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Riader Unverschämtheiten

#1 von Dr.Josef Haas , 03.04.2018 20:39

Riader Unverschämtheiten

Man ist ja mittlerweile schon vieles vom engsten Verbündeten Israels in der islamischen Welt-
und dies kann natürlich kein anderer als Saudi-Arabien sein- gewöhnt.
Dennoch stellt das, was dessen starker Mann, Kronprinz Mohammed bin Salman, bei seinem
jüngsten USA-Besuch an Beschimpfungen des Iran von sich gab, alles bisher bekannte weit
in den Schatten.
In bislang unvorstellbarer Weise biederte er sich dort beim Judenstaat an, wohl wissend,
dass er mit einer derartigen Unterwürfigkeit gegenüber Israel in den Vereinigten Staaten
am rechten Platze war.
So glaubte dieser sogenannte "Muslim" denn auch dort das richtige, weil Israel-hörige
Publikum vorzufinden, das seine unverschämten Anwürfe gegen Ajatollah Ali Khamenei
beifällig aufnehmen würde.
Von dieser Auffassung durchdrungen, verglich er ihn dort deshalb mit Adolf Hitler.
Der Herr Mohammed bin Salman wörtlich: "Ich glaube, dass der oberste iranische Führer
Hitler gut aussehen lässt. Denn während Hitler lediglich versuchte, Europa zu erobern, wolle
Khamenei die ganze Welt erobern- und sei deshalb der Hitler des Nahen Ostens."
Die Ähnlichkeit zu entsprechenden Äußerungen des Benjamin Netanjahu liegt hier klar auf der
Hand, der schon einmal die Palästinenser dahingehend diffamierte, dass er ihnen unterstellte,
dem nationalsozialistischen Deutschland Handreichung bei der Judenverfolgung geleistet zu haben.
Die meisten hierzulande lebenden sunnitischen Muslime werden nun sicherlich über diese hasserfüllten
Ausführungen des bin Salman schweigend hinweggehen, der im gleichen Interview, wo diese
unvorstellbar dummen Aussagen vorkamen, also im US-Magazin "The Atlantic", dem Staate Israel, und
damit dem Todfeind des palästinensischen Volkes, eine Existenzgarantie gab.
Ich habe hier ja schon häufiger auf das Krebsübel des heutigen Islam, nämlich solchen Denkweisen
teilnahmslos gegenüberzustehen, hingewiesen.
Die wenigsten der dieses Forum zur Kenntnis nehmenden Muslime dürfte dies allerdings interessiert
haben.
Für mich jedenfalls wird der Islam mit seiner so stolzen kämpferischen, ja revolutionären, Tradition
immer unglaubwürdiger, wenn er solche Menschen wie Mohammed bin Salman zumindest toleriert,
während vor wenigen Tagen mindestens achtzehn Palästinenser Opfer des von diesem Kronprinzen
in den höchsten Tönen gelobten Israels wurden.
Das kann man dann auch nicht mit irgendwelchen, sich um Differenzierung bemühenden, Worten
abtun und damit letztlich hinnehmen, sondern hier muss stattdessen ein ganz klarer Trennungsstrich
gezogen werden.
Er besagt: Wer Israel, wie auch immer, von muslimischer Seite aus unterstützt, hat sich als Anhänger
des Zionismus von vorneherein selbst disqualifiziert und sollte daher nicht anders als die
"Ungläubigen" behandelt werden, die noch dazu oft genug die Anliegen der Palästinenser besser
verstehen als der saudische Kronprinz!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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Sage nicht, dass die Zerstörung des zionistischen Regimes unmöglich ist; nichts auf dieser Welt ist unmöglich!
Debatte eines Anhängers der islamischen Befreiungstheologie mit zwei Linken (1)

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