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Harburg - Kulturkampf im Einkaufszentrum?

#1 von Fatima Özoguz , 19.01.2012 14:16

"Hier dürfen nur Muslime Geschäfte machen" oder "Christen unerwünscht", so lauteten die Schlagzeilen in den vergangenen Wochen. Was war geschehen? Zwei muslimische Frauen haben ein leerstehendes Lokal in Hamburg-Harburg gemietet und suchen nun Untermieter. Selbst die nicht gerade islamfreundliche Zeitungen mussten zugeben, dass nicht-muslimische Mieter keineswegs ausgeschlossen sind. So schreibt die "Welt":

„Es ist Platz genug für Büros, Geschäfte, Gastro, Drogerie etc. Wir freuen uns über jeden Interessenten, gerne aber mit muslimischem Glauben“, heißt es.

Produktpalette eher für fundamentalistische Muslime

Zwar ist nicht die Rede davon, dass Menschen anderen Glaubens nicht willkommen seien. Doch ist fraglich, ob der Harburger Durchschnittsbürger im Sortiment des Firdaus Center beim Einkaufsbummel fündig wird.


http://www.welt.de/regionales/hamburg/ar...uer-Aerger.html

Wie dann andere Zeitungen, die teilweise dem gleichen zionistischen Konzern angehören, aus "gern Muslime" "Christen unerwünscht" basteln können, ist mir ein Rätsel, da es schlichtweg nicht der Wahrheit entspricht. Nun mag man darüber geteilter Meinung sein, ob es so geschickt war, zu schreiben "zögert nicht, die Dawa voranzutreiben" und die schwarze Flagge mit dem Glaubensbekenntnis ins Schaufenster zu hängen. Aber all das ist kein Grund, jetzt mit der "Antidiskriminierungsgesetz"-Keule zu wedeln. Es ist schon seltsam: Während es kritiklos hingenommen wird, dass viele Arbeitgeber keine Frauen mit Kopftuch einstellen, meint man plötzlich etwas von Diskriminierung faseln zu müssen, sobald es ein Einkaufszentrum für Muslime geben soll. Weiterhin hält man es für "fraglich, dass der Durchschnittsbürger im Sortiment des Firdaus Center beim Einkaufsbummel fündig wird". Ja muss er das denn? Es gibt und gab immer Läden, die sich nur an bestimmte Kundenkreise wenden, wie Tattoo- und Piercing-Studios, sogenannte "Afro-Läden", wo man sich Rastazöpfe verpassen lassen kann, Qi -Gong- Studios, Läden, die vornehmlich asiatische Lebensmittel vertreiben oder Esoterikläden. Hat man je bei solchen Läden danach gefragt, ob sie dem "Integrationsgedanken" Rechnung tragen? Wird da der Durchschnittsbürger fündig? Das wird er übrigens vermutlich auch nicht in den meisten Läden an der Mönckebergstraße, weil es für den Durchschnittshamburger dort schlicht zu teuer sein dürfte. Ist das auch "Diskriminierung"?
Es ist mir außerdem neu, dass der Handel die Aufgabe hat, Integrationspolitik zu betreiben. Es geht dort schlicht nach Angebot und Nachfrage. Es ist ja niemand verpflichtet, dort einzukaufen, wenn ihm das Sortiment nicht gefällt.
Wie ich von Harburger Bewohnern erfuhr, stehen die genannten Räumlichkeiten seit längerem leer, und die langen Leerstände sind ein Problem, mit dem viele deutsche Städte zu kämpfen haben. Harburg sollte über jeden Investor froh sein, der der Stadt Steuereinnahmen beschert. Statt dessen wird hier wieder ein Sturm im Wasserglas veranstaltet. Ähnliches Theater soll es übrigens laut einer Harburgerin auch gegeben haben, als dort vor ca. 2-3 Jahren ein Sozialkaufhaus eröffnete, weil die anderen Ladenbesitzer sich natürlich eine kaufkräftigere Klientel wünschten. Müssten die Schlagzeilen da nicht viel eher lauten:

"Muslime und sozial Schwache unerwünscht"? Das käme der Wahrheit wohl weitaus näher!

Es wird in der Presse zu Recht ständig beklagt, dass Muslime überdurchschnittlich häufig auf Hartz IV angewiesen sind. Wenn sich aber Muslime selbständig machen und sogar noch Arbeitsplätze schaffen, ist es auch wieder nicht recht. Außerdem jammert man immer über die Abhängigkeit der muslimischen Frau. Hier haben wir zwei Frauen, die anscheinend wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen. Sie haben nur den "Fehler", dass sie muslimische Frauen sind, und deswegen wird das nicht unterstützt. Wie der Muslim es auch macht, er macht´s verkehrt.
Arbeitet er, nimmt er einem nicht-muslimischen Deutschen die Arbeit weg. Arbeitet er nicht, ist er Sozialschmarotzer. Bringt er sich in die Gesellschaft ein, "unterwandert" er, tut er es nicht, heißt es, dass er sich sich "in seine Parallelgesellschaft abkapselt". Wenn Deutschlands Politik derart auf Konfrontationskurs mit Muslimen geht, befördert sie gerade Parallelgesellschaften und Gettoisierung, was sie ja angeblich nicht will. Langsam fällt es mir schwer, das zu glauben.


Fatima Özoguz  
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