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Unvergessen!

#1 von Dr.Josef Haas , 20.06.2021 09:23

Unvergessen!

Man wird sich hier sicher noch des sogenannten "Fahnenmarsches" israelischer Faschisten erinnern können, die mit
Rufen wie "Tod den Arabern" durch Ost-Jerusalem zogen. Selbstverständlich, wie sollte dies auch angesichts der
selbst gewählten Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland von Israel auch anders sein, gab es an diesem
offenen zionistischen Rassismus hierzulande keinerlei offizielle Kritik. Schließlich ist und bleibt ja alles, was dort
geschieht, von vorneherein der hiesigen Zustimmung sicher.
Es ist der Bewegung Samidoun, einer Unterorganisation der Volksfront für die Befreiung Palästinas zu danken, dass
sie unlängst auf eine in jeder Hinsicht erschütternde Parallele zu den aktuellen faschistischen Provokationen in
Israel aufmerksam gemacht hat. Denn Gleiches geschah bereits im Jahre 1929 und ging als "Al-Buraq Revolution"
in die Geschichte ein.
Im genannten Jahr zogen nämlich jüdische Chauvinisten mit zionistischen Fahnen zur al-Buraq Mauer in Jerusalem
und riefen dort "Diese Mauer gehört uns!"
Gegen diese unverschämte Provokation gab es natürlich den verdienten arabischen Widerstand, der von der seiner-
zeitigen britischen Besatzungsmacht, Palästina war zu jener Zeit bekanntlich englisches Mandatsgebiet, brutal
gebrochen wurde. Drei Führer des Volkswiderstandes wurden am 17.Juni 1929 im Gefängnis von Akka von den Briten
hingerichtet.
Es waren dies Fouad Hijazi, Atta al-Zeer und Mohammed Khalil Jamjoum.
Viele andere wurden zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt.
Die Erinnerung an diese Märtyrer mahnt gerade die heutige Zeit. Sie beweist, wie lange die palästinensische
Bevölkerung bereits um ihre Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht kämpfen muss.
Damals wie heute standen und stehen die Mächtigen dieser Welt gegen sie und zeigen damit aber doch nur ihre
erbärmliche Unterwerfung unter Verhaltensweisen, die man, geschähen sie anderswo, sofort und zu recht als
"Rassismus" bezeichnen würde. Werden sie aber, wie derzeit, bei jüdischen Rechtsextremisten sichtbar, schweigt man
dazu, was diese natürlich, zumindest indirekt, unterstützt.
Trotzdem, und dessen bin ich gewiss: Die palästinensische Volksbefreiungsbewegung wird auch mit dieser widerlichen
Niedertracht der "Westlichen Wertegemeinschaft" fertig werden und dereinst Palästina die Freiheit erkämpfen.
Absolute Voraussetzung dafür bleibt aber ihre Geschlossenheit und Bereitschaft, niemals von diesem Ziele abzurücken.
Die Hoffnung, dass gerade dies geschehen wird, ist und bleibt aber angesichts der auch jüngst wieder bewiesenen
Abwehrbereitschaft vieler Palästinenserinnen und Palästinenser gegen die zionistischen Provokateure groß, und gerade
dies stellt daher eine Art Silberstreifen am ansonsten so düsteren Himmel über dieser nahöstlichen Region dar.
Mögen noch weitere hinzukommen!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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Registriert am: 29.07.2014


   

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