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Muslimische Wähler in Deutschland und der Apartheidsstaat Israel

#1 von Yavuz Özoguz , 16.01.2017 14:31

Muslimische Wähler in Deutschland und der Apartheidsstaat Israel

Oder warum völkisches Denken in der Westlichen Welt salonfähig gemacht werden soll!



Wer angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland nicht einen Weg der Vernunft gegen den Apartheidsstaat Israel anstrebt, der wird immer mehr Wählerstimmen verlieren.

Die Lebensmittelindustrie hat es schon längst bemerkt und lässt sich zunehmend halal zertifizieren. Immer mehr Fluggesellschaften bieten auch in Europa Halal-Speise auf ihren Flügen an und auch Krankenhäuser haben Halal-Mahlzeiten. Von der KFZ-Industrie über Haushaltswaren und Modeartikeln bis hin zur Kosmetikindustrie, immer mehr zukunftsorientierte Industriezweige stellen sich auf eine veränderte Kundschaft in der Zukunft ein. Dabei spielen die Flüchtlinge mehr oder weniger keine große Rolle, außer dass sie vielleicht mit dazu beigetragen haben, das Bewusstsein zu schärfen. Die Einzigen, die die Zukunft völlig zu verschlafen scheinen, sind die politischen Parteien.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen sprechen eine eindeutige Sprache. Die Bevölkerungen in Nordeuropa, und vor allem in einem so geburtenschwachen Land wie Deutschland, werden in absehbarer Zeit nicht signifikant wachsen. Das ist für ein auf den Wachstumswahn eingeschworenes Wirtschaftssystem sehr tragisch. Denn woher sollen die Konsumenten für das Wachstum kommen? Wenn es nicht mehr Käufer für die Zahnpasta gibt, dann muss man schneller als der Mitbewerber erkennen, welche Segmente der Bevölkerung in Zukunft wachsen. Und auch hier sprechen die Untersuchungen eine eindeutige Sprache: In absehbarer Zukunft gibt es nur zwei Segmente in der Bevölkerung, die wachsen werden. Das sind zum einen die Alten und zum anderen die Muslime! Letztere sind diejenigen, die noch im hinreichenden Maß die Last der Kindererziehung auf sich nehmen.

Was aber bedeutet es, wenn Muslime immer mehr werden und damit auch immer mehr Wähler einen muslimischen Hintergrund haben? Sicherlich gibt es genau so wenig „den“ muslimischen Wähler, wie es den christlichen Wähler gibt. Es gibt Muslime, die eher links wählen und Muslime, die eher das konservative Spektrum bevorzugen. So genannte „liberale“ Muslime sind genau so bekannt wie praktizierende. Manche trinken Alkohol andere halten das Alkoholverbot strikt ein. Manche Muslimas tragen Kopftuch, andere gehen auch mit Bikini an Strand. Die Bandbreite muslimischen Lebens in Deutschland dürfte genau so umfangreich sein, wie die Bandbreite unter Christen, Juden, Atheisten oder Andersdenkenden.

In einem Aspekt aber sind sich Muslime dermaßen einig, dass es verwundert, wie wenig deutsche Politiker dies bisher verstanden haben. Eine überwältigende Mehrheit der Muslime (und ihr Anteil darf seriös geschätzt weit über 80 % liegen), lehnen den Apartheidsstaat Israel ab! Sie Betrachten die Besatzung als Verbrechen, das nur mit Hilfe der westlichen Welt, insbesondere auch Deutschlands, aufrechterhalten wird. Hierbei geht es auch nicht um die Frage von Grenzen aus dem Jahr 1967 oder früher, oder um die Frage von Ein- oder Zeitstaatenlösungen. Die meisten Muslime lehnen das Konstrukt, dieses Kolonialgebilde Israel, grundlegend ab. Die Erläuterung dazu bedarf keiner Dissertation, sondern ist in wenigen Zeilen erläutert:

Ein Staat, der auf einer „Rasse“ (heute nennt man es Ethnie) aufbaut, wird stets die Menschen unterdrücken, die nicht zu jener Menschengruppe gehören. Wäre das nicht so, könnte jene andere Menschengruppe – insbesondere, wenn sie mehr Kinder bekommen – eines Tages die Überhand gewinnen. Nehmen wir dazu das Beispiel Deutschland. Einstmals war Deutschland ein Land mit überwiegender Mehrheit Christen. Dennoch war es kein „Christenland“ sondern Deutschland. Jeder „Deutsche“, also jedes Mitglied des Staatsvolkes, hatte gleiche Rechte und Pflichten, wie es unter anderem im Artikel 3 des Grundgesetzes verankert ist. In vielen Bundesländern sind Christen schon lange nicht mehr die Mehrheit, sondern Atheisten! Dennoch bleibt Deutschland ein Land der Deutschen, denn das Staatsvolk definiert sich über seine Staatsbürger und nicht über eine Rasse oder Religion! Wäre hingegen Deutschland ein „Christenland“ gewesen, müsste es sich bald umbenennen in „Atheistenland“ oder alle Nichtchristen unterdrücken bzw. zur Ausreise „bewegen“. Aber der Staat Deutschland ist kein rassistisches Land, selbst wenn einige Politiker Rassisten sind!

In Israel ist das anders. Israel kann den Artikel 3 des deutschen Grundsgesetzes niemals akzeptieren für sein eigenes Staatsgebiet. Daher können israelische Christen und israelische Muslime niemals gleichberechtigt sein mit israelischen Juden. Würden z.B. eines Tages Christen und Muslime mit israelischer Staatsbürgerschaft die Mehrheit erlangen, würde der „jüdische“ Charakter, auf den Israel durch die gesamte westliche Welt eingeschworen wird, verloren gehen. Da bereits jetzt Christen und Muslime mit israelischer Staatsbürgerschaft mehr Kinder bekommen als Juden im Land, ist Israel verpflichtet, Methoden zu finden, um diese Menschen zu verjagen. Die Zwei-Staatenlösung ist solch eine Methode. Viele der heute in Israel lebenden Palästinenser sollen dann ja in den zweiten Staat auswandern. Die Ultra-Zionisten hingegen bevorzugen die Dauerbesatzung. Eine Annexion kommt nicht in Frage, weil dann bereits jetzt die Nichtjuden eine Mehrheit hätten und der Apartheidscharakter des Staates noch deutlicher werden würde. Viele Deutsche dürfen über dieses Thema nicht weiter nachdenken. Sie werden mit der Ausschwitzkeule ruhig gehalten. Sie müssen daher einen Staat unterstützen, in der es aufgrund der Staatsideologie immer Bürger zweiter Klasse geben wird.

Das Apartheidsregime von Israel ist ein rassistisches System, das in seiner heutigen Form nicht mehr existieren würde, wenn der Rassismus aufgehoben werden würde. Daher pochen westliche Politiker auch stets auf dem „Existenzrecht“ Israels. Die gleichen Politiker bzw. ihre Vorfahren haben niemals auf dem Existenzrecht eines Burenstaates in Südafrika bestanden. Es war klar, dass es in Südafrika niemals einen „Zwei-Staatenlösung“ geben kann. Heute leben die Bevölkerungsschichten gleichberechtigt im Land. Israel war bis zuletzt der Staat, der die Apartheid in Südafrika unterstützt hat.

Der zukünftige deutsche und europäische Wähler, der immer mehr ein Muslim sein wird, wird sich gegen den Apartheidsstaat Israel positionieren. Ihn kann man mit der Ausschwitzkeule nicht mundtot machen. Seine Eltern oder Großeltern haben Juden aufgenommen in Nordafrika, im Orient oder in der Türkei, als sie in Deutschland verfolgt worden sind. Der Islam als Ideologie lehnt nicht nur jeglichen Rassismus ab, er lehnt sogar den Gedanken ab, dass man Menschen überhaupt in Rassen (oder Ethnien) einteilen kann. Die allermeisten Muslime sind keine Antisemiten, aber sie sind Antizionisten. Das ist eines der Gründe, warum die Vordenker des Zionismus die beiden Begriffe gleichzusetzen suchen.

Den mit Milliarden an Forschungsgeldern ausgestatteten forschern der westlichen Hegemonialpolitik, deren Höhepunkte sich in der heutigen Politik der USA und Israels widerspiegeln, haben schon längst erkannt, dass genau jene neue Wählerschaft in Nordeuropa zu einem Problem für die andauernde Expansionspolitik des Apartheidsstaates Israels werden könnte. Der Ausweg dazu ist: Völkisches Denken muss wieder etabliert werden.

Scheinbar schleichend, aber gleichzeitig mit einer unvorstellbaren Wucht wird das völkische Denken in die Politik der westlichen Welt und damit auch nach Deutschland getragen. Mit der AFD und sogenannten Querdenkern soll eine parlamentarische wie auch außerparlamentarische Kraft etabliert werden, die das völkische Denken verbreitet. Wie sieht dieses völkische Denken für Deutschland aus? Deutscher ist nicht mehr derjenigen, der deutscher Staatsbürger ist und Deutschland als seine Heimat betrachtet, sondern Deutscher ist, wer deutsches Blut hat. Um das zu beschreiben werden sonderbare Begrifflichkeiten kreiert wie „Bio-Deutscher“. Damit sollen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen wird dadurch das rassistische Denken der Zionisten relativiert (alle anderen denken ja auch so). Und zum anderen werden die Muslime und lautesten Gegner der Apartheidpolitik des zionistischen Kolonialprojektes unter Druck gesetzt. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die übelsten Vertreter einer rassistischen Politik in Europa gleichzeitig die heftigsten Befürworter eines rassistischen Israels sind.

Muslimische Wähler werden schon bald eine nicht mehr zu unterschätzende Wählerschicht darstellen. Diese Wählerschicht kann dazu beitragen, dass Deutschland von der Unterstützung einer rassistischen Unmenschlichkeit zu einem Leuchtturm für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt wird. Solch ein Frieden ist nicht möglich, so lange der Apartheidsstaat Israel existiert. Sobald es gleichberechtigte Bürger in Palästina gibt, können sie ihren Staat nennen, wie sie es wollen.

Die Welt steht an der Scheidwand zwischen Apartheidsstaat in Israel und damit verschweißten völkischem Denken in Europa oder einer Zukunft der Brüderlichkeit aller Menschen. Die Welt ist reich genug, um allen Menschen Wohlstand zu gewähren. Es sind die unersättlichen Wahnsinnigen, die Rassisten und Imperialisten, die Wachstumsfanatiker und Kapitalisten, die ihre Macht auf die Spaltung der Menschheit aufbauen. Ein praktizierender Muslim hingegen muss die Einheit aller friedliebenden Menschen anstreben. Für unsere Heimat Deutschland setzten sich daher immer mehr Muslime gegen den Apartheidsstaat Israel ein; auch als Beitrag zu Befreiung Deutschlands. Das sind wir allen unseren gerechtigkeitsliebenden Mitbürgern schuldig, seien sie Christen, Juden, Muslime oder Atheisten.


Yavuz Özoguz  
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