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Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#1 von Fatima Özoguz , 26.02.2014 17:18

Heute hielt ein Gynäkologe einen Vortrag in Delmenhorst über weibliche Genitalverstümmelung. Nun mag man meinen, dass das für Deutschland nicht so relevant ist, und für eine Kleinstadt wie Delmenhorst schon mal gar nicht. Aber dem ist leider nicht so, denn im Zuge der Migration aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen dieser Erde wird das Thema auch hier zunehmend aktuell.
Er stellte die verschiedenen Arten dieser "Operation" dar, und was für schreckliche Folgen das für die betreffenden Mädchen und Frauen haben kann, bzw. häufig auch hat.
Ich hatte ja die Befürchtung, dass der Islam dafür verantwortlich gemacht werden würde, aber das war Gott sei Dank nicht der Fall. Der Referent stellte klar, dass diese Tradition ca. 5000 Jahre alt ist und mit dem Islam nicht gerechtfertigt werden könne.
Es lag auch eine Unterschriftenliste aus, mit der die Regierung in Indonesien dazu bewegt werden sollte, entsprechende Gesetze zu verabschieden, die diese Tradition, die leider auch dort heimisch ist, unter Strafe stellen sollte. Leider wurde die von Terre des Femmes initiiert, eine sehr feministische und anti-islamische Organisation.
Der Referent gab zu , anhand von Sudan und Ägypten, die formal die Beschneidung der Mädchen verbieten, dass Gesetze allein keine Wirkung haben, und unterstrich die Notwendigkeit, dass Ärzte und andere Respektspersonen der jeweiligen Ethnie ihre Volksgruppen und Stämme über die Gefährlichkeit und Grausamkeit dieses Brauches aufklären. Denn wenn ein Westler daherkäme, hätte das schnell den faden Beigeschmack des Neokolonialismus, und deswegen auch kaum Wirkung haben kann.
Auch akademische Bildung muss nicht zwangsläufig ein Garant dafür sein, dass diese Beschneidung nicht mehr durchgeführt wird. Der Referent unterschied dabei ausdrücklich zwischen universitärer Bildung und Allgemeinbildung und meinte, dass manche Akademiker ungebildeter seien als Dorfbewohner.
Es hilft also nur Aufklärung, denn letztendlich leidet die gesamte Gesellschaft darunter, wenn Frauen in ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit derartig geschädigt werden. Ein erfülltes Sexualleben ist so kaum möglich, und der Referent äußerte auch die Vermutung, dass es auch bei den Männern massive sexuelle Störungen hervorrufen kann, wenn sie sehen, dass sie ihren Frauen bei jedem ehelichen Zusammensein derartig wehtun. Nun wird darüber selbst bei hiesigen Stammtischen wohl kaum gesprochen, erst recht nicht in Kulturkreisen, in denen Sexualität allgemein ein Tabuthema ist.
Falls man im Bekanntenkreis ein Kind kennt, das Gefahr läuft, während eines Aufenthalts im Heimatland der Eltern beschnitten zu werden, sollte man erst versuchen, die Eltern davon abzuhalten durch Gespräche und Aufklärung, denn die meisten wissen nicht, was sie ihren Kindern damit antun, da drüber ein absolutes Schweigegebot herrsche, so der Referent.
Die Behörden zu verständigen, sollte nur das allerletzte Mittel sein, und vor allem nicht gleich die Polizei, da die dazu verpflichtet seien, ein Strafverfahren einzuleiten. Allerdings sollten die Eltern wissen, dass sie mit empfindlichen Sanktionen zu rechnen haben, sollten sie ihre Töchter beschneiden lassen. Auch sollten Ärzte bei den regelmäßigen Untersuchungen der kleinen Mädchen dazu angehalten werden, genau hinzuschauen, ob im Genitalbereich operative Veränderungen vorgenommen wurden.
Wir Muslime in Deutschland haben die Situation, dass wir mit vielen Muslimen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammen kommen, also auch mit Muslimen, die aus Gegenden kommen, wo solche Traditionen gepflegt werden. Daher sind Muslime dazu geradezu prädestiniert, auch darüber aufzuklären.

Hier die Homepage von Dr. med. Christoph Zerm

http://www.dr-zerm.de/


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RE: Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#2 von Kadir Tuerkyilmaz , 30.09.2014 13:57

As-salamu alaikum,

herzlichen Dank für den sehr interessanten Beitrag. Mich interessiert in diesem Zusammenhang, warum die weibliche Genitalverstümmelung von unseren muslimischen Glaubensgeschwistern eigentlich praktiziert wird. Ich habe leider keine Informationen darüber finden können, wie diese ihr Vorgehen rechtfertigen. Vielmehr ist es doch eine Verstümmelung des von Allah gegebenen Körpers. Früher wurde es aus "hygienischen Gründen" praktiziert - aber warum heute?

Ich werde immer wieder mit diesem und ähnlichen Themen konfrontiert und ich habe die Hoffnung, hier Antworten auf Fragen zu finden, die ich leider nicht beantworten kann.

Wa salam

Kadir Tuerkyilmaz  
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RE: Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#3 von Fatima Özoguz , 01.10.2014 09:38

Salam alaikum

die Salafis und Schafiiten begründen es mit einem Hadith, das selbst viele ihrer Gelehrten als schwach eingestuft haben, wo der Prophet (s.a.s) zu einer Beschneiderin gesagt haben soll, sie solle nicht zu tief schneiden. Allein beim Gedanken dreht sich mir der Magen um.

Manche meinen auch, dass die heiße afrikanische Sonne die Frauen triebhaft mache und sie nicht in Versuchung kommen würden, Ehebruch zu begehen, wenn sie beschnitten sind. Natürlich ist das alles hanebüchener Unsinn.
Es ist eher ein Macht- und Kontrollinstrument, weil man den Frauen nicht zutraut, sich selbst zu kontrollieren, es ist eine diffuse Angst vor der weiblichen Sexualität.
Ähnlich wie das Einwickeln der Füße im kaiserlichen China in der reichen Klasse, wo kleine Füße als Schönheitsideal galten. Die Füße waren so verkrüppelt, dass die Frauen nur humpeln konnten. Hatte man Angst, dass sie weglaufen?

Was übrigens weitgehend unbekannt ist, vor nicht allzu langer Zeit wurden auch Mädchen und Frauen in Europa und USA beschnitten, wenn man ihnen zuviel "Triebhaftigkeit" attestierte.

wa salam


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RE: Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#4 von Franz Hall ( gelöscht ) , 26.01.2015 11:56

Dass die weibliche Genitalverstümmelung verboten werden muss, wird jeder vernünftige Mensch befürworten.
Dasselbe sollte auch für die männliche Genitalverstümmelung gelten.

Der Bundestag ist wie erwartet vor den Juden eingeknickt.
Wäre die Genitalverstümmelung von Jungen nur von Moslems gefordert worden, jedoch von den Juden abgelehnt, hätten die Moslems keine Chance gehabt, ihren unmenschlichen Brauch per Gesetz vor der Strafverfolgung zu schützen.

Bundestag und Bundesverfassungsgericht sind dafür bekannt, gegen das Grundgesetz zu verstossen.

Auf der Webseite http://intaktiv.de/ findet man alle relevanten Argumente gegen die männliche Genitalverstümmelung.

Ich greife nur Stichpunkte heraus:

Zitat
MANNdat: Was sind Ihre Hauptkritikpunkte am Beschneidungsgesetz?

Viola Schäfer: Die juristischen Hauptkritikpunkte gegen den § 1631d BGB liegen in seiner offenkundigen Verfassungswidrigkeit: Das “Beschneidungsgesetz” verstößt gegen das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf körperliche Unversehrtheit der Jungen. Es verletzt das Gleichbehandlungsgebot und die spätere religiöse Freiheit und Selbstbestimmung der Jungen bzw. Männer.
Darüber hinaus widerspricht §1631 d BGB der ärztlichen Ethik, indem er insbesondere gegen das Gebot, nicht zu schaden (“primum non nocere”) und das Autonomieprinzip verstößt.
Hieraus ergibt sich eine Entrechtung und Schutzlosigkeit der Jungen gegenüber einem Eingriff an ihren Genitalien, der traumatisch ist und lebenslanges Leid durch psychische Belastungen, sexuelle Funktionsstörungen und genitalen Empfindungsverlust zur Folge haben kann.


http://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/b...chrittlich.html

Meine persönliche Meinung zur Beschneidung von wehrlosen Säuglingen und Kleinkindern:
Der wahre Gott verlangt niemals solch ein Verbrechen gegen wehrlose Kinder.
Der Brauch der Beschneidung wurde nicht von Gott befohlen, sondern von Geisteskranken, welche eventuell die Befehle dafür von Dämonen bekommen haben. Die falschen Priester bei den Juden haben diesen bestialischen Brauch übernommen und behauptet, er sei ein Befehl Gottes.
Dasselbe gilt im Islam. Nicht Allah hat die Beschneidung befohlen, sie wurde von bösen Menschen in den Islam eingebaut.

Jeder Mensch, der ein Herz und ein Gewissen hat, ist aufgerufen, gegen die männliche Genitalverstümmelung aufzustehen.

Franz Hall

RE: Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#5 von Yavuz Özoguz , 26.01.2015 13:26

Zitat
Dasselbe sollte auch für die männliche Genitalverstümmelung gelten.



Sie haben an hinreichend vielen Stellen in diesem Forum klar gelegt, dass Sie Religionen verachten und insbesondere den Islam. Wollen Sie wirklich, dass ich zu dem letzten verbleibenen Mittel greife und Sie sperre, bevor dieses Unheil ein Ende hat? 50% der Amerikaner lassen sich beschneiden und nirgend wird es als "Verstümmelung" verstanden. Würden Sie heute eine Umfrage bei Erwachsenen männlichen Muslimen starten, würden 99% das befürworten, weil es sehr viele positive Gründe dafür gibt. Siehe dazu unter anderem:

http://www.eslam.de/begriffe/b/beschneidung.htm

Wenn Sie sich also aus Ihrer Sicht gegen die Beschneidung von Männer aussprechen, dann ist das ihr gutes Recht, doch dann fragt sich, was Sie mit jener Ansicht in einem Muslim-Forum bewirken wollen. Wenn Sie aber statt Beschneidung von "Verstümmelung" der Männer schreiben, dann beleidigen Sie hier im Forum sämtliche Männer, und es mag in der Form von Forum, in dem Sie gerne schreiben, üblich sein, dass man so etwas erlaubt, aber wir erlauben das nicht! Also hören Sie endlich damit auf, ständig und mit jedem Posting die Menschen anzugreifen und zu beleidigen. Ich wünsche mir - trotz ihrer anhaltenden Boshaftigkeit - nicht, dass sie als erster Gesperrter in dieses Forum eingehen, aber Sie haben keinen Anstand und reagieren nicht einmal auf unzählige Warnungen diesbezüglich!

Yavuz Özoguz  
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Registriert am: 27.12.2011


RE: Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#6 von Franz Hall ( gelöscht ) , 26.01.2015 15:40

Wie können Sie nur so boshaft sein, Herr Özoguz.
Es ist unglaublich.

Ich habe nichts dagegen, wenn sich volljährige Männer beschneiden lassen. Es gibt genügend Leute, die sich piercen und tätowieren oder anderweitig verstümmeln lassen.

Ich habe etwas dagegen, wenn Erwachsene ihre Säuglinge und Kleinkinder verstümmeln lassen, denn die Beschneidung ist eine Verstümmelung des Körpers und nichts anderes.

Man sollte diese Erwachsenen bestrafen, Herr Özoguz, aber leider ist der Gesetzgeber vor den Juden eingeknickt, dagegen ist kein Kraut gewachsen. Davon profitieren die Moslems im Fahrwasser der Juden.

Wer wehrlose Säuglinge und Kleinkinder verstümmelt, hat kein Herz und kennt Gott nicht.

Zitat
Sie haben an hinreichend vielen Stellen in diesem Forum klar gelegt, dass Sie Religionen verachten und insbesondere den Islam.


Ich verachte keine Religion und den Islam insbesondere auch nicht.
Sie lügen, Herr Özoguz. Sie hetzen ständig gegen mich.
Haben Sie keinen Anstand und kein Gewissen ?

Ich verachte Lügner und Hetzer.
Ich liebe die Wahrheit.

Franz Hall

RE: Vortrag über FGM (weibliche Genitalverstümmelung)

#7 von Franz Hall ( gelöscht ) , 26.01.2015 16:16

Zitat
50% der Amerikaner lassen sich beschneiden und nirgend wird es als "Verstümmelung" verstanden.


Wie kommen Sie auf diese Zahl ?
Sind das Erwachsene oder Säuglinge oder Kleinkinder ?

Außerdem, Herr Özoguz,
viele amerikanische Männer haben im Irak, in Afghanistan usw. gekämpft.

Ist das nun ein Beweis dafür, dass der Krieg richtig und die Teilnahme der Männer in Ordnung war ?
Ich denke, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Viele Amerikaner schauen Porno, haben außerehelichen Sex. Ist das ein Beweis, dass Porno und Unzucht richtig sind ?
Ich sage: Nein. Porno und außerehelicher Sex sind Sünden, da ist nichts Gutes daran.

Zitat
Wenn Sie aber statt Beschneidung von "Verstümmelung" der Männer schreiben, dann beleidigen Sie hier im Forum sämtliche Männer


Noch einmal, Herr Özoguz.
Ich schreibe gegen die Verstümmelung von wehrlosen Säuglingen und Kleinkindern, von Jungen. Nicht von Männern.
Die Männer tun dies den wehrlosen Kindern an, darin liegt das Verbrechen und der Frevel gegen Gott.

Franz Hall

   

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