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Das Böse: Die Grundlage unserer Arterhaltung...?

#1 von Kurt Nickel , 15.02.2014 14:29

Es heißt: Die Welt ist schlecht. Man ist versucht anzunehmen, dass dies auch gut so ist, wenn man diesen Beitrag liest. Natürlich völliger Unsinn!

Man fragt sich, warum machen sie das nur? Alice Schwarzer, Uli Hoeness, Postminister Zumwinkel..., sie alle haben Geld, Macht und Ansehen in einem Maße, dass man sie beneiden könnte, und trotzdem reicht das ihnen nicht, sie wollen mehr und mehr! Sie hinterziehen Steuern ohne Ende, bestehlen das Volk und geben sich gleichzeitig als Oberlehrer mit Vorbildcharakter aus.

Man fragt sich, warum tun sie das nur? Die westliche Welt gibt sich als Schutzmacht der Demokratie und ist bemüht, überall als „die Guten“ dazustehen, während sie andere, die ihrer Ideologie nicht folgen, als Schurkenstaaten dastehen lassen. Zwar ist diese Wertung auch nicht immer unbegründet, doch wer sich als Oberlehrmeister dieser Welt ausgibt, sollte sich auch ansatzweise daran halten. Doch in der Realität führen sie allerorts Kriege und verletzen Menschenrechte genauso wie jene, die sie als Schurken bezeichnen. Auf grausamster Weise metzeln auch sie wehrlose Menschen nieder, betreiben Folter und sperren ohne Rechtsgrundlage (Guantanamo) Kreaturen weg, die ihnen unbequem sind. Zudem bespitzeln sie jene, die sie für ihre Freunde ausgeben und verschaffen sich dadurch wirtschaftliche Vorteile.

Man fragt sich, warum tun sie das nur? In der Geschichte unserer Welt kam es immer wieder zu grausamen Völkermorden, Ethnische Säuberungen, unwertes Leben, das man ausrotten muss, Rassenwahn mit Millionenfachem Morden, bis hin zum Exzess.

Warum belügen sich die Menschen gegenseitig, bestehlen sich, bringen sich einander um, üben Gewalt aus...?

Kriege, Völkermorde, Lügen, Betrug, Austrickserei sind immer Methoden, sich eigene Vorteile zu schaffen. Ob diese nun zum Zweck geschehen, Profit abzuschöpfen, Sanktionen zu entgehen oder Positionen der Macht einzunehmen ist völlig unerheblich. Es geschieht immer mit der Absicht, sich durchzusetzen und gegenüber anderen Vorzüge zu erwirtschaften. Und eine gute Position ist immer die Grundlage dafür, die eigenen Gene oder die Gene des eigenen Volkes zur Fortpflanzung weiterzugeben.

Jemand, der einflussreich ist, Vermögen besitzt und gesellschaftlich im Mittelpunkt steht, hat es noch nicht einmal nötig überdurchschnittlicht gut aussehend zu sein und einen athletischen Körper vorzuweisen. Er kann ruhig steinalt, fett, hässlich und kahlköpfig sein, zur Weitergabe seiner Gene werden sich die tollsten Weibchen einfinden, die zur Replizierung bereit sind.

Ihre Rolle hingegen ist es, die Männchen anzulocken, wobei es bei ihnen, ein oben beschriebener Proband, erheblich leichter haben wird, als ein armer Hartz-4-Schlucker, der außer Schönheit und überdurchschnittlicher Potenz nichts zu bieten hat. Und auch dieses Verhalten ist allzu verständlich, denn auch das Weibchen denkt (instinktiv) an seine Nachkommenschaft und natürlich auch an sich selbst und einem sorgenfreien Leben!

Diese Vorgänge sind von Trieben gelenkt, die über tausenden von Jahren in uns gewachsen sind. Verhaltensweisen und Bedürfnisse, die uns dem Ziel nicht näher brachten, sind dabei verkümmert, und Handlungsweisen, die sich bewährten, wurden im den DNA-Strängen einzementiert. Bewunderung, Anerkennung, Einfluss und Macht führen dazu, dass der Betroffene begehrenswert erscheint.

Wobei Sexualität nur ein Teilbereich dieses Triebes darstellt und von einigen dieser Erwähnten gar nicht das Ziel. Es ist eher der Drang gemeint, sich durchzusetzen und den Schwächeren zu verdrängen, um den eigenen Gene Dominanz zu verschaffen. Durch das Verhalten der Unterdrückung anderer wird lediglich die Grundlage hierfür geschaffen!

JEDER von uns hat Verhaltensweisen und Bedürfnisse, die von anderen moniert würden. Doch Habgier und Eigennutz sind Elemente, die uns zur eigenen Arterhaltung dienen. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was der Mensch nicht aus Eigennutz tut! Insofern sollten wir unsere Sichtweisen korrigieren und das heuchlerische Verhalten, das Lügen und den Betrug als Formen von gewisser „Normalität“ betrachten. Für jeden aufgedeckten Heuchler werden Dutzende nachrücken, ob wir das wollen oder nicht...

Das Schlechte im Menschen dient einzig zur Erhaltung seines Daseins. Nur, wer seinem Gegenüber, entweder allein oder im Verband, überlegen ist, hat die besten Chancen, seine eigenen Erbanlagen oder die seines Stammes weiterzugeben, um damit seinen Fortbestand zu sichern. Alles andere drum herum könnte man als „Beiwerk“ bezeichnen, was nicht unbedingt nötig wäre! Eigentlich sehr frustrierende Perspektiven...

Insofern dürfte es an uns liegen, diesem „Beiwerk“ einen Sinn zu verschaffen. Doch können wir das überhaupt, ohne diesem Drang nach immer mehr... und mehr... und mehr..., widerstehen zu können? Zählen heute denn noch Werte wie Liebe, Selbstlosigkeit, Zivilcourage ohne, dass einen andere auslachen?

Nun könnte man grundsätzlich davon ausgehen, dass es einzig das Schlechte im Menschen sein Dasein sichert. In gewisser Weise mag dies auch zutreffen, sofern man sich schlüssig ist, was denn nun „gut“ und „böse“ überhaupt ist. Grundsätzlich werten wir doch als „gut“, was uns Vorteile bringt, und als „böse“, was sich für uns nachteilig auswirkt. So ist z.B. eine Farm, in der Weihnachtsgänse gemästet werden, ist für uns eine tolle Sache. Doch ob die Gänse das genauso sehen, ist wahrlich anzuzweifeln. Somit ist die Wertung einer Sache immer abhängig von der Position, in der sich der Einzelne befindet, und sei es, er ist eine Gans.

Darum sollten wir uns schlicht damit abfinden, dass wir einzig triebgesteuerte Spezies sind, die den gigantischen Irrtum unterliegen, gewisse Autonomie und Selbstbestimmungsmechanismen zu besitzen. Doch im Grunde sind wir einzig Wesen, die sich – bewusst oder unbewusst – den Vorgängen anpassen, die die Natur für uns bereitet hat!

Ach ja, das war doch noch was. Ich glaube, man nennt es „das Gute“...

Kurt Nickel  
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