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Lasst uns unsere Schuhe ausziehen, um den Corona-Hass zu überwinden!

#1 von Yavuz Özoguz , 31.12.2021 11:24

Lasst uns unsere Schuhe ausziehen, um den Corona-Hass zu überwinden!

Ein altes indisches Sprichwort besagt, dass man sein Gegenüber erst dann besser verstehen kann, wenn man eine Weile in seinen Sandalen gelaufen ist. In unterschiedlichen Variationen gibt es jenes Sprichwort in fast allen Kulturen und ist inhaltlich Bestandteil moderner Konfliktpräventionsstrategien. Nur, was nützt alle Theorie, wenn wir nicht bereit sind – zumindest für eine Weile – die Schuhe des vermeintlichen Feindes anzuziehen, um ihn besser zu verstehen?



Wuhan, Alpha, Beta, Delta, Omikron, Inzidenz, R-Wert, Warnstufe, FFP2, 2G+, mRNA, Vektorimpfstoffe, Boostern und morgen irgendein anderer Begriff mit großer Symbolkraft in der Corona-Welt sind hier jedem „Geimpften“ bekannt. Aber weiß er auch, dass sein Gegenüber, der „Ungeimpfte“ auch Menschenleben schützen möchte und zudem weitere Begriffe kennt wie Myokarditis, Guillain-Barré-Syndrom, Kapillarlecksyndrom, Perikarditis, Anaphylaxie und viele andere mehr. Wahrscheinlich hat er einige der Begriffe noch nie gehört.

Der Träger von Schuhen der „Geimpften“ macht die „Ungeimpften“ für die Einschränkungen in “seiner“ Welt verantwortlich. Die Diplomatischen unter ihnen differenzieren zwar noch manchmal zwischen einem freiwillig Ungeimpften und einem Impfunfähigen, dessen Definition niemand so genau kennt, aber eigentlich meinen sie doch jeden halbwegs sich der Impfung Verweigernden. Ist nicht der „Ungeimpfte“ schuld an der Maskenpflicht, an der Kontaktbeschränkung, an den Reisequarantänen? Ist nicht der „Ungeimpfte“ und derjenigen, der seine Kinder nicht impfen lässt, Inbegriff von verirrten Verschwörungstheorien, die allesamt an den Irrsinn von Chips glauben, die angeblich verimpft werden sollen um die Menschheit zu kontrollieren, und Bill Gates, der die Menschheit ausrotten will. Sind jene Impfgegner nicht die sozial rückschrittlichsten Menschen des Landes, die fast alle Nazis sind oder zumindest AFD-Wähler? Die Liste der Vorwürfe ließe sich wohl unbegrenzt fortsetzen, und am Ende landet man dann im Krankenhaus eines Impfpapstes oder dem Impf-Ministerium, die uns erklären, dass nur noch mehr Impfungen, ja ein dauerhaftes Impfabonnement der einzige Schutz für die Menschheit ist und die Impfgegner notfalls gezwungen werden müssen, sich impfen zu lassen, um die „Pandemie der Ungeimpften“ zu verhindern.

Aber solch ein Krankenhaus birgt für den Träger von Geimpften-Schuhen auch eine große Chance. An kaum einem anderen Ort gibt es so viele Geimpfte und Ungeimpfte gleichermaßen mit vielen, vielen Krankheiten, die gar nichts mit Corona zu tun haben. Menschen aller Altersklassen und sozialen Schichten werden krank. An kaum einem anderen Ort hat der Träger von Geimpften-Schuhen eher die Gelegenheit, einmal in die Schuhe seines ungeimpften Gegenübers zu schlüpfen! Und plötzlich sieht die Welt als „Ungeimpfter“ ganz anders aus, aber immer noch so erschreckend wie vorher, nur mit anderen Vorzeichen.

Der Träger von Ungeimpften-Schuhen macht die Pharmalobby und damit den Kapitalismus als Ganzes für die Impfungen und damit einhergehenden Einschränkungen in “seiner“ Welt verantwortlich. Jene Eliten wollen ihm seine Freiheit und seine Demokratie rauben und durch einen neuen Faschismus ersetzen. Die Diplomatischen unter ihnen differenzieren zwar noch zwischen “Ängstlichen Impfbefürworter“ und “dem Kapitalismus mit ihrer Pharmalobby“, aber eigentlich meinen sie doch jeden sich halbwegs zur Impfung bekennenden Pharmagläubigen. Ist nicht die Pharmalobby erwiesenermaßen eine mörderische Wirtschaft, die schon tausende und abertausende Menschen ihrem Profit geopfert hat? Werden im Pharma-Kapitalismus nicht inmitten der schlimmsten Pandemie Intensivbetten abgebaut, Krankenhäuser stillgelegt und Pflegekräfte ausgebeutet? Ist die Pharmalobby nicht der Inbegriff für Bestechung, Experimenten am Menschen, Morallosigkeit und massiven Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte? Sind nicht die Geimpften die familiär rückschrittlichsten Menschen dieser Welt, die sogar ihre Kinder auf dem Altar des goldenen Impfkalbes opfern?

Die Liste der Vorwürfe ließe sich wohl unbegrenzt fortsetzen, und am Ende landet man dann in den Notfallambulanzen, die gerade einen Infarkt eines Spitzensportlers behandeln müssen, die zurzeit viel zu oft umkippen. Ist die aus Sicht des Ungeimpften nur mit der Impfung zu erklärende Übersterblichkeit nicht unausweichliche Folge einer derart abartigen und unmenschlichen Pharmahörigkeit?

Auch in diesen Schuhen steuert alles auf eine Konfrontation zu. Doch wenn man diese Schuhe schon einmal anhat, kann man ja einmal tiefer nachfragen, wie es mit den Geimpften ist. Wissen sie wirklich nicht, welch gravierende Nebenwirkungen die Impfungen haben können? Wissen sie nicht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kind sterben könnte, im Einzelfall bei der erzwungenen Impfung größer ist als bei einer nur potenziellen Infektion? Wissen sie nicht, dass bei keinem Geimpften vor der Impfung geprüft wird, ob es Allergien gegen die unzähligen Impfzutaten geben könnte?

Klar, inzwischen gibt es nicht einen halbwegs bekannten Impfbefürworter, der die möglichen Impfnebenwirkungen leugnen würde, aber er schätzt sie als geringer ein als die Schäden, die durch Corona entstehen können. Er kann nicht an den einzelnen Betroffenen denken, sondern hat das Gesamtbild vor Augen, das unter Umständen auch einige wenige Opfer durch Impfung hinnehmen muss. Aber gibt das wirklich die Gemütslage wieder, welche die einfachen Träger dieser Schuhe hat? Sind nicht einige Füße darunter, die sich insgeheim teilweise auch gefreut haben, das Ungeimpfte auf den Intensivstationen gelandet sind? Und sollte man die Ungeimpften nicht selbst ihre Kosten tragen lassen, die sie durch ihre Impfverweigerung der Allgemeinheit der Krankenversicherten aufbürden? Ist es da nicht nur rechtens, wenn auch einige ungeimpfte Familien leiden, wenn doch so viele Geimpfte wegen ihnen so drastisch eingeschränkt werden?

Klar, er wird das jetzt nicht sagen, weder unter den Geimpften, wo man sich von ihm distanzieren würde, noch unter den Ungeimpften, wo man ihn verbal dafür verprügeln würde, aber sein Hass sitzt so tief, dass er eine gewisse Schadenfreude zumindest sich selbst gegenüber nicht verhehlen kann. Sollen doch die Leute denken, was sie wollen; Hass kennt keine Vernunft und folgt nicht der Wahrheit. Hass verdunkelt vor allem zuerst das eigene Herz.

Diese Schuhe sind nicht zu ertragen, ziehen wir sie schnell aus und schlüpfen wieder in die Schuhe der Ungeimpften. Puh, jetzt sind wir wieder frei! Diese hasserfüllten Leute haben es nicht besser verdient. Klar ist es nicht gut, dass jetzt einige von ihnen – besonders die Schwachen – trotz ihrer vierten Impfung auf der Intensivstation landen, aber ein wenig Angst täte denen doch ganz gut. Und sicher sind wir nicht dafür, dass Menschen auf Intensivstationen sterben, aber haben die nicht irgendwie Mitschuld an allen Maßnahmen? Und sind nicht schließlich wir die Guten und sie die Bösen? Muss man nicht unterscheiden zwischen den die Freiheit liebenden Ungeimpften und den versklavten Geimpften?

Und der Träger jener Schuhe, ob der einen oder der anderen Sorte, merkt nicht, dass er nur ein kleiner unbedeutender Statist ist, der seine Rolle allerdings meisterhaft spielt; ein Statist der großen Inszenierung namens „Great Reset“. Der Name ist neu, aber das Ereignis nicht. Früher hieß es “Clash of Cultures“ und immer ging es nur um das Gleiche, die Schere zwischen über 99% der Bevölkerung und einer Handvoll Superreicher. Millionen von Statisten spielen das Spiel mit, und es ist wie im richtigen Theater, der Statist bekommt einen Hungerlohn, und der Regisseur und der Drehbuchautor kassieren das große Geld. Weder die geimpften Schuhträger noch die ungeimpften haben etwas anderes bekommen als den Hungerlohn der Angst. Und den tragen sie mit sich, teilweise ein Leben lang. Er beherrscht ihr Denken und Handeln und nährt den Hass in ihren Herzen gegen diejenigen, die in ihren Augen die Ursache für ihre Angst sind. Und die Angst versperrt den Blick auf die eigentliche Inszenierung. Man kennt weder den Regisseur noch den Drehbuchautor. Jeder Einzelne weiß nicht, wer davon profitiert, dass er Angst hat und hasst, und er merkt auch nicht, dass sein Gegenüber in der gleichen Lage ist, und es interessiert ihn auch nicht!

Als der große Prophet Moses nach langer Suche und einem mühsamen und sehr beschwerlichen Aufstieg auf einen Berg, angezogen von der Fackel Gottes, zum brennenden und dennoch nicht verbrennenden Dornenbusch gelangte, bekam er den Befehl seine Schuhe auszuziehen, denn er betrat heilige Erde. Er betrat den Boden der wahren Freiheit und der Verkündigung von Freiheit, erleuchtet von der Glut der wunderbarsten Sehnsüchte. Er betrat den Boden, in dem die Niederwerfung vor dem einzigen Schöpfer die Faszination und Liebe zu Ihm und seine Schöpfung aufleben ließ! Aber um diese Liebe deutlich spüren zu können, musste er seine Schuhe ausziehen! Nicht das, was die Schuhe gesehen hatten, nicht die Orte, an die jene Schuhe uns schon getragen hatten, waren der Maßstab, sondern die Ehrfurcht und Liebe zu Gott und Seiner Schöpfung! Nur wer die belastenden Schuhe der Vergangenheit abstreift, kann reinen Herzens in die Zukunft sehen und Liebe empfangen und weitergeben!

Wir müssen die Schuhe, die uns zu Sklaven einer uns aufgezwungen Rolle machen wollen, abstreifen! Wir müssen ausbrechen aus dem Teufelskreis der von Verbrechern detailliert durchdachten Inszenierung, denn das Drehbuch hat kein gutes Ende, für keinen von uns! Wir müssen den uns vom Schöpfer für eine Zeit anvertrauten Geist befragen, unseren Verstand mehr als je zuvor anstrengen und die Fantasie bemühen, um Wege aus der Sackgasse zu finden!

Gegenseitiger Respekt und Besuche von Geimpften und Ungeimpften sind Symbole mit großem Wert. Distanzierungen von Hass, Verurteilungen von Gewalt, friedliche und gewaltfreie Demonstrationen unterschiedlichster Art für Frieden und gegen Gängelung von allen Seiten sind hilfreich. Aber all das ist – wie wir inzwischen sehen – nicht genug! Es hat unter Ungeimpften sehr häufig Demonstrationen gegen die Maßnahmen gegeben, wie es auch unter Geimpften Gegenkundgebungen gab, auch wenn von beiden Ereignissen vergleichsweise wenig berichtet wurde und beide Seiten einander wenig wahrnahmen.

Um den unaufhaltsam erscheinenden Fahrplan des “Great Reset“ zu durchbrechen, bedarf es einer inneren Revolution! Es bedarf einer Revolution der bestehenden Kultur auf allen Seiten, aber vor allem in unseren Herzen. Wir müssen unsere Herzen befreien von dem automatischen Hass, zu dem wir getrieben werden sollen. Wir müssen unsere Herzen davor befreien, Hass gegen jene zu spüren, gegen die man uns aufhetzen will, hüben wie drüben! Gehen wir aufeinander zu und reden wir miteinander, mehr noch als zuvor! Und wenn die Geimpften Angst haben vor den Viren der Ungeimpften, so lasst uns doch zumindest auf elektronischem Weg miteinander reden; mit Vernunft und Nächstenliebe.

Ziehen wir also unsere so belastenden Schuhe aus und schreiten Hand in Hand als Barfüßige. Jesus lehrt auch die andere Wange hinzuhalten. Das bedarf enormer Anstrengungen im Herzen! Mohammed lehrt, sich nicht durch die eigene widerspenstige Seele unterdrücken zu lassen. Das bedarf enormer Anstrengungen im Herzen. Halten wir also die andere Wange hin und entwaffnen wir dadurch diejenigen, die uns aufeinander jagen wollen! Bekämpfen wir Hand in Hand diejenigen, die die Schwächen unserer Seele ausbeuten wollen, um den Geist Gottes nicht in uns wirken zu lassen.

Wehrhaftigkeit spiegelt sich darin wider, dass wir ertragen können, aufrichtig, standhaft, aber ohne Hass, ohne Feindschaft, durchdrungen von der Liebe zur Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Das ist wahrer Widerstand gegen Unterdrückung. Die Hassprediger der Ungeimpften wie der Geimpften wollen uns gegeneinander jagen mit den Stiefeln des Hasses. Sie wollen nur Hass verbreiten!

Aber Liebe ist stärker als Hass, und wenn es dem Einzelnen von uns gelingt, diese Liebe im eigenen Herzen wachsen zu lassen, können diese Einzelnen ganze Armeen von Hasspredigern und ganze weltweit agierende Organisationen überwinden und sogar besiegen. Die Handvoll Superreichen sind hilflos, wenn wir unseren Hass überwinden und unsere Abneigung gegen Unmenschlichkeit gegen die Wenigen kanalisieren, die die Hauptverantwortlichen sind für 30.000 Hungertote an jedem Tag des Herrn! Das Ziel des “Great Reset“ ist, dass die Ungeimpften ihre wahrhaftige Menschlichkeit genauso verlieren, wie die Geimpften und alle zusammen ihre ihnen angeborene menschliche Natur und damit Nächstenliebe. Lassen wir nicht zu, dass wir aufeinander gejagt werden, und stellen wir uns dem entgegen, barfuß, aber mit Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und einer unerschütterlichen Liebe!

In diesem Sinn wünsche ich uns allen ein gesegnetes Jahr 2022.

Nachsatz: Es ist nunmehr 17 Jahre her, dass ich damals in einem ganz anderen Kontext den Text „Lasst uns unsere Schuhe ausziehen – um den Hass zu überwinden“ verfasst habe. Die Theaterbühne hat sich geändert, aber die Regisseure und Statisten sind immer noch die Gleichen geblieben.


Yavuz Özoguz  
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zuletzt bearbeitet 31.12.2021 | Top

RE: Lasst uns unsere Schuhe ausziehen, um den Corona-Hass zu überwinden!

#2 von Dr.Josef Haas , 03.01.2022 09:26

Da mir die wissenschaftliche Fachkenntnis, welche etwa Frau Donker besitzt, fehlt, äußere ich mich im allgemeinen nicht zur Corona-Problematik.
Die Ausnahme von dieser Regel bringt jetzt allerdings ein Beitrag des Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, in
der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zustande. Der Genannte wörtlich: "Impfen rettet Leben, Impfen bedeutet Solidarität. Dies gilt nach den Maßstäben
des vernünftigen Bürgers und der Ethik des Islam. Viele Moscheen richten seit einem halben Jahr regelmäßige wöchentliche Impftage ein, meist den
ganzen Tag, welche nicht nur von Gläubigen der Moschee ausgiebig genutzt werden."
Einen deutlicheren Kontrast zu den im "Muslim-Markt-Forum" getroffenen Feststellungen zur Corona-Thematik kann man sich kaum vorstellen.
Ich habe ja schon gelegentlich im Zusammenhang "Palästina" auf die erschütternde Tatsache hinweisen müssen, dass auch die meisten hierzulande
lebenden Muslime, aus welchen Gründen auch immer, die Politik der deutschen Anbiederung an Israel unterstützen.
In Sachen Covid-19 wird diese devote Einstellung aber noch viel deutlicher- der zitierte Herr Mazyek ist ein gutes Beispiel dafür.
Für mich jedenfalls bestätigt er meine Lebenserfahrung: "Es gibt nichts, was es nicht gibt!"
Oder anders formuliert: Neben den beiden großen christlichen Amtskirchen in Deutschland, präsentiert sich leider auch die offizielle Muslim-Vertretung als
Totalversager, reiht sich willig in die Front der allgemeinen Anpassung an das bei uns herrschende Unrecht ein.
Eine traurige Realität, bei der es einem nur noch speiübel werden kann!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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Registriert am: 29.07.2014


RE: Lasst uns unsere Schuhe ausziehen, um den Corona-Hass zu überwinden!

#3 von Verbraucherforum Mainz , 22.01.2022 13:52

Hallo an alle,

ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil mich der Gedanke beeindruckt, dass wir aufhören uns gegenseitig zu beschuldigen und uns stattdessen ein paar Schritte in den Schuhen/den Sandalen des Anderen bewegen.
Dieses Bild wird in vielen „Techniken“ gelebt, unter anderem im systemischen Coaching, was auch Aufstellungen genannt wird und auch schon mal mit einfachen „Rollenspielen“ verglichen wird. Es ist ein Funken Wahrheit in jedem dieser Begriffe, wenn wir uns vorstellen, dass es weit mehr Möglichkeiten gibt als so im Alltag bekannt ist.

Ich habe ein paar Tage überlegt, wie ich auf den Artikel reagiere.
Ich bringe viele Jahre Erfahrung in Aufstellungsarbeit mit, aber online oder gar als Kanal bei Telegramm, das wäre neu für mich – ist natürlich trotzdem ein Weg -…

Wesentlich mehr Erfahrung habe ich, direkt mit Menschen zu arbeiten, ob im Einzel- oder im Gruppentraining. Daher kann ich mir im Moment sehr gut vorstellen, dass ich an mehreren Orten, wo tausende Spaziergänger unterwegs sind, die Menschen auffordere, einen Klappstuhl mitzubringen. Mit diesem Klappstuhl unter dem Arm könnten wir uns auf einem schönen Platz treffen und uns vorstellen, wir wären jetzt im Bundestag auf genau dem Sitzplatz eines Abgeordneten unserer Wahl – egal ob es der Abgeordnete ist, der aus unserem Wahlkreis stammt oder ein beliebig
anderer -. Wir setzen uns also auf dem Platz ähnlich hin als wären wir jetzt auf einer Sitzung und fühlen uns an dem Platz genau wie dieser Abgeordnete, dessen Rolle wir übernehmen.
In Gedanken geht dieser Abgeordnete in dieser Zeit an unseren Alltagsplatz und fühlt sich so, als würde er unser Leben verkörpern, schließlich spricht und entscheidet er ja in unserem Namen. Dabei gibt es eine dritte Gruppe, die das Ganze vor dem Bundestag beobachtet, nämlich die Vertreter des Wahlkreises, die den Abgeordneten delegiert hat aufgrund seines Wahlprogramms und seiner Absichten. Die Vertreter des jeweiligen Wahlkreises können sich vorstellen, dass sie per Videoschalte genau ihren Abgehordneten sehen und erleben können, den sie gewählt und delegiert haben….

Allein diese Vorstellung in unseren Gedanken könnte schon viel bewirken, wenn wir uns zu einer der nächsten wichtigen Sitzungen gedanklich verabreden. Gern können wir uns aber auch vor Ort treffen und erleben, wie sich die einzelnen Blickwinkel ändern und was dann passiert. Ich wäre bereit! Es geht darum, sich in die Rolle des Anderen zu versetzen und zu erleben, wie es sich anfühlt. Wie würden wir in der Rolle des Anderen agieren, entscheiden oder vielleicht auch untätig bleiben. Probieren wir es aus. Schreibt gern per Mail, was euch bewegt und welche Themen ihr mit welchem Ziel/welchem Lösungssatz auf den Weg bringen wollt. Es geht um unsere Zukunft!

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