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In jeder Weise widerlich

#1 von Dr.Josef Haas , 10.01.2019 16:14

In jeder Weise widerlich

Fast gänzlich von der Weltöffentlichkeit unbemerkt, vollzieht sich das militärische Engagement
Israels in Ägypten.
Ja. man hat richtig gehört- dieser sich doch als "islamisch" bezeichnende Staat unterhält nicht
nur schon seit längerem diplomatische Beziehungen mit dem Zionisten-Regime, nein: er arbeitet
sogar militärisch eng mit ihm zusammen.
Es ist das Verdienst der Berliner marxistischen Tageszeitung "junge Welt" darauf in ihrer Ausgabe
vom 10.Januar 2019 aufmerksam gemacht zu haben.
Danach flogen israelische Luftstreitkräfte inzwischen schon mehr als hundert Angriffe gegen
Stellungen des "Islamischen Staates" im Gebiet des nördlichen Sinai.
Ob es sich dabei nun tatsächlich um IS-Objekte gehandelt hat, welche Opfer der Bombardements
aus Israel wurden, bleibt in diesem Zusammenhang natürlich ungeklärt.Kairo spricht ja
verallgemeinernd nur von "Terroristen".
Sollte also der IS hier wirklich als Akteur in Erscheinung getreten sein, von dem sich diese Internet-
Seite bekanntlich stets distanziert hat und dies selbstverständlich auch zukünftig tun wird, so
bleibt es doch bei der Tatsache, dass das Regime des Abdel Al-Sisi mit ihm nicht fertig zu werden
scheint und sich im Kampf gegen ägyptische Landsleute der Hilfe Israels bedient.
Ausdrucksstarker Beweis, wie abhängig dieses Land mittlerweile von diesem seinem Nachbarn ge-
worden ist.
In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CBS hat das Machthaber Al Sisi sogar
eingestanden, weshalb die Kairoer Behörden alles daransetzten, der einheimischen Öffentlichkeit
dieses Gespräch vor zu enthalten.
Sie soll und darf ja nicht erfahren, welchen Verrat ihre Staatsführung an den Idealen eines Gamal
Abdel Nasser übt, dessen Geburtstag sich vor einiger Zeit zum hundertsten Male jährte.
Vom schändlichen Verhalten Ägyptens gegenüber dem Volk von Palästina einmal ganz zu schweigen,
dem dessen Führung demgegenüber gar nichts zukommen lässt, es sei denn, man sperrt ihm den
Grenzübergang in Richtung Gaza.
So beginnt das Jahr 2019 für Palästina also genauso wie das vorhergegangene endete: Mit Not und
dem Vergessen worden sein durch zahlreiche sogenannte "Muslime", deren Glauben nur noch in der
Aneinanderreihung schöner Worte besteht, deren Inhalt, welcher ihnen doch auch die Solidarität
mit den palästinensischen Menschen zur Pflicht machen müsste, sie aber vollkommen gleichgültig
lässt.
Meine Frage: Was würde der Prophet dazu sagen?
Ich bin mir sicher, er würde sich mit Abscheu von den ägyptischen Heuchlern abwenden, denn für
die Zusammenarbeit eines Landes wie Ägypten mit dem Todfeind der palästinensischen Freiheit-
und dies war und bleibt Israel- hätte er sicherlich nicht das geringste Verständnis!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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