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Ist der Quds-Tag "überholt"?

#1 von Fatima Özoguz , 22.07.2014 20:52

In Gesprächen mit manchen Muslimen kam beim einen oder anderen der Gedanke auf, dass der Quds-Tag bald sozusagen überholt wäre, da jetzt genug Widerstand aus der Bevölkerung käme. Außerdem könnte man ja zu anderen Demos gehen, die am gleichen Tag , also am kommenden Freitag, den 25. Juli abgehalten werden.
Nun mag nicht jeder den langen Weg nach Berlin machen können, dann ist es immerhin besser, man demonstriert in seiner Stadt, als gar nichts zu tun.
Allerdings habe ich gewisse Organisationen schon im Verdacht, dass sie ausgerechnet am Quds-Tag in ihren Städten ihre eigenen Demonstrationen veranstalten, um die Leute abzuhalten, den Quds-Tag in Berlin zu besuchen.

Der Quds-Tag wurde von Imam Khomeini (qs) eingeführt, als Zeichen der Solidarität mit allen Unterdrückten, vor allem natürlich aber in Palästina.
Er wird jedes Jahr im letzten Freitag des Heiligen Monats Ramadan durchgeführt, am "Jum´a tul wida´", dem Abschiedsfreitag. Es ist der Tag des Kampfes gegen die Unterdrückung und Entrechtung von Millionen Menschen. Er ist also keine Demonstration wie jede andere, er ist eine heilige Tat, wenn sie entsprechend durchgeführt wird, und daher auf keinen Fall durch "normale" Demos zu ersetzen.
Imam Khomeini (qs) hat die Befreiungstheologie des Islams, die der Prophet und seine Ahl al- Bait repräsentieren und die lange vergessen war in der islamischen Welt, wieder aktiviert. Imam Khamenei führt sie fort, und die revolutionären Muslime, vor allem die muslimische Jugend, müssen sie weitertragen.
Der Quds-Tag ist also untrennbar verwoben mit der islamischen Befreiungstheologie.
Es ist gut, wenn Muslime in vielen Städten auf die Straße gehen. Aber das kann nur ergänzungsweise geschehen, es macht den Quds-Tag mitnichten überflüssig!

Weiterhin, selbst wenn die Israelis irgendwann eine Pause bei ihren Massakern einlegen, wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Es gab mehrere Demonstrationen und sehr originelle Aktionen 2008 / 2009, als
Israel sein Massaker "cast lead" verübte. Eine davon ist diese hier:

http://blutfuerdiebundeskanzlerin.blogspot.de/

Leider ist das alles eingeschlafen, und das böse Erwachen erleben wir die letzten Wochen.
Das darf sich nicht wiederholen. Denn das Grundübel ist der Zionismus mit seiner expansionistischen und räuberischen "ich - bin - besser" - Ideologie. Solange dieses Grundübel, die Besatzung, nicht beendet ist, dürfen wir nicht aufhören, dagegen zu protestieren. Auch wenn die Waffen - vorübergehend - mal schweigen sollten.
Dieses Regierung muss sehen, dass wir das nicht mehr mittragen. Vor allem gehört sie endlich abgewählt! Die Deutschen haben diese Kanzlerin dennoch zum dritten Mal wieder gewählt, auch nach ihren skandalösen Äußerungen, in dem sie sich bedingungslos auf die Seite der zionistischen Massenmörder stellte. Und das gleiche tut sie auch jetzt und wird es immer wieder tun. Es wird Zeit, dass diese Regierung abgewählt wird.
Denn wir sind das Volk!
Leider befürchte ich, dass es dem Durchschnittsdeutschen noch viel zu gut dafür geht, als dass er dagegen rebelliert. Gaza ist ja - vermeintlich - weit weg, und überhaupt, sie sind ja irgendwie selbst Schuld, diese Araber. Warum wehren sie sich auch gegen Besatzung und Apartheid?
Aber Israel besitzt Atomwaffen. Es ist vorstellbar, dass sie damit jeden Winkel der erde erreichen könnten.
Wir werden noch mit den Waffen erschossen werden, die wir mit bezahlt haben...Gott möge das verhüten!


Fatima Özoguz  
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zuletzt bearbeitet 22.07.2014 | Top

   

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