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Geld und Schande

#1 von Dr.Josef Haas , 11.11.2018 17:19

Geld und Schande

Der Internetseite "tagesschau.de" vom 9.November dieses Jahres konnte man entnehmen,
dass auf Vermittlung Katars und mit Billigung Israels 15 Millionen US-Dollar an die im Gaza-
Streifen tätigen Beamten der Hamas ausgezahlt wurden.
Das Geld sei dabei in Koffern von einem katarischen Gesandten nach Gaza gebracht worden.
"tagesschau.de" schlussfolgert nun in diesem Zusammenhang- sicher nicht zu unrecht-, dass damit
ein langfristiges Arrangement Israels mit der Hamas herbeigeführt worden ist.
Es ist selbstverständlich leicht, von Deutschland aus, tausende Kilometer von der Welt größtem
Freiluft-Gefängnis entfernt, ein kritisches Urteil über das Verhalten der Hamas zu fällen.
Wir können uns ja das dortige, durch die Israelis herbeigeführte, Grauen vielleicht noch nicht einmal
richtig vorstellen.
Und es ist natürlich furchtbar schwer, unter derartigen Bedingungen, gleichsam nur noch
dahinzuvegetieren.
Dies ist mir alles sehr bewusst.
Trotzdem hat der dortige palästinensische Freiheitskampf mit der Annahme dieses Geldes gleichsam
eine rote Linie überschritten.
Denn Israel wird zukünftig nicht aufhören, ihn weiter in Abhängigkeit zu sich zu bringen und dadurch
im buchstäblichen Wortsinne eine Waffenruhe "erkaufen".
Der Leidtragende ist und bleibt die Freiheit des Volkes von Palästina, welche damit in Gefahr gerät,
zumindest für die nächsten Jahre, noch mehr als ohnehin schon, verloren zu gehen.
Da hilft auch alles hier bereits nachlesbar gewesene Spekulieren auf den gleichsam vorprogrammierten Untergang
des zionistischen Regimes nicht das geringste.
Der israelische Staatsterrorismus wird nämlich niemals freiwillig verschwinden, sondern nur dann,
wenn er dem aus Boykott und militärischem Widerstand zusammengesetzten Druck der Palästinenser
nicht mehr länger stand zu halten vermag.
Das einer Kapitulation gleichkommende Verhalten der Hamas hat ihm vieles davon genommen, wobei
jetzt sicherlich die Frage nach dem derzeitigen Hisbollah-Engagement gestellt werden muss.
Von ihm hörte man nämlich in der jüngsten Zeit, wo es um den Kampf gegen Israel hätte gehen müssen,
absolut nichts (mehr), weshalb die folgende Frage daher absolut legitim erscheint:
Hat sich etwa auch Hassan Nasrallah von den Zionisten kaufen lassen?

Dr.Josef Haas  
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RE: Geld und Schande

#2 von Dr.Josef Haas , 13.11.2018 11:58

Der Nahe Osten bringt es immer wieder zustande, dass ihn betreffende Einschätzungen durch
neue Gegebenheiten überholt werden.
Dies ist bekanntlich seit kurzem der Fall.
Infolgedessen will und darf ich nicht vergessen, auf die Toten hinzuweisen, welche in den
letzten Tagen dem israelischen Terror zum Opfer gefallen sind.
Dessen Ausführende drangen ja, wohl als Zivilisten verkleidet, in den Gaza-Streifen ein und
ermordeten mindestens sieben dort lebende Palästinenser.
Weitere Mordopfer sind inzwischen hinzugekommen.
Diese Toten werden aber künftig unsichtbar in den Reihen der von mir vielleicht zu Unrecht kritisierten
Hamas mitmarschieren- sind sie doch Wegbereiter für eine bessere Zukunft ihres Volkes gewesen.
Sie mahnen uns, also all die Menschen, die noch ein Herz für das palästinensische Volk haben:
Führt den Kampf für dessen Freiheit weiter, damit dieser Tod nicht umsonst gewesen ist.
Möge dies niemals in Vergessenheit geraten!

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RE: Geld und Schande

#3 von Cengiz Tuna , 17.11.2018 12:59

Wie wir gesehen haben, lieber Herr Haas, ist der Freiheitskampf in Palästina standhaft wie eh und je.

Es grenzt schon an ein Wunder, wie sich der palästinensische Widerstand gegen so eine international unterstütze militärische “Übermacht“ behaupten kann. Es ist wahrlich ein Kampf zwischen David und Goliath, während diejenigen, die heute unter dem Davidstern kämpfen, in Wirklichkeit Goliath sind.

Wer hätte es gedacht, dass Kriegstreiber Liebermann wegen so einer Schmach mal zurücktreten würde. Dabei wurden “nur“ ungelenkte Raketen auf Israel geschossen. Stellen sie sich vor, was geschähe, wenn mit gleicher brutalität Raketen gezielt in Israel einschlagen würden, wie auf palästinensischer Seite. Oder, wenn Palästina Phosphorbomben gegen Israel nutzen würde. Aber gegen Palästina wird das von der Mehrheit toleriert.

Mal sehen, wer der nächste israelische Kriegsminister ist, der sich am palästinensischen Widerstand die Zähne ausbeißen wird.

Wer die Ahl-ul-Bait (a.s.) liebt und die Befreiungstheologie von Imam Hussein (a.s.) verstanden hat, der wird verstehen, dass der Papst eher Muslim wird, als dass Seyyid Hassan Nasrallah sich von Zionisten kaufen lässt. Es ist die schiitische Befreiungstheologie, die das größte Hindernis für den zerstörerischen Imperialismus ist.

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