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Putin - der falsche „Messias“?

#1 von Cengiz Tuna , 12.09.2013 22:20

Das könnte man ja fast glauben, wenn man sich die Reaktion der Masse anschaut.

Also ich wundere mich wirklich, wie leichtgläubig so viele Menschen Putin schon als den Retter feiern. Waren die Russen damals noch die Bösen, sind sie heute die Guten. So schnell kann man die Meinung der Menschen ändern. Nur einige Jahre positive Berichte und Bilder über Putin, schon hat man einen Helden. Dabei ist Putin selbst in Russland umstritten. Viele Russen wehren sich dagegen, dass Russland immer mit Putin in Verbindung gebracht. Man braucht sich nur die „Migrationspolitik“ Putins in Russland anzuschauen, um zu erkennen, dass er genau dasselbe Spiel, wie hier im Westen, nur in Russland betreibt.

Hat man denn vergessen, dass die USA, Russland und China die meisten Menschenleben auf dem Gewissen haben? In Russland herrschen genauso Mafiosi-Strukturen, wie in den USA auch. Wenngleich in anderer Form. Schon vergessen, dass unliebsame Gegner dort genauso beseitigt werden, wie bei uns? Beresowski rief zum Sturz Putins auf. Ja, das hätte er wohl nicht machen sollen.

Putin-Gegenspieler Boris Beresowski tot aufgefunden

Die Medien üben die wichtigste Schlüsselrolle in der Politik bzw. in der Machtausübung und der Meinungsbildung aus. Nicht ohne Grund werden die Medien von manchen als erste Macht im Staate angesehen! Glaubt denn wirklich jemand, die Medien wären dort nicht unter der Kontrolle, wie in den USA? Es hieß, Putin hätte etwas dagegen unternommen, aber das stimmt nicht. Die wichtigsten Medien sind immer noch in den Händen der selben Clique. Sogar der unter den Alternativen Medien beliebte Sender Russia Today, gehört dazu.

[...]Doch wirklich spannend wird es erst bei dem Sender RussiaToday, der auch oft in der Wahrheitsbewegung angesehen ist. 
Mir war schon vor etlicher Zeit aufgefallen, dass RussiaToday nur Teilwahrheiten veröffentlicht und gerne Desinformanten aus der Wahrheitsbewegung interviewt. Aber was ich bei meiner Recherche fand, brachte weit mehr als ich erwartet hatte:[...]


Hier weiterlesen: Russland und die Westmächte arbeiten Hand in Hand

Wie ich schon oft wiederholt habe, war der "Kalte Krieg" nur eine Farce. Deswegen gab es nie eine ernsthafte Auseinandersetzung. Insgesamt haben beide Mächte in vielen Bereichen eng zusammengearbeitet. Aber seien wir doch selbstkritisch, wäre Russland nicht schon unter der Kontrolle, würde man sich erst um Russland kümmern, anstatt um den Iran. Oder nicht? Hier ein interessanter Auszug vom Artikel „der neue Kalte Krieg“.

[...]Als "Kalten Krieg" bezeichnete man die Spannung zwischen den Westallierten und dem Sowjetreich in der Nachkriegszeit. Wie wir heute wissen, war der "Kalte Krieg" eine Farce, um die Völker zu spalten, in Angst vor einem Nuklearkrieg zu halten und so die individuelle Schaffenskraft zu lähmen. Bezweifelt heute noch jemand, dass der "Kalte Krieg" nur ein Schauspiel für den Fernsehzuschauer war? Sogar Chaim Weizmann sprach seinerzeit aus, warum der "Kalte Krieg" nie in eine "heiße" Phase kommen wird:

"Wir sind ein Volk entgegen den unüberbrückbaren Schluchten, Rissen und Verschiedenheiten zwischen den Amerikanischen und Sowjetischen Demokratien. Wir sind ein Volk und es ist nicht in unserem Interesse, dass der Westen den Osten befreit, denn wenn dies geschieht, die versklavten Länder berfreit werden, würde der Westen dem Judentum den Osten seiner Weltmacht unwiderbringlich aberkennen.[...]" (Chaim Weizmann, laut Louis Marshalko, "World Conquerors", Seite 227)


Weiter geht’s hier: Der neue "Kalte Krieg"

Dann noch ein weiterer interessanter Link:

Heilsame Ent-Täuschung: Vladimir Putin ist entlarvt!

Zum Schluss noch ein Video. Auf die Frage, ob Putin mit Streubomben nicht auch Zivilisten gefährden würde, kommt von ihm nur so ein Spruch. Das ist einem Staatsmann nicht würdig. Und auf so ein Menschen, setzen viele ihre Hoffnung?



Dabei muss man bemerken, dass die Terroristen in Russland damals, genau die selbe Funktion hatten, wie hier im Westen. Oder wie in Syrien. Einen Grund, um die Länder zu besetzen. Gleiche Taktik, in Ost und West.


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zuletzt bearbeitet 13.09.2013 | Top

RE: Putin - der falsche „Messias“?

#2 von Brigitte Queck , 12.09.2013 23:42

Sehr gehrter Herr Cegiz Tuna !
Es wundert mich zutiefst, wie sehr Sie scheinbar Putin hassen.
Ich hoffe aber nicht so wie der Westen. Denn, glauben Sie mir, wenn Russland nicht wäre, dann würden die US/NATO schon nach dem Iran die Finger ausgestreckt haben.
Das Scenario, dass diese Leute für den Iran entwickelt hatten, spielte sich vor einigen Jahren vor Ihren und unseren Augen ab !!
Und nach der heutigen Debatte im ZDF über Syrien konnte man einen Vorgeschmack darauf bekommen, als mit syrischen Kollaborateuren zum Krieg gegen Syrien geblasen wurde, was dann geschähe, wenn Syrien niedergerungen wäre.
Mit freundlichen Grüßen ! Brigitte Queck

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RE: Putin - der falsche „Messias“?

#3 von Cengiz Tuna , 14.09.2013 21:49

Zitat
Denn, glauben Sie mir, wenn Russland nicht wäre, dann würden die US/NATO schon nach dem Iran die Finger ausgestreckt haben.


Sehr geehrte Frau Queck,

die USA hat ihre Finger gegen alle Länder ausgestreckt. Seit Jahrzehnten. Welche Kriege davon wurden denn von Russland, oder damals von der Sowjetunion, verhindert? Die USA hat sich in der Welt immer weiter ausgebreitet mit nun hunderten Militärbasen weltweit. Wann hat Russland in der Vergangenheit etwas gegen die ABC-Kriege der USA unternommen? Die USA ist heute nur soweit, weil Russland es zugelassen hat. Wer außer einer „Supermacht“ wie Russland hätte die USA denn sonst in die Schranken weisen können?

Die Unabhängigkeit Irans basiert auf die schiitische Befreiungtheologie, nicht auf den Schutz Russlands. Der Iran ist unabhängig, weil es ein mutiges und aufopferungsvolles Volk hat, einen weisen Oberhaupt der das Volk sicher durch den Sturm führt und weil Imam-Mahdi (a.f.) die islamische Republik schützt.

Die Sendung „Debatte im ZDF“ habe ich auch gesehen. Da haben sich mal wieder „Experten“ zu Wort gemeldet. Keiner von denen hat auch annähernd die Wahrheit ausgesprochen. Nun haben sich zwar Herr Lüders und Herr Todenhöfer gegen einen Angriff ausgesprochen, aber auf die wirklichen Vorgänge sind auch sie nicht eingegangen. Alle reden sie nur diplomatisch, wie es bei vielen Experten eben üblich ist, um den heißen Brei herum. Ganz unbegreiflich für mich war die Argumentation des Herrn Prof. Udo Steinbach. Er plädierte für einen Angriff und behauptete sogar, dass Assad von Anfang an einen Krieg gegen seine eigene Bevölkerung führe. Für mich hat er sich als Islam-Experte disqualifiziert.

Betrachten wir die „glänzende diplomatische Offensive“ Russlands, wie Sie sagten, doch mal nüchtern. Wer hat denn einen Vorteil davon, wenn Assad seine Chemiewaffen aufdeckt und vernichten lässt? Es sind doch die Aggressoren die davor Angst haben und froh sind, wenn diese Waffen vorerst beseitigt sind. Zweitens wird dadurch bekannt, wo Syrien überall Waffendepots hat. Wie sehr man der UN trauen kann, sehen wir schon der Ankündigung Ban Ki Moons. Ban Ki-Moon hat "Überwältigende" Beweise für einen Giftgasangriff. Aber einen Verantwortlichen will er nicht nennen. Nur Syrien will er "viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vorwerfen. Das ist also die UN. Und diese UN will Putin autorisieren. Das ist für Putin wohl die Definition des Völkerrechts. Was soll dieses Theater?

Manchmal verraten Körpersprache und Bilder mehr als 1000 Worte:


© RIA Novosti. Eduard Pesov


© Kirill Kudryavtsev/AFP

Unter den Experten ist Herr Hörstel einer der wenigen, der die wirklichen Ursachen benennt und die Wahrheit ausspricht. Auch im Bezug zu Russland.

14 Minuten die sich lohnen:




Wenn es wahr ist, dass Putin für den dritten Tempel gebetet hat, dann ist Putin auch ein Zionist.



Um die Zusammenhänge in der Welt zu verstehen, müssen wir endlich von der materialistischen Sicht auf die Konflikte wegkommen. Wie sagte Imam Khamenei in seiner letzten Rede: Den USA gehe es nur um Israel. Für Israel sind die USA bereit, andere Länder in Flammen aufgehen zu lassen.


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zuletzt bearbeitet 15.09.2013 | Top

RE:

#4 von Thomas Steffen , 07.03.2017 21:35

Zitat von Dr.Josef Haas im Beitrag Kein Hoffnungsträger
der ausgewiesene Islam-Feind Putin

Zitat
Putin: Islam und Muslime gehören zu Russland

... Der russische Präsident Wladimir Putin hat anlässlich des muslimischen Opferfests eine Festtags-Botschaft an die Muslime der Russischen Föderation gerichtet.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sputnik zitiert Putin: „Es ist ein sehr ermutigendes Faktum, dass die muslimische Gemeinschaft Russlands wichtige Beiträge zur Kultur, Aufklärung und Bildung beiträgt und sich für Wohltätigkeiten einsetzt. Es werden neue Moscheen errichtet und die religiöse Ausbildung wird verbessert. Ich habe keine Zweifel daran, dass die russischen Muslime sich auch in Zukunft aktiv in die Gesellschaft einbringen und somit den Konsens und den Frieden sichern und eine wichtige Funktion bei der Verständigung zwischen verschiedenen Völkern und Religionen übernehmen werden. Der Islam und die Muslime gehören unumstritten zu Russland. Wir sind ein multikultureller und multiethnischer Staat und beziehen unsere Stärke aus eben jener Vielfalt.“

Zuvor hatten Kreml-Chef Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch die große Kathedral-Moschee im Norden Moskaus eingeweiht.


(24.09.2015)

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...en-zu-russland/




Wie ordnet man das richtig ein: Missverständnis, Sinneswandel, Polit-Show, sonstiges Kalkül??


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zuletzt bearbeitet 07.03.2017 | Top

RE: RE:

#5 von Cengiz Tuna , 08.03.2017 12:58

Das ist nicht so schwer zu erkennen. Die weihen eine Hofmoschee mit Hofgeistlichen ein. Davon haben wir so viele. Als Redner war natürlich Abbas darunter, der die Palästinenser verraten hat. Und Erdogan durfte von den Syrern sprechen, die man nicht im Meer ertrinken lassen dürfe und die zurück in ihre Heimat müssten. Worauf er anspielt, sollte wohl klar sein. Wo bleibt eigentlich Erdogan, wenn es um die Palästinenser geht, oder wenn es um die europäischen Muslime in Bosnien oder wenn es um die muslimische Rohingya-Minderheit in Myanmar geht?

Wenn es danach geht, dann haben sie alle nichts gegen den Islam. Jedenfalls nicht gegen einen, der sich ihnen unterwirft und der ihren Interessen nicht im Wege steht. Ein Islam der Gerechtigkeit einfordert, das wollen sie nicht.

Bringt es euch denn wirklich nicht zum Nachdenken, wie man mit dem größten Staatsterroristen eine Anti-Terror-Koalition eingehen kann? Dazu mal einen Blick auf Syrien: Der Kommandeur der Volksmobilmachung Haschdi Schabi Ali Ebu Tahir hat auf Sputnik darauf aufmerksam gemacht, dass die Anti-Terror-Koalition sie in Mossul nicht aus der Luft unterstützt. So kämpfen eben Staatsterroristen gegen selbst aufgezogene Terroristen.

https://tr.sputniknews.com/ortadogu/2017...on-ucak-destek/

Die Anti-Terror-Koalition bekämpft nicht den Terrorismus, sondern sucht nach Wegen, um ihren Einfluss im Syrien und im Irak zu stärken und den Einfluss des Widerstandes zu unterdrücken. Alles andere ist eine Illusion. Selbst Erdogan hat zwei schiitische Sender in der Türkei schließen lassen; und zwar Kanal 12 und Kanal On4. Auf die Frage warum: Unterstützung der Hisbollah und der Haschdi Schabi. Dabei gibt in der Türkei keine Sender, die so viel zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung aufgerufen haben, wie diese zwei Kanäle.

http://www.on4haber.com/haber/on4-tv-yon...klamasi/103565/

Aber da braucht nur eine Meldung zu kommen, die Soldatinnen in der Türkei dürfen wieder Kopftuch tragen, und alles ist wieder gut. So etwas kann ich nicht mehr lesen.

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RE:

#6 von Thomas Steffen , 08.03.2017 18:42

Danke für die Einschätzung. Zu DDR-Zeiten waren mir Themen der UdSSR relativ nahe, während der Abstand seit 1990 doch beträchtlich wuchs, so dass mir in Sachen Russland heute weitgehend der Einblick fehlt. Da bot sich die Nachfrage an, als an anderer Stelle das Thema auf die Einstellung zum Islam kam.

Die Basis ist demnach ja beachtlich.

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