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Wenn eine sich prostituierende Pressegewalt das Grundgesetz lächerlich macht

#1 von Yavuz Özoguz , 28.09.2012 10:52

Wenn eine sich prostituierende Pressegewalt das Grundgesetz lächerlich macht

Der sogenannte Liberalismus ist zu einem Unterdrückungswerkzeug verkommen, das am deutlichsten in der sogenannten Pressefreiheit zutage tritt.

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen, denn sowohl die meisten Volksvertreter als auch deren Hofjournalisten haben das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland vergessen, ignorieren es oder treten es gar mit Füßen. Denn im ersten Artikel heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Genau das aber will die in keinster Weise demokratisch legitimierte Medienmacht mit allen Mitteln verhindern. Aktuelle Beispiele verdeutlichen, wie absurd die Entwicklung dabei ist, und wie sehr eine Meute von sich prostituierenden Chefredakteuren und Journalisten zur Zerstörung der Würde des Menschen und damit der Grundlage des friedlichen Miteinander beitragen.

Vor einiger Zeit druckte die sogenannte Satire-Zeitschrift “Titanic“ ein Titelblatt, in der Papst Benedikt XVI. als inkontinent und mit Fäkalien beschmiert dargestellt wurde. Dagegen gingen beim Deutschen Presserat 182 Beschwerden ein. Der Presserat hat sich inzwischen dazu geäußert: „Zwar hat Satire die Freiheit, Kritik an gesellschaftlichen Vorgängen mit den ihr eigenen Stilmitteln wie Übertreibung und Ironie darzustellen. Im vorliegenden Fall wurde die Grenze der Meinungsfreiheit jedoch überschritten.“ Die Darstellung wurde vom Presserat als „entwürdigend und ehrverletzend“ eingestuft und daher der Zeitschrift eine “Rüge“ ausgesprochen. Allerdings handelt es sich bei dem Deutschen Presserat nicht etwa um eine staatliche Stelle, die irgendwelche Sanktionen aussprechen könnte, sondern um eine Organisation der großen deutschen Verleger- und Journalistenverbände. Es ist also eine Art freiwillige Selbstkontrolle derjenigen, die für sich in Anspruch nehmen, die Meinungsfreiheit selbst zu kriegsbegleitenden “journalistischen“ Aufrufen zu missbrauchen. Und die “Rüge“ ist das “härteste Sanktionsmittel“ jener Krähen, die einander kein Auge aushackt. Der “Gerügte“ muss die Rüge in seinem Medium abdrucken, was heutzutage eher wie eine zusätzliche kostenlose Werbemaßnahme wirkt als eine Bestrafung.

Aber hallo!? Wo ist hier die „staatliche Gewalt“? Heißt es nicht im Grundgesetz im ersten Artikel: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Wir haben hier einen Fall vorliegen von klarer und eindeutiger Entwürdigung eines Menschen, wobei noch zu berücksichtigen ist, dass jener Mensch für einige Millionen Deutsche ein Heiliger ist. Die Straftat fand in Deutschland statt. Die eigenen Verbände der Journalisten bestätigen in aller Öffentlichkeit, dass eine “Entwürdigung“ stattgefunden hat. Was also sollte noch passieren, dass die „staatliche Gewalt“ ihrer grundgesetzlich verankerten „Verpflichtung“ nachkommt? Juristisch wird argumentiert, dass der Papst seine Anzeige zurückgezogen hätte, und daher der Staat nicht mehr zuständig sei. Aber davon ist im Grundgesetzt keine Rede. Dort steht nicht, dass die Würde des Menschen nur dann geschützt werden soll, wenn der Betroffene es ausdrücklich wünscht. Vielmehr heißt es: „...Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Sofort kommen die Meinungsfreiheitsfanatiker auf die Bühne und wollen mit allen Mitteln “Zensur“ verhindern! Aber erstens wäre es keine Zensur, wenn jemand für eine Straftat belangt wird, und zweitens wird es Zeit, dass nicht nur kleine Blogger für unwissentliche Verfehlungen bluten müssen, sondern die großen Medien für ihre fast tagtäglichen Straftaten derart sanktioniert werden, dass sie es nicht aus der Portokasse zahlen! Wahrscheinlich gibt es keinen anderen Berufsverband in Deutschland, der jenen ersten Artikel des Grundgesetzes derart verhöhnt, wie es die Schar der Journalisten im Hofdienst des Imperiums tun.

Dass es aus Sicht des Staates auch durchaus anders geht, hat jüngst das Landgericht Köln bewiesen. Allerdings ging es hierbei nicht etwa um den Schutz der Meinungsfreiheit, sondern um den Schutz von Hofjournalisten, die von einem Amateur angegriffen worden sind. Der Mann hatte T-Shirts mit dem Aufdruck "Scheiß RTL" und dem Logo des privaten Fernsehsenders hergestellt und verkauft. Der Ausdruck sei in Verbindung mit dem Logo des Fernsehsenders eine pauschale Entwürdigung. Der Angeklagte hatte argumentiert, dass er satirisch das “niveaulose RTL-Programm“ kritisieren wollte. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Begründung des Gerichts: Der Ausdruck sei nach Ansicht des Gerichts eine pauschale und ehrverletzende Herabwürdigung und keine Auseinandersetzung satirischer Art [1]. Wenn es also um den Schutz derjenigen geht, deren Hauptgeschäft nach Ansicht sehr vieler Menschen im Entwürdigen Anderer besteht, dann greift der Staat hart durch. Und offensichtlich gibt es dann eine Grenze der Satire. Wird ein Foto des Papstes mit Fäkalien beschmiert dargestellt, interessiert es den Staat nicht (so lange der Papst sich nicht selbst mit einer Anklage darum kümmert), wird aber das Logo eines Schmierensenders mit Fäkalien in Zusammenhang gebracht, gibt es Verbote!

Wie aber soll ein Muslim in solch einem Wertesystem, in dem die Mächtigen der Medienbranche fast immer Recht bekommen, und falls das einmal nicht der Fall ist, die Strafe als Werbemaßnahme verbuchen können, und die “Kleinen“ stets leiden, seien es “kleine“ Katholiken oder “kleine“ Muslime, wie soll man ganz allgemein in solch einem System ein Gerechtigkeitsgefühl entwickeln? Wie soll man verstehen können, dass das mit Demokratie zu tun hat? Ist Demokratie Freiheit ohne Gerechtigkeit?

Der aktuelle weltweit ausgestrahlte Verunglimpfungsfilm gegen den Islam und die Muslime hat in der gesamten Westlichen Welt – insbesondere von den Hofjournalisten – der Freibrief der Meinungsfreiheit erhalten. Das wirkt angesichts der obigen Beispiele mehr als grotesk. Zwar haben sich manche Politiker für ein Ausstrahlungsverbot eingesetzt. Aber für ein Verbot des Filmes als Solches ist kaum jemand eingetreten. Das Bild, dass damit in der muslimischen Welt über die Westliche Welt hinterlassen wird, das Bild eines zügellosen Entwürdigungssystems, ist dabei nicht nur verheerend, sondern entspricht in keinster Weise den eigenen Wertesystemen. Nur, wie soll man die eigenen Wertesysteme anderen vermitteln, wenn man es selbst mit Füßen tritt?

Bei obigen Beispielen ging es in einem vergleichsweise begrenzten Maß um Menschenleben. Ganz anders sieht es bei der “Berichterstattung“ zu Syrien aus. Wie schreibt doch der ehemalige Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam so schön: „Sogar Michel, der Dorfdepp, hat mittlerweile geschnallt, dass die Agenturberichte über Syrien zumeist üble Kriegshetze sind... Es ist grotesk, diese „Syrer" als Aufständische, hilfsweise als Rebellen zu etikettieren oder mit dem absichtsvoll verallgemeinernden Ausdruck Oppositionelle oder gar der albernen Wortschöpfung Aktivist - Steigerungsform: Menschenrechtsaktivist - zu benennen. Es zeigt sich, wie unbefriedigend die Redakteure ihre Dienstleistungspflicht als Giftmischer der westlichen Wertegemeinschaft erfüllen…“ [2]. Wenn aber inzwischen so viele Menschen bemerkt haben, dass bei der Berichterstattung etwas nicht stimmt, wie kann es dann sein, dass die Journalisten selbst auf ihrem eingeschlagenen mörderischen Kriegstreiberweg verbleiben? Warum verbreiten sie selbst gegen besseres Wissen im Auftrag des Imperiums derartige Berichte? Jede Prostituierte ist anständiger als derartige Journalisten, denn sie verkauft nur ihren Körper!

Letztendlich wird hierbei deutlich, dass diejenigen, die der ersten Artikel des Grundgesetzes in perverser Art und Weise zur Unterdrückung von Wahrheit missbrauchen, auch keinerlei Respekt vor Menschenleben haben. Viele Journalisten werden in Ihrem täglichen Entwürdigungsgeschäft geradezu dazu erzogen, Menschenleben als unbedeutend zu betrachten, so lange die Interessen des Kapitalismus gewahrt sind.

Wahrscheinlich wird eines Tages in den Geschichtsbüchern stehen, dass der Kapitalismus die mit Abstand menschenverachtendste Herrschaftsform der bis zum 21. Jh. existierenden Menschheitsgeschichte war. Und wahrscheinlich tragen die Hofjournalisten als Helfershelfer jenes Systems mit die größte Schuld an jenen Verbrechen an der Menschlichkeit.

„Soll ich euch kundtun, auf wen die Satane herabkommen? Sie kommen auf jeden ungeheuerlichen Lügner und Sünder herab. Sie hören hin, und die meisten von ihnen sind Lügner. Und die Dichter – es folgen ihnen die Verirrten. Siehst du nicht, dass sie in jedem Tal ziellos umherwandern und dass sie sagen, was sie nicht tun?“ (Heiliger Qur’an 26:221-226). In einer modern interpretierten Übersetzung des Heilligen Qur’an würde man evtl. den Begriff “Dichter“ ersetzten durch “Journalisten“ bzw. “Chefredakteure“ der Westlichen Welt. Die Meisten von Ihnen gehören zum Abschaum der Menschheit!

[1] https://www.google.de/search?q=volker+bräutigam&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a
[2] http://www.sopos.org/aufsaetze/50589097695dc/1.phtml

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