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Skandal der sogenannten Energiekrise

#1 von Dörte Donker , 28.08.2022 08:17

https://www.kla.tv/#/sendung-verbreiten-23446


Zitat
Die Gasumlage – ein Wirtschaftskrimi?


27.08.2022 | www.kla.tv/23446

Seit Wochen werden die Menschen in Deutschland zum Strom- und Gassparen aufgefordert. Man solle weniger duschen und öfter zum Waschlappen greifen, lauten einige heiße Tipps von der Politbühne. Die Lage sei prekär. Nun wurde in Deutschland eine Sonderabgabe für Gaskunden – die sogenannte Gasumlage beschlossen. Dies bedeutet jährliche Mehrkosten von 500 bis 760 Euro für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt zusätzlich auf die sowieso schon deutlich steigenden Gaspreise.

Die offizielle Begründung für diese Abgabe: Weil Putin weniger Erdgas nach Deutschland liefert, steigen die Kosten für die Beschaffung. Bezahlten die Kunden die Gasumlage nicht, würden einige Gaslieferanten recht schnell pleitegehen.

Die Folge: Millionen Haushalte in Deutschland könnten im Herbst und Winter nicht mehr heizen, Fabriken damit nichts mehr herstellen. Die Menschen müssten frieren und die Industrie ihre Produktion stoppen.

Für den Bürger mag das erschreckend und einleuchtend zugleich klingen.
Doch ist dem WIRKLICH so?

1. Erstaunliche Gasexporte Deutschlands
Obwohl Deutschland deutlich weniger Gas von Russland bezieht, läuft die Stromproduktion aus Erdgas seit Monaten auf Hochtouren. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, bestätigte, dass im April und Mai so viel Gas zu Strom gemacht wurde wie noch nie.
Ein Grund dafür sind die maroden Atomkraftwerke in Frankreich. Deutsche Kraftwerke füllen die Lücken, offensichtlich jedoch nicht nur für Frankreich selbst, sondern auch für dessen Stromkunden. So kamen zu den üblichen Stromexporten in die Benelux-Staaten und nach Tschechien weitere nach Österreich und in die Schweiz hinzu. Wobei davon ein großer Teil weiter nach Italien floss, das normalerweise auch französischen Atomstrom kauft.
So liefen deutsche Gaskraftwerke eben auch, um den Ausfall maroder französischer Reaktoren auszugleichen. Auch dieser Umstand ließ die Strompreise in Deutschland steigen.
Eine weitere Überraschung ist die Lieferung von Gas nach Marokko. So titelte die spanische Online-Zeitung Diario 16:
"Deutschland liefert Gas nach Marokko, während in Europa Einschnitte drohen".

2. Profiteure der Gasumlage

Nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen soll die neue Gasumlage die Energieversorger vor dem Zusammenbruch bewahren.
Von den insgesamt zwölf Unternehmen, die nach ersten Schätzungen mit 34 Milliarden Euro unterstützt werden sollen, sind nach Handelsblatt-Recherchen aber die wenigsten auf staatliche Hilfe angewiesen.
Hier einige Beispiele:

• OMV: ist ein österreichischer Konzern, der seinen Gewinn im 1. Halbjahr 2022 auf knapp 3,4 Milliarden Euro verdoppelt hat.
• AXPO: ist nach eigenen Angaben der größte Schweizer Produzent von Strom aus erneuerbaren Energien. Nach firmeneigenen Angaben erzielte Axpo "trotz Verwerfungen an den Energiemärkten ein gutes Halbjahresergebnis" und einen Gewinn von 513 Millionen CHF.
• VNG: ist eine Konzerntochter der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Der Pressemeldung der EnBW ist zu entnehmen, dass diese im ersten Halbjahr ein "stabiles Ergebnis" erwirtschaftet hat. Konkret: Der Konzerngewinn betrug im ersten Halbjahr knapp 564 Millionen Euro. Der Konzern erwartet für 2022 einen Gewinn von ca. 3,1 Milliarden Euro.


3. Verkauft die Politik die Bürger für dumm?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimawandel unter Minister Robert Habeck schreibt auf seiner Internetseite: Die Bundesregierung wolle damit den Zusammenbruch der Gasversorgung verhindern. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, stellte kürzlich Journalist Tilo Jung per Twitter klar. Das Wirtschaftsministerium von Robert Habeck habe ihm bei der Bundespressekonferenz bestätigt, dass „eine drohende Insolvenz“ kein Kriterium für Unternehmen sei, die sich für die Umlage registrieren. „Konzerne, die immer noch fette Profite machen, können mitmachen und ihre Gewinne auf Kosten der Bürger absichern“,
schreibt Jung.


Zwischenfazit:

1. Skandal: Es ist eine offensichtliche Lüge, dass die Gasumlage der Rettung von Energieversorgern dient.
2. Skandal: Bei den begünstigten Firmen handelt es sich zum Teil um ausländische Konzerne, welche russisches Gas an Deutschland weiterverkaufen. Diese Firmen haben aufgrund der aktuellen Krise zusätzlich Milliarden Gewinne eingeheimst.
3. Skandal: Die deutschen Bürger springen finanziell für Ersatzlieferungen in Nachbarländer wie Frankreich ein, aufgrund dessen maroder Infrastruktur. Aus „Solidarität“ – versteht sich.
4. Skandal: Eine Rückzahlung der „Rettungsgelder“ in besseren Zeiten ist offensichtlich nicht vorgesehen.

Jetzt wird es noch interessanter. Am Beispiel Uniper werden brisante Verflechtungen aus Politik und Konzernen bis hin zum WEF sichtbar.

4. Verflechtungen von Politik und Konzernen

Am meisten wird in der öffentlichen Diskussion über die nötige Rettung von Uniper gesprochen. Unerwähnt bleibt jedoch, dass Uniper schon 2021 – also vor der Krise – rote Zahlen geschrieben hat. Aus Liquiditätsgründen nahm der Konzern bereits einen 2 Milliarden Kredit in Anspruch. Nun hat die Bundesregierung ein Rettungspaket in Höhe von 15 Milliarden Euro geschnürt, um das Unternehmen vor der Pleite zu bewahren.
Die Uniper gehört allerdingsseit März 2020 mehrheitlich dem finnischen Energiekonzern Fortum. Fortum wiederum gehört zur Hälfte dem finnischen Staat. Der deutsche Verbraucher soll jetzt also an Stelle der Fortum-Aktionäre und des finnischen Staates für deren Verluste aufkommen!
Besonders pikant bei der Uniper-Rettung ist:
Im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns Fortum sitzt ein alter Bekannter von Christian Lindner, der als Finanzminister für die Gasumlage verantwortlich ist. Es handelt sich um Philipp Rösler, den ehemaligen Gesundheits- und Wirtschaftsminister. Rösler war von 2013 – 2017 auch Vorstand des World Economic Forum (WEF) und rechte Hand von WEF-Gründer Klaus Schwab. Das WEF finanziert sich hauptsächlich durch seine 1.000 Mitgliedsunternehmen. Dies sind globale Firmen mit einem Umsatz von mehr als fünf Milliarden US-Dollar. In der Praxis vertritt es die Interessen der ganz großen Konzerne. Finanzminister Lindner und WEF-Mann Rösler sind also „ziemlich beste Freunde“. Sie haben bereits 2009 gemeinsam das Buch „Freiheit: gefühlt – gedacht – gelebt“ geschrieben.

5. Fazit
Krisen kosten auf der einen Seite Geld – auf der anderen Seite wird fürstlich daran verdient. Warum muss in der aktuellen Energiekrise der deutsche Verbraucher für beide Seiten bluten?
Zumal außer Deutschland weltweit kein Land eine Gasumlage benötigt.

Eine deutlich sinnvollere und sozial gerechtere Lösung als die Gasumlage wäre eine Übergewinnsteuer. Diese schöpft von Unternehmen diejenigen Gewinne ab, die ZUSÄTZLICH durch eine globale Krisensituation gemacht worden sind. Bei der aktuellen Energiekrise sind das ca. 100 Milliarden Euro, womit die exorbitant gestiegenen Energiekosten für finanziell schwache Menschen abgefedert werden könnten.
Eine solche Übergewinnsteuer für Krisenverdiener ist politisch jedoch nicht gewollt. Diese lehnen Bundeskanzler Scholz und Finanzminister Lindner ab. Stattdessen wurde binnen kürzester Zeit die Gasumlage für Verbraucher eingeführt. Damit werden der Bevölkerung weitere 34 Mrd. Euro an Belastungen aufgebürdet und einem Teil der von der Übergewinnsteuer verschonten Konzerne in die Kassen gespült. Wie so oft werden wieder Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert.
Ein weiterer Grund, dass es endlich ein globales Krisenprofitverbot geben muss. Das wäre der erste Schritt, um ein solches Treiben von Politik und Konzernen zu verhindern.

6. Einfluss nehmen

Wirtschaftsminister Habeck hat sich jetzt doch bereit erklärt, den Empfängerkreis der Gasumlage zu überprüfen. Es ist jedoch ein Skandal, dass die Regierung so wenig eigenes Gespür für die Nöte der Bevölkerung hat und sich nur auf öffentlichen Druck bewegt. Zitat von Habeck:
„Das hat mir die letzten 48 Stunden den Tag ganz schön versauert.“

Werte Zuschauer, bitte informieren Sie ihre Freunde und Bekannte über diese unsäglichen Zusammenhänge und konfrontieren Sie ihre Politiker und Energieversorger damit.
Denn nur wenn sehr viele engagierte Bürger weiterhin intervenieren, haben wir eine Chance, dieser unsäglichen Umverteilung von unten nach oben Einhalt zu gebieten.


von str./ag.
Quellen/Links:
Begründung für Gasumlage
https://www.ruhr24.de/service/gasumlage-...d-91729458.html


Warum viel Gas für Strom verbraucht wird
Tagesschau 20.7.22; https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unt...orgung-101.html

https://diario16.com/alemania-suministra...es-para-europa/

https://www.merkur.de/politik/markuslanz...r-91730093.html


Grund für Lieferungen nach Marokko
https://www.heise.de/tp/features/Deutsch...en-7205996.html


Profiteure der Gasumlage
https://www.handelsblatt.com/unternehmen.../28606180.html?

https://www.spiegel.de/wirtschaft/untern...79-4f7b3bd8af6d


Liste der begünstigten Unternehmen https://www.tradinghub.eu/Portals/0/Bund...plusFNFgg%3d%3d

https://www.businessinsider.de/politik/d...der-gas-umlage/


OMV
https://neuezeit.at/omv-gewinn/


AXPO
https://de.wikipedia.org/wiki/Axpo_Holdi...note-ueberuns-2

https://www.axpo.com/de/de/ueber-uns/med...esergebnis.html

https://insideparadeplatz.ch/2022/08/20/...weizer-siegern/


VNG und ENBW
https://www.enbw.com/unternehmen/investo...bw-q2-2022.html

https://www.finanznachrichten.de/nachric...esunken-016.htm

https://www.enbw.com/unternehmen/investo...ionaersstruktur


UNIPER
https://www.ariva.de/uniper-aktie/bilanz-guv

https://www.finance-magazin.de/finanzier...gsnoete-106284/

https://de.wikipedia.org/wiki/Uniper

https://de.wikipedia.org/wiki/Fortum

https://www.fortum.de/media/2022/01/fort...atilen-maerkten

https://www.onvista.de/aktien/unternehme...ie-FI0009007132


Philipp Rösler
https://www.fortum.com/about-us/investor...board-directors

https://www.zeit.de/politik/ausland/2016...forum-interview

https://politikinfo.de/produkt/freiheit-...hilipp-roesler/


Habeck
https://www.fr.de/politik/energiekrise-g...r-91740093.html

https://www.tagesschau.de/inland/gasumlage-127.html

https://www.focus.de/finanzen/news/auf-v..._137212855.html


Übergewinnsteuer
https://www.nordbayern.de/wirtschaft/ube...lich-1.12437624


WEF
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftsforum



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RE: Skandal der sogenannten Energiekrise

#2 von Dörte Donker , 29.08.2022 13:36

Hebt die Sanktionen auf! Warum der Gaskrieg Deutschland ruiniert

https://www.youtube.com/watch?v=dodIQkDgtDA

von Sarah Wagenknecht


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RE: Skandal der sogenannten Energiekrise

#3 von Werner Arndt , 30.08.2022 19:34

Zitat
30. August 2022

Uniper und die Gasumlage: Klimaminister Habeck ist blamiert

...

Der angeschlagene Gasversorger Uniper gestand gestern ein, dass das Unternehmen die gesamte Kreditfazilität der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von neun Milliarden Euro „vollständig ausgeschöpft“ habe und kurzfristig vier Milliarden Euro benötige, um liquid zu bleiben. Und bei den vier Milliarden wird es nicht bleiben.

Dass sich Robert Habeck mit seiner Gasumlage von Uniper über den Tisch ziehen ließ zum Nachteil der deutschen Bürger, ist schon mehr als ein offenes Geheimnis. ...

Immer deutlicher wird, dass die Habeck-Umlage nur ein Ablenkungsmanöver darstellt – und ein ziemlich dreistes obendrein. Man hatte sich schon gewundert, weshalb nur die Gaskunden belastet werden sollten, und man die anscheinend erforderlichen Mittel nicht aus dem Steueraufkommen entrichtete. Die Wahrheit lautet jedoch, dass Letzteres bereits indirekt geschehen ist über die staatliche KfW. Die Gasumlage kommt jetzt noch obendrauf in dieses Fass ohne Boden.

Um das ganze Ausmaß des Desasters zu verstehen, ist es notwendig, einen kurzen Blick auf den Regierungspfusch aus Gründen des Ideologierausches zu werfen. Die Grünen und die ihnen dienenden Medien befürworten einen Wirtschaftskrieg gegen Russland. ...

Um aus der selbstverschuldeten Not zu kommen, will Habeck die Kosten für seine illusionäre Politik auf die deutschen Familien abwälzen, die deutschen Bürger ausplündern, während die deutsche Regierung 10 Milliarden Euro nach Indien verschenkt.

...

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/...sumlage-habeck/



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RE: Skandal der sogenannten Energiekrise

#4 von Dörte Donker , 31.08.2022 11:57

Zitat
....Nicht Putin hat uns den Krieg erklärt – sondern „unsere“ Regierung!



Dieser Wirtschaftskrieg gegen Russland ist zu einem Finanzkrieg geworden, der Deutschland in eine finanzielle und wirtschaftliche Krise ungeahnten Ausmaßes führen kann. Erste Anzeichen sind schon sichtbar. Sinkende Börsen, Firmenpleiten, Entlassungen, Mangel, Tafel-Engpässe, Schließung von Schwimmbädern, Verbote und Regierungsvorgaben á la Waschlappen statt Duschen und niedrige Wohnungstemperaturen zum „Frieren für die Ukraine“ und durch die Decke steigende Energiepreise, die auch durch grüne Versprechungen und Zukunftsaussichten den Himmel immer mehr eintrüben lassen. Dazu kommt noch die rasant ansteigende Inflation, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Was sich diese Ampel an politischen Konstruktionsfehlern leistet, ist ein weiterer Beweis dafür, wie schlecht es um die deutsche Politik und ihr hochbezahltes Personal bestellt ist.

Es ist doch ein Hohn, dass Deutschland mit seiner transatlantischen Vasallentreue und seiner schädlichen Sanktionspolitik allen Ernstes einerseits das Gas über Nordstream 1 einfordert (bekanntlich hat Russland seine Verträge immer eingehalten), und andererseits die mit viel Geld fertiggestellte Nordstream 2 auf Befehl des „großen Bruders“ (und den besonders devot dienenden olivGrünen) geschlossen hält.


Nicht Putin hat uns den Krieg erklärt! Und wir brauchen keine Regierung, die UNS den Krieg erklärt und uns verarmt! Deshalb unsere – logischen – Forderungen, die sofort umsetzbar sind: Nordstream 2 sofort öffnen, die Sanktionen sofort beenden, die unseligen Waffenlieferungen sofort stoppen und sofort Verhandlungen mit Russland aufnehmen!



„Putins Angriff auf Deutschland“? Von Evelyn Hecht-Galinski

http://sicht-vom-hochblauen.de/putins-an...hecht-galinski/


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RE: Skandal der sogenannten Energiekrise

#5 von Dörte Donker , 02.09.2022 13:01

Zitat

SANKTIONSFOLGEN
Gazprom zahlt Rekorddividende – vor allem in den russischen Staatshaushalt
Von: Mathias Brüggmann
Russland kratzt seine Reserven zusammen: Im Juni wurden Ausschüttungen von Gazprom plötzlich noch gestoppt. Jetzt soll ein Milliardenregen kommen.

Umgerechnet 20 Milliarden Euro und damit die Hälfte seines auf einen Rekordwert angeschwollenen Nettogewinns soll der weltgrößte Gasförderer nun in Form von Dividenden auszahlen. Noch nie hat Gazprom Zwischendividenden ausgeschüttet. Der Gewinn war wegen des auf bisher ungeahnte Höhen gestiegenen Gaspreises nach oben geschnellt....

Unter dem Strich stand im ersten Halbjahr ein Ergebnis von 2,5 Billionen Rubel (umgerechnet 41,6 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Gesamtjahr 2021 erzielte Gazprom einen Gewinn von 2,1 Billionen Rubel (rund 27,5 Milliarden Euro).........


https://app.handelsblatt.com/politik/int...gesch%C3%BCttet.


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zuletzt bearbeitet 02.09.2022 | Top

RE: Skandal der sogenannten Energiekrise

#6 von Werner Arndt , 08.09.2022 19:12

Zitat
06.09.2022

Die planlose Energiepolitik der Regierung

Schon wieder wird mit Geld auf die Probleme geworfen: Die Bundesregierung hat ein neues Entlastungspaket beschlossen. Allerdings liegen die Gründe für die Preissteigerungen bei der Energie viel tiefer. Und die Nutznießer sitzen unter anderem in den USA. Eine kommentierende Analyse.


...

Die wahnwitzigen energiepolitischen Manöver dieser Bundesregierung sind, wenn überhaupt, eine katastrophal falsche Reaktion auf diesen Krieg, welche die vorherigen Tendenzen noch verschärft. Die Verantwortung bleibt bei den hiesigen Politikern, auch wenn es ihnen hilfreich erscheinen mag, jetzt auf einen gewissen Herrn im Kreml zu zeigen.

Gazprom reduziert die Liefermenge durch Nord Stream nennenswert erst seit dem 13. Juni. [4] Bis dahin hatte die Bundesregierung bereits Nord Stream 2 suspendiert, Gazprom-Eigentum in Deutschland beschlagnahmt, auf EU-Ebene ein Sanktionspaket nach dem anderen auf den Weg gebracht und sich gleichzeitig drei Monate lang lauthals über einen angeblichen Wirtschaftskrieg Russlands geklagt, der für den Anstieg der Gaspreise verantwortlich sei.

Da sieht es natürlich sehr schlecht aus, dass die Gaspreise in Europa bereits seit Januar 2021 steigen, [5] die Bundesregierung treibt sie mit ihrer Politik, insbesondere mit der aggressiven Einkaufspolitik der schon vor dem Krieg gegründeten Trading Hub Europe (THE) nur weiter steil in die Höhe.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Erdgasimport nach Deutschland fast verdoppelt, [6] während der Verbrauch einigermaßen stabil geblieben ist. Die großen Importeure haben die zusätzlichen Mengen an günstigem russischen Gas in den europäischen Gasmarkt exportiert und damit Milliarden an Euro verdient. [7]

Im Dezember 2021 erreichten die Gasexporte aus Deutschland mit 62 Millionen Kubikmetern im Monat einen Spitzenwert. Weil den Gasunternehmen an den neu geschaffenen Gasbörsen nun ihr Geschäftsmodell wegzubrechen droht, erheben Scholz, Habeck und Lindner von den Privatkunden eine Zwangsabgabe für darbende Gaskonzerne.

Was da auf dem kurzen Dienstweg verhandelt wurde, etwa die plötzliche staatliche Übernahme von Uniper, gehört eigentlich vor einen Untersuchungsausschuss des Bundestages.

...

https://www.hintergrund.de/wirtschaft/di...-der-regierung/

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RE: Skandal der sogenannten Energiekrise

#7 von Werner Arndt , 20.09.2022 19:27

Zitat
19.09.2022

Deutschlands Industrie ächzt unter der Energiekrise: Einige Firmen haben ihre Produktion bereits gedrosselt oder sogar ganz eingestellt. Auch Hamburgs Kupfer- und Metallkonzern „Aurubis“ könnte von den explodierenden Preisen in Zukunft härter getroffen werden – das befürchtet jedenfalls dessen Geschäftsführer Roland Harings. Jetzt rechnet er mit Deutschlands aktueller Energiepolitik ab und fordert Lösungen für die heimischen Unternehmen.

...

„In Frankreich und den USA kostet eine Kilowattstunde Strom für die Industrie um die vier Cent. Das ist auch in Deutschland ohne Subventionen möglich“, sagt er. „Wenn der Staat auf überbordende Abgaben verzichten würde, ließe sich hierzulande Strom zum Weltmarktpreis von vier bis fünf Cent produzieren.“

...

https://www.mopo.de/hamburg/wahnsinn-irr...tomausstieg-ab/

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