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Al-Quds-Tag - Aufruf an die Unterdrückten in der ganzen Welt

#1 von Brigitte Queck , 21.08.2012 16:08

Der Al-Quds-Tag –ein Aufruf an die Unterdrückten in der ganzen Welt
Der Al-Quds-Tag geht auf einen Appell des iranischen Revolutionsführer Ajatollah Khomenei s aus dem Jahre 1979 zurück, in dem er alle Muslime aufforderte, ihren Anspruch auf Jerusalem und Palästina nicht aufzugeben. Er erklärte dazu am 17.8.1979:
„Der Al-Quds-Tag ist ein islamischer Tag der Mobilisierung der Muslime. Ich hoffe, dass dieser Tag die Basis zur Gründung einer Partei aller Unterdrückten der Welt sein wird…. Die Armen müssen die Erben dieser Welt sein… .Die Partei der Armen kann jedes Problem, das irgendwo auf der Welt entsteht, lösen…. Die Imperialisten und Kolonialisten haben stets versucht, die Muslime zu schwächen und zu spalten. Sie unterscheiden sie nach Sprache, Rasse und Hautfarbe, damit sie den Fremden besser dienen. Solange diese Konflikte die Muslime beherrschen, werden die Feinde des Islam über sie herrschen…“
In ca. 70 Ländern der Welt versammelten sich auch in diesem Jahr wieder die Muslime zusammen mit Gleichgesinnten, um an diesem Tag gegen Krieg und Zionismus zu demonstrieren.
Stattdessen glauben einige deutsche Antifaschisten, wie z.B. das Antifaschistische Bündnis gegen den Al-Quds-Tag, sich ohne Wenn und Aber hinter den israelischen Staat und seine Expansions- und Unterdrückungspolitik gegenüber den Palästinensern stellen zu müssen.
Dass sie damit das Wort Antifaschismus missbrauchen und beschmutzen, scheint ihnen nicht bewußt zu sein.
Welche Gründe scheint es dafür zu geben ?
Hitler vermochte es in den 30iger und 40iger Jahren geschickt, für seine eigenen kolonialistischen Bestrebungen im Nahen Osten, Teile des antikolonialistischen Kampfes der Volksmassen in den arabischen Ländern auszunutzen, indem er sich mit einigen arabischen Herrschern gegen die britischen Kolonialherren verbündete und mit diesen gemeinsam kämpfte.
Dieses unselige Bündnis nehmen heutzutage einige junge Antifaschisten in Deutschland zum Anlass, gegen den Islam insgesamt aufzutreten, weil sie glauben, Israel unbedingt beistehen zu müssen im Kampf gegen Rechts.
Sie sind sich dessen nicht bewußt, oder wollen es nicht wahrhaben, dass die USA zusammen mit Israel und anderen NATO-Ländern unter dem Vorwand des Einhaltens von Menschenrechten anschicken, vor allem die sozial fortschrittlichsten Länder des Nahen Ostens zu überfallen, sie zu unterwerfen, damit ihnen schließlich die anderen ,weniger wehrhaften, Staaten in diesem Raume wie eine reife Frucht in den Schoß fallen. Dieses verlogene und menschenfeindliche Vorgehen der NATO-Länder, einschließlich Israels, erinnert fatal an die Zeit des Faschismus, den diese jungen Antifaschisten ja angeblich verurteilen !
Die Muslime in aller Welt sind sich zunehmend der Gefahr bewußt, wie die Länder des Nahen Ostens, Afrikas und der Welt durch die von den NATO-Staaten inszenierten Kriegen erneut kolonialisiert werden sollen.
Statt sich mit der Bevölkerung dieser von der NATO bedrohten Länder zu verbünden, „pflegen“ gewisse, sich Antifaschisten nennende jungen Deutschen, die jährlich gegen den Al-Quds-Tag mobilisieren, eine Israelhörigkeit, die erschrecken macht, weil sie letztendlich nicht dem Frieden in diesem Raum, sondern den Kriegstreibern das Wort redet und das aggressive, kolonialistische Vorgehen der NATO-Länder quasi legitimieren hilft !!
Der amerikanische Autor und Historiker Tarpley erklärte am 19.8.2012 gegenüber Press-TV:
„Die USA, das israelische Regime, Frankreich und Großbritannien sind überzeugt, dass ihre Anti-Syrien-Komplotts Früchte tragen werden.“
Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Aussage des französischen Außenministers, der am 17.8.2012 gesagt hatte:
‚Das syrische Regime muss bald beseitigt werden. Bashar al-Assad muss von dieser Erde verschwinden‘
„Das ist eine Sprache, die wir in Europa seit der faschistischen Ära nicht gehört haben !!“
(Quelle: Islamic Invitation Turkey vom 19.8.2012 unter : “Zionist Israeli regime,West apologetic over failure of anti Syria plots “Tarpley)
DEN Antifaschisten ins Stammbuch geschrieben, die mit ihrem Auftreten und Handeln die Aggression der NATO-Staaten und das unmenschliche und kolonialistische Vorgehen des israelischen Staates gegen die Palästinenser gutheißen, weil sie meinen, Israel verteidigen zu müssen, hier die Worte der palästinensischen Knesset-Abgeordneten Haneen Zoabi :
„Israel ist ein rassistischer Staat. Die Israelis töten Palästinenser und besetzen ihre Gebiete. Sie könnten aber die Palästinenser nicht unterdrücken und die Siedlungen nicht ausbauen, wenn sie nicht die Unterstützung des Westens und der Europäer hätten.
Die israelische Regierung kann ihre Politik fortsetzen, weil sie weiß, dass sie unterstützt wird, auch von Deutschland. Die Europäer könnten ihre Unterstützung für Israel an die Bedingung gleicher Rechte für die Palästinenser knüpfen.“(Quelle: ND vom 17. 7. 2012 unter: „Israels Anspruch widerspricht der Realität“ )
Ähnlich wie Ajatolla Khomenei am 17.8.1979, dass die Unterdrückten dieser Erde sich gegen Imperialismus und Kolonialismus vereinigen zu müssen und die Religion dabei die Aufgabe hat , sich in diesem Kampf auf die Seite der Armen zu stellen, erklärte dazu Ernesto Cardenal, Theologe und Dichter wie folgt: „Die neuen Befreiungstheologen haben erkannt, dass alle armen Menschen eine Religion haben, aber unterschiedliche Religionen. Und diese halten sie auch voneinander getrennt. Um die Befreiung der Armen zu erreichen, ist deren Vereinigung notwendig. Dsewegen muss die Trennung überwunden werden, aber nicht in dem Sinne, dass es eine einzige Religion für alle gibt, sondern eine religiöse Pluralität. Alle Religionen sind gleichermaßen anzuerkennen, die großen wie die kleinen… Keine Religion kann und darf für sich reklamieren, die einzig wahre zu sein. Alle haben ihre Existenzberechtigung… Sie müssen sich gegenseitig respektieren, damit es eine tatsächliche Vereinigung der Armen geben kann.“ (Quelle: ND vom 26.5.2010 unter:“Gottes Reich ist der Kommunismus“).
Ausführungen , sowie Übersetzung aus dem Englischen von Brigitte Queck

Brigitte Queck  
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