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Der oberste Zensor

#1 von Dr.Josef Haas , 12.12.2017 07:00

Der oberste Zensor

Nun hat er also wieder zugeschlagen, und zwar in einer Art und Weise, die
man, zumindest außerhalb der deutschen Staatsgrenzen, wohl nur als Zensur-
androhung bezeichnen würde.
Hierzulande sind allerdings diese natürlichen Gesetze politischer Betrachtung
und Moral aber schon weitgehend außer Kraft gesetzt, zumal wenn es sich um den
"Zentralrat der Juden in Deutschland" handelt.
Dessen Präsident, Joseph Schuster, kann und darf daher "Gesetzesänderungen"
verlangen, "um antisemitische Kundgebungen von vorneherein untersagen zu
können."
"Wer israelische Flaggen verbrennt, stellt das Existenzrecht Israels in Frage, lehnt
es ab. Da stößt man an die Grenzen der Versammlungsfreiheit", erklärte er
gegenüber der Heidelberger "Rhein-Neckar-Zeitung".
Damit ist nun alles gesagt und das grundgesetzlich geschützte Versammlungsrecht
sicherlich bald im Eimer.
Von einem Existenzrecht des palästinensischen Volkes scheint dieser Würzburger
Mediziner sicherlich auch noch nie etwas gehört zu haben.
Ob es ihn überhaupt interessiert?
Künftig dürfte also von Seiten der deutschen Interessenvertretung Israels entschieden
werden, was hier gegen das zionistische Gebilde noch an Kritik vorgetragen werden darf,
was nach aller Erfahrung dann zu deren vollkommener Ausschaltung führen könnte.
Strafrechtliches Einschreiten gegen kritische Meinungsäußerungen zum Judenstaat
wären dann möglicherweise die nächste Konsequenz der Schuster´schen Forderung.
Letztendlich drängt sich hier ja schon irgendwie die Erinnerung an die stalinistische
Sowjetunion auf, wo jedwede "antisemitische Äußerung" mit der Todesstrafe belegt war.
Umso mehr verdient in diesen Zeiten des Generalangriffes der medialen Erfüllungsgehilfen
des Zionismus die "Deutsche Jugend für Palästina" uneingeschränkten Respekt und
Unterstützung, die- trotzdem- wieder zu Demonstrationen gegen die völkerrechtswidrige
Entscheidung Trumps aufgerufen hat, Jerusalem als "Hauptstadt Israels" anzuerkennen.
Die Zeichen der Zeit stehen also auf Sturm.
Infolgedessen sollten die Palästina-Freunde sich darauf einstellen!

Dr.Josef Haas  
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RE: Der oberste Zensor

#2 von Cengiz Tuna , 12.12.2017 12:07

Israelische Fahnen verbrennen darf man hier in Deutschland nicht und daran sollte man sich halten. Es bringt auch nichts. Auf Jugendliche, die brüllend durch die Straßen laufen und nur Angst bei der Bevölkerung hervorrufen, können wir verzichten. Das spielt nur den Zionisten in die Hände. Und ich würde mich nicht wundern, wenn die genau dafür solche Aktionen starten.

Ich frage mich nur, wo die vielen Muslime, speziell die Araber, bleiben, die es in Berlin gibt? Sonst prägen sie in Neukölln ganz schön das Stadtbild. An der Quds-Demo wollen sie nicht teilnehmen, weil die schiitisch ist - dann sollen die selber etwas starten. Überhaupt, wo bleiben die "Sunniten" international im Widerstand gegen die Besatzung? Schließlich machen sie 80 % der Muslime aus. Warum gehen die meist den US-IL-SA-Terroristen wie Al-Kaida, ISIS, Boko-Haram usw. auf den Leim? Wie kommt das?

Aber machen wir uns nichts vor, lieber Herr Haas, früher oder später wird man alle Demos und jeden Widerstand gegen den rassistischen Apartheidsstaat Israel verbieten, auch wenn keine Fahnen verbrannt werden. Jede Kraft, die sich gegen Israel stellt, wird als Terrorist gebrandmarkt. Anfangen tut es damit, das man rein humanitäre Spendenvereine wie das "Waisenkinderprojekt Libanon" verbietet, dann verbietet man einen Arm der Hisbollah, später wird die ganze Hisbollah als Terrororganisation gestuft. Dann kommen noch die Haschdi-Schabi, die Hamas, der islamische Dschihad, die jemenitische Ansarullah u.s.w. dazu. Hierzulande wird die friedliche BDS-Kampagne in Bedrängnis gebracht. Alles wird mit dem politischen Begriff Antisemitismus bekämpft!

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RE: Der oberste Zensor

#3 von Werner Arndt , 12.12.2017 14:55

Zitat von Dr.Josef Haas im Beitrag #1
Künftig dürfte also von Seiten der deutschen Interessenvertretung Israels entschieden
werden, was hier gegen das zionistische Gebilde noch an Kritik vorgetragen werden darf,
was nach aller Erfahrung dann zu deren vollkommener Ausschaltung führen könnte.


Einflussnahme des Zentralrats der Juden auf Information und Meinungsbildung ist jedenfalls Realität

Zitat
Arte zeigt umstrittene Antisemitismus-Doku

Nach der ARD hat sich auch Arte entschlossen, die zunächst zurückgehaltene Antisemitismus-Doku zu senden. ...

Die Doku war von Arte in Auftrag gegeben und vom WDR produziert worden. Arte hatte sich allerdings gegen eine Ausstrahlung entschieden, weil der Film grundlegend vom ursprünglichen Sendekonzept abgewichen sei. So habe der Fokus entgegen des Auftrages nicht auf europäischen Ländern gelegen, sondern auf dem Nahen Osten. Aufgrund von Artes besonderem Blickwinkel auf Europa sei das "nicht akzeptabel" gewesen. Auch der WDR sendete den Film unter Verweis auf handwerkliche Mängel nicht. Die Berichterstattung sei nicht ausgewogen gewesen, hieß es.

Die Entscheidung war stark kritisiert worden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte die Sender aufgefordert, den unter Verschluss gehaltenen Film über Antisemitismus freizugeben. ...

http://www.zeit.de/kultur/film/2017-06/a...hlt-ausgegrenzt



...ebenso wie verbreitete (Selbst-) Zensur.

Zitat
St. Pauli entschuldigt sich für antisemitischen Song

Der FC St. Pauli hat sich für die Auswahl eines Liedes im Rahmen der Partie gegen den MSV Duisburg (2:2) öffentlich entschuldigt. Vor dem Heimspiel am vergangenen Sonntag war der Song „Intifada“ der Band „Ska-P“ abgespielt worden. Das bedauerte der Verein nun.

„Das Lied „Intifada“ der Band Ska-P hat antisemitische Textzeilen. Das Lied hätte dementsprechend nie abgespielt werden dürfen, weil es gegen die Werte unseres Vereins und des friedlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens verstößt. Für das Abspielen des Songs bittet der FC St. Pauli um Entschuldigung“, hieß es dazu am Montag in einer Vereinsmitteilung auf der Homepage des Kiezclubs. …

In dem spanischen Lied heißt es unter anderem, dass nach dem Holocaust die Opfer zu Henkern geworden sind. Dabei bezieht sich der Song auf den Konflikt zwischen Israel und Palästina.

https://www.mopo.de/sport/fc-st-pauli/pa...n-song-29277924

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RE: Der oberste Zensor

#4 von Cengiz Tuna , 12.12.2017 15:40

Vom Song Intifada habe ich noch nie gehört. Habe mal gegoogelt:

Zitat
Aus rechtlichen Gründen haben wir den Songtext hier entfernt! (Redaktion Muslim-Markt)


(Sorry, dachte, wenn Link zur Quelle, dann in Ordnung)

Sicher wurden die gezwungen, sich zu entschuldigen, da der Verein sonst mit Konsequenzen zu rechnen hat.

Da wir gerade dabei sind. Es gibt es noch einen anderen „antisemitischen“ Fussballverein: Celtic Glasgow.

Siehe hier: "Jerusalem is Palestine, Fuck Trump."


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RE: Der oberste Zensor

#5 von Werner Arndt , 12.12.2017 16:54

Zitat
Da wir gerade dabei sind. Es gibt es noch einen anderen „antisemitischen“ Fussballverein: Celtic Glasgow.

Siehe hier: "Jerusalem is Palestine, Fuck Trump."




Just "the rebel´s choice".

"Seit Generationen: St. Pauli & Glasgow - Eine Freundschaft, die hält"


[sorry for off topic]


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zuletzt bearbeitet 12.12.2017 | Top

RE: Der oberste Zensor

#6 von Werner Arndt , 19.12.2017 09:43

An der Basis des FC St. Pauli besteht nach den Vorgängen um den Song "Intifada" weiterhin Klärungsbedarf.

Zitat von Superheidi
Nur mal doof gefragt: wieso und seit wann darf man eigentlich nicht mehr die Politik eines Staates sch... finden? Seit 1945?

http://www.stpauli-forum.de/viewtopic.php?p=4384939#4384939



Zitat von smashedup
Exakt. Damals wurde ein Gesetz erlassen, das besagt, dass jede Kritik an einem möglicherweise mal bestehenden, jüdischen Staat verboten ist. Trotz Mossad-Unterstützung schafft es die Meinungs- und Gesinnungspolizei aber bis heute nicht das Gesetz durchzusetzen...

http://www.stpauli-forum.de/viewtopic.php?p=4385023#4385023



Was würden Sie tun, wenn Deutschland so aussehen würde?


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