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Warum die Frauenquote frauenfeindlich ist

#1 von Fatima Özoguz , 23.04.2013 11:41

Warum die Frauenquote frauenfeindlich ist

Der von Rotgrün- dominierten Bundesrat vorgelegte Gesetzentwurf einer Frauenquote von 20 % in den Aufsichtsräten und Vorständen der DAX-Unternehmen ist im Bundestag erst mal abgelehnt worden. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen kündigte allerdings vollmundig an, „diese nach den Wahlen in ein Gesetz zu gießen“, dass die Untenehmen sieben Jahre Zeit hätten, diese Quote einzuführen. 2020 soll die Frauenquote dann kommen, und zwar gleich von 30 %. Über Sinn und Unsinn der Frauenquote wird aber gar nicht mehr diskutiert, sondern nur über das merkwürdige Abstimmungsverhalten einiger Frauen in der Union, dass es Absprachen mit der Opposition gegeben haben soll usw.
Was soll aber genau eine Frauenquote eigentlich bewirken? Vordergründig heißt es, dass qualifizierte Frauen so auch die Möglichkeit bekommen sollen, in Führungspositionen zu gelangen.
Aber ist das wirklich im Interesse der betroffenen Frauen? Jeder Mann würde doch dann das Gefühl bekommen , dass man ihm diese „Quotenfrau“ vor die Nase gesetzt hat, und diese Frau erst recht nicht ernst nehmen und sie das auch spüren lassen, schlimmstenfalls durch Mobbing.
Die Quotenfrau wird dann doppelt und dreifach beweisen müssen, dass sie doch aufgrund ihrer eigenen Leistung und Qualifikation in diese Position gelangt ist. Das wird ihr aber so schnell niemand abnehmen, daher hätte sie von vorneherein gleich das Stigma „Quotenfrau“. Kein guter Einstieg in die Karriere.
Wenn Frauen wirklich fähig sind für solche Positionen, dann brauchen sie doch die Quote nicht. Außerdem bin ich nicht sicher, ob so ein Job so erstrebenswert für eine Frau ist, denn dort oben ist die Luft bekanntlich dünn, und die Chefetagen sind kein Ponyhof, sondern ein wahres Haifischbecken, in dem man mit den sogenannten „Softskills“ nicht sehr weit kommt. Die Frauen in solchen Positionen müssen ihre weiblichen Eigenschaften praktisch ablegen oder verkümmern lassen und Männer in Frauengestalt werden . Kann das wirklich in ihrem Interesse oder gar im Interesse einer gesunden Gesellschaft sein?
Außerdem könnte das den Druck auf die Frauen nur noch erhöhen, dass sie unbedingt Karriere machen müssen „ihr habt doch jetzt die Möglichkeit“.
Es ist auch so, dass sich die wenigsten Frauen in Deutschland für die sogenannten „MINT“ Fächer (Mathematik - Informatik- Naturwissenschaft – Technik) interessieren. In der Islamischen Republik Iran ist das völlig anders. Während hier der Spruch gilt „Hundert Mann und eine Frau, das ist Maschinenbau“, studieren dort sehr viele junge Frauen diese MINT-Fächer. Vielleicht weil sie dort mehr respektiert werden?

Davon abgesehen, betrifft das nur einen winzigen Bruchteil der Frauen, die meisten Frauen in Deutschland plagen ganz andere Sorgen, vor allem die Alleinerziehenden, die oft mit einem schlecht bezahlten Teilzeitjob vorliebnehmen müssen. Das wiederum hängt mit Feminismus und der zerstörten Familienstruktur zusammen.
Denn hätte man den Frauen von vornherein eine größere Wertschätzung entgegengebracht, für die Leistung, die sie als Erzieherinnen der kommenden Generation und als Familienmanagerinnen bringen, dann wären sie für den Feminismus nicht so eine leichte Beute gewesen. Aber wenn es für Frauen, die sich allein ihrer Familie widmen wollen, abfällige Bezeichnungen gibt wie „Heimchen am Herd“ und Ähnliches, dann darf man (n) sich nun mal nicht wundern, wenn die Frauen diese Wertschätzung und Prestige außerhalb des Hauses suchen. Ob sie sie dort finden werden, ist freilich eine ganz andere Frage.
Ein Mann, der seine Frau wie eine Königin behandelt und sie sozusagen auf Händen trägt, läuft kaum Gefahr, seine Frau an den Feminismus zu verlieren.
Wenn er sie aber betrügt, eventuell sogar sitzenlässt, erst recht mit Kindern, ist das die beste Art, eine Feministin heranzuzüchten, die dieses negative Männerbild höchstwahrscheinlich auch an ihre Töchter weitergeben wird. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ehen zwischen Partnern, die bereits aus geschiedenen Ehen stammen, ein höheres Risiko haben, ebenfalls vor dem Scheidungsrichter zu enden.
Die Frauenquote wird jedenfalls die Situation der Frauen nicht maßgeblich verbessern.


Fatima Özoguz  
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