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DDR Sozialismus und heutiges Weltgeschehen

#1 von Brigitte Queck , 02.01.2018 23:27

DDR ,Sozialismus und heutiges Weltgeschehen
Unbequeme Wahrheiten

Auf das Schreiben des Internationalen Komitees der Vierten Internationale zum Thema
„NATO verstärkt Kriegsvorbereitungen gegen Russland“ müssen wir -die letzten Mohikaner der DDR – unbedingt reagieren" schreibt noch im alten Jahr 2017 ein Bürger der DDR, Dr. Schacht.

Trotz der beispiellosen Hetze gegen die DDR, der Leugnung und Verleumdung ihrer großen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Erfolge
würden sich die DDR-Bürger mit Freude und Dankbarkeit an die Gründung ihres Staates am 7. Oktober 1949 erinnern

Die Gründung der DDR wäre unter den damaligen historischen Bedingungen die einzig mögliche und einzig richtige Antwort auf die einseitige Währungsreform der Angelsachsen (USA und Großbritannien) in den westlichen Besatzungssektoren und auf die damit im Zusammenhang stehende Gründung der BRD am 15. September 1949.

Nicht die Sozialisten und Kommunisten hätten Deutschland gespalten, sondern das internationale Kapital und ihre Protagonisten....

Es wäre nur natürlich gewesen, nach dem hinterhältigen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, dem grausamen und mörderischen Vernichtungskrieg von Nazi-Deutschlanddass im Mittelpunkt der gesamten DDR-Politik von Anfang an die „Freundschaft und enge Verbundenheit mit der Sowjetunion, mit ihren Völkern und Menschen“. gestanden hätte.

Die Sowjetunion habe in einem wahrhaft heldenhaften Kampf bis zum 6. Juni 1944 praktisch allein gegen die „unbesiegbare“ faschistische Militärmaschinerie Europas gekämpft. ....

An diesen historischen Fakten würden auch die neuen Geschichtsschreiber nichts ändern.
Die Sowjetunion habe unter Führung ihres Feldherren, Josef V. Stalin, die Hauptlast des Krieges getragen und den Faschismus in Europa ruhmreich besiegt.

Erst als dieser Sieg offensichtlich gewesen und die Rote Armee unaufhaltsam in Richtung Berlin marschiert sei, hätten die Alliierten (Großbritannien und USA) die bereits im Sommer 1942 versprochene Zweite Front eröffnet.

In den Geschichtsbüchern der heutigen Generation würde darüber kein einziges Wort zu finden sein.

Schon in Hitlers Konzentrationslagern hätten die dort eingekerkerten Sozialdemokraten und Kommunisten geschworen, die Spaltung der Arbeiterklasse (jetzt „Arbeitnehmer“) zu überwinden und niemals wieder einen Krieg in Europa zuzulassen.

Die Forderungen der Antifaschisten in den Nachkriegsjahren nach einer harten Bestrafung der Kriegsverbrecher, der Helfershelfer von Hitlers Machtapparat und aller Kriegsgewinnler in den Nachkriegsjahren wären in der DDR konsequent umgesetzt worden.
Die Junker, bzw. Adligen, die Hitler geholfen hätten, grausame Kriege zu führen, einschließlich der großen Konzerne, wären entmachtet und enteignet worden.
Nicht so in der Bundesrepublik .....

Es wäre deshalb äußerst besorgniserregend, dass die NATO, denen die BRD angehört, heute wieder gegen Russland aufrüstet und die Kriegsvorbereitungen der NATO gegen Russland in den Medien sogar noch als "angemessene Reaktion" einer angeblichen „russischen Annexion“ der Krim gerechtfertigt werden.

Die Bewohner der Krim hätten sich aber am 16. März 2014 in einem Referendum Im völligen Einklang mit dem geltenden Völkerrecht für den Anschluss ihrer Region an ihre historische, geistige und kulturelle russische Heimat entschieden. Mit der an die Macht gelangten faschistischen ukrainischen Regierung in Kiew
hätten sie nicht mehr zusammenleben wollen.

Dr. Schacht fordert angesichts der auch für Deutschland äußerst bedrohlichen Situation von der Partei Die Linke, dass diese europaweit Massenproteste der „Arbeitnehmer“ gegen die Kriegspolitik der NATO und der USA organisiert !

Die IS (Islamischer Staat), die von den USA für den Kampf gegen die fortschrittliche Menschheit geschaffen worden sei, sei der neue Hitler des Westens, mit deren Hilfe das „Imperium des freien Kapitals“ ganz Europa wieder in einen Krieg gegen Russland treiben wolle......

Im Unterschied zur Krim erklärt Dr. Schacht:

Was die "Wiedervereinigung Deutschlands" anbelange, so wäre diese eine Annexion der DDR seitens der BRD gewesen.
Der Forderung nach einem Referendum der DDR-Bürger für bzw. gegen eine „Vereinigung“ mit der BRD wäre damals schon im Ansatz vom Tisch gefegt worden.

Hier ein Auszug, was Dr. Schacht wörtlich am Vorabend der Vorbereitung eines neuen imperialistischen Weltkrieges sagt:

"1.Wi haben unsere historische, geistige und kulturelle deutsche Heimat (die DDR) verraten und sind mit wehenden Fahnen zu unserem politischen Gegner übergelaufen.

2.Wir haben unsere moralische Verpflichtung verraten, gute und freundschaftliche Beziehungen mit Russland zu pflegen. Im Gegenteil, gemäß Weisung der USA entwickelt Deutschland aktiv – gemeinsam mit anderen europäischen Staaten – eine beispielloseder Russophobie und der Sanktionen.

Wir kämpfen nicht gegen die Zunahme der starken faschistischen Parteien und Bewegungen in Estland, Litauen, Lettl and und in der Ukraine.

3.Wir haben zugelassen, dass unser sozialistisches Staatseigentum, die materielle Grundlage für die Sicherung einer friedlichen Welt und wahrer sozialer Gerechtigkeit
(Profitwirtschaft, Preistreiberei und Spekulationen mit lebenswichtigen Gütern und Leistungen waren unmöglich), privatisiert wurde.

4.Wir haben zugelassen, dass ehemalige DDR-Bürger verachtet, beleidigt, erniedrigt, gedemütigt, eingeschüchtert, verängstigt und belächelt werden.

5.Wir haben zugelassen, dass durch die totale Privatisierung der Daseinsvorsorge (Bildung, Wissenschaft, sozialer Wohnungsbau, Verkehr, Gesundheit, Gasversorgung, Wasserversorgung, Stromversorgung, ...) sämtliche Regeln der Moral und Ethik außer Kraft gesetzt wurden. Die Vernunft, der Verstand und die Verantwortung für das Gemeinwohl der Menschen wurde allein dem Streben nach Maximalprofit geopfert. Deshalb werden die Preise für alle privaten Leistungen der Daseinsvorsorge auch künftig weiter steigen.

6.Wir haben zugelassen, dass unsere Kinder und Kindeskinder eine äußerst miserable Schulausbildung erhalten, dass ihre Sprache, ihre Kunst und Kultur pervertiert wird, dass ihre Arbeit bei ständig zunehmenden Ausbeutungsgrad immer schlechter bezahlt wird und dass sie in dieser menschenfeindlichen und menschenverachtenden Gesellschaft keine Perspektive haben.

7.Wir haben zugelassen, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. 1% der deutschen Bevölkerung besitzt mehr als 40% des gesamten Reichtums.

8.Wir haben zugelassen, dass sich die Massenmedien in den Händen der herrschenden Oberschicht befinden und dass wir von ihnen im Sekundentakt pausenlos
belogen, betrogen und ver ... werden. Die allgemeine Zensur ist nicht zu übersehen.

9.Wir haben zugelassen, dass auch im Bereich der Ethik, Moral und im sozialen Verhalten Minderheiten über Mehrheiten bestimmen.

10.Wir haben zugelassen, dass die Aristokratie wieder an den Schalthebeln der Macht sitzt und ein Oberst Graf von Stauffenberg, der bis 1944 ein treuer Anhänger von Adolf Hitler war, in Deutschland die Symbolfigur des antifaschistischen Widerstandskampfes ist."

Über Russland, meint er, dass er sich über diese Land keine Sorgen mache und verweist dabei auf seinen Beitrag

„Was wollt ihr eigentlich von Russland?“ ( http://www.dr-schacht.com/Was_wollt_ihr_...on_Russland.pdf) habe ich geschrieben:

Ihren Gerechtigkeitssinn und ihre grenzenlose Solidarität mit den Schwachen in dieser Welt hätten die Russen bis heute bewahrt.

Wenn der Feind ein Land überfällt, dann würden bei ihnen alle Glocken läuten. ...

Diejenigen, die immer noch die Absicht hätten, Russland zu überfallen und denken, dass die Russen auf den Knien liegend sie mit Willkommensbrot und Blumen empfangen würden, würden mit einem Bild konfrontiert werden, das ihnen überhaupt nicht gefällt.
Der russische Bürger werde erneut zum Krieger einer ganzen Armee seiner furchtlosen Brüder aus allen Völkern und Nationalitäten Russlands.

Kein Aggressor würde den Angriff überleben! Das gelte auch für die NATO!

"Denken wir immer daran: Russland kann man nicht verstehen, man kann es nur achten und lieben! Weder mit amerikanischen Waffen noch mit Sanktionen kann man es besiegen.

Es kommt die Zeit und wir werden wieder Partner und Verbündeter von Russland sein."

Der Auszug des Beitrages von Dr. Schacht am 7. November 2017 wurde gekürzt und kommentiert von B. Queck

Brigitte Queck  
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RE: DDR Sozialismus und heutiges Weltgeschehen

#2 von Dr.Josef Haas , 03.01.2018 08:40

Ihre Idealisierung der DDR, sehr geehrte Frau Queck, sollte die 30 bis 40 Millionen ermordeter Sowjetbürger
nicht übersehen, welche der "Feldherr" Josef Stalin ermorden ließ. Darunter befanden sich auch viele
Kommunisten.So fielen beispielsweise mehr Mitglieder des Thälmannschen KPD-Zentralkomitees der
Verfolgung im "Paradies der Arbeiter und Bauern", wie die KP-Propaganda die Sowjetunion nannte,zum
Opfer als der Gestapo.
Ich erinnere auch an die ungezählten Massenvergewaltigungen und zahllosen Morde an unschuldigen
Zivilisten, als Ihre "ruhmreiche Sowjetarmee" 1945 nach Deutschland kam.
Aber selbstverständlich gilt für Sie, werte Frau Queck, das in diesem Zusammenhang in der Deutschen
Demokratischen Republik bis zum Exzess praktizierte Prinzip "Es kann nicht sein was nicht sein darf!"
Dass sich die zuvor so freundschaftlich verbunden gewesenen Westmächte und die Sowjetunion nach
der deutschen Niederlage heillos zerstritten und die von ihnen leidenschaftlich bekämpften Deutschen
sich für deren egoistische Interessen wieder instrumentalisieren ließen, ist bekannt.
Insofern ist die von Ihnen beim Namen genannte Verantwortlichkeit der Amerikaner, Engländer und
Franzosen für die Teilung unseres Vaterlandes eine historische Tatsache.
In diesen Tagen, wo sich der Iran einer seiner schlimmsten Herausforderungen seit der Revolution von 1979
gegenübersieht, ist es für mich allerdings absolut nicht nachvollziehbar, dass in diesem Forum ein Beitrag
erscheint, der sowohl Sowjetunion wie DDR in höchsten Tönen preist.
Denn man sollte in diesem Kontext nicht vergessen, dass die Tudeh-Partei, welche heute wieder die
Speerspitze des Angriffes auf die revolutionären Errungenschaften des Iran bildet, seit 1953 ihr Zentralkomitee
in eben dieser so hoch gelobten DDR sitzen hatte. Ihr damaliger Generalsekretär Noureddin Kianouri weilte dort
mehr als 25 Jahre lang.
Diese für zahlreiche Morde im West-Iran verantwortlichen Kräfte möchten auch heute wieder den Dolchstoß
gegen die iranische Revolution vollziehen, unterstützt vom Geld des amerikanischen Geheimdienstes CIA.
Und so marschieren sie denn auch heute wieder einträchtig miteinander, "Marxisten" und Plutokraten, nur
diesmal gegen ein anderen Ziel. Es heißt Iran.

Dr.Josef Haas  
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RE: DDR Sozialismus und heutiges Weltgeschehen

#3 von Brigitte Queck , 03.01.2018 11:33

Sehr geehrter Herr Dr. Josef Strauss !
Sie scheinen übersehen zu haben, dass diese Abhandlung NICHT MEINER FEDER ENTSTAMMT, WOHL ABER DIE MEINUNG VIELER DDR-BÜRGER ZUM AUSDRUCK BRINGT, DIE IN DIESEM STAATE--WIE WOHL--KEINE STIMME HABEN !!!
Über Stalin gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Ich will Ihnen nicht vorenthalten, nach sehr langen und ausführlichen Studien dazu, meine Meinung zu überbringen.
Hier ist sie:

Zum Gedenken in Friedrichsfelde am Gedenkstein“ Den Opfern des Stalinismus“

Statt der Inschrift „Den Opfern des Stalinismus“ müsste es heißen: „den Opfern des Hitlerfaschismus“ .
Fakt ist doch, dass Hitler nicht umsonst Milliardenbeträge für seine Fälscherwerkstatt ausgegeben hat. Diese fälschte nicht nur Pfund,- und Dollarnoten, deren „Falsifikate nicht einmal die Bank von England... von den echten Banknoten unterscheiden konnte- auch nicht nach dem Krieg, als dieses Geheimnis längst gelüftet war“ !! ( siehe: Heinz Felfe“Im Dienst des Gegners“ ISBN 3-373-00273-7, S.96 ), sondern vor allem Dokumente. Darüber schreibt H. Felfe im gleichen Buch auf S. 104: „Nun sind für einen politischen Nachrichtendienst nicht die Fälschung von Banknoten und Pässen der Hauptgegenstand der Arbeit-im Gegenteil. Das sind Nebenerscheinungen, die die Erfüllung der Hauptaufgaben ermöglichen sollen.“ Professor H. Felfe beschreibt diese Fälscherwerkstatt wie folgt: „Es existierte kaum ein Dokument, das man nicht hätte erhalten können.... Man konnte die Stadtsiegel brasilianischer Großstädte ebenso finden, wie die Stempel eines kleinen Krankenhauses in Turkestan. In Leitakten stand wohin und mit welcher Farbe die Stempel gesetzt werden mussten und welche Papiere zusammengehörten“ ( siehe ebenda, S. 103 ).
Noch Fragen ? Mit solchen fälschungssicheren Dokumenten, die der russischen Regierung von faschistischen Geheimdiensten in Deutschland über Umwege zugeleitet wurden, sind in den Jahren bis 1937 in Russland so leider auch wertvolle Kommunisten angeklagt, eingekerkert und teilweise auch erschossen worden.
Dies aber in Kenntnis der Zusammenhänge der russischen Staatsführung unter Stalin anlasten zu wollen, wäre „den Bock zum Gärtner zu machen“ !
Darüber aber, dass die Moskauer Prozesse bis 1937 in der Sowjetunion im Wesentlichen ihre volle Berechtigung hatten, schrieben vor kurzem amerikanische Wissenschaftler und Kommunisten detailliert und mit Quellennachweis nieder. So wurden Trotzki und Co. seitens des amerikanischen Bankenmonopols Milliardenbeträge von Dollar erst zur Beseitigung der Errungenschaften der russischen Oktoberrevolution 1917 und später zum Sturz der russischen Regierung und dem Abwürgen des Sozialismus dort zur Verfügung gestellt. ( siehe : Michael Sayers /Albert E. Kahn „Die große Verschwörung gegen Russland “ in : Marxistische Schriftenreihe für Geschichte, Politik, Ökonomie und Philosophie übersetzt von Dr. Marianne Dreifuß, ISSN 1861-2954 ).Die Feinde des Sozialismus können sich über den Stein mit der Aufschrift „Den Opfern des Stalinismus“ nur die Hände reiben, denn ihre Rechnung ist aufgegangen. Sie wissen genau, dass damit unverdientermaßen nicht nur Stalin, sondern auch der Sozialismus und Kommunismus diskreditiert werden.Die Mehrzahl der Menschen, die jedes Jahr auf dem Friedhof in Berlin – Friedrichsfelde der im Auftrage der deutschen Monopolbourgeoisie ermordeten Kommunisten Karl – Liebknecht und Rosa Luxemburg gedenken, sind deshalb über die Aufstellung des Steines „Den Opfern des Stalinismus“ zu Recht empört. Noch immer gilt das Sprichwort: Wissen ist Macht ! Laßt uns dieses Wissen auch richtig anwenden und nicht durch unsere Unkenntnis bedingt, dazu beitragen, dass durch Geschichtsfälschung die Reaktion wieder mal obsiegt ! Brigitte Queck,2006

Leserbrief zum ND-Artikel „Das siebente Jahr“
Liebe Ulla Plener, auch mich trieb als Tochter eines antifaschistischen Elternhauses das Thema „stalinistische Repressionen“ um. Das Buch von H. Felfe “Im Dienst des Gegners“, ISBN 3-373-00273-7, das nicht nur die erfolgreiche Fälschung von Pfund,- und Dollarnoten, die auch nach dem Kriege nicht von echten zu unterscheiden waren, sondern ebenso die Fälschung von Dokumenten durch die faschistische Gestapo beschreibt, die schließlich über Umwege zu der für sie bestimmten sowjetischen Regierung gelangten, verhalf mir zu neuen Erkenntnissen, die durch Michael Sayers / Albert E. Kahn „Die große Verschwörung gegen Russland“, ISSN 1861-2954 ergänzt wurden.Diese beiden von mir angegebenen Schriften könnten einen Beitrag dazu leisten, das Thema Stalin, bzw. Stalinismus mit anderen Augen zu betrachten.
Brigitte Queck, Potsdam,
---------------------------------------------
Was die Vergewaltigungen nach dem 2. Weltkrieg anbelangt, anbelangt, so standen die Amerikaner, Briten--- obwohl diese nicht so viele Jahre gegen die den Faschisten erbittert gekämpft hatten--- in nichts den sowjetischen Soldaten nach ! Im Gegenteil !!
Und ich berichte hier als sogen. Zeitzeuge !
Schon 3 Tage nach der Befreiung vom Faschismus erließ der von Ihnen so gehasste Stalin einen Befehl, dass alle Vergewaltigungen mit sehr hohen Strafen geahndet werden sollen, bis hin zur Erschießung der betroffenen Soldaten.

Gleiches ist mir nicht seitens der USA, Großbritanniens, oder Frankreichs bekannt !!

Und die Behandlung der Kriegsgefangenen war unter Schwerstbedingungen in der Sowjetunion 100 Mal besser als die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen seitens der USA. Ich sage hier nur Rheinwiesen, wo Hunderttausende Kriegsgefangene( NACH DEM 2. WELTKRIEG(!!!) unter freien Himmel verreckt sind. Die Amis ließen ihnen KEINE UNTERKÜNFTE BAUEN UND WARFEN DEN DORTIGEN KRIEGSGEFANGENEN NUR BROT ÜBER DEN STACHELDRAHTZAUN !!!

Was die TUDEH-PARTEI ANBELANGT, kann ich Ihnen auch aus erster Hand berichten, dass diese in den vergangenen Jahren Ihre Haltung teilweise um 180 % geändert hat.
So, wie seinerzeit die Hälfte der irakischen KP 2003, die glaubte, wenn man an der Speerspitze der Amis in Bagdad einmarschiert, könne man dann den Sozialismus errichten !!!
Den VORMALIGEN LEITER DER TUDEH -Partei kannte ich sehr gut. Zwischen uns passte kein Blatt, bis er von den eigenen Leuten geschasst wurde !!

Mit der Einschätzung des Iran bin ich mit Ihnen voll einverstanden !
Es grüßt Sie
Brigitte Queck

Brigitte Queck  
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RE: DDR Sozialismus und heutiges Weltgeschehen

#4 von Dr.Josef Haas , 03.01.2018 15:09

Vielen Dank für Ihr Antwortschreiben!
Bitte machen Sie es sich aber in Sachen Analysierung des Stalinschen Terrors nicht zu einfach.
Mir ist zwar auch die Tatsache der Beeinflussung der Schauprozesse des Jahres 1937 durch den
Sicherheitsdienst des Dritten Reiches bekannt, welche der ehemalige SS-Obersturmführer und
seit 1972 Professor für Kriminalistik an der Berliner Humboldt Universität, Heinz Felfe, in
seinem von Ihnen erwähnten Buch beim Namen nennt.
Aber es geht doch um viel mehr und anderes.
Wie viele Millionen Menschen wurden schon unter Lenins Herrschaft, und viel mehr noch bei seinem
Nachfolger Stalin, ermordet. Noch dazu lange vor Hitlers Machtübernahme!
In diesem Zusammenhang seien hier nur die Opfer des ukrainischen Holodomor erwähnt.
Übrigens hat sich ja selbst die SED nach 1989 von all dem, wie Sie ja sicher wissen werden,
offiziell distanziert.
Die von Ihnen erwähnte Tatsache der Vergewaltigungen durch amerikanische, britische und
französische Soldaten ist mir selbstverständlich ebenfalls bekannt- und hier teile ich auch Ihre
Bewertung. Trotzdem bleibt das von mir- auf entsprechende Unrechtshandlungen von
Rotarmisten bezogene- eine Realität, welche niemals vergessen werden sollte, ebenso das
Umgekommen sein vieler deutscher Kriegsgefangener in den Lagern der Sowjetunion.
Meines Erachtens sollte man dabei ein derartiges Unrecht nicht dadurch relativieren, dass man
auf die entsprechenden sowjetischen Opfer in der deutschen Kriegsgefangenschaft verweist, wie das
ja in diesem Zusammenhang hierzulande gerne gemacht wird.
Selbstverständlich war Ihre Information in Sachen Tudeh-Partei für mich sehr interessant!

Auch von mir einen herzlichen Gruss
Ihr Josef Haas

Dr.Josef Haas  
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