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So stellt man sich Heldinnen vor

#1 von Dr.Josef Haas , 10.04.2016 15:48

So stellt man sich Heldinnen vor

Das sehr rührige "Österreichisch-Arabische Kulturzentrum" hat sich mit einer Einladung
zu einem Vortrag einigen Ärger zugezogen.
Dessen Referentin ist die palästinensische Freiheitskämpferin Leila Khaled, die am
15.April in Wien über ihr Leben sprechen wird.
Dies verlief bekanntermaßen sehr aufregend und turbulent, wagte sie es doch in den
Jahren 1969/1970 mit zwei Flugzeugentführungen auf die schon damals erbärmlich zu
nennende Situation ihres Volkes hinzuweisen.
Als führende Repräsentantin der "Volksfront für die Befreiung Palästinas" bzw. der PLO
fühlt sich die mittlerweile 71jährige diesem bis zum heutigen Tag eng verbunden.
In diesem Zusammenhang war sie auch nie um eine eindeutige Analyse des israelischen
Staatsterrorismus verlegen, den sie, wie zahlreiche andere Menschen, für die mehr denn
je spannungsgeladene Situation in Palästina allein verantwortlich macht.
Eine derartige Wahrheitsliebe ruft natürlich sofort die nach wie vor dem Zionismus hörig
gebliebene Boulevardpresse auf den Plan, was in unserem Nachbarland in Gestalt der
Gratis-Zeitung "Heute" geschah. Diese unterstellte Frau Khaled, mit einem gefälschten
Reisepass nach Österreich einreisen zu wollen.
Eine grobe Lüge, die inzwischen zu mehreren Gegendarstellungen in der Alpenrepublik
geführt hat.
Aber mit der Unwahrheit agiert Israel ja bereits seit seiner Gründung und mißachtet
damit permanent das Völkerrecht und alle internationalen Rechtsnormen, wenn dies
seinen Interessen dient.
Infolgedessen bleibt auch der palästinensische Widerstand gegen die israelischen Landräuber
ebenso legitim wie bitter notwendig.
Leila Khaled hat sich um ihn in besonderer Weise verdient gemacht.
Dass sie deswegen der besondere Hass der Okkupanten ihrer Heimat trifft, kann folglich als
nahezu folgerichtig bezeichnet werden.
Die mutige Kämpferin für die Freiheit Palästinas wird er nicht beirren, dient doch all ihr Tun
allein dem Ziel, das 1974 Titel ihrer im Münchener Trikont-Verlag erschienenen Autobiographie
wurde: "Mein Volk soll leben!"

Dr.Josef Haas  
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