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Wie überwinden wir deutsches Vasallentum?

#1 von Yavuz Özoguz , 21.06.2013 12:44

Wie überwinden wir deutsches Vasallentum?

Der sogenannten „Eklat“ der Kanzlerin gegenüber Putin ist ihr Frondienst im Namen Deutschlands zur Ablenkung vom desaströsen Ansehen des US-Präsidenten in Deutschland.

Ja, da war er also, der heuchlerischste Hoffnungsträger, den die Westliche Welt in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Barak Obama war zuvor schon einmal in Berlin. Damals, als er noch nicht Präsident war, jubelten ihm hunderttausende Deutsche zu. Sie verliehen damit ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die verbrecherische Politik des Bush-Clans ein Ende finden könnte. Doch es kam anders. Obama ist inzwischen zwei Amtsperioden hauptverantwortlicher Oberbefehlshaber für das Foltergefängnis Guantanamo, das das wahre Gesicht des US-Systems offen legt. Er befehligt mehr Kriege als seine Vorgänger, schickt Drohnen über fremde Länder und lässt dort ohne jegliche Rechtsgrundlage Menschen abschlachten. Er schickt auch seine Drohnen über das eigene Staatsgebiet, um eine möglichst umfassende Totalüberwachung der Menschen zu gewährleisten. Er lässt sämtliche Daten der Welt abhören, darunter auch sämtliche Daten, die von Deutschland zugänglich sind. In seinen Gefängnissen schmoren mehr Menschen als in irgendeinem anderen Land der Erde bezogen auf die Bevölkerungszahl und in den USA gibt es mehr arme Nahrungsbedürftige als sonst in der Westlichen Welt. Während seiner Amtzeit ist das Internationale Recht zu einem Witz verkommen, dass nur noch in Unterdrückungsmaßnahmen jenes Hegemonialsystems besteht. Ganz offen und ohne jegliche Scham verbündet er sich mit Despoten, um Freiheitsbestrebungen von Bürgern in US-hörigen Ländern blutig niederschlagen zu lassen. Er drängt auch Verbündete, wie Deutschland, jegliche Glaubwürdigkeit bezüglich Menschenrechte zu verlieren, indem auch die Deutschen mit dem lupenreinen Despoten der Welt kooperieren müssen. Die Unterdrückungspolitik Israels und die Besatzung Palästinas haben unter Obama einen neuen Höhepunkt erreicht, in dem es keine Chance für einen halbwegs tragbaren Frieden mehr gibt. In Syrien lässt die USA schlimmste Monster mit einem Hang zum Kannibalismus für sich kämpfen. All das finanzieren die USA mit Geldern, die sie gar nicht haben, sondern von der gesamten Welt rauben!

Kurz und gut: Wenn man die westliche Brille ablegen und die Geschehnisse mit den halbwegs objektiven Augen der Zeitgeschichte betrachten würde, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass der mit Abstand größte Verbrecher unserer Zeit die Bundesrepublik besucht hat. Und zu allem Übel musste die Bundeskanzlerin ihn auch noch ehren. Bedauerlicherweise tat sie es sichtlich vergnügt. Nicht ganz so vergnügt war das Volk. Die Bürger Deutschlands, die nicht halb so dumm und ignorant sind, wie es die Herrscher gerne hätten, haben mehr Menschen gegen Obama auf die Straßen mobilisiert, als die Bundesregierung Jubeldeutsche aufbieten konnte. Diese Mal durfte Obama nicht vor den Bürgern des Landes auftreten. Diese Mal durfte er nur hinter Panzerglas versteckt und nur vor einer streng ausgewählten Gruppe von Jubeldeutschen reden.

Die Nachrichtenanstalten und die pro-zionistische Presse haben alles in ihrer Macht stehende versucht, um den Besuch halbwegs erfolgreich aussehen zu lassen. Aber es ist ihnen nicht gelungen, das Desaster zu kaschieren. Zu deutlich sind die Verbrechen der USA und zu deutlich die Abneigung der Bürger gegenüber so vielen Verbrechen. Der gesamte Besuch des US-Präsidenten hat viele ehemalige DDR-Bürger an alte Zeiten erinnert, in denen die staatlichen Nachrichten ein völlig anderes Bild von den Geschehnissen wiedergab, als es den Vorstellungen der Bürger entsprach. Die angeblich besondere Liebe zum „großen Bruder“ war schon lange nicht mehr im Volk zu finden, denn alle Völker der Erde verabscheuen Verbrecher, insbesondere, wenn es sich um die größten Verbrecher ihrer Zeitepoche handelt. Tatsächlich war jener Besuch ein Eklat! Aber die Medien geben sich bis heute viel Mühe um den Eklat zu übertünchen.

Heute nun, nur einen Tag nachdem der US-Präsident das Land verlassen hat, hat die Bundeskanzlerin ihren Beitrag dazu geleistet, dass nicht die USA, sondern einmal mehr die Russen als „böse“ abgestempelt werden. „Eklat vor Merkels Besuch bei Putin“ titeln gleich mehrere große Zeitschriften. Was war geschehen? In St. Petersburg sollte die Kanzlerin zusammen mit dem russischen Präsidenten Putin eine Kunstausstellung eröffnen, in der auch Kunst gezeigt werden sollte, welche die Deutschen als Beutekunst bezeichnen und die Russen als Anzahlung auf die Reparationskosten. Begründet wird die nunmehr erfolgte Absage der Bundeskanzlerin damit, dass ein angeblich zuvor geplantes Grußwort der Kanzlerin, bei dem sie die Beutekunst ansprechen wollte, abgesagt worden sei. Erstaunlich an dieser Begründung ist, dass immerhin deutsche Museen bei der Vorbereitung der Ausstellung mitgewirkt haben.

Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die Bundeskanzlerin wohlwollend die Totalüberwachung der Bundesbürger durch die USA hingenommen hat, zu den Drohnenmorden der USA in aller Welt schweigt, das maßlose Gelddrucken der Amerikaner zur Unterdrückung der gesamten Welt ignoriert, sämtliche Verbrechen der USA mehr oder weniger unter den Tisch kehrt und alle direkten Verbrechen durch die USA gegen lebende Menschen verschleiert und dann einen „Eklat“ provoziert, bei dem es um tote Gegenstände handelt, die vor sieben Jahrzehnten – wenn überhaupt – entwendet wurden. Noch klarer kann man Vasallentum kaum vorleben. Ein Vasall war nach Wikipedia im frühen Mittelalter ein Herr, der sich freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herrn stellte und sich diesem für bestimmte militärische oder diplomatische Dienstleistungen verpflichtete. Bei der Kanzlerin Merkel ist zweifelsfrei anzunehmen, dass sie freiwillig und aus voller Überzeugung den US-imperialen Interessen dient. Die Bevölkerung Deutschlands aber kann sich nicht damit rausreden, dass sie das nicht freiwillig tut, denn sie hat diese Kanzlerin gewählt und – es ist zu befürchten – wird sie wieder wählen.

So lange der Artikel 146 des deutschen Grundgesetzes von sämtlichen Journalisten, Politikern und Intellektuellen dieses Landes ignoriert wird, haben wir Deutsche es auch nicht anders verdient, als nur Vasall der USA und ihrer Verbrechen zu sein. Artikel 146 besagt: „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ Kanzlerin Merkel will jene „freie Entscheidung“ ganz offensichtlich nicht. Warum aber der Rest der Bevölkerung das auch nicht will, muss jeder für sich selbst beantworten.

Immer noch warten wir auf eine bevölkerungsübergreifende Initiative „Artikel 146“. Wenn es weiterhin von allen so massiv ignoriert wird, dann müssen deutsche Muslime wohl die Befreiung Deutschlands in die Hand nehmen und intensiver als zuvor an den Artikel 146 erinnern. Und der Verfassungsschutz kann das dann vermerken. Welch eine Ironie, dass deutsche Muslime einen Eintrag beim Verfassungsschutz der Bundesrepublik Deutschland riskieren, wenn sie sich für den Artikel 146 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland stark machen, während diejenigen, die Waffenverkäufe an Saudi-Arabien unterstützen als treue Demokraten gelten. Dieses ganze absurde System ist so marode, dass die Deutschen mehr noch als die Muslime für die Rückkehr des Erlösers beten müssten. Aber selbst das haben viele Deutsche verlernt. Doch man kann es ja auch wieder lernen; notfalls von den Muslimen.

Yavuz Özoguz  
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