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Polit-Talkshow mit Anne Will über geplante Inthronisierung von Gauck als Bundespräsident

#1 von Brigitte Queck , 16.03.2012 22:47

Am 22. Februar und 14. März 2012 haben wir uns im ARD die Polit-Talkshow mit Anne Will angeschaut.

Die Verteidiger von Joachim Gauck waren in der Überzahl. Auffällig war, dass jetzt plötzlich die Fragen der hohen Vertrauensstellung und des hohen moralischen Anspruchs an das Bundespräsidentenamt,die Wulff "so bitter enttäuscht" habe, gar nicht mehr gestellt wurden. So wurde die Frage seiner wilden Ehe mit Daniela Schadt mit Bemerkungen, wie, das sei Gaucks Privatsache, einfach weggedrückt. Dabei spielt eine solche Frage für die überwiegend einer Religion zugehörigen Menschen, aber auch für Atheisten in Deutschland durchaus eine wichtige Rolle, zumal man Joachim Gauck und Daniela Schadt neben sexueller Unmoral und Sittenlosigkeit, auch noch persönliche Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung (Bereicherung aus berechnendem Eigennutz) im Amt vorwerfen kann, weil Joachim Gauck seine Daniela jetzt zur First Lady in Bellevue mit allen Privilegien erheben will, obwohl er sich erst mal unverzüglich von seiner Noch-Ehefrau scheiden lassen müsste und die Grande Dame Daniela noch wenige Tage vor der Designierung von Joachinm Gauck zum Bundespräsidenten erklärte, dass eine Heirat mit ihm außer Frage stände (sicherlich auch, weil er 20 Jahre älter als sie ist). DER GELIEBTE TRAUMMANN IST JOACHIM FÜR SIE OFFENSICHTLICH NICHT! Als First Lady in Bellevue steht sie aber einer ehelichen Beziehung plötzlich offen gegenüber. Das ist für die Bürger und Bürgerinnen bei aller Toleranz in Sachen Sexualmoral inakzeptabel oder zumindest schwer vermittelbar.

Statt über solche Fragen der Glaubwürdigkeit des Bundespräsidenten wurde bei Anne Will hauptsächlich über die Stellung Gaucks zu den Begriffen Freiheit und Demokratie diskutiert, wobei einige Diskutantinnen und Diskutanten nur vermissten, dass er nicht auch von Gerechtigkeit und Solidarität reden oder diese als nachrangig bewerten würde. Dann wurde über die positive Gaucksche Bewertung des Buches von Sarrazin "Deutschland schafft sich ab" als "mutig" diskutiert. Wieder wurde das dann quasi als nicht so gemeint entschuldigt.
Wir sind der Meinung, dass Joachim Gauck als Kind von zwei überzeugten Nazis (seine Mutter war sogar NSDAP-Mitglied noch vor 1933) durchaus noch viel Nazi-Ideologie in seinem Kopf hat. Das zeigen auch seine Äußerungen über die sozialdarwinsche Bestenauswahl, mit der er gegen Sozialleistungen an Bedürftige auftritt. Ein entsprechendes Zitat von Joachim Gauck wurde auch in der Anne Will-Talkshow vom Mittwoch den 14. März gezeigt. Wir dürfen den sozial Schwachen nicht helfen, weil das zur Degeneration der Menschen führt, jeder trägt Eigenverantwortung, sagte und schrieb er mehrfach sinngemäß. Das heißt im Klartext: der Mensch muss sich im Leben auch mitunter skrupellos durchboxen, um überleben und gut leben zu können, was dann nach Darwin und seinen Anhängern zur "Bestenauswahl" führt. Das war auch, auf Völker bezogen, die Ideologie der deutschen Nationalsozialisten.

Wir möchten jetzt davor warnen, die Figur Joachim Gaucks zur untadeligen Kultfigur zu erheben. Tendenzen sind deutlich bei denjenigen zu erkennen, die ihn auf den Schild gehoben haben. Seine besondere Eignung als Bundespräsident wurde dann auch von einigen Diskutanten und Diskutantinnen in der Talshow-Sendung vom 14. März geradezu in höchsten Tönen gelobt, obwohl er z. B. juristisch völlig ungebildet ist.

Der geladene Kritiker von Gauck, Peter Michael Diestel, bekam von Anne Will wenig Redezeit, und wenn er auf das Terpe-Papier im Zusammenhang mit seinem gegen Gauck geführten Gerichtsprozess zu sprechen kam, wurde er gleich lautstark von anderen Diskutanten unterbrochen(zur Erklärung: Stasi-Hauptmann Terpe war mehrere Jahre Führungsoffizier von Pfarrer und Kirchenfunktionär Joachim Gauck, der von ihm als OV Larve geführt wurde. Dass Joachim Gauck sich bei seinen zahlreichen über Jahre hinziehenden Gesprächen mit der Stasi und vielen Berichten an die Stasi auch für bestimmte in die Bredouille geratene Personen einsetzte, wie in Diskussionsbeiträgen bei Anne Will durchschien, sei Joachim Gauck unbenommen. Er wollte als Stasibegünstigter nicht nur für sich etwas herausholen, sondern tat das auch für andere. Das entlastet ihm nach den Kriterien der späteren Gauck-Behörde (BSTU) aber nicht von seiner Täterrolle für die Stasi, denn zu Gunsten von Menschen gearbeitet zu haben, das nahmen auch viele offizielle und inoffizielle Mitarbeiter der Stasi für sich in Anspruch, die aber trotzdem dann auf Grund ihrer Funktionen sowie ihrer Stasiakten die berufliche Arbeit oder bestimmte Positionen und Funktionen verloren haben, also kalt entlassen und kalt gestellt wurden, und das dann auch noch mit manipulierten und gefälschten Akten, wie das bei Stefan Heym der Fall war.
Joachim Gauck ließ als Chef der BSTU auch Bürger und Bürgerinnen mit angeblichen Stasi-Akten als sog. Täter belasten die sich der Mitarbeit für die Stasi verweigert haben oder über die irgendwelche zugestellte Akten von Staats- und Parteifunktionären verwahrt wurden bzw. nachtäglich noch von außen beschafft wurden. Das kann die Straftatbestände der Urkundenfälschung in Tateinheit mit Amtsanmaßung (Kompetenzüberschreitung) sowie der Verleumdung und falschen Verdächtigung erfüllen.

Die Nutzung von hinterlassenen Stasiakten erfolgte zudem seitens von Joachim Gauck bzw. der von ihm geleiteten Behörde unter Außerachtlassung des Tatbestandes, dass Akten noch vor dem Datum des 3. Oktobers 1990 in umfassenden Maße bereinigt und gesäubert worden sind.
Auch die Tatsache, dass Joachim Gauck unbeobachtet mehrere Stunden mit seinen Stasi-Akten allein verbringen konnte und sie offensichtlich von ihn selbst Belastendem gesäubert hat, wie Diestel in Veröffentlichungen mehrfach feststellte, kam nicht zur Sprache.

Das einzig Negative für Joachim Gauck, das in der Anne Will-Talkshow vom 14. März zum Ausdruck kam, war, dass die "Bürgerrechtler" der ehemaligen DDR Joachim Gauck die Rolle als gestandenen Bürgerrechtler oder gar Schrittmacher der Bürgerrechtsbewegung absprechen. Ein Pfarrer sagte: vor dem Sturz Honeckers war Joachim Gauck auf keiner Veranstaltung der sich im Untergrund formierenden Bürgerrechtsbewegung zu sehen und zu hören. Joachim Gauck sprang erst im November 1989 auf den fahrenden Zug der Bürgerrechtsbewegung und des Zusammenbruchs der DDR auf, als dies ohne persönliches Risiko war.

Was ihm, Joachim Gauck, besonders die Ostdeutschen verübeln und in der "Tafelrunde" von Anne Will nicht zum Ausdruck kam, ist noch Folgendes: Der Mann hat mit seiner Familie sowie seinen Freunden und Freundinnen in der DDR bestens gelebt, auch in materieller Hinsicht. er konnte unbegrenzt auch nach dem Westen reisen, Westpakete und Westgeld empfangen usw., er war Stasibegünstigter und privilegierten Kirchenfunktionär. Die DDR-Behörden und auch die Stasi behandelten ihn fair, zuvorkommend und sehr tolerant. Warum ist dann ein solcher Mann so schrecklich bösartig intolerant sowie erhaben rechthaberisch und rachsüchtig? Viele sehen den Grund dafür in seinem fanatischen Antikommunismus und Antisozialismus. Manche führen das u.a. auf das tragische Schicksal seines Vaters zurück, der von einem sowjetischen Gericht 1951 wahrscheinlich auf Grund von Anzeigen von Matrosen gegen ihren Exkapitän und Beweiserhebungen zu zwei mal 25 Jahren Haftlager verurteilt worden war und 1955 infolge der Adenauer-Intervention in Moskau zusammen mit etwa 25000 verurteilten deutschen Angehörigen der Wehrmacht und SS vorzeitig freikam. Als Schiffskapitän eines Transportzwecken dienenden Schiffes auf der Ostsee sei sein Vater wegen Ende 1944/Anfang 1945 verübter oder angeordneter Kriegsverbrechen verurteilt worden, besagen einige noch unbelegte russische Quellen.

Dann sollte Joachim Gauck jetzt endlich mal öffentlich auftreten und zeigen, dass er wirklich der meisterhafte volksnahe Rhetoriker und Argumentator ist, als den man ihn deklariert. Tage lang nach seiner Designierung blieb der Öffentlichkeit nur die Äußerung von ihm bekannt "Ich bin ungewaschen von der Nachricht meiner Designierung überrascht worden und noch etwas verwirrt". Seitdem handelt er offenbar nach der Devise: Wann ich rede, bestimme ich, und da ihr mich so und so wählen und akzeptieren müsst, kann das "Volk" auch warten, bis ich mich herablassen werde, zu reden, Interviews zu geben und dergleichen. So blieben seine bisherigen öffentlichen Äußerungen vor laufenden Kameras nach seiner Designierung in Deutschland kurz, knapp und verwaschen. Nur in Lodz in Polen hielt er unlängst eine längere Rede (sie liegt in Polnisch vor), in der er nicht nur die deutschen Verbrechen gegen die Polen während des 2. Weltkrieges verurteilte, sondern auch im Namen der Freiheit den polnischen Widerstandsgeist und Kampfesgeist gegen den Kommunismus und ebenso gegen Russland in der Geschichte als einzigartig hervorhob. Wozu das jetzt dienen soll, ist eine wichtige politische Frage. Bereitet man einen neuen "Ostfeldzug" bzw. eine "Große Orange Revolution" in den GUS-Staaten vor, diesmal nicht von den westlichen NATO-Staaten und Deutschland allein, sondern vor allem im Bündnis mit Polen?

Dr. Hans-Jürgen Falkenhagen/Brigitte Queck

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RE: Polit-Talkshow mit Anne Will über geplante Inthronisierung von Gauck als Bundespräsident

#2 von Brigitte Queck , 17.03.2012 14:21

In Verbindung mit der geplanten Inthronisierung von Gauck als Bundespräsident machen wir auch auf folgende Zeitungs-Beiträge aufmerksam: auf den am Sonnabend/Sonntag, den 17./18. März 2012 in der Zeitung "junge Welt", Berlin, stehenden Leitartikel. "Wir sagen an dieser Stelle einfach mal (zu Gauck) Nein danke", ferner auf den Artikel in der selben Ausgabe von "junge Welt" auf Seite 10/11 "Ihr Mann von morgen" von Thomas Wagner, der das völkisch-faschistische Gedankengut von Joachim Gauck analysiert, sowie auf das Gespräch mit Manfred Manteuffel, ehemals zu DDR-Zeiten Kirchenrefent im Rat des Bezirks Rostock, auf Seite 8 der selben Ausgabe von "junge Welt",der auf die Privilegien und Stasiverbindungen von Joachim Gauck und auch auf die Verwicklungen von Joachim Gaucks Vaters in Nazi-Kriegsverbrechen eingeht. Es heißt über den Vater von Joachim Gauck: die Verurteilung des Kapitän zur See in der Kriegsmarine, Gauck, "HÄNGE MIT DER ERSCHIEßUNG KRIEGSGEFANGENER ZUSAMMEN".Gauck hat also, WAS DIE INHAFTIERUNG SEINES VATERS IN DER NACHKRIEGSZEIT ANBELANGT, EINDEUTIG GELOGEN, WENN ER SAGT, DASS DIES AUFGRUND VON DESSEN ANTIKOMMUNISTISCHER HALTUNG GESCHAH !!
Jeder, der am Sonntag Gauck seine Stimme geben will,sage später nicht, er habe von alle dem nichts gewußt !!

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RE: Polit-Talkshow mit Anne Will über geplante Inthronisierung von Gauck als Bundespräsident

#3 von Fatima Özoguz , 18.03.2012 12:32

Gauck ist parteilos. Das ist aber auch schon das Einzig Positive, was mir bei ihm einfällt. Atlantiker durch und durch, udn wenn einer so viel von "Freiheit" schwafelt, meint der mit Sicherheit nicht die, die w ir meinen. Sondern Freiheit für die Reichen. Daher kann ich mich diesem Artikel von Jürgen Elsässer nicht so recht anschließen:
http://juergenelsaesser.wordpress.com/20...rasident-gauck/


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zuletzt bearbeitet 18.03.2012 | Top

   

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