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Zusätzliche islamische Hinweise für die Statthalterschaft (Wilaya) des Imam Chamene'i

#1 von Yavuz Özoguz , 14.02.2014 09:30

Zusätzliche islamische Hinweise für die Statthalterschaft (Wilaya) des Imam Chamene'i

Dieser Text richtet sich ausschließlich an Muslime, insbesondere an Schiiten, die noch immer die Heiligkeit unserer Zeit Imam Chamene'i verleugnen!

Sehr geehrte Glaubengeschwister, as-salamu-alaikum!

Wir leben in einer Zeit, in der die wahrhaftige Führung der Muslime zumindest für alle Unterdrücker der Welt bereits bekannt ist. Wir leben aber auch in einer Zeit, in der nur ein Teil derjenigen, die "labbaik ya husain" (hier bin ich o Husain bzw. sinngemäß: ich bin bereit, dir beizustehen, o Husain) rufen, die wahre Führung erkannt haben bzw. erkennen wollen. Sie sträuben sich mit Händen und Füßen gegen die offensichtliche Wahrheit und merken dabei nicht, wie sie den heutigen "al-Husaini" im Stich lassen auf dem heutigen Feld von Kerbela, auf dem eine bis an die Zähne bewaffnete Weltarmee, unterstützt von wahnsinnigen Söldnern, die im missbrauchten Namen des Islam morden, den Imam immer weiter einkreisen.

Allen dschafaritischen Muslimen ist klar, dass der reine Imam unserer Zeit der 12. Imam, Imam Mahdi ist - möge er bald erscheinen. Aber gleichzeitig ist auch allen klar, dass wir "Normalmuslime" keinen direkten Zugang zu ihm haben. Wie also sollen wir uns am Seil Gottes festhalten und uns verbünden, wenn das Seil gar nicht bis zu uns reichen sollte? Das ist unmöglich. Die Gegner des Wilayat-Prinzips, die immer noch - auch in Deutschland - existierenden Ablehner des Wilayat-ul-Faqih, das uns Muslime dazu beauftrag, den besten und am meisten Geeigneten unter uns zu wählen, um ihm die Führungsverantwortung aufzuerlegen, argumentieren, dass es keine Beweise dafür im Islam gäbe, als wenn die zahlreichen im Heiligen Qur'an immer wieder erläuterten Verse nicht Beweis genug wären. Dazu hier nur ein Beispiel von Hunderten:

Im Heiliger Qur'an 4:59 heißt es: „Oh ihr die ihr glaubt, gehorcht ALLAH gehorcht dem Gesandten und denjenigen unter euch, die Befehlsgewalt haben.“

Während Herrscher aller Epochen der islamischen Geschichte sich auf diesen Vers berufen haben, um ihre Herrschaft zu legitimieren, weisen Gelehrte darauf hin, dass der Vers auf den Gleichklang der Befehlsgewalt Allahs, des Gesandten und der Befehlshabenden hinweist. Da Allah fehlerfrei ist und Seinen Gesandter als Reinen vor Fehlern geschützt hat, könnte ein möglicher Widerspruch in dem Vers nur dann verhindert werden, wenn auch jene Befehlshabenden als Reine vor Fehlern geschützt sind. Daher interpretiert beispielsweise Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi in seinem Werk in der 12. Konsultation die Befehlshabenden als die Zwölf Imame (a.). Die Tatsache, dass der Vers in Gegenwartsform ohne Einschränkungen besteht, verdeutlicht die Vorstellung der Muslime, dass der ewige Gott sowohl Prophet Muhammad (s.) als auch den anderen Mitgliedern der Ahl-ul-Bait (a.) das ewige Leben geschenkt hat und mindestens einer von ihnen bis zum Tag der Auferstehung unter den Menschen verweilen wird. Aber es ist heute nicht möglich dem 12. Imam, der zweifelsohne der amtierende Befehlshabende ist, zu folgen, wenn er keine Vertretung hat. Die Behauptung, dass alle Gelehrten seine Vertretung sein, oder zumindest eine ganze Reihe von ihnen, ist angesichts der Widersprüche zwischen jenen Gelehrten unlogisch. Imam Mahdi möchte bestimmt nicht, dass wir an verschiedenen Tagen unsere großen Feierlichkeiten begehen! Weitere klare Beweise können im neuen deutschsprachigen Buch Sayyid Hassan Nasrullahs zum Thema nachgelesen werden.

Neben dem Heiligen Qur'an gibt es aber auch noch weiter Beweise zum Thema in einigen Bittgebeten, die alle Schiiten kennen bzw. zumindest von ihnen gehört haben. Solch ein berühmtes Bittgebet ist das "Du’a Nudba" (Bittgebet der Wehklage). Es gehört zu den großen und bekannten Bittgebeten unter den Anhängern der Ahl-ul-Bait (a.). Es ist direkt an Imam Mahdi (a.) gerichtet und drückt die Wehklage des Überzeugten über die Abwesenheit der Ahl-ul-Bait (a.) für uns aus, welche der Rezitierende durch seine eigene Unzulänglichkeit verschuldet sieht. Das Bittgebet wurde gelehrt von keinem Geringeren als Imam Sadiq (a.) und (nach anderen Quellen) auch Imam Mahdi (a.) selbst. Es ist zu findet in zahlreichen
Du’a- und Überlieferungswerken wie Mafatih-ul-Dschinaan, Biharul-Anwar, Iqbal und weiteren. Eine deutsch-arabische Version wird - so Gott will - schon bald im Eslamica-Verlag erscheinen. Hier soll vorab nur eine kurze Passage aus jenem Bittgebet angesprochen werden, in der es heißt:

Gibt es einen Helfer (für dich, o Imam Mahdi), mit dem ich lange wehklagen und (um dich) weinen kann? Gibt es jemanden (um dich) Besorgten, damit ich ihm in seiner Besorgnis beistehen kann, sobald er allein ist? Gibt es jemanden, dem (deine Situation) ein Dorn im Auge ist, sodass ich dieses mit ihm teilen kann? Gibt es einen Weg zu dir, o Sohn Ahmads (gemeint ist Imam Mahdi als Nachkomme des Propheten Muhammad), auf dem man dich
treffen kann?


In dem Bittegebet lehren uns die reinen Imame (a.) danach zu fragen, ob es - ausdrücklich neben dem erwarteten Erlösen - jemanden gibt, mit dem der Betende zusammen wehklagen kann über die Abwesenheit des Erlösers. Ja, will man spontan antworten. Sind das nicht alle Schiiten und ein Teil der Sunniten dazu?! Aber jener Besorgter soll derart sein, dass ich ihm beistehen kann. Gilt das auch für alle? Und ich soll ihm beistehen können, sobald er alleine ist! Ist das nicht ein klarer Hinweis darauf, dass es sich hierbei nicht um eine große Gruppe von Menschen handelt, sondern um eine einzige Person? Sicher ist die Verborgenheit des Imam Mahdi vielen ihn Liebenden ein Dorn im Auge. Aber wenn gefragt wird, gibt es einen Weg zu Dir - und der Weg (sabil) ist hier eindeutig in der Einzahlform wiedergegeben - dann kann es nur jemand sein "auf dem man Imam Mahdi trifft". Wer ist das?

Nun mag der eine oder andere immer noch darauf bestehen, dass jene Person nicht die Heiligkeit unserer Zeit Imam Chamene'i ist, sondern ein anderer großer Gelehrter. Nichts liegt mir ferner, als meine eigene Wahl anderen Glaubensgeschwistern aufzwingen zu wollen. Aber alle jene, die behaupten, dass nicht Imam Chamene'i, sondern eine andere Person gemeint ist, sollten doch zumindest jene andere Person so behandeln, als wenn er der Vertreter des erwarteten Erlösers ist. Wenn sie einerseits behaupten, dass eine andere Person der Vertreter sei aber gleichzeitig ihn nicht so behandeln, wie es einem Vertreter des Erlösers gebührt, dann betrügen sie doch nur sich selbst. Zu behaupten, dass es keine solche Person in unserer Zeit gibt, erscheint angesichts der Tatsache, dass selbst die Vertreter der heutigen Pharaonen und Taghuts ihn erkannt haben, als geradezu tragisch und extrem traurig.

Wir alle leben in einer historischen Zeit. Seit rund 1100 Jahren warten die Anhänger des 12. Imams auf sein Wiedererscheinen. 1100 Jahre lang beten sie darum. 1100 Jahre lang haben sie viele Entbehrungen hinnehmen müssen, die in bestimmten Regionen der Welt noch heute anhalten. Und in 1100 Jahren hat es nie einen Herrscher oder ein System gegeben, dass ernsthaft die Rückkehr des 12. Imams gewünscht hat. Es gab zwar eine ganze Reihe von schiitischen Herrschaftsdynastien, aber keine von ihnen wollte ernsthaft die Macht an irgendwen abgeben. Ihre Paläste zeugen von ihrer Liebe zu dieser Welt. Erstmalig in der Geschichte der Menschheit leben wir in einer Zeit, in der es einen Staat gibt, in dessen Verfassung es heißt:

In der Islamischen Republik Iran steht während der Abwesenheit des verborgenen 12. Imams - möge Gott sein Erscheinen beschleunigen - das Imamat und die Führungsbefugnis [wilayat-e-amr] in den Angelegenheiten der islamischen Gemeinschaft dem gerechten, gottesehrfürchtigen, über die Erfordernisse der Zeit informierten, tapferen, zur Führung befähigten Rechtsgelehrten zu, der die Verantwortungen dieses Amtes gemäß Artikel 107 übernimmt. (Artikel 5)

Faktisch ist damit der 12. Imam formelles Oberhaupt der Islamischen Republik Iran ausgestattet mit der offiziellen vom Volk erwünschten Befugnis, selbst die Verfassung außer Kraft zu setzen. Jene Befugnis hat er von Seiten Gottes ohnehin. Aber noch nie hat es ein Volk gegeben, das zusammen mit seiner selbst gewählten Führung das als Staatsgrundsatz hatte. Keine andere Verfassung in der Geschichte oder in der Gegenwart hat auch nur ansatzweise die staatliche Grundlage für das erwartete Erscheinen der Erlösung bereitet.

Ein sehr wichtiger Aspekt soll am Ende dieses Beitrages noch erwähnt werden. Wenn das Seil Gottes nicht bis direkt zu uns persönlich reichen würde, dann sind wir hilflos aufgeschmissen an dem Tag, an dem er (und auch Jesus) erscheint. Die Prophezeiungen sagen klipp und klar, dass es an dem Tag ein fürchterliches Chaos unter den Menschen geben wird! Viele Muslime werden sich gegen ihn wenden. Wie also können wir sicher sein, dass wir nicht zu denen gehören, die sich gegen ihn wenden? Und wie können wir sicher sein, dass wir nicht einem falschen Mahdi hereinfallen? Letzteres wurde durch die USA und Franzosen im Jahr 1979 versucht. Siehe dazu:

http://www.eslam.de/begriffe/k/kaaba-besatzung_1979.htm

Jeder Anhänger eines Gelehrten, der von Imam Chamene'i abweicht, und der bei Regelungen, die die ganze Umma betreffen, wie z.B. Festtage usw., lieber einer anderen Person folgt, muss sich selbst folgende Frage beantworten: Falls morgen eine Person kommt, die von Imam Chamene'i und Sayyid Nasrullah (als Anhänger Imam Chamene'is) als der 12. Imam identifiziert wird und von seinem befolgten Gelehrten aber nicht, wem wird er dann folgen? Die Ausrede, das würde schon nicht passieren, hilft bei der Betrachtung nicht. Für die Betrachtung ist der Fall unterschiedlicher Wahrnehmungen bedeutungsvoll, der nach den Überlieferungen zweifelsohne eintreten wird und der ja auch bei manch anderen Entscheidungen heute schon sichtbar ist. Diejenigen, die Imam Chamene'i als den Vertreter des 12. Imams in ihre Herzen geschlossen haben, haben keine Unsicherheit diesbezüglich - obwohl der Satan im entscheidenden kritischen Moment jede Schwäche des Menschen und jede seiner Sünden versuchen wird gegen ihn zu missbrauchen. Diejenigen, die diese Fragestellung nicht so eindeutig beantworten können, müssen sich selbst fragen, wie sie sicherstellen, auf der richtigen Seite zu stehen.

Imam Chamene'i hat uns alle erst vor wenigen Tagen dazu aufgefordert, intensiver den Imperialismus und seine Machenschaften zu studieren, um diese Unmenschlichkeit abwehren zu können. Zu den propagandistischen Machenschaften jenes Verbrechersystems gehört es, die Heiligkeit unserer Zeit möglichst weitläufig zu ignorieren und alle möglichen Personen um ihn herum "hervorzuheben". So weiß z.B. jeder an der Weltpolitik interessierte Deutsche heute, wer Ahmedinedschad oder Ruhani ist. Aber den Namen Chamene'i können immer noch viele nicht zuordnen, obwohl die Ahmedinedschads und Ruhanis kommen und gehen werden, aber Imam Chamene'i seit nunmehr 25 Jahren Imam der Befreiungstheologie der Islamischen Revolution ist (2,5 Mal so lang wie es Imam Chomeini war, Gott segne ihn).

Ich hoffe, dass dieser Text zumindest einigen Glaubensgeschwistern hilfreich sein kann, ihre innere Unsicherheit und ggf. Zerrissenheit zu überwinden. Bei allen, denen der Text nichts genützt hat, entschuldige ich mich, ihre Zeit in Anspruch genommen zu haben und wünsche Ihnen geeignetere Schreiber und Texte für ihre Weiterentwicklung. Ich bitte alle Leser um das Bittegebet für die baldige Rückkehr des Erlösers zusammen mit Jesus und uns allen das Hand in Hand voranschreiten auf dem Weg der Liebe Gottes.

Yavuz Özoguz  
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