Westliche Wertegemeinschaft" aber kaum stören dürfte. Die mischt sich dafür- Deutschland vorne weg- lieber im
Iran ein. Das Auswärtige Amt forderte in diesem Zusammenhang beispielsweise alle deutschen Staatsangehörigen zum sofortigen
Verlassen dieses Landes auf. Ein derartiges Verhalten- geprägt von extremster Heuchelei und politischer Einäugigkeit- bleibt natürlich
für die BRD gleichsam typisch, welche sich ja schon immer allein an den Wunschvorstellungen der USA und Israels orientiert (hat).
Ein Protest gegen den üblen Rassismus in Israel hat da selbstverständlich keinen Platz, denn er könnte ja beispielsweise den jüdischen
Zentralrat erschrecken, dessen Mitglied Charlotte Knobloch anlässlich ihres vor kurzem stattgefundenen 90.Geburtstages von Steinmeier
und dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder als "große Deutsche" gewürdigt wurde.
Die genannte Deutsche trägt, daran kann leider nicht der geringste Zweifel bestehen, den Rassismus eines Netanjahu allerdings mit.
Schließlich kam aus ihrem Munde dazu noch nie auch nur das leiseste Wort einer wenn auch milden Kritik.
Daran wird sich künftig eben so wenig etwas ändern wie an der Politik der aktuellen Bundesregierung, die, wie alle ihre Vorgänger, kritiklos
alles gutheißt, was Israel an alltäglichem Rassismus in den von ihm besetzten arabischen Gebieten stattfinden lässt.
Der Ekel über dieses Messen mit zweierlei Maß steigt da förmlich in einem hoch, was aber keine Wirkung haben wird.
Jene kommt nur durch die Verstärkung des palästinensischen Freiheitskampfes zustande. Ihm sollte daher auch- mehr denn jemals zuvor!-
die uneingeschränkte Solidarität eines jeden anständig gebliebenen Menschen dieser Erde zuteil werden. Denn nur er hilft den seit
Jahrzehnten von Israel so grausam unterdrückten Palästinenserinnen und Palästinensern!

Dr.Josef Haas  
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