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US-Propagandamaschine Netflix warnt mit Serie vor Imam Mahdi (a.)

#1 von Yavuz Özoguz , 05.12.2019 10:45

US-Propagandamaschine Netflix warnt mit Serie vor Imam Mahdi (a.)

Netflix ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das mit kostenpflichtigen Streaming-Diensten (der modernen und viel effektiveren Form von Videotheken) derzeit rund 150 Millionen Abonnenten das Geld aus der Tasche zieht. Neben zeitraubenden Thrillern und Serien, die vor allem menschliche Triebe bedienen sollen, wird der Dienst auch zur Propaganda des USraelischen Imperiums genutzt. Es scheint eines der idealen Machtwerkzeuge des Imperiums zu sein, bei dem die Nutzer ihre Gehirnwäsche zur Unmenschlichkeit nicht nur freiwillig genießen, sondern auch noch dafür bezahlen.



Neueste Werbung jenes „Dienstes“ ist eine amerikanische Thriller-Serie mit dem Titel „Messias“ (Original: Messiah). Er soll am 1. Januar 2020, also kurz nach Weihnachten, veröffentlicht werden. Der bereits zugängliche nur zweiminütige Trailer [1] ist so vielversprechend, dass die Gehirnwäsche für westlich orientierte Jugendliche einen neuen Rekordwert erreichen könnte. Die erste Staffel besteht aus zehn Folgen und soll verlängert werden, falls es ein Publikumsrenner wird.

Das englische (und arabische!) Wiki hat bereits eine Kurzbeschreibung der Serie: „Die Serie konzentriert sich auf die Reaktion der modernen Welt auf den Antichristen, der zum ersten Mal im Nahen Osten auftaucht und behauptet, der Messias zu sein“ [2]. Eine deutsche Übersetzung der Wiki-Seite gibt es noch nicht. Entsprechend verstehen die deutschen Filmkritiker den Inhalt auch nicht richtig. So schreibt z.B. „Futurzone“: „Neue Netflix-Serie bringt Jesus zurück als internationalen Terroristen.“ [3]

Dabei geht es nicht um Jesus, sondern den „Antichristen“, der im Islam auch als „Dadschal“ (Englisch Dajjal) bekannt ist. Der Dadschal (der Täuscher oder Widersacher) ist eine üble Figur, die gemäß mancher islamischen Vorstellung am Ende der Zeiten erscheinen wird, bevor der Erlöser kommt [4]. Der Erlöse im Islam heißt Imam Mahdi (auch Mehdi geschrieben), der mit Jesus zusammen kommen und das Paradies auf Erden einläuten wird als Beweis dafür, dass es möglich gewesen wäre und als Anklage an alle, die sich zu ihren Lebezeiten nicht zumindest darum bemüht haben [5]. Viele Muslime warten sehnsüchtiger denn je zuvor auf jenes Erscheinen und manche sehen Imam Chamenei, das geistige Oberhaupt der Islamischen Republik Iran, als vorgeschickten Kundschafter des Erlösers.

In diesem Umfeld erscheint jener Film, in dem der Hauptdarsteller die Rolle des „Al Massih ad-Dajjal“ [2] verkörpern soll, also den antichristlichen Erlöser. Als wenn das nicht genügen würde, ist der Vorname des Schauspielers auch noch „Mehdi“ im realen Leben. Mehdi Dahbi ist ein belgischer Schauspieler tunesischer Herkunft, der bisher kaum Berühmtheit erlangt hat.

Natürlich gibt es in dem Film nicht nur „die Bösen“ (zumeist Muslime oder Orientalen), sondern auch „die Guten“, wie die CIA-Agentin Eva Geller, die alles daran setzt, den Mehdi bzw. Dajjal als Scharlatan zu enttarnen und seine tatsächlichen Ursprünge zu erforschen. Andere „Gute“ sind eine engagierte Mainstream-Presstituierte, ein israelischer Regierungsagent und ein texanischer Priester.

In Twitter wurde bereits heftig darüber diskutiert, ob der Film selbst eine Verschwörung sei. Wahrscheinlich wurde jene „Diskussion“ von den Werbeagenturen von Netflix selbst inszeniert, denn eine bessere Werbung im Vorfeld kann es kaum geben als kontroverse Diskussionen.

Völlig unbeachtet bei solchen Propagandamaßnahmen bleibt aber, dass es gar keines weiteren Dajjal oder Antichristen mehr bedarf. Die weltweite Unmenschlichkeit, die von USraelischen Imperium ausgeht, die Verneinung aller Zehn Gebote aller Religionen, der Bruch aller Gesetze des zwischenmenschlichen Lebens, der Hungermord in Afrika, die Vertreibung ganzer Völker, die Ermordung von Millionen Zivilisten durch Angriffskriege, die Unterwerfung fast aller Menschen unter das imperiale Finanzsystem hat in unserer Zeit ein Ausmaß erreicht, dass kaum ein Dajjal das noch übertreffen könnte. Gekoppelt ist die heutige menschliche Katastrophe an die Umkehrung aller menschlicher Werte: Der Aggressor wird zum Opfer stilisiert, die Opfer zu Aggressoren, die Verbrecher zu Saubermännern, die Anständigen zu Verbrechern, Heilige zu Unmenschen und Blutrünstige zu Heiligen, Widerstandskämpfer zu Terroristen und Terroristen zu Verteidigern des Imperiums. Was soll der Dajjal daran noch steigern können?

Das ganze System funktioniert aber nur so lange, so lange hinreichend viele Menschen sich freiwillig dieser Gehirnwäsche unterziehen und sogar dafür zahlen. Und das ist offensichtlich die Aufgabe, die Netflix dabei zu erfüllen hat.

[1] https://www.youtube.com/watch?v=mjLWuzGVyew&feature=youtu.be
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Messiah_(American_TV_series)
[3] https://www.futurezone.de/entertainment/...uf-netflix.html
[4] http://www.eslam.de/begriffe/d/dadschal.htm
[5] http://www.eslam.de/begriffe/m/mahdi.htm


Yavuz Özoguz  
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zuletzt bearbeitet 06.12.2019 | Top

RE: US-Propagandamaschine Netflix warnt mit Serie vor Imam Mahdi (a.)

#2 von Fatima Özoguz , 05.12.2019 13:37

Was bin ich froh, dass ich nie Netflix gekauft habe...spätestens jetzt würde ich kündigen.


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RE: US-Propagandamaschine Netflix warnt mit Serie vor Imam Mahdi (a.)

#3 von Dr.Josef Haas , 05.12.2019 22:08

Das hier geschilderte Verhalten von Netflix dürfte ja nun keinesfalls überraschen, denn hier handelt es
sich schließlich um einen propagandistischen Teil der verbrecherischen USA-Politik.
Die kann und wird aber die Kraft des revolutionären Islam nicht schwächen können.
Allerdings ist und bleibt es in diesem Zusammenhang notwendig, dass dieser sich auch stets gegen die
Verbrecher aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Israel, und anderen Plutokratien dieser Welt
energisch zur Wehr setzt.
Es sei daher hier an den sogenannten "Mahdi-Aufstand" und dessen legendären Führer Muhammad Ahmad
ibn as-Sayyid Abdallah erinnert, welcher von 1881 bis 1899, wo er durch eine gewaltige britisch-
ägyptische Übermacht niedergeschlagen wurde, vorübergehend weite Teile des von den Briten besetzten
Sudan befreien konnte.Dies stellte eine der ersten Niederlagen des Kolonialismus dar.
Daran sei infolgedessen erinnert, denn dieser Sieg zeigt, dass die Muslime, wenn sie nur einig und konsequent
nach dem Glauben leben, letztlich unüberwindlich sind.
Wenn dies auch heute, was aber leider nicht der Fall ist, praktiziert werden würde, gäbe es bekanntlich
auch ein Israel schon lange nicht mehr.
Möge man das stets bedenken!

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RE: US-Propagandamaschine Netflix warnt mit Serie vor Imam Mahdi (a.)

#4 von Yavuz Özoguz , 06.12.2019 07:28

Was am aktuellen Fall etwas auffällt ist, dass man gegen den erwarteten Erlöser hetzt, noch bevor er überhaupt da ist. Das erinnert etwas an die Schilderungen im Heiligen Quran über die Erwartungen der Römer bezüglich der Geburt Jesu (a.). Man hatte sich schon vor dem Haus Imrans (a.) und Hannas (a.) versammelt und unmittelbar nach der Geburt das Baby zu töten. Obwohl die Römer nicht an den Gott Abrahams (a.) geglaubt haben, hatten sie Angst vor dem Erlöser. Als dann das Baby ein Mädchen, nämlich die Helige Maria (a.) war, sind sie lachend davongezogen und konnten nicht ahnen, dass genau jenes Mädchen die Wunder vollbringen würde, welche das Ende des römischen Imperiums eingeleitet hat.

Die heutigen kapatilistischen Imperialisten, die mit den gleichen Symbolen regieren, wie damals die Römer und die gleichen Namen verwenden (Capitol, Senat), glauben weder an Gott, noch an den erwarteten Erlöser noch an die Heiligkeit unserer Zeit Imam Chamenei. Aber dennoch haben sie Angst vor Imam Chamenei und noch mehr vor dem erwarteten Erlöser, den es aus ihrer Sicht ja gar nicht geben kann. Deshalb hetzen sie "vorsorglich" gegen ihn. Es wird ihnen nichts nützen! Wohl denen (ob Christ, Muslim oder Andersgläubiger), der die Zeichen der Zeit erkennt und sich selbst schützt, indem er seine Seele reinigt.

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