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Betrachtungen zur Maskenpflicht

#1 von Yavuz Özoguz , 23.04.2020 10:53

Betrachtungen zur Maskenpflicht

Ich weiß nicht, wofür heutige Verantwortungsträger in den Geschichtsbüchern angeklagt werden; ganz sicher für Freiheitsberaubung, Antasten der Würde des Menschen, Ungleichbehandlung vor dem Gesetz, Berufsverbote, Raub der Religionsfreiheit, Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Missbrauch der Öffentlich-Rechtlichen für Staatspropaganda, Zwangstrennung von Familien, Schulverbote, Verhinderung der Versammlungsfreiheit, Verbote von Vereinsaktivitäten, Verhinderung der Freizügigkeit im Bundesgebiet, Verbot der Reisefreiheit usw. usf. Kurz zusammengefasst haben heute Politiker von Bund und Ländern fast alle 19 Grundrechte des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland außer Kraft gesetzt. Nicht einmal den Artikel 19 (2) wird berücksichtigt: „In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.“



Zu allen Schwerstverbrechen, die Geschichtsbücher den heutigen Verantwortungsträgern wohl anlasten werden, wird ab kommenden Montag auch noch das vergleichsweise harmlose Delikt der Nötigung hinzukommen, mit dem nahezu die gesamte Bevölkerung Deutschlands dazu genötigt wird, in vielen lebensnotwendigen Bereichen einen sogenannten Mundschutz zu tragen. Dabei steht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Schutz des Mundes an letzter Stelle der Intentionen. Es wirkt vielmehr wie eine Gehorsamkeitsübung; eine Art Experiment, um zu durchleuchten, wie viele willfährige Bürger Deutschlands mit solchen Maßnahmen kontrolliert werden können und wie bereitwillig eine völlig verunsicherte und verängstigte Bevölkerung mitspielt, selbst wenn die Maßnahme sinnlos oder kontraproduktiv ist.

Die Maskenpflicht hat geradezu etwas Kurioses und Groteskes in einem Land, in dem es in vielen Bereichen ein Vermummungsverbot oder ein Verschleierungsverbot gibt. Wird ein Bürger ohne Mundschutz in bestimmten Bereichen, wie z.B. dem Busverkehr erwischt, droht ihm ein Bußgeld, selbst wenn er allein im großen Bus sitzt. Aber vergisst er dann an dem Park & Ride Parkplatz seinen Mundschutz abzunehmen, bevor er sich an das Steuer seines eigenen Fahrzeuges setzt, droht ihm wiederum ein Bußgeld, denn mit Mundschutz darf er nicht Auto fahren. Der gesamte Wahnsinn treibt immer mehr promienten Bürger, wie z.B. den von den System-Medien inzwischen boykottierten Xavier Naidoo zum öffentlichen Widerstand. Sein jüngstes Video in YouTube mit dem Titel: „Corona MASKENPFLICHT - Xavier Naidoo VERKLAGT Deutschland !“ wurde sofort wieder gelöscht, ist aber so weit verbreitet, dass man es nicht „verbieten“ kann.

Die Frage, die sich bei all diesem Wahnsinn stellt, ist der wissenschaftliche Hintergrund. Gibt es belegbare wissenschaftliche Daten, dass das Tragen von Mundschutz sowohl individuell als auch kollektiv einen größeren Nutzen bewirkt als das Nichttragen und ist der Schaden größer oder kleiner? Diese Fragen sollen im Folgenden anhand nachprüfbarer Quellen erörtert werden.

Entgegen anderer Verlautbarungen und entgegen eines kurzen aus dem Zusammenhang gerissenen Gesprächsabschnitts, das in den Video-Kanälen kursiert, war der Vorzeige-Virologe Drosten auch Mitte März bereits ein Befürworter von Schutzmasken, selbst wenn es amateurhaft selbst genähte seien [1]. Er bekräftigt seine Haltung einen Monat später angeblich aufgrund von neuen Studien aus Asien und unterstützt die staatliche Maskenpflicht [2]. Gerade von solch einem Wissenschaftler aber sollte man erwarten, dass er die Publikationen zum Thema nicht nur in eine Richtung studiert.

Prof. Dr. med. Pietro Vernazza, Chefarzt der Infektiologie im Kantonsspital St. Gallen hat am 5. April 2020 einen Artikel verfasst, in dem er darauf verweist, dass Atemschutzmasken im Allgemeinen keine nachweisbare Wirkung haben, mit einer Ausnahme von erkrankten Menschen mit deutlichen Symptomen wie z.B. Husten. Ansonsten seien die Masken eher Symbolik bzw. ein „Medienhype“ [3]. Hustenkranke sollten aber ohnehin zuhause bleiben und nicht mit Maskenschutz in die Öffentlichkeit.

Man braucht hierbei allerdings nicht so zu tun, als wenn heutige Fachmediziner das Rad neu erfinden würden. Der Einsatz von Atemschutzmasken ist für medizinisches Personal teilweise lebensnotwendig und wurde daher auch sehr ausführlich wissenschaftlich untersucht. In einer Dissertation von 2005 an der TU München wird festgestellt, dass die Akkumulation von Kohlendioxid unter jeder der untersuchten chirurgischen Operationsmasken verschiedene Hirnfunktionen einschränken könnte. Daher wurden die Spezialmaskenhersteller aufgerufen, Masken mit besserer Durchatmung herzustellen [4]. In wie weit solche Effekte bei den auf dem Markt hergestellten und meist ausverkauften Amateurmasken gilt, ist zu hinterfragen. Genau das tut eine wissenschaftliche Arbeit der Universität der Bundeswehr München, in der es heißt: „Die Experimente haben aber auch eindeutig gezeigt, dass die meisten Materialien im Haushalt überhaupt keinen Schutz bieten und daher völlig ungeeignet sind als Material für Schutzmasken [5]. Die Veröffentlichung erfolgte am 11.4.2020, also wenige Tage vor dem Erlass aller Länder, die sich im Überbietungswettbewerb von Unterdrückungsmaßnahmen zu übertreffen suchen. Die Länder erlassen Verordnungen, die der Markt nicht erfüllen kann und finanzieren gleichzeitig Bundeswehruniversitäten, die ihnen bescheinigen, dass ihre Maßnahmen bei den bestehenden Rahmenbedingungen nicht erfüllbar sind.

In einer Dissertation aus dem Jahr 2012 an der Universität zu Lübeck wird auf die Problematik der Hitzeentwicklung unter der Atemschutzmaske hingewiesen [6]. Das könnte angesichts der bevorstehenden wärmeren Tage sicherlich nicht unerhebliche Auswirkungen haben. Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz hat bereits im Jahr 2006 festgestellt, dass die Mehrzahl der marktüblichen Mund-Nasen-Schutzmasken und -tücher nicht hinreichend gegen luftgetragene Infektionserreger schützen [7]. Untersucht wurden nur professionelle Masken, nicht aber selbstgebastelte. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auf seiner eigenen Homepage eine Studie aus dem Jahr 2006 festgestellt, dass nicht einmal die FFP1 Masken hinreichenden Schutz bieten, geschweige denn Amateurmasken [8]. Daher empfiehlt das RKI für betroffenes Personal mindestens FFP2 Masken [9].

Die „Lungenärzte im Netz“ verweise unter anderem auf das RKI, wenn sie schreiben: „Nach Angaben des RKI gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, tatsächlich verringert. Nach Angaben der WHO könne das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, auch ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das könne dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.“ [10] Merkwürdigerweise plädieren sie dann dennoch für einen Mundschutz, selbst wenn dieser nur selbstgenäht ist. Die Homepage „Atemschutzunfälle“ verweist auf die besonderen Gefahren von Atemschutzmasken, insbesondere bei Krebs-, Hitze- und Kreislauferkrankungen [11]. Es ist abzuwarten, welcher Ministerpräsident bei den zu erwartenden steigenden Temperaturen die erste Anzeige wegen fahrlässiger Tötung erhalten wird, wenn eine herzerkrankte Person beim Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln wegen ihres Mundschutzes zusammenbricht. In der Dissertation an der Universität Bielefeld mit dem Titel „Sicher ist nur die Angst – Angstkommunikation als Form sozialer Erwartungsbildung in Medienberichterstattung über Terrorismus“ wird darauf verwiesen, dass das Tragen einer Atemschutzmaske nur das Gefühl von Sicherheit vermitteln soll, völlig unabhängig von ihrer tatsächlichen Wirkung [12].

Wer glaubt, dass er sich viel Ärger erspart, wenn er in den sauren Apfel beißt und sich eine hübsche Atemmaske zulegt, der sollte die Frauenzeitschrift „Brigitte“ lesen: „Sobald die Maske durch Atemluft feucht geworden ist, ist es Zeit, sie zu wechseln und zu entsorgen, denn sobald die Maske feucht ist, ist der Schutzmechanismus nicht mehr gewährleistet“ [13].

Bei der Desinfektion von Atemschutzmasken gibt es echtes Explosionspotential. So schreibt „Bild der Frau“: „Außerdem sollten Sie Ihre persönliche Stoffmaske regelmäßig desinfizieren: Dazu reicht es, die Maske entweder bei mindestens 60 °C zu waschen, aber auch nass machen und kurz in der Mikrowelle (klappt super mit Masken aus Mikrofaser) erhitzen“ [14]. Die Mikrowelle dürfte eine höchstinteressante Erfahrung werden, wenn die Maske einen Nasenbügel aus Metall hat. Darauf verweisen andere: „Gegen eine Desinfektion in der Mikrowelle spricht, dass sich schwer steuern lässt, welche Temperatur im Stoff der Maske entsteht und ob die erforderlichen Temperaturen in allen Teilen der Maske erreicht werden können. Für Masken mit Bügeln oder anderen Metallteilen ist diese Methode gar nicht geeignet“ [15]. Feuchte Masken können nicht schützen. Dummerweise kann das im Sommer bereits nach 15 Minuten der Fall sein, was das Einkaufsvergnügen auf ein vernünftiges Maß reduzieren würde. Leute, die Shopping als Freizeitgestaltung betrachten, und mit ihrer Verschwendung immerhin unsere Volkswirtschaft am Leben halten, sollten allerdings einen Rucksack mit hinreichend Atemschutzmasken zum Wechseln dabei haben.

Die gesamte kollektive Verrücktheit, in die wir geraten sind, spiegelt sich auch in den mit dem Atemschutz zusammenhängenden Maßnahmen wider. Während es in Schweden ab Mitte Juni wieder Fußballspiele in Stadien mit Publikum geben soll, dürfen deutsche Fußballer nicht vor Publikum spielen, selbst wenn diese jeweils zwei Meter voneinander entfernt mit Mundschutz sitzen würden.

Einmal in diese Schreibewut hineingesteigert, könnte man auch noch darauf hinweisen, dass eine ehemalige Weinkönigin in diesem Land, die sich jetzt Ministerin nennen darf, der Meinung war, dass Handgeben und Gesicht zeigen zur deutschen Kultur gehören würden und sich Muslime diesbezüglich gefälligst anzupassen hätten. Sonst wären sie respektlos. Schon damals hätten wohl viele jene Ministerin lieber mit Mundschutz gesehen.

In einem Artikel vom Oktober 2019 erschien in „The European“, wie Christine Lagarde für den Internationalen Währungsfond gesagt hat: „Ältere Menschen leben zu lange und es ist ein Risiko für die Weltwirtschaft, etwas muss getan werden“ [16]. Sie wurde im Anschluss nicht festgenommen, sondern Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Die Niederlande haben offensichtlich ihren Wunsch unmittelbar umgesetzt, denn das Oberste Gericht der Niederlande lässt neuerdings auch aktive Sterbehilfe bei Demenzkranken zu [17].

Meine Wenigkeit ist der festen Überzeugung, dass die Gefahr durch Corona in diesem, unseren Land viel geringer ist, als die Gefahr durch unsere Politiker und die eingebetteten Presstituierten. Doch die zwei größten monotheistischen Religionen im Land Christentum und Islam lehren: Fürchtet Euch nicht! Wäre schön, wenn wir nicht ins Gottlose abgleiten würden.

Nachtrag von 11:12 Uhr: Weltärztepräsident Montgomery: "Eine Pflicht für Schals oder Tücher ist lächerlich" [18]

[1] https://web.de/magazine/news/coronavirus...rtests-34526402
[2] https://www.focus.de/gesundheit/news/mas...d_11856513.html
[3] https://infekt.ch/2020/04/atemschutzmask...-unverzichtbar/
[4] https://mediatum.ub.tum.de/doc/602557/60...l8npjotVurBPOUI
[5] https://www.unibw.de/lrt7/bericht_atemsc..._06_04_2020.pdf
[6] https://www.zhb.uni-luebeck.de/epubs/ediss1255.pdf
[7] https://www.dguv.de/ifa/aktuell/archiv/a...maske/index.jsp
[8] https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Kra...publicationFile
[9] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Ne...us/Hygiene.html
[10] https://www.lungenaerzte-im-netz.de/kran...vor-ansteckung/
[11] https://www.atemschutzunfaelle.de/gesundheit/hitzschlag.html
[12] https://pub.uni-bielefeld.de/download/24...dra_Kostler.pdf
[13] https://www.brigitte.de/aktuell/gesellsc...n-11759236.html
[14] https://www.bildderfrau.de/gesundheit/kr...terschiede.html
[15] https://www.smarticular.net/atemschutzma...chutz-reinigen/
[16] https://www.theeuropean.de/beatrice-bisc...weltwirtschaft/
[17] https://deutsch.rt.com/europa/101378-obe...menzkranken-zu/
[18] https://www.presseportal.de/pm/30621/4578176


Yavuz Özoguz  
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RE: Betrachtungen zur Maskenpflicht

#2 von Tobias Martin Schneider , 25.04.2020 17:28

Protest T-Shirt (sicherlich kann man solche T-Shirts für den Protest auch noch anderartig gestalten)
https://www.dropbox.com/sh/xjp63hcj9l6yw...iew=T-Shirt.png

Die Maskenpflicht verändert das gesellschaftliche Klima, doch medizinische Nutzen ist mehr als fraglich
https://multipolar-magazin.de/artikel/ma...aftliches-klima

Betrachtungen zur Maskenpflicht
Betrachtungen zur Maskenpflicht
In den Fußnoten sind weitere Artikel bezüglich Sinn bzw Unsinn von Schutzmasken verlinkt

Unter dem ersten verlinkten Artikel gab es folgende Kommentare:

Ihren Artikel habe ich sehnsüchtig erwartet. Er entspricht genau meiner Meinung, die ich mir in nächtelangen Internetrecherchen gebildet habe. Die Gründe für den "Maulkorbzwang" lassen sich noch ergänzen: Wir sollen gezielt auf eine Impfkampagne vorbereitet werden, ja nach der Zwangsimpfung begehren.

Nun wird von unserer Bildungsministerin bereits eine Maskenpflicht in Schulen gefordert! Der Gedanke, die Kinder sitzen maskiert im Unterricht, ist unerträglich!

Mir ist bewußt, dass durch die gezielte Verbreitung von Angst in der Bevölkerung und durch die eingeschränkten Möglichkeiten, Aktionen gegen den Maskenzwang nur mäßigen Erfolg haben könnten. Mit viel Kreativität muss man es aber wagen. Es ist besser, als sich mundtot machen zu lassen. Außerdem entspricht die öffentliche Meinung, wie in den Medien dargestellt, nicht unbedingt der Realität.

Das Bedrucken von T-Shirts oder Masken (wer eine trägt, ich habe nur ein Tuch für den Notfall) mit Slogans gegen den Maskenzwang halte ich für eine Möglichkeit. Die Initiative für Heimat und Umwelt Österreich hat auf ihrer Homepage gute Ideen.
Neben öffentlichen Protesten, Mahnwachen und Petitionen scheint mir eine Klage der schnellste, und vielleicht erfolgreichste Weg zu sein.

Deshalb trage ich mich mit dem Gedanken, bei genügend Unterstützung, gegen die Maskenpflicht zu klagen. Soweit mir bekannt ist, werden bis jetzt in drei Bundesländern Klageschriften eingereicht, ein Kläger ist Anwalt. Es muss doch möglich sein, für jedes Bundesland wenigstens einen Kläger zu finden und diesen mit Spenden zu unterstützen. In Mecklenburg-Vorpommern war eine Klage zum Osterreiseverbot erfolgreich. Ich halte den Erfolg einer Klage gegen die Maskenpflicht für durchaus realistisch.

Mit freundlichen Grüßen,

Katrin Zipro
Sachsen-Anhalt


Hallo Katrin, die Idee mit dem bedruckten T-Shirt hatte ich auch schon. Ich habe mir bereits eins bestellt und werde die Maske nur zusammen mit dem Shirt tragen. Gerne stelle meine Datei mit dem transparenten Hintergrund (am besten für dunklen Stoff) zur Verfügung. Ihr könnt alle den Link teilen und die Graphik verwenden. Die Graphik ist von mir selbst, bis auf ein Diagramm aus den RKI-Dashboard. Dropbox-Link:https://www.dropbox.com/sh/xjp63hcj9l6yw2i/AA


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zuletzt bearbeitet 28.04.2020 | Top

RE: Betrachtungen zur Maskenpflicht

#3 von Dr.Josef Haas , 25.04.2020 19:04

Diese Corona-Pandemie hat auch und vor allem eines enthüllt: Diese BRD ist wohl eines der unsozialsten
Systeme, welche es je in der deutschen Geschichte gegeben hat. Und in diesem Zusammenhang gehe ich
sogar auf die erste Reichsgründung von Heinrich I. im Jahre 919 nach unserer Zeitrechnung zurück.
Denn während eine privilegierte Schicht hierzulande, bei einer viel geringeren Arbeitsbelastung als sonst,
verursacht durch die Epidemie, ihre Bezüge in gleicher Höhe weiter erhält, bekommen Freiberufler, wozu
auch meine Person zählt, erst einmal n i c h t s, wenn ihnen ihre Tätigkeitsbereiche abhanden gekommen
sind. Man wird zwar, wie es beispielsweise in Bayern geschieht, auf die Möglichkeit von Anträgen bei der
"örtlichen Regierung" aufmerksam gemacht- bis man aber- wenn überhaupt- von dort einmal Geld bekommt,
ist man, mir erscheint leider nur noch diese vulgäre Wortwahl angebracht, vielleicht schon verreckt.
Von der traurigen Situation von Obdachlosen und Nichtsesshaften gar nicht erst zu reden!
Ein Herr Söder hat im genannten Freistaat ab Montag eine Maskenpflicht angeordnet, während aber das
Saarland in diesem Zusammenhang seinen Bürgerinnen und Bürgern immerhin fünf Masken kostenlos zur
Verfügung stellt, kann man darauf in Bayern lange warten und darf dafür, auch bei Null Verdienst, diese
selber bezahlen.
Ein unsoziales Verhalten, das meine eingangs getroffene Feststellung von der extremen Ungerechtigkeit
hierzulande mehr als vieles andere bestätigt!

Dr.Josef Haas  
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RE: Betrachtungen zur Maskenpflicht

#4 von Dörte Donker , 29.04.2020 09:36

Salam werter Herr Haas,
auf die Coronahilfe für Freiberufler können Sie, wie ich auch, lange warten. Die gibt es nämlich nicht, anders als versprochen.
Wir müssen Hartz 4 beantragen, denn unsere eigenen Lohnkosten und unser Lebenserhalt zählt da nicht mit.
Nach wochenlangen Warten, dass man wegen überlastete Server überhaupt auf die Seite zur Beantragung kam, kommt noch mal wochenlanges Warten hinzu, in denen man mir nicht mal eine Absage erteilt hat; man hat mir gar nichts gesagt, sich nicht gemeldet. Ich musste daher jetzt, wie andere auch, Hartz 4 Corona beantragen, mal sehen wie lange das dauert. Monat März und April quasi ohne Einnahmen sind schon rum. Rücklagen schon lange aufgebraucht. Wen interessierts? Niemanden.
Hier eine Petition:
https://weact.campact.de/petitions/coron...&utm_term=link1


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RE: Betrachtungen zur Maskenpflicht

#5 von Werner Arndt , 08.09.2020 18:33

Zitat

Deutschland zeig Dein Gesicht - Fürchte Dich nicht!




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zuletzt bearbeitet 08.09.2020 | Top

RE: Betrachtungen zur Maskenpflicht

#6 von Werner Arndt , 13.10.2020 12:39

Zitat
(Deutsches Ärzteblatt 40/2020)

... Aktuell gängige MNS sind die zum Selbstschutz geeignete FFP2-Maske, die chirurgische MNS sowie die im außerklinischen Bereich häufig genutzte Stoffmaske („community mask“). Mit zunehmender Anwendung in der breiten Bevölkerung mehren sich Berichte, die eine Gesundheitsgefährdung durch das Tragen von Masken suggerieren (2, 3, 4). Anders als die Wirksamkeit bei der Infektionsprophylaxe sind die Auswirkungen der genannten Maskentypen auf physiologische Parameter (Blutgase, Vitalparameter) und das subjektive Belastungsempfinden unter Arbeitsbelastung bislang nicht systematisch untersucht worden. ...

Methode

Freiwillige Studienteilnehmer (N = 26) aus der Krankenhausbelegschaft wurden mittels Fahrradergometrie zunächst eine Minute ohne Belastung (Baseline) und dann bei arbeitstypischer Belastung (50/75/100 Watt, für je drei Minuten in direkter Abfolge) mit unterschiedlichen Gesichtsmasken (Stoffmaske, chirurgische MNS, FFP2-Maske) und ohne Maske auf Veränderungen der Blutgase (transkutaner CO2-Partialdruck [PtcCO2], pulsoxymetrische O2-Sättigung [SpO2]) sowie nichtinvasiv erhobener Vitalparameter (Herzfrequenz, Atemfrequenz, arterieller Blutdruck) untersucht. ...

Ergebnisse

Unter Belastung stieg der PtcCO2 (entspricht arteriellem CO2-Partialdruck) bei allen drei Maskentypen im Vergleich zur Belastung ohne Maske deutlich stärker an (100 Watt: Faktor 2,7 mit FFP2-Maske; Faktor 2,2 mit chirurgischer MNS; Faktor 1,8 mit Stoffmaske; p jeweils < 0,001). Bei 100 Watt fiel die SpO2 unter der FFP2-Maske stärker ab als bei Belastung ohne Maske (−1,54 % versus −0,71 %, p = 0,005) (Tabelle). Für die Veränderung der Vitalparameter ergaben sich keine maskenspezifischen Unterschiede. Das subjektive Belastungsempfinden war unter der FFP2-Maske durchschnittlich am höchsten (14,6 Punkte auf Borg-Skala), ohne Maske am geringsten (11,9 Punkte). …

Während der Fahrradergometrie beklagten 14 von 24 Probanden maskenspezifische Beschwerden (n = 11 Dyspnoe, n = 4 Kopfschmerzen, n = 2 Hitzegefühl, n = 1 Schwindel); 13 dieser 18 Beschwerdeangaben (72 %) betrafen FFP2-Masken.

Diskussion

Der Einsatz gängiger Gesichtsmasken führte zu einer messbaren, aber klinisch nicht relevanten Veränderung der Blutgase im Vergleich zur maskenfreien Belastung. Die maskenspezifischen absoluten Differenzen für PtcCO2/SpO2 waren gering (maximal 4,3 mmHg/−1,54 % unter FFP2-Maske). Zudem korrelierten beschriebene Symptome über alle Masken hinweg nicht mit der Höhe des belastungsbedingten CO2-Anstiegs oder SpO2-Abfalls, sondern mit dem Anstieg von Atem- und Herzfrequenz. Ein kritisches Maß für eine klinisch bedeutsame Hyperkapnie/Hypoxie ist interindividuell sehr verschieden, vom jeweiligen Ausgangswert abhängig und in aktuellen Leitlinien nicht klar definiert. Generell sind Bewusstseinsveränderungen bei Gesunden erst ab PaCO2-Werten > 60 mmHg zu erwarten (5), wobei bereits geringere Anstiege des PaCO2 über eine cerebrale Vasodilatation Kopfschmerzen verursachen können. …

Insbesondere weniger trainierte Personen (starker Herzfrequenzanstieg) scheinen unter allen Maskentypen, vor allem unter der FFP2-Maske, mitunter bereits bei geringerer Belastung, Symptome wie Dyspnoe, Kopfschmerzen, Hitzegefühl oder Schwindel zu verspüren. Anhand des aufgezeigten Zusammenhangs zwischen dem Belastungsempfinden und der Dichtigkeit einer Maske ist nicht auszuschließen, dass der gemessene Anstieg des PtcCO2 unter der FFP2-Maske ursächlich für die hohe gefühlte Belastung und subjektive Beschwerden ist, wobei unklar bleibt, inwiefern somatische oder psychische Faktoren eine Rolle spielen. ...

Unmittelbare Auswirkungen des CO2-Anstiegs auf beschriebene Symptome beziehungsweise Gesundheitsrisiken durch das längerfristige Tragen der Masken sind nicht auszuschließen, aber bei den beschriebenen Zusammenhängen eher unwahrscheinlich.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/215610

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