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Ein Tannenbaum, die Heilige Maria, Gaza und Weihnachtsgrüße des Muslim-Markt

#1 von Yavuz Özoguz , 24.12.2023 11:30

Ein Tannenbaum, die Heilige Maria, Gaza und Weihnachtsgrüße des Muslim-Markt

Das größte Fest der Deutschen steht vor der Tür. Tannenbäume werden geschmückt, die Bescherung vorbereitet, der Gänsebraten in den Ofen geschoben und manche gehen sogar in die Mitternachtsmesse. Im Vorfeld wurde heftig gegen Muslime ausgeteilt, weil unter anderem angeblich eine Hamburger Kita keine Weihnachtsbäume mehr aufstellen wolle, um den Religionsfrieden zu bewahren [1].



Ja, es ist das größte Fest der Deutschen, aber nicht das größte Fest der Christen, denn das wäre Ostern. Aber wie viele Christen gibt es hier noch? Der Tannenbaum hat absolut nichts mit Jesus zu tun, denn dort, wo er geboren ist, gibt es keine Tannenbäume. Dennoch sind es nicht die Muslime im Land, die den Tannenbaum abschaffen wollen, sondern die in unvorstellbarem Ausmaß gewachsenen Kräfte einer Gottlosigkeit, die es inzwischen bis in die höchsten Ebenen der katholischen Kirche geschafft haben [2]. Das Patriarchat von Jerusalem fordert „internationalen Schutz“, da es immer häufiger zu Angriffen auf christliche Stätten im besetzten Ostjerusalem kommt [3]. In Jerusalem nimmt die antichristliche Gewalt zu [4]. Dennoch stehen die allermeisten deutschen Christen – so weit man sie noch Christen nennen kann – an der Seite derjenigen, die ihren Glaubensgeschwistern in Jerusalem das Leben schwer machen, und nicht an der Seite der Unterdrückten Christen und Muslime. Ganz offensichtlich scheint die Bergpredigt etwas in Vergessenheit geraten zu sein.

Aber auch die Wundergeburt der Heiligen Maria wird inzwischen an den Rand gedrängt. Die gleichen Leute, die problemlos glauben, dass ein israelisches Unternehmen ganz ohne Vater und Mutter Embryonen „züchten“ kann als eine Art „Ersatzteillager“ für die Menschen [5], habe Probleme an die Wundergeburt Jesu zu glauben. So schreibt die evangelische Zeitschrift Chrismon, dass die Jungfrauengeburt Marias „für den christlichen Glauben nicht entscheidend wichtig“ sei. Dabei kam doch die Wundergeburt gar nicht aus einem überraschenden Vakuum. Vielmehr hatte Gott die Menschheit bereits zuvor darauf vorbereitet, indem die Heilige Elizabeth einem sehr hohen Alter (weit über 60 Jahre) mit ihrem Mann Zacharias die Wundergeburt des Johannes erlebt haben. In dem Alter konnte man damals nicht mehr schwanger werden! Viele Christen wissen nicht, dass alle diese Geschichten im Heiligen Quran erwähnt werden.

Doch all das interessiert die meisten heutigen „Rechten“ nicht im Geringsten. Weder interessiert sie das Christentum noch die Heilige Maria und noch weniger die Botschaft Jesu: Fürchtet euch nicht! Sie hetzten gegen den Islam und die Muslime, weil sie feige sind! Sie haben Angst, gegen die wenigen Familien zu opponieren, die die Menschheit spalten und dadurch ihren unersättlichen Reichtum und ihre irdische Macht ausbauen wollen. Sie sind feige, gegen das System des Kapitalismus aufzustehen, welche die Menschen verdinglicht und die Dinge vergöttert durch selbst „erschaffenes“ wertloses Unterdrückungsgeld. Es sind heute vor allem die Muslime in Deutschland, die am Geburtstag Jesu wirklich an Jesus denken, und nicht an einen Weihnachtsmann in den Farben des US-Imperialistischen Kultur-Schock-Getränks. Es sind die Muslime im Land, welche unbeirrt die Jungfräulichkeit Marias und die damit verbundene Wundergeburt verteidigen! Es sind die Muslime, welche die Familie gegen die LGBT-Familien-Zerstörung noch schützen können und damit die wahre deutsche Kultur! Und es ist eine Tragik der Geschichte, dass ausgerechnet diejenigen, die vorgeben, die deutsche Kultur retten zu wollen, zu den heftigsten Feinden des Islam und der Muslime gehören und damit auch die deutsche Kultur verraten!

Zurück zum Tannenbaum. Nach muslimischer Erzählung hat die Heilige Maria die Wundergeburt tatsächlich unter einem Weihnachtsbaum empfangen. Es war zwar kein Tannenbaum aber eine Dattelpalme. Der zuvor völlig ausgetrocknete Dattelbaum erwacht mit der Wundergeburt wundersam zu Leben und spendet stärkende Datteln, denn die Heilige Maria hat einen schweren Gang vor sich. Sie muss mit dem Kind zu den Sadduzäern und Pharisäern, die sie der Unzucht anklagen werden. Die wirklich eindrucksvollen Passagen dieser Wundergeburt sind in dem Film „Heilige Maria“ zusammengefasst, deren entscheidende Passage zur Wundergeburt aus muslimischer Sicht in zwei jeweils zehnminütigen Sequenzen mit deutschen Untertiteln veröffentlicht sind [6][7]. Teil 1 zeigt die Wundergeburt aus islamischer Sicht, Teil 2 das genau so große Wunder beim Eintreffen in Jerusalem, als das Neugeborene spricht. So bekommt der Tannenbaum mit Hilfe der Muslime eine viel wundersamere Bedeutung, als er sie jemals hatte.

Doch wenn die Heilige Maria, die auch an dem wundersamen Ort Fatima erschienen ist und dort das nicht zu leugnende Sonnenwunder bzw., Wunder von Fatima vollbracht hat [8], heute leben würde, wenn die beste aller Frauen im Islam, die Heilige Fatima, heute noch leben würde, wohin würden sie beide gehen? Zweifelsohne würden sie nach Gaza gehen! Und was würde Jesus heute sagen? Auf wessen Seite würde er stehen?

Würde er z.B. sagen: „Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.“ Wie es in der Bergpredigt nach christlicher Überlieferung heißt? Wer sind die nach Gerechtigkeit hungernden in Gaza? Oder würde er sagen: „Selig sind die Trauernden, denn sie werden die Frohlockenden sein. Selig sind jene, die Hunger und Durst mit Demut hinnehmen. Sie sind es, denen eingeschenkt werden wird. Selig seid ihr, wenn euch Missgunst trifft und ihr beschimpft werdet und jegliches hässliche und gelogene Wort über euch gesagt wird. Geschieht dies, dann freut euch und jauchzet, denn euer Lohn dafür vermehrt sich im Himmel“, wie es in der muslimischen Überlieferung zur Bergpredigt ergänzend heißt? [9]

Heute ist das Fest der Liebe für Christen, an das sich Muslime problemlos anschließen können. In der Gemeinde, für die meine Wenigkeit in der Gnade Gottes Verantwortung tragen darf, wird zur Bescherung heute gemeinsam der Film „Das Wunder von Fatima“ über die Marienerscheinung geschaut [10].

Im Namen dieser Gemeinde und so vieler anderer deutschen und deutschsprachigen Muslime wünschen wir allen Christen in Deutschland, in Gaza, Bethlehem, Jerusalem und in der Welt ein gesegnetes Weihnachtsfest und die Besinnung auf Jesus als erwarteter Erlöser. Möge er bald erscheinen. Er wird – nach muslimischer Vorstellung – zusammen mit seinem Bruder Imam Mahdi die gottesehrfürchtigen Menschen zusammenführen. Unsere Aufgabe ist es als Vorbereitung für deren Erscheinen, die Erfüllung ihrer Aufgabe vorzubereiten. Möge Gott uns dabei gnädig sein!

[1] https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...aufstellen.html
[2] https://www.youtube.com/watch?v=g1KC34d7ris
[3] https://www.newarab.com/news/jerusalems-...onal-protection
[4] https://europeanconservative.com/article...g-in-jerusalem/
[5] https://www.forschung-und-wissen.de/nach...echten-13376556
[6] https://muslim-tv.de/maria-a-und-jesus-a-teil-1/
[7] https://muslim-tv.de/maria-a-und-jesus-a-teil-2/
[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwunder
[9] http://www.eslam.de/begriffe/b/bergpredigt.htm
[10] https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Wunder...nt_der_Hoffnung


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RE: Ein Tannenbaum, die Heilige Maria, Gaza und Weihnachtsgrüße des Muslim-Markt

#2 von Dörte Donker , 26.12.2023 12:22

Tatsächlich war der Tannenbaum so ein Dattelbaum. Und immergruene Bäume galten bei unseren Vorfahren quasi fuer es Lebenskraft und Unvergänglichkeit, denn während im Winter alles Gruen abstarb, diese Nadelbäume eben nicht. Ein Dattelbaum deswegen, weil man frueher keine Kugeln dranhängte, sondern Äpfel, Nuesse, getrochnetes Obst und kleine Lebkuchen und andere Sueßigkeiten, meist mit 12 Kerzen geschmckt als Symbol des Jahreslaufs mit 12 Monaten. Das war das, auf das sich die Kinder freuten. Die Vitamine und andere Inhaltsstoffe waren fuer sie in Mangelzeiten enorm wichtig. Es streiten sich die Geister, wie alt der Weihnachtsbaum sei, aber Opfergaben an Bäume zu hängen ist sicherlich einige tausend Jahre alt. Ich glaube nicht, dass der Weihnachtsbaum erst im 15/16 Jhd. "erfunden" worden ist, denn in der Zeit wuetete in Deutschland die Inquisiton. Weil man ihn in der Zeit vielleicht sehr selten sah, eben wegen dieser Inquisition, denken einige Historiker wahrscheinlich diese Paar Zeugnisse der Geschichte sei die Zeit, als man dieses Brauchtum einfuehrte. Was fuer Feste im Jahreslauf die Bauern immer noch feiernten waren denen eher unbekannt. Nach Abschaffung der Inquisition im 18 Jhd. kam der Weihnachtsbaum einfach zurueck in die Stuben. Aber mal das Fazit, der Weihnachtsbaum hat wenig mit der Geburt Jesu zu tun und Eier und Osterhasen ebenfalls nichts. Es sind alles Feste der Sonnenwenden. Das ist Herbst war dann das Erntedanke und die Sommersonnenwende zu feiern ist in Deutschland quasi verboten, weil sonst ist man ein Nazi, was das Verbot der Artgemeinschaft zeigt. Brauchtum ist meines Erachtens schutzenswert, wer Weihnachtsbäume in Kitas abschafft, gehört fuer in die Ecke der Menschen, die allen Menschen am liebsten ihre Bräuche abgewöhnen wollen, bis es nichts mehr gibt, was man gemeinsam erleben kann. Im Iran sind viele ähnliche Feste des Jahreslaufes immer noch lebendig und werden auch von Muslimen gefeiert. Ja, man sieht dort auch Weihnachtsbäume


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