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Das neue Herrenmenschentum

#1 von Dr.Josef Haas , 17.11.2015 10:47

Das neue Herrenmenschentum

Die Vorgehensweise der westlichen Politik und ihrer Medienmeute blieb nach
den bekannten Ereignissen in der französischen Hauptstadt wie immer gleich,
wenn es Menschenleben aus deren Kulturkreis bei Terrorakten zu beklagen gab.
Die Betroffenheitsrituale reihten sich förmlich aneinander; man sprach von
"Anschlägen auf Freiheit und hiesige Lebensart."
Beim vorher gegangenen IS- Sprengstoffanschlag auf ein Beiruter Krankenhaus
suchte man allerdings absolut vergeblich nach einem derartigen Mitgefühl,
schließlich galt er ja einer Einrichtung der palästinensischen Freiheitsbewegung
Hisbollah.
Gleiches könnte man zu den mittlerweile in die Hunderte gehenden Menschenop-
fern sagen, welche durch den Einsatz amerikanischer Drohnen zu beklagen waren.
Zahlreiche von ihnen wurden dabei von Deutschland aus auf ihren todbringenden
Weg geschickt, an dessen Ende an Heimtücke nicht mehr übertreffbare
Kriegsverbrechen standen.
Dasselbe kann und muss zu den fast täglich registrierbaren Terrorakten der
israelischen Besatzer gegen die Bevölkerung Palästinas gesagt werden.
Während sich also die westliche Welt noch immer über den "Islamischen Staat"
ausheult, bleiben für sie nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich, nicht
europäische Tote absolut belanglose "Kollateralschäden", die für sie folglich
absolut irrelevant sind.
Auf diesen so furchtbaren Tatbestand ist gerade auf dieser Internetplattform
schon verschiedentlich hingewiesen worden. Mit Sicherheit wird er aber
weiterhin die Maxime der hiesigen Politik sein und bleiben, er kann sogar als
für sie wesenseigen bezeichnet werden.
Genau dies wird dann aber zu einer weiteren Eskalation in Form entsprechender
Gegenschläge führen (müssen), so bitter dies auch für die davon Betroffenen
und deren Angehörige sein mag.
Jene Maximierung des Schreckens bringt uns darüber hinaus der von Yavuz
Özoguz angesprochenen "Endzeit" ständig näher.
Sie allein wird aber zugleich die Entscheidung bringen, ob das Böse, das die
Menschen massiv, wie wohl selten zuvor in der Geschichte, umgibt und bedrängt,
eine Zukunft hat.
Denn wenn es tatsächlich einen Gott gibt, woran ich nicht zweifele, muss es
doch einmal ein Ende der Ausbeutung der Armen durch die Superreichen sowie
die Beseitigung der aktuellen Menschheitsplagen USA-Imperialismus und
Zionismus geben.
Die Katharsis, also die Reinigung, kann und wird nach aller Erfahrung aber
nur durch das Chaos geschehen können.
Infolgedessen stellen die Katastrophen, mit denen wir unentwegt konfrontiert
werden, Chance und Hoffnung zugleich für das Anbrechen einer neuen Zeit
dar, in welcher die Gerechtigkeit endgültig obsiegt hat und den Menschen ein
Leben frei von Unterdrückung und Ausplünderung verschafft.
Wenn es heute bis dahin auch noch unendlich weit zu sein scheint, besteht
doch trotzdem die berechtigte Hoffnung, dass nach vielen, unser Vorstellungs-
vermögen unendlich übersteigendem schrecklichem Geschehen, diese Vision
einer humanen Welt Wirklichkeit werden wird.
Schließlich würde ja alles andere unser Leben vollkommen sinnlos werden lassen.
Und weil dem so ist, kann und darf es keine Alternative zum Kampf gegen das
imperialistische Herrenmenschentum unserer Tage geben!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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Will der Westen wirklich keinen Terror – oder ist der Westen die Quelle des Terrors?
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