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Die Unlogik der Homo-Lobby

#1 von Yavuz Özoguz , 13.06.2015 13:54

Die Unlogik der Homo-Lobby

Wer sich heute gegen die Homosexuellen-Lobby stellt, wird auf dem Scheiterhaufen der Medien verbrannt. Dabei sind die Argumente der Homosexuellenbefürworter absolut unlogisch.

Über die spirituellen und sexuellen Hintergründe zur Ablehnung der Homosexualität aus islamischer Sicht wurde bereit in dem Artikel „Über Homosexualität - aus dem Buch "Liebesverschmelzung" “ berichtet. Heute soll der religiöse Aspekt einmal ausgeklammert werden, um auf Basis eines von allen Seiten gleichermaßen akzeptablen Verstandes und der Vernunft aufzuzeigen, wie ungerecht die Forderung der Homosexuellenlobby ist, die homosexuelle Partnerschaft mit der Ehe gleich zu stellen.

Vor wenigen Tagen hat die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer von der CDU Folgendes bezüglich der Ehe gesagt: „Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen“. Daraufhin wurde sie von der homophilen Mainstream-Medien öffentlich verdroschen mit dem Hinweis: „Kramp-Karrenbauer vergleicht Homo-Ehe mit Inzest und Polygamie“. Aber woher kommt die Vorstellung der Homosexuellen, dass ihre Form der „Ehe“ die einzig exklusiv erlaubte zu sein habe neben der heterosexuellen Ehe? Auf welcher Logik beruht jene Auserwählten-Vorstellung?

Tatsache ist, dass z.B. die Inzest-Beziehung von der Bevölkerung zum Schutz der Familie und als widerlicher Angriff auf die Natur des Menschen abgelehnt wird. Aber vom so genannten Ethikrat der Bundesrepublik Deutschland wurde sie in die Nähe des Erlaubten gerückt. Jedenfalls soll es in Zukunft keine Strafe mehr dafür geben, ginge es nach dem Ethikrat. Warum sollte dann also die Ehe zwischen Geschwistern nicht möglich sein, wenn es in der Vorstellung dieser Leute keinen Gott gibt, wenn es keine universelle Vorstellung von Ehe zwischen einem Ehemann und einer Ehefrau gibt und wenn die Ehe im materialistisch-kapitalistischen Wahn sich der Vorstellung von Lobbys anzupassen habe. Die Homosexuellen-Lobby argumentiert, dass die Inzest-Beziehung heute noch unter Strafe stehe. Das stand die Homosexualität vor einigen Jahrzehnten auch! Also kann das kein Argument sein. Und, wie erwähnt, ist der Ethikrat gegen eine Strafe. Nicht zuletzt muss sich auch das Bundesverfassungsgericht derzeit mit solch einem Fall herumschlagen, wo zwei Geschwister, die gemeinsame Kinder haben, geklagt haben.

Aber warum sollte Ehe auf zwei Personen beschränkt werden? Nach welcher Logik und nach welcher Definition hätte die Homosexuellen-Lobby das Recht, eine Ehe auf zwei Personen beschränken zu wollen? Was ist, wenn drei Personen miteinander heiraten wollen? Sollen sie dann auch ein Recht auf Adoption von Kindern erhalten mit Vater 1, Vater 2 und Vater 3? Das frage ich als Muslim! Im Islam ist zwar rein theoretisch eine Mehrehe unter sehr scher zu erfüllenden Voraussetzungen möglich ist, aber ich persönlich halte das für nahezu ausgeschlossen in unserer Zeit. Außerdem wären das im Islam mehrere Ehen zwischen jeweils einem Mann und einer Frau und nicht eine! M

Man kann – Gott bewahre – auch noch weiter spinnen! Warum sollte ein Mensch nicht seinen Hund heiraten dürfen? Erbrecht für Tiere gibt es in einigen Ländern und in Deutschland ist neuerdings auch ein Grabfeld eröffnet worden, wo sich Menschen mit ihren Haustieren gemeinsam beisetzen lassen können!

Natürlich würde die lautstarke Homosexuellen-Lobby bei solch einem Argument sofort aufschreien und einen solchen Vergleich als ungerechtfertigt strikt zurückweisen, aber warum? Auf welcher logischen Basis sollte solch einen Zurückweisung erfolgen? 2012 hat ein Gericht in Berlin eine Vereinsgründung, die für Sex mit Tieren werben wollte, zwar verboten. Aber erst seit 2013 sind sexuelle Handlungen mit Tieren als Ordnungswidrigkeit verfolgt, vorher war es in Deutschland erlaubt. Und der so genannte Zeta-Verein mit Sitz in Deutschland setzt sich für „Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung“ ein. Eine der Führungspositionen schreibt auf seiner in Deutschland gehosteten Homepage: „Derzeit lebe ich mit meinem menschlichen und meinen tierischen Lebenspartnern in Berlin.“

Derartige „Lebensformen“ erscheinen für die allermeisten Menschen geradezu absurd bis hin zu krankhaft! Aber warum sollte die homosexuelle Beziehung „besser“ sein? Jetzt wird das Argument kommen, dass man die Beziehung zwischen zwei Menschen nicht mit der Beziehung zwischen einem Menschen und einem Tier vergleichen kann. In diesem Fall bitten wir höflichst darum bei vielen Schoßhundbesitzern nachzufragen, ob ein Hund für sie nicht Menschersatz geworden ist. Doch selbst wenn man die Tiere wirklich ausschließen wollte, bliebe noch die Frage, auf welcher logischen Grundlage allein die Beziehung von zwei Menschen Ehe zu nennen sei und nicht von drei oder vier? Wenn die Religionen und die darauf aufbauenden Kulturen ausgerechnet hier als Argument herangezogen werden, dann sei daran erinnert, dass keine der Religionen Homosexualität akzeptiert, selbst wenn manche verbeamtete Kirchenvertreter ihre eigene Religion auf den Kopf stellen.

Bei der aktuellen Diskussion geht es gar nicht mehr um die Akzeptanz der Hoho-Ehe. Sie ist in Deutschland ja faktisch schon längst anerkannt! Es geht nur noch um das Adoptionsrecht fremder Waisenkinder. Allein der Ansatz der Diskussion verdeutlicht, wie sehr in der kapitalistisch-materialistischen Welt nicht das Wohl der Betroffenen, sondern eine Art „Konsum“ der Möchtegerneltern im Vordergrund steht. Denn es gibt kein Recht auf Waisenkinder! Nirgendwo in der Welt gibt es ein Recht von Menschen, Waisenkinder an sich binden zu dürfen. Vielmehr sind Waisenkinder die ärmsten und hilflosesten Schutzbedürftigen, die eine Gesellschaft haben kann. Es ist nicht das Recht von Eltern – nicht einmal von heterosexuellen Eheleuten – solche Kinder haben zu dürfen. Vielmehr ist es eine Verpflichtung der Gesellschaft, diesen hilflosen Kindern geeignete Eltern anzubieten.

In einer Gesellschaft, in der wegen dem Gender-Mainstream-Wahn nicht sämtliche wissenschaftlichen und vernünftigen Erkenntnisse ausgeklammert werden, liegt das Wissen vor, dass männlich und weiblich nicht identisch sind. Mann und Frau sind nicht nur körperlich unterschiedlich, was die Gender-Mainstream-Wahnsinnigen ja auch zu ändern versuchen. Beide Geschlechter haben ihre Besonderheiten! Die Frage, die sich an dieser Stelle stellt, ist, warum man einem Waisenkind die Aspekte eines Geschlechts vorenthalten will, nur damit irgendwelche „Eltern“ ihre Lust auf Kinder befriedigen können? Anders kann man das nicht ausdrücken. Denn wir leben ja nicht in einer Gesellschaft, in der es solch ein Waisenkinderüberschuss gibt, dass die Adoptionswilligen heterosexuellen Ehepaare nicht ausreichen würden. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt erheblich mehr adoptionswillige heterosexuelle Ehepaare als zur Adoption freigegebene Kinder bzw. Waisenkinder ohne Verwandte! Warum sollte in dieser Situation ein Kind auf die Aspekte eines Geschlechts bei der eigenen Erziehung verzichten müssen?

Oft wird mit der demokratischen Mehrheit argumentiert, die die Adoption durch homosexuelle Paare erlauben wolle. Aber man kann fast jedes Ergebnis in die gewünschte Richtung lenken, wenn nicht die richtige Frage gestellt wird. Die gestellte Frage bezog sich stets auf die Möchtegerneltern. Nie wurde das Wohl des Kindes abgefragt. Wenn man aber die Frage stellen würde, welche Eheform als Eltern bzw. Vormund würden sie selbst für sich vorgezogen haben oder für ihre Kinder vorziehen, wenn sie zu Waisenkindern geworden wären? Zweifelsohne würde ein überwältigende Mehrheit Vater und Mutter vorziehen!

Nicht zuletzt bliebe noch die Frage, was solch ein derart massiv politisch durchgekämpftes Ansinnen in einer Gesellschaft soll, die die niedrigste Geburtenrate der Welt hat? Wer die Ehe zerstört, zerstört die gesamte Gesellschaft. Die deutsche Gesellschaft ist eine leistungsstarke und fähige Gesellschaft, die vieles in dieser Welt erreichen könnte, im Guten wie im Zerstörerischen. Die kapitalistisch-imperialistischen Mächte dieser Welt benötigen ein willfähriges Deutschland. Und dafür muss die immer noch bestehende Familie in Deutschland zerstört werden (und nicht nur in Deutschland). Wer verstehen will, warum das Feindbild Islam derart übertrieben hochgehalten wird – gerade auch in Deutschland – muss wissen, dass die Familie im Islam heilig ist, selbst wenn manche Muslime das nicht hinreichend würdigen. Die größten Persönlichkeiten der Weltgeschichte und die größten Heiligen entstammen heiligen Familien mit Vater und Mutter bzw. ihrem gleichwertigen Ersatz, falls das Kind Waise wurde. Der größte Märtyrer für Wahrheit im Islam Imam Husain hatte die heiligste Mutter Fatima und den heiligen Vater Imam Ali. Jesus hatte die zu ihrer Zeit heiligste Mutter Maria und den Vaterersatz Prophet Zacharias.

In Deutschland werden die Muslime – zusammen mit einigen verbliebenen mutigen Katholiken – das Ideal der gemischtgeschlechtlichen monogamen Ehe hochhalten. Und wir werden versuchen, diese Ehe auch vorzuleben. Und jeder entscheide dann selbst, was gut für die Menschheit ist.

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RE: Die Unlogik der Homo-Lobby

#2 von Fatima Özoguz , 13.06.2015 14:35

Kurioserweise sind gerade diejenigen, die sich ebenfalls gegen Frühsexualisierung von Kindern und Homoehe wenden, leider auch die vehementesten Islamhasser.


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RE: Die Unlogik der Homo-Lobby

#3 von Dörte Donker , 14.06.2015 10:36

Dass diejenigen, die sich gegen Homoehe und für den Erhalt der Familie und gegen Frühsexualisierung einsetzen gleichzeitig die größten Islamhasser sind, lässt sich nur dadurch erklären, dass diese mit ihrem christlichen Hintergrund oder als gläubige Christen, vor einer Religion warnen müssen, die eine andere Lehre vertritt, als die Christliche.
1. Es gibt für sie keinen anderen zu Gott als über den Sohn Jesus Christis.
2. Es wird im NT vor einer neuen Lehre gewarnt, die die Menschen von diesen Weg abbringen soll.

Mir kommt es aber manchmal vor wie eine Angst davor, dass es mit dem Eintreten des Islams in die Zeitgeschichte noch einen weiteren Weg zu Gott gibt, der zwar den Menschen viel abverlangt, aber ebenfalls eine Offenbarung ist und ein Angebot Gottes, ihm nahe sein zu können.


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RE: Die Unlogik der Homo-Lobby

#4 von Fatima Özoguz , 14.06.2015 11:05

Liebe Dörte

es sind ja nicht nur die gläubigen Christen, die so denken, bzw. die eher noch weniger, wenn man von Evangelikalen absieht. Vielmehr sind es auch konservative Nationalisten darunter, die gar nicht an Gott glauben, nach eigenem Bekunden. Manche von ihnen sind sogar bereit, mit den Zionisten zusammenzuarbeiten, nur gegen den Islam.
Eine gewisse Angst mag aber bei beiden vorhanden sein.


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RE: Die Unlogik der Homo-Lobby

#5 von Dörte Donker , 14.06.2015 22:35

Liebe Fatima

das ist auch deren größte Fehler, dass sie nicht erkennen, wer der wahre Weltenfeind ist.
Aber viele von denen machen schon eine Wandlung durch.
Ich lese auch oft nationale Seiten. Dabei fällt auf, wenn es um den Islam geht, völlig falsche Vorstellungen und Fehlannahmen immer wieder wiederholt werden. Ich denke, wenn man denen mal massivst erklären würde und zwar immer wieder, wie der Islam wirklich ist, dann würde so mancher zum Nachdenken kommen. Im Grunde genommen interpretieren viele auch das, was sie im Christentum ablehnen, einfach in den Islam hinein. Auch das zeigt, wie wenig diese Leute vom Islam wissen.


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#6 von Yavuz Özoguz , 23.06.2015 14:27

Der heutige Artikel in Telepolis drückt mit etwas "harten" Worten das aus, was hier veruscht wurde darzulegen
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