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Braucht Israel den Antisemitismus zum Überleben?

#1 von Yavuz Özoguz , 15.02.2024 10:51

Braucht Israel den Antisemitismus zum Überleben?

Die Frage, ob Israel für seine Existenz den Antisemitismus benötigt, berührt tiefgreifende und kontroverse Diskussionen über die Rolle des Antisemitismus in der Geschichte und Identität Israels sowie dessen Auswirkungen auf die internationale Politik und jüdische Gemeinschaften weltweit. Allein die Frage wird von vielen Zionisten bereits als Antisemitismus diffamiert werden. Es ist dennoch wichtig, diese Frage mit Sensibilität und einem Verständnis für die Komplexität des Themas zu behandeln. Allerdings ist die Frage essenziell, um die aktuellen Geschehnisse besser zu verstehen.



Israel wurde 1948 als Staat gegründet. Heute wird immer wieder angegeben, dass die Staatsgründung vor dem Hintergrund des Holocausts und Jahrhunderten der Verfolgung von Juden in Europa geschehen sei. Bei dieser Behauptung werden gleich mehrere historische Fakten entweder unterschlagen oder uminterpretiert. Als Theodor Herzl 1896 seine Blaupause für Israel mit dem Titel „der Judenstaat“ veröffentlicht hat [1], gab es weder den Holocaust noch das Wort dazu. Die Verfolgung von Juden erfolgte in Europa und nicht in Palästina. In Palästina lebte die Minderheit der Juden seit hunderten von Jahren in Frieden mit Muslimen und Christen zusammen. Die Balfour-Declaration von 1917, bei der die Briten das von ihnen besetzte Palästina an die zionistische Weltorganisation zugesagt haben [2], erfolgte zu einer Zeit, in der immer noch das Wort Holocaust unbekannt war.

Als dann nach dem Holocaust tatsächlich der Staat Israel gegründet worden ist, fand eine beispiellose ethnische Säuberung in der Region statt [3], wie sie wohl nur mit der Reconquista in Spanien zu vergleichen ist. Die von den Palästinensern als Nakba [4] empfundenen Katastrophe wurden den Juden in Israel nicht gelehrt und darf heutzutage nicht einmal angesprochen werden, denn es würde an den Gründungsfesten der Staatsgründung rütteln. Stück für Stück breitete sich der Staat Israel weiter aus, so dass bei den sogenannten Oslo-Verträgen 1993 nur noch ein Fünftel des Staatsgebietes den Palästinensern zugesprochen werden sollte. Aber selbst dazu kam es nicht. Die heutige Realität ist, dass für die Palästinenser kein Staatsgebiet mehr übrig ist und Israel seinem Traum von Groß-Israel jeden Tag etwas näher kommt.

Eine Grundbehauptung in der Westlichen Politik zur Verteidigung Israels besteht darin, dass historische Erfahrungen des Antisemitismus eine Rolle bei der Motivation und Rechtfertigung für die Schaffung eines jüdischen Staates gespielt hätten. Allerdings beruhten jene Erfahrungen ganz sicher nicht auf muslimischen Gebieten. Es waren Länder wie die Türkei, Iran, Marokko und viele andere mehr, welche die in Europa verfolgten Juden aufgenommen und geschützt haben. Kein geringerer als Albert Einstein spielte er eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Kontakten zwischen jüdischen Wissenschaftlern und türkischen Universitäten. Seine Bemühungen halfen vielen seiner Kollegen, Positionen in der Türkei zu finden. Der berühmte spätere Oberbürgermeister von Berlin Ernst Reuter verbrachte seine Zeit im Exil in der Türkei, wo er an der Universität Istanbul lehrte. Sein ebenfalls berühmter Sohn Edzard Reuter, der spätere Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG war dabei. Ein weniger bekanntes Beispiel, aber bemerkenswert für seinen Beitrag zur türkischen Archäologie und Geschichte war William Merhab Robinson. Ernst Eduard Hirsch war ein deutscher Jurist jüdischer Herkunft, der in die Türkei floh und dort an der Universität Ankara lehrte. Auch Leo Spitzer war ein österreichischer Romanist jüdischer Herkunft, der vor den Nationalsozialisten flüchtete und eine Anstellung an der Universität Istanbul fand. Es gibt unzählige jüdische Wissenschaftler, die Zuflucht in der Türkei fanden [5]. Insofern verstört es sehr, wenn heutige sogenannte Antisemitismusbeauftrage ausgerechnet den einheimischen Türkischstämmigen Antisemitismus vorwerfen wollen.

Diese neue Form der Hetze gegen alle Israel-Gegner hängt damit zusammen, dass der Antisemitismusbegriff absurd verändert worden ist. Ursprünglich war Antisemitismus ein Rassismus gegen Menschen, weil sie Juden sind. Heute wird auch jede Gegnerschaft gegen Israel als Antisemitismus definiert. Doch kann es sein, dass genau jener „Antisemitismus“ benötigt wird, so dass er künstlich erzeugt wird? Eine ernsthafte Feindschaft gegen Menschen, weil sie Juden sind, hat es in Palästina in den letzten Jahrhunderten nicht gegeben und in mehr und mehr säkularisierten und atheistisch werdenden europäischen Gesellschaften spielt die Religionszugehörigkeit ohnehin keine Rolle mehr. Ganz im Gegenteil sind die heutigen „Rechten“ in Europa die größten Verfechter des Zionismus. Insofern konnte die Antisemitismuskeule nur durch eine absurde Erweiterung des Begriffs auf den Apartheidstaat Israel aufrechterhalten werden.

Von politischer Seite in Deutschland orchestriert durch eine bei diesem Thema gleichgeschaltete Hofberichterstattung heißt es stets, dass es wichtig sei, zwischen legitimer Kritik an der Politik der israelischen Regierung und antisemitischen Haltungen zu unterscheiden. Doch sobald Kritik aufkommt, wird sie mit der Antisemitismuskeule erschlagen. So gibt es weltweit viele Kritiker, die Israel vorwerfen, ein Apartheidsstaat zu sein. Deutsche Antisemitismusbeauftragte schwingen sofort die Antisemitismuskeule. Der Internationale Gerichtshof eröffnet ein Verfahren gegen Israel wegen Verdacht auf Völkermord. Die deutsche Regierung weist das zurück und Israel wirft dem Gerichtshof Antisemitismus vor. Und so verläuft es bei jeder Kritik. Wird die andauernde Siedlungspolitik angesprochen, die nur eine versteckte Besatzungs- und Annektierungspolitik ist, heißt es, dass sei zwar kritikwürdig, aber deshalb dürfe man Israel nicht boykottieren, denn das sei antisemitisch.

Und wenn man die Massaker Israel anspricht, so heißt es im Gleichklang, dass Israel ein Selbstverteidigungsrecht hätte. Gerade letzte Ausführung sollte bei jedem Menschen, der seinen Verstand noch nicht verkauft und seine Vernunft noch nicht ausgeschaltet hat, einige Nachfrage auslösen. Bezogen auf die aktuelle Situation heißt das: Israel hat das Recht 30.000 Menschen, darunter 10.000 Kinder zu ermorden, weil nach israelischen Angaben 1200 Israelis getötet worden sind. Welches Recht hätte dann Palästina, in dem allein seit dem Jahr 2000 bis vor dem 7. Oktober 2023 über 10.000 Zivilisten von israelischen Besatzern ermordet worden sind? Welches Selbstverteidigungsrecht haben die Palästinenser? Fragt man die Antisemitismusbeauftragen der Bundesregierung oder die Bundesregierung selbst, heißt die Antwort schlicht und einfach: Faktisch dürfen sich die Palästinenser nicht verteidigen. Setzen sie Waffen für die Verteidigung ein, sind sie Terroristen. Rufen sie zum friedlichen Boykott auf, sind sie Antisemiten. Nur wenn sie absolut tatenlos zusehen, wie Stück für Stück die ethnische Säuberung durchgeführt wird, nur wenn sie sich widerstandslos vertreiben und töten lassen, sind sie akzeptabel für Deutschland. Das gleiche gilt für jeden, der sich an die Seite Palästinas stellt. Deutschland gehört zu den Ländern, die die Existenz von Palästina leugnen und den Staat nie anerkannt haben. So viel zu Deutschlands Haltung, welche den Deutschen eines Tages ganz böse auf die Füße fallen wird!

Doch die aktuellen Ereignisse lassen die wichtige Frage aufwerfen, ob die Politik Israels, insbesondere die Siedlungs- und Besatzungs- und heutige Kriegspolitik, den Antisemitismus fördert. Und welche Verbindung besteht zwischen der Politik Israels und der Zunahme von Antisemitismus? Eigentlich sollten Israel-Kritik bis hin zur Ablehnung Israels und Antisemitismus voneinander unterschieden werden. Schließlich ist das Judentum eine Jahrtausende alte Religion und der Zionismus gerade einmal ein gutes Jahrhundert alt. Nicht jeder Zionist ist Jude und nicht jeder Jude Zionist. Aber es sind ausgerechnet die jüdischen Verbände wie auch die Antisemitismusbeauftragten, welche diese Unterscheidung aus gutem Grund nicht wollen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich so intensiv an Israel gekoppelt und unterstützt jede militärische Aktion wie auch jedes Verbrechen Israels in einem Maß, dass im Fall einer Verurteilung Israels wegen Völkerrechtsverbrechen bis hin zum Völkermord auch der Zentralrat wegen Beihilfe verurteilt werden müsste. Mir ist keine andere Religionsgemeinschaft in Deutschland bekannt, die sich so intensiv an der Unterstützung militärischer Aktionen eines anderen Landes beteiligt hätte. Und mir sind auch keine Antirassismus-Beauftragte in der Bundesrepublik Deutschland bekannt, die sich so weit für einen anderen Staat engagiert haben, so dass im Falle der Umwandlung jenes Staates sie vor großen Problemen stehen würden. Staatsumwandlungen hat es in den letzten Jahrzehnten sehr viele gegeben wie in Jugoslawien, Tschechoslowakei und andere.

Bliebe zum Schluss noch die Frage nach Israels Handeln in diesen Tagen. Obwohl es keinen Ort zur Flucht mehr für die Bewohner des Gaza-Streifens gibt, hören die Israelis nicht auf, die Menschen zu vertreiben und zu bombardieren. Das offiziell ausgegeben Ziel ist die Zerschlagung der Hamas, die auf Vorgabe Israels in der Westlichen Welt als Terrororganisation eingestuft wird. Aber wo sind alle die zahllosen angeblichen Terrorismusexperten geblieben? Was ist aus der gesamten Terrorismuswissenschaft der Westlichen Welt geworden? Würden jene gekauften Wissenschaftler nicht die Antisemitismuskeule fürchten, dann müssten sie jetzt zugeben, dass es heute wohl 100- bis 1000-mal so viele Anhänger der Hamas im Gazastreifen geben wird als vor der Invasion. Denn Terrorismus hat Ursachen, die hinreichend erforscht sind. Als Israel in Gaza einmarschiert ist, hatte die Hamas einige tausend Kämpfer. Doch inzwischen gibt es keine einzige Familie mehr unter den zwei Millionen Bürgern des schlimmsten Konzentrationslagers unserer Zeit, die nicht Getötete, Verwundete und Vertriebene zu beklagen hat. Während der Aktion im Gaza sind völlig unbemerkt auch im West-Jordanland einige Hundert Zivilisten ermordet worden. Was wird das mit den Palästinensern dort machen? Und an der Nordgrenze hat die Hizbullah einige Militärbasen der Israelis angegriffen und Israel hat mit wildem Beschuss auf Zivilisten geantwortet, wobei ganze Familien mit Frauen und Kindern ausgelöscht worden sind. Welche Gefühle wird das bei den Libanesen erzeugen?

Es ist unvorstellbar, dass Israel nicht hinreichende gut ausgebildete Wissenschaftler hat, um die Folgen ihrer Taten einzuschätzen. Deutsche und europäische Wissenschaftler mögen von der Antisemitismuskeule eingeschüchtert sein, um die offensichtlichen Folgen zu beschreiben. Aber israelische Wissenschaftler müssten die Folgen besser kennen, betrifft es doch ihre eigene Existenz. Ist Israel heute ein sicherer Ort als vor dem Einmarsch in Gaza oder ist Israel unsicherer geworden? Die Zahl der Auswanderer aus Israel spricht diesbezüglich eine eindeutige Sprache. Ist der Hass der Welt (bis auf den eingeschüchterten Westen) heute geringer oder größer auf Israel. Ist die weltweite Bereitschaft zur Kooperation mit Israel heute größer oder geringer? Sind die Auswirkungen auf die israelische Wirtschaft nicht fatal? Nein, es gibt keinen Zweifel! Die Wissenschaftler und Politiker in Israel wissen sehr gut, dass ihre Aktionen den weltweiten Antisemitismus (wie Israel es definiert) erheblich steigern wird. Der Schaden für Israel ist enorm. Dennoch tun sie es. Was also mag der Grund sein?

Damit sind wir wieder bei der Staatsgründung und dem noch nicht erreichten Endsieg. Letztendlich baut dieser Staat auf einem zum Himmel schreienden Unrecht auf, und das wissen die Verantwortungsträger im Land. In seiner heutigen Form ist der Staat nicht mehr lebensfähig. Die eigene Bevölkerung verlässt zunehmend das Land. Der kriegsbedingte Zusammenschluss wird am Tag des Waffenstillstanden bröckeln und die Politik sich selbst zerreißen. Die Beziehungen zum Ausland werden nach dem Widererstarken der Islamischen Republik Iran, dem Widerstand im Irak, dem zunehmenden Kampf gegen die US-Besatzung Syriens, die unvorstellbare Entwicklung des Jemen und vieler anderer zu erwartenden Überraschungen immer katastrophaler. Und das wackelige kapitalistische Finanzsystem wird den Verantwortungsträgern in New York und London auf die Füße fallen, die fast alle Zionisten sind (aber nicht unbedingt Juden). In solch einer Situation gibt es eigentlich nur noch einen Ausweg für Fanatiker, die lieber die Welt in Brand setzen würden, als auf einige Privilegien zu verzichten, wie es Israel in der Samson-Option deutlich gemacht hat [6]. Wenn Israel untergeht, sollen die Europäer und Amerikaner mit untergehen.

Das sind die Pläne von Wahnsinnigen. Und jene Wahnsinnigen sehen für sich nur noch eine einzige Option des Überlebens: Den dritten Weltkrieg. Das ist der Grund dafür, dass Israel alles – aber auch wirklich alles – tut, um die muslimische Welt dazu zu bewegen, sie anzugreifen. Der Plan ist, wenn letztendlich Iran angreifen sollte, dann müssten die USA Israel zur Hilfe eilen und könnten den Iran vernichten; im Bedarfsfall auch mit Einsatz von Nuklearwaffen. Damit könnte auch der Geist der Islamischen Revolution und damit jede Hoffnung auf die Befreiungstheologie vernichtet werden, und Israel könnte sich ungestört weiter ausbreiten. Der Heilige Quran hat auf diese Art von Plänen eine Antwort: „Und sie haben geplant, und Allah hat geplant, und Allah ist Bester der Planer.“ [7]

Für uns Deutsche aber folgt aus obiger Analyse meines Erachtens Folgendes: Wenn wir uns weder mitschuldig machen wollen am Massaker in Gaza und den Verbrechen des Apartheidstaates Israel noch Mitauslöser für den dritten Weltkrieg sein wollen, müssen wir jede Regierung, die uns zum Vasallen der USA und Israels degradiert, ablehnen und gemeinsam die volle Souveränität Deutschlands anstreben. Dann kann Deutschland zu einem Leuchtturm für Frieden in der Welt werden. Um das zu erreichen, müssen wir die Opferbereitschaft mitbringen, noch viele Schläge der Antisemitismuskeule durch Antisemitismusbeauftragte zu ertragen. Eines Tages werden auch die heutigen Antisemitismusbeauftrage Deutschlands als Unterstützer des Zionismus und damit als Antisemiten eingestuft werden. Die schlimmsten Antisemiten der Welt sind jene, die die Religion des Judentums vereinnahmen, um damit alle Verbrechen Israel zu rechtfertigen.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Judenstaat
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Balfour-Deklaration
[3] http://www.eslam.de/begriffe/d/die_ethni...palaestinas.htm
[4] http://www.eslam.de/begriffe/n/nakba.htm
[5] https://www.trtdeutsch.com/meinung/judis...-fanden-4974916
[6] https://en.wikipedia.org/wiki/Samson_Option
[7] Heiliger Quran 3:54

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RE: Braucht Israel den Antisemitismus zum Überleben?

#2 von Tobias Martin Schneider , 15.02.2024 11:26

Siehe zu diesem Thema auch:

Endzeitspiele- die Holocaust-Religion als atheistische Ersatzreligion:
Endzeitspiele

&

Zionistischer Terror als Basis für die Staatsgründung Israels
(Die Ursache aller Gewalt ist die Besatzung - was
die Palästinenser alles auf friedlichem Wege versucht haben):
Zionistischer Terror als Basis für die Staatsgründung Israels


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zuletzt bearbeitet 15.02.2024 | Top

RE: Braucht Israel den Antisemitismus zum Überleben?

#3 von Dr.Josef Haas , 15.02.2024 15:33

Eine gewohnt scharfsinnige Analyse, der ich, lieber Herr Dr. Özoguz, voll und ganz zustimme.
Sogar hinsichtlich der von Ihnen vorgebrachten Befürchtung, dass Israel alles daransetze, "um die
muslimische Welt dazu zu bewegen, sie (also die Zionisten) anzugreifen. Der Plan ist, wenn
letztendlich Iran angreifen sollte, dann die USA zur Hilfe eilen und den Iran vernichten könnten; im
Bedarfsfall auch mit dem Einsatz von Nuklearwaffen."
Dies ist natürlich richtig, aber was ist denn die "muslimische Welt?" Da sind ja Staaten, wie Saudi-
Arabien oder Marokko darunter, die bereits seit langem mit Israel, teilweise sehr eng, zusammenarbeiten.
Diese verraten derzeit mit voller Kenntnis dieses ihres verbrecherischen Tuns die Palästinenserinnen
und Palästinenser. Diesen Vorwurf muss sich aber, zumindest teilweise, auch Hassan Nasrallah von der
Hizb´Allah gefallen lassen, die, wie die "junge Welt" in ihrer Ausgabe vom 13.Februar 2024 feststellt,
"über geschätzte 150.000 Raketen und Flugkörper verfügt und damit jeden Ort in Israel erreichen könnte.
Seit dem ´Sommerkrieg´2006 hat sie nicht nur ihr Arsenal aufgestockt, sondern zudem eine große Anzahl
an Raketen mit Lenksystemen ausgestattet, die jetzt gezielt auf militärische Einrichtungen oder Kraftwerke
gelenkt werden können."
Wenn all dies eingesetzt werden würde, bestünde zwar die Gefahr einer vollkommenen Vernichtung des Libanon,
aber dem Volk von Palästina könnte allerdings wirklich wirksam geholfen werden.
So aber- es ist ja auch hier schon oft genug thematisiert worden- stirbt das Volk von Palästina weiter, was
selbstverständlich Länder wie die USA oder BRD in ihrer Affenliebe zu Israel nicht weiter berührt.
Daran wird sich auch zukünftig, all ihren schönen Visionen zum Trotz, nicht das geringste ändern.
Fazit: Allein eine massive Hilfe durch die "muslimische Welt", welche allerdings Gefahr läuft, zum Hirngespinst
zu verkommen, könnte Palästina in seinem Überlebenskampf tatsächlich helfen. Warum findet diese aber nicht statt?

Dr.Josef Haas  
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