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Die Koaltion der Gottlosen

#1 von Dr.Josef Haas , 02.04.2015 20:38

Die Koalition der Gottlosen

"Geschichte wiederholt sich nicht. Sie bleibt nur gleich".
Diese Aussage des Kabarettisten Werner Schneyder ließe sich durchaus als Überschrift
über einen Vergleich setzen, der auf den ersten Blick vielleicht etwas absonderlich
klingen mag, aber dennoch durchaus angebracht scheint. Gemeint sind in diesem
Zusammenhang die offensichtlichen Parallelen zwischen dem vor 397 Jahren begonnenen
"Dreißigjährigen Krieg" und den gegenwärtigen Ereignissen im Jemen.
Bekanntlich erschien das im Jahre 1618 ansetzende damalige Völkerringen ja anfangs-
und deswegen diese historische Reminiszenz- als Konfrontation zwischen Katholiken und
Protestanten, verlor allerdings den Rang eines konfessionellen Ringens aber sehr bald durch
das militärische Eingreifen Schwedens und Frankreichs auf deutschem Boden, die dann
dort unter religiösen Vorwänden versuchten, Machtpositionen zu gewinnen.
Gleiches geschieht derzeit, natürlich unter anderen Vorzeichen, im Mittleren Osten,
wo sich eine unter Führung Saudi-Arabiens stehende Koalition sunnitischer Staaten bemüht,
den dortigen Einflus des Iran zurückzudrängen.
Selbstverständlich wird dafür natürlich auch heute die Religion strapaziert, weshalb das
Ganze, zumindest in den hiesigen Medien, zur Auseinandersetzung zwischen Schiiten und
Sunniten hochstilisiert wird.
Die Leidtragenden sind und bleiben bei all dem jedenfalls die Jemeniten, deren ohnehin
meist kümmerlichen Behausungen von saudischen Bomben zerstört werden.
In dieser Situation, wo das von Riad aus geführte US-hörige Mörderbündnis mit immer größerer
Brutalität in Erscheinung tritt, fragt man sich jetzt natürlich fast unwillkürlich:
"Was würde der Prophet eigentlich dazu sagen?"
Diese Frage zu stellen heißt sie ebenso schnell wie eindeutig beantworten zu können.
Er könnte ja nur mit all der einem Menschen überhaupt zur Verfügung stehenden Verachtung
auf dieses Verhalten der saudischen Mörderbanden und ihrer Kumpane aus den Golfländern
sowie Ägypten und Pakistan reagieren!
Noch dazu, wo sich die islamischen Heiligtümer Mekka und Medina im Herrschaftsbereich der
Saudis befinden und diese allein schon deshalb zu einem besonders gottesfürchtigen Verhalten
verpflichtet wären. Bekanntlich ist aber das genaue Gegenteil- und dies bereits seit mehreren
Jahrzehnten- der Fall.
Mir fällt zu dieser permanenten Blasphemie daher nur noch dieser Ausspruch
des jüdischen Künstlers Max Liebermann aus dem Berlin der 1930er Jahre ein,
dem auf das aktuelle Saudi-Arabien bezogen, wahrlich nichts hinzuzufügen ist:
"Ich kann nicht soviel fressen, wie ich kotzen müsste!"
Genauso trifft er aber auch den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder,
der sich vor wenigen Tagen in Kairo geradezu euphorisch über die von der "Arabischen Liga"
angekündigte Aufstellung einer "Panarabischen Armee" äußerte, welche natürlich von vorneherein
nur dieser einen Zielvorgabe zu dienen hat: Bekämpfung der schiitischen Gruppierungen auf der
Arabischen Halbinsel.
Diesen willfährigen Erfüllungsgehilfen im Solde der Riader Ami-Lakaien und damit letztlich der
zionistischen Staatsterroristen wünschte Herr Kauder viel Glück.
In den Aktivitäten dieser mittelöstlichen USA-Eunuchen sieht er zudem einen "großartigen Schritt",
wohl in die gleiche Richtung, welcher auch er seit langem dient: Weltbeherrschung durch den
Imperialismus made in Washington.
Die Gebote von Friedfertigkeit und Menschenliebe, die der heilige Koran eigentlich fordert, stellen
hier jetzt natürlich ein Hindernis dar, welches es folglich zu beseitigen gilt.
Infolgedessen überrascht es nicht, wenn Ägypten zum gleichen Zeitpunkt den Bewohnern des südlichen
Gazastreifens die Stromversorgung kappt.
Damit zeigte der nach Saudi-Arabien wichtigste Komplize dieser hier ins Blickfeld gerückten Zusammen-
rottung gegen die Glaubensgebote sein wahres Gesicht. Und dies ist nur als die Fratze eines
Untieres identifizierbar. Jede andere, gemäßigtere, Formulierung verbietet sich ja nun von selbst, wenn
man sich auch nur ansatzweise mit dem gefühlskalten Kairoer Verhalten gegen die schon seit langem
extrem leidgeprüften Bewohner Gazas befasst.
Noch scheint zwar gegen das menschenverachtende Gebahren der amerikanischen Muslim-Söldner kein
Kraut gewachsen zu sein, weshalb deren bisherige Verbrechen gegen die Menschlichkeit vielleicht erst
den Anfang einer furchtbaren Kette weiterer unvorstellbarer Gewalttaten darstellen.
All dies ist heute noch nicht absehbar. Eines aber ganz gewiß: Der Prophet würde sich mit Grausen von
diesen seinen so "getreuen Anhängern" abwenden.
Eine seinen Worten und Taten entsprechende Handlungsweise kann daher also nur darin bestehen, die
von Herrn Kauder so bejubelten Kräfte als das zu charakterisieren was sie tatsächlich sind:
Koalitionäre des Teufels und seiner finsteren Bestrebungen!

Dr.Josef Haas  
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RE: Die Koaltion der Gottlosen

#2 von Cengiz Tuna , 03.04.2015 19:41

Sehr geehrter Herr Haas, das ist - wie immer - sehr treffend formuliert. Vielen Dank dafür.

Jetzt hat auch der Vorbeter und Koranrezitator (als Imam möchte ich diesen Menschen nicht bezeichnen) der Heiligen Moschee in Mekka (Kaaba), Abdul Rahman al-Sudais, den Schiiten und Iran den Kampf angesagt.

http://www.thefiscaltimes.com/2015/04/02...lls-All-Out-War

Als ob die Besatzer dieser heiligsten Stätte nicht schon genug Unheil angerichtet hätten. Die Fronten werden immer sichtbarer. Jedenfalls für die, die es sehen wollen.

Cengiz Tuna  
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