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Die Westlichen Verbrechen in Palästina sind mit nichts zu rechtfertigen!

#1 von Yavuz Özoguz , 14.10.2023 12:19

Die Westlichen Verbrechen in Palästina sind mit nichts zu rechtfertigen!

An diesen Tagen, an denen die Solidarität mit Israel zu einer Pflicht und jede Form von Kritik nahezu zu einer Straftat erklärt wird, an diesen Tagen, an denen das eigene Rechtssystem auf den Kopf gestellt und dem Zionismus geopfert wird [1], an diesen Tagen gibt es eine Aussage in Deutschland, die es zu hinterfragen gilt: Die Verbrechen und der Terror der Hamas wären mit nichts zu rechtfertigen.



Bei einer Solidaritätsveranstaltung in Dachau tönt es: „Nichts kann diese Verbrechen rechtfertigen“ [2]. Die Parteichefs von SPD, Grünen, FDP sowie CDU und CSU haben gemeinsam die Hamas-Angriffe auf Israel verurteilt. Dieser Terror sei durch nichts zu rechtfertigen und müsse sofort gestoppt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung [3]. Müßig zu ergänzen, dass die AFD das gleiche behauptet. EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen sagte, dass der Terrorakt der Hamas durch nichts zu rechtfertigen sei und nichts mit den legitimen Bestrebungen des palästinensischen Volkes zu tun habe [4]. Christoph Plett (CDU) vom Niedersächsischen Landtag sagt: „Heimtückischer Angriff der Hamas durch nichts zu rechtfertigen“ [5]. Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer warnte vor einem Flächenbrand und betonte, dass Terror niemals zu rechtfertigen ist [6]. Die Deutsche Außenministerin veröffentlicht: „Israel erlebt in diesen Tagen barbarischen Terror. Er ist durch nichts zu rechtfertigen.“ [7] Das Deutsche Rote Kreuz schreibt auf der eigenen Homepage: „Nichts kann die schrecklichen Angriffe rechtfertigen, denen Israel am vergangenen Wochenende ausgesetzt war.“ [8] In der Solidaritätsbekundung der Stadt Erlangen heißt es: „Dieser Terror ist in keiner Weise zu rechtfertigen …“ [9]. Der Oberbürgermeister der Stadt Weimar sagt das gleiche [10]. Die Kulturministerkonferenz schreibt: „Die Angriffe der Hamas sind und bleiben kaltblütiger Terrorismus, der durch nichts zu rechtfertigen ist … [11]. Der Oberbürgermeister von Bottrop bezieht sich auf das Leid der Israelis und schreibt: „Das dadurch verursachte Leid ist unerträglich und durch nichts zu rechtfertigen“ [12]. Und – um es nicht zu sehr in die Länge zu ziehen – zum Abschluss noch das Pressestatement des Bundeskanzlers Scholz: „Diese Taten sind barbarisch; sie sind empörend, und sie sind durch nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen“, betonte der Kanzler [13].

Dem aufmerksamen Leser wird sicherlich aufgefallen sein, dass wir obige Liste hätten noch seitenlang weiterführen können, ohne dass auch nur ein Ende in Sicht gewesen wäre. Jeder, der in Deutschland irgendetwas zu sagen hat, musste sich äußern. Fassen wir also zusammen, was alle zusammen einheitlich, geradezu gleichgeschaltet gesagt haben: Das, was die Hamas getan hat, ist durch nichts zu rechtfertigen.

Seit einigen Tagen erleben wir allerdings, dass Israel sämtlichen Völkerrecht bricht, die Zivilbevölkerung des Gaza in den Tod und das Elend bombt, das Wasser, den Strom und die Nahrungszufuhr für zwei Millionen Menschen abgestellt hat, eine Million Menschen dazu aufgefordert hat ihre Häuser zu verlassen. Ein Hochhaus nach dem anderen in Schutt und Asche legt, Krankenhäuser bombardiert, Schulen und Moscheen vernichtet usw. usf. Allein beim Abstellen des Wassers und des Stroms, was das Todesurteil für viele Menschen in Intensivstationen bedeutet, könnte man die Frage aufwerfen: „Womit ist das zu rechtfertigen“? Die Antwort all jener, die dem Handeln der Hamas jegliche Rechtfertigung absprechen, wird sein: Das ist das Selbstverteidigungsrecht Israels. Offensichtlich kann es aus Westlicher Sicht durchaus eine Rechtfertigung dafür geben, Zivilisten, darunter Greise, Kinder, Frauen und Behinderte auszuhungern, verdursten zu lassen, zu verjagen, zu bombardieren und massenweise zu ermorden. Es kann offensichtlich Rechtfertigungen dafür geben, dass das Völkerrecht mit Füßen getreten wird und jegliche Menschlichkeit im wahrsten Sinn des Wortes „ermordet“ wird. Merkwürdig, dass jene Rechtfertigung im Westen immer nur den Besatzern zugesprochen wird, nie aber den Besetzten.

Jetzt könnte man auf die Idee kommen und nachfragen, womit ist die Ethnische Säuberung Palästinas [14] zu rechtfertigen. Womit sind Jahrzehnte unaufhörlicher Besatzung zu rechtfertigen? Womit ist Apartheid zu rechtfertigen? Womit ist zu rechtfertigen, dass in einem Judenstaat nichtjüdische Staatsbürger bestenfalls Bürger zweiter Klasse sind? Womit ist zu rechtfertigen, dass Israel sämtliche UN-Resolutionen, die sie betreffen, mit Füßen treten darf? Womit ist zu rechtfertigen, dass die gesamte Westliche Welt seit 75 Jahren nicht nur zuschaut, wie die Palästinenser unterdrückt werden, sondern den Unterdrücker mit allen nur erdenklichen Mitteln unterstützt? Womit ist zu rechtfertigen, dass in Israel das Grab eines erwiesenen Massenmörders auf unbewaffnete betende Menschen zu einer Pilgerstätte werden darf [15]? Wie ist es zu rechtfertigen, dass ein israelischer Minister in diesem Jahr sagt, es gebe keine Palästinenser, und dabei sich vor einer Großisrael-Karte, die Jordanien einschließt, zeigt, ohne dass es den geringsten Widerspruch aus der Westlichen Welt gibt? Wie ist es zu rechtfertigen, dass ein israelischer Influencer die verdurstende Bevölkerung von Gaza öffentlich verhöhnt und dafür von so vielen Zionisten gefeiert wird [16]?

Möglicherweise ist auch bei obiger Auflistung klar, dass sie seitenlang fortgesetzt werden kann, ohne dass auch nur ein Ende in Sicht sein wird. Wem es gelingt aus dem Gefängnis der gleichgeschalteten Einheitsmeinung auszubrechen und seine Menschlichkeit noch nicht verkauft hat, der wird erkennen, dass das Leid einer Mutter, die ihr Kind in einem Bombenhagel oder bei einem Attentat verliert, nicht davon abhängig ist, ob sie Jüdin oder Muslima ist. Prof. Dr. Nurit Peled-Elhanan ist Jüdin, sie ist Israelin, Friedensaktivistin und Mutter eines Attentatsopfers. In einem Interview, dass meine Wenigkeit mit dieser Frau vor 13 Jahren führen durfte, sagte sie: „Alle Kinder, die hier sterben, sind Opfer der Besatzung. Es ist die Besatzung, die junge Palästinenser zu Mord und Selbstmord treibt, wie sie junge Israelis zu Mord und Grausamkeiten treibt.“ [17] Auch Prof. Helga Baumgarten hat bereits vor zwei Jahren im ZDF die Ursachen des Terrors sehr anschaulich erläutert [18]. Heute würde sich kein öffentlich-rechtlicher Sender mehr wagen, solch ein Interview zu führen! Und somit sind an der Besatzung sämtliche Stimmen mitschuldig, die Israel bei jedem Verbrechen zur Seite stehen, seien es Politiker oder Journalisten.

Doch woran liegt es, dass so viele Führungskräfte der Westlichen Welt sich immer wieder uneingeschränkt auf die Seite des Besatzers stellen und die Besetzten verraten? Warum stehen Deutsche immer gerne auf der Seite der Mächtigen, selbst wenn die Mächtigen Verbrecher sind? Im Islam gibt es das Prinzip, dass man weder andere unterdrücken noch sich unterdrücken lassen darf. Aber wenn man keinen anderen Ausweg hat, als wählen zu müssen zwischen Unterdrücker und Unterdrückter, so gilt: „Geht zu Allah als Unrecht Leidende und geht nicht zu Ihm als die, die Unrecht begehen!“ [19] Das unterscheidet den gottesehrfürchtigen Menschen von dem teuflischen Menschen. Sollte die Hamas unschuldige Kinder getötet haben, dann wäre das ein Verbrechen. Doch in wie weit die Besatzung und damit der Besatzer an dem Verbrechen mitschuldig ist, wird eines Tages ein anderer urteilen.

Wie viele Pharaonen und ihre Minister, Schreiber und freiwilligen Diener sind bereits auf dieser Welt gewandelt? Und was ist aus ihnen geworden? Den heutigen Helfershelfern der rassistischen Zionisten wird es nicht anders ergehen. Die wichtigste Prüfung für alle Menschen besteht darin, angesichts der Unmenschlichkeit so vieler viel zu lauter Schreihälse die eigene Menschlichkeit nicht zu verlieren. Ich weiß nicht, ob ich es selbst noch miterleben werde, wie Netanjahu vor einem internationalen Tribunal für alle seine Verbrechen abgeurteilt wird, oder ob er erst posthum zum Massenmörder erklärt wird. Auch kann es sein, dass er Jahrzehnte nach seinem Ableben von den dann neuen Pharaonen der Zeit gefeiert wird. Aber am Gericht des Schöpfers, kann er sich nicht mehr freikaufen. Und das gilt auch für alle, die ihm heute helfen. Allein dieses Wissen sollte genügen, den eigenen Zorn im Zaum zu halten, seine Menschlichkeit und Moral zu vervollkommnen und mutig die Wahrheit zu vertreten. Der Friede Gottes sei mit denen, die der Wahrheit folgen und sie in schwierigen Zeiten vertreten.


[1] Wird das eigene Rechtssystem dem Zionismus geopfert?
[2] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dac...37?reduced=true
[3] https://www.deutschlandfunk.de/spd-gruen...rtigen-100.html
[4] https://www.volksstimme.de/deutschland-u...-israel-3709362
[5] https://www.paz-online.de/lokales/peine-...7ZAIIBM3TQ.html
[6] https://www.msn.com/de-at/nachrichten/ot...gen/ar-AA1hVYJn
[7] https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsr...-israel/2622436
[8] https://www.drk.de/presse/pressemitteilu...-folgen-hervor/
[9] https://erlangen.de/aktuelles/-solidarit...nein-zum-terror-
[10] https://stadt.weimar.de/de/aktuelle-meld...htfertigen.html
[11] https://www.kmk.org/aktuelles/artikelans...te-israels.html
[12] https://www.bottrop.de/guiapplications/n...00000266001.php
[13] https://www.bundeskanzler.de/bk-de/aktue...-israel-2228224
[14] http://www.eslam.de/begriffe/d/die_ethni...palaestinas.htm
[15] http://www.eslam.de/begriffe/g/goldstein_baruch.htm
[16] https://www.youtube.com/watch?v=5RCnwbJIwbs
[17] http://www.muslim-markt.de/interview/2010/peled-elhanan.htm
[18] https://www.youtube.com/watch?v=QV-E5hmrhaI
[19] Brief an meine Geschwister zur aktuellen Lage in Palästina


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zuletzt bearbeitet 14.10.2023 | Top

RE: Die Westlichen Verbrechen in Palästina sind mit nichts zu rechtfertigen!

#2 von Brigitte Queck , 20.02.2024 00:26

Lieber Yavuz Özzoguz !
Sie haben mit Ihrer Einschätzung"Die Westlichen Verbrechen in Palästina sind mit nichts zu rechtfertigen völlig Recht !!
Deshalb haben sich die "Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg nach dem 7. Oktober 2023 in 2 Briefen an die Bundesregierung gewandt.
Hier unser 1. Brief vom 30.10.2023, der sowohl per Einschreiben an das Bundeskanzleramt,das Bundespräsidialamt, das Außenministerium und alle Fraktionschefs des Deutschen Bundestages geschickt wurde.
Bundeskanzleramt
z. Hdn. Bundeskanzler Olaf Scholz
Willy Brandt-Strasse 1
10557 Berlin

Berlin/Potsdam, 30.10.23

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
mehrere Philosophen, bzw. Kenner der Geschichte Israels und Palästinas, darunter Ilan Pape, Moshe Zuckermann, Michael Chossudovsky, Vijay Prashad, u.a. weisen im Angesicht der gegenwärtig vor sich gehenden furchtbaren kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern darauf hin, dass Palästinenser, Christen, Muslime und Juden Jahrhunderte lang Seite an Seite friedlich zusammengelebt hatten, was sich erst mit der Ankunft der europäischen Juden im Nahen Osten änderte mit:
a) der Vertreibung und
b) der Eliminierung der nicht jüdischen Palästinenser aus diesen Gebieten.
Der Friedensbewegte Jorge Pumphrey erklärte schon vor Jahren in seinem Vortrag vor der Friedenskoordination Berlin über das „Existenzrecht Israels“, dass Israel bis heute nicht nur palästinensische Territorien, sondern auch Teile Libanons und Syriens in Besitz genommen hat, was bisher alle UNO-Resolutionen zu dieser Problematik eindeutig verurteilt haben.
Die palästinensische Schriftstellerin Sahar Khalifa hielt am 5.3.2015 im Zentrum für Palästinastudien an der School of Oriental and African Studies“ der Universität London einen Vortrag, in dem sie die Stärkung der Islamisten durch die USA und Israels anprangerte:
„Während die USA und Israel die Islamisten unterstützen, haben sie national gesinnte und sozialistische Kräfte der PLO gejagt und ermordet. Dadurch gaben sie den Islamisten in diesem Gebiet freie Hand.“
Auch der jüdische Soziologe Moshe Zuckermann bekräftigt:
„Israel war der Geburtshelfer der Hamas, weil sie die Verhinderung eines palästinensischen Staates garantierte“.
Seymour Hersh und andere Berichterstatter der gewaltsamen militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern, die seit dem 7.Oktober 2023 andauern, schrieben, dass die Option der Palästinenser in diesem Zusammenhang darauf gerichtet war, israelische Gefangene zu machen, um sie gegen z.T. schon jahrelang in israelischer Gefangenschaft befindliche palästinensische Häftlinge auszutauschen, was auch der Sprecher der Kassam-Brigaden, Abu Obeida, am 12.10.23 bekräftigte.
Der französische Philosoph und Schriftsteller Thierry Meyssan geht sogar noch weiter.
Unter der Überschrift „Die israelische Militärzensur verschweigt Ihnen die Wahrheit“
Führt er folgende Punkte an, die in den öffentlichen Medien der NATO-Staaten
nicht zu finden sind:
I. Der Angriff auf Israel wurde nicht von Hamas-Dschihadisten verübt, sondern von 4 vereinten bewaffneten palästinensischen Gruppen:
1.der Hamas,
2.des Islamischen Dschihad (Sunniten und Khomeinisten),
3.der Volksfront zur Befreiung Palästinas (marxistisch)und
4. der Volksfront für die Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC).

Diese Klarstellung ändert die Interpretation des Ereignisses vom 7. Oktober 2023. Es handelt sich nicht mehr um eine dschihadistische Operation der Muslimbrüderschaft, sondern um einen Angriff aller Palästinenserorganisationen des Gazas. Auch die Vergewaltigungs - und Enthauptungsanklagen von Kleinkindern durch die Palästinenser stellten sich als Kriegspropaganda heraus.
II. Ziel dieser militärischen Operation der Palästinenser war nicht "Juden zu töten", sondern zivile und militärische Gefangene zu nehmen, um sie gegen arabische Gefangene der israelischen Hochsicherheitsgefängnisse auszutauschen.
So hatten bereits am 15.5.23 der Golfkooperationsrat, die Gruppe der 77, die Liga der arabischen Staaten, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und China die Suspendierung Israels von den Vereinten Nationen gefordert, solange Tel Aviv seine eigenen Verpflichtungen nicht erfüllt.
III. die Militäroperation der Palästinenser hat Israel nicht überrascht.
Thierry Meyssan verwies dabei auf:
a) die Gespräche der Hamas mit dem russischen Außenminister Lawrow im März 2023
b) die Gespräche zwischen den verschiedenen unabhängigen Kräften der Region, der Hisbollah, dem Islamischen Dschiad und der Hamas in Beirut (Libanon) vom Iran organisiert, um die Akteure zu versöhnen, die in Gaza und dann in Syrien einen grausamen Krieg führten
c) die Warnung des Mossads vor einer Großoperation des Vereinigten Palästinensischen Widerstands durch die CIA am 5. 10.23
Der israelische Geheimdienst hatte daraufhin ein Treffen abgehalten, um die Bedrohung zu bewerten. Der Shin Bet (Spionageabwehr) und Amman (militärischer Geheimdienst) nahmen daran teil.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein Büro haben daher ihre Bürger belogen, indem sie behaupteten, von der Hamas überrascht worden zu sein und den Tod eigener israelischer Bürger billigend in Kauf genommen.

Quelle:
seniora.org/politik-wirtschaft/thierry-meyssan-die-israelische-militaerzensur-verschweigt-ihnen-die-wahrheit
Bei all den von uns von Kennern der Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts, sowie jüdischen Philosophen und Schriftstellern zusammengetragenen Fakten, bitten wir Sie, als Vertreter der Bundesregierung:
1. ein ausgewogenes Bild durch ihre Politiker und Medien über diesen Konflikt zu vermitteln und
2. sich für eine gerechte Lösung des Israel-Palästina-Konflikts einzusetzen, die in einer 2-Staatenlösung gipfeln sollte.
Dabei könnte das Oslo - Abkommen zwischen dem Ministerpräsidenten Israels, Yitzhak Rabin, und dem PLO-Chef, Jassir Arafat, am 13.9.1993 als Grundlage dienen.
Wegweisend sind dabei die Worte von Yitzhak Rabin:
„Der Weg des Friedens ist dem Weg des Krieges vorzuziehen. Ich sage das als jemand, der 27 Jahre lang ein Mann des Militärs war.“ > siehe Jüdische Allgemeine vom 1.3.2022.
Einer Antwort Ihrerseits entgegensehend
i.A. „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ Brigitte Queck, Vorsitzende

Unser 2. Brief vom 4.11.2023, der ebenfalls an ALLE vorher genannten Politiker gesandt wurde, hatte folgenden Wortlaut:
DEUTSCHE BÜRGER – EINSCHLIEßLICH BÜRGER JÜDISCHER RELIGION -
VERURTEILEN DEN MASSENMORD ISRAELS IM GAZA
OFFENER BRIEF AN BUNDESKANZLER OLAF SCHOLZ
Folgende Organisationen:
- Aachener für eine menschliche Zukunft
- Aachener Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“
- „NATO raus.-raus aus der NATO“
fordern in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz einen Waffenstillstand im Krieg Israels gegen Gaza:
Werter Herr Bundeskanzler!

Nach einem Bericht der 'Berliner Zeitung' von heute finden Sie die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand oder einer längeren Kampfpause nicht richtig, „weil das ja letztendlich bedeutet, dass Israel die Hamas sich erholen lassen soll"

Sie wissen sehr genau, dass Ihre Begründung für die Ablehnung eines Waffenstillstandes im Krieg Israels gegen Gaza auf tönernen Füßen steht, da dieser Krieg eines waffenstarrenden 'Goliaths' gegen einen nur mit einer 'Schleuder' bewaffneten 'David' zum Tod, Verwundung, Traumatisierung, Obdachlosigkeit und Flucht von Zehntausenden unschuldiger Menschen im Gaza-Streifen geführt hat und weiterhin führt. Nach UN-Angaben haben israelische Bombenteppiche im Gazastreifen allein bis zum 9. November über 10.000 Menschen getötet, darunter allein über 4.400 Kinder.
Ihre Zurückhaltung in der Frage eines Waffenstillstandes ist unbegreiflich. Da hilft auch nicht, die sog. "Staatsräson" vermeintlich im Rücken zu haben.
Wir verurteilen den menschenverachtenden Angriff der Hamas auf israelische Menschen; die israelische Reaktion jedoch müssen wir Völkermord nennen. Es ist uns unbegreiflich, wie Menschen, die sich Juden nennen, an denen das Hitler-Deutschland grausamsten Völkermord begangen hat, nun ihrerseits derart mörderisch handeln. Der oberste Repräsentant Israels, Premierminister Netanjahu, kann sagen „Wir werden Gaza zu einer Insel aus Ruinen machen“ und kaum ein Repräsentant des 'Wertewestens' protestiert, im Gegenteil: Sie z.B. lassen der israelischen Regierung freie Hand, das Morden fortzusetzen. Das ist unverantwortlich!
Wir fordern Sie auf, Ihre Haltung zu ändern und für Waffenstillstand in diesem Krieg einzutreten.

Friedliche Grüße!
Helene + Dr. Ansgar Klein

Rosengarten 11, 52146 Würselen, Tel.: 02405 72112


Die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost” nahm am 10.10. Stellung zu den Geschehnissen im Gazastreifen seit dem 7. Oktober.
Sie erklärte, sie sei “voller Trauer um die Toten, in Gedanken bei den Trauernden und Verletzten, voller Angst um Freund :innen und Verwandte in ganz Israel-Palästina.”
Was nun geschehen sei, “glich einem Gefängnisausbruch, nachdem die Insassen zur lebenslangen Haft verurteilt wurden, nur weil sie PalästinenserInnen sind.” Die israelische Regierung habe eine Kriegserklärung abgegeben, doch der Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung dauere “schon 75 Jahre”. “Vertreibung, Bom-bardements, Verhungern, Verdursten, Beschränkung von Essen, Strom, Wasser“.
“Viele in Deutschland zeigen sich gerade solidarisch mit Israel, mit einem Apartheidstaat, der eine rassistische Politik gegen das palästinensische Volk ausübt, die schon Zehntausende das Leben gekostet hat. Doch wer das Blutvergießen tatsächlich beenden möchte, muss sich für eine radikale Veränderung der bisherigen Politik einsetzen, damit alle Menschen in Freiheit leben können.”, heißt es in der Erklärung.
https://www.jungewelt.de/artikel/460840....-in-israel.html

Abraham Melzer äußerte sich stellvertretend für viele Menschen jüdischen Glaubens
ebenfalls zu diesen Völkermord Israels gegen palästinensische Bürger im Gaza :
„Ich unterstütze voll und ganz diesen Brief ( Brief von Helene u. Dr. Ansgar Klein ) und fordere ebenfalls auf, endlich auf Distanz zu Israel zu gehen. Mit einer nicht erlaubten Genehmigung zum Massenmord, helfen Sie Israel nicht, sondern versuchen das deutsche Gewissen zu entlasten. Wenn auch die Juden zu Massenmord fähig sind, dann sind wir Deutsche weniger schuldig “.
Offener Brief der „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ an
Bundeskanzler Olaf Scholz

Auch die „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ schließen sich dem Offenen Brief der Organisationen:
- Aacher für eine menschliche Zukunft,
- Aacher Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“ und
- „NATO raus - raus aus der NATO

initiiert von Helene und Dr. Ansgar Klein aus 52146 Würselen

an Sie, Herr Bundeskanzler, so wie auch dem Brief von Jens Löwe an den Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann, im Anhang unseres Briefes einzusehen, an.

Wir möchten im Zusammenhang der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern auf eines der Hauptziele der UNO aufmerksam machen, das Prinzip der Gleichberechtigung und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Artikel 1, Ziffer 2 und Artikel 55 der UNO – Charta.

Wegweisend dafür war die Resolution 2074 (XX) vom 17.12.65, die die Apartheid-Politik und die Rassendiskriminierung der Regierung der Republik Südafrikas als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verurteilte.

Bereits am 11.12.46 erkannte die Vollversammlung der UNO den Völkermord als schwerstes Verbrechen gegen die Menschheit. an und 2 Jahre später, am 9.12.48, nahm die UNO die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes an.

Das Delikt des Völkermordes trifft auch auf das gegenwärtige Vorgehen Israels gegen die Bevölkerung Palästinas im Gaza zu.
Wenn seit dem 7. Oktober 2023 nach Angaben des UNO-Generalsekretärs António Guterres im Gaza von Israel mehr als 10 000 palästinensische Zivilisten - überwiegend Frauen und Kinder – und mehr als 100 UNO – Mitglieder und Journalisten, sowie mehr als 100 Ärzte, getötet wurden und nur noch 1 Krankenhaus von 50 Krankenhäusern in Betrieb ist, weil kein Treibstoff für Strom mehr vorhanden ist, dann ist die Grenze des Unerträglichen längst überschritten.

Obzwar am 7. Oktober 2023 palästinensische Organisationen des Gazas israelische Geiseln genommen haben, um sie gegen die jahrelang in israelischen Sicherheitsgefängnissen ohne Anklage inhaftierten palästinensischen Gefangenen -darunter sogar minderjährige Kinder – auszutauschen, ist dieser Umstand kein Freibrief für Israel, aus Rache Völkermord an den Palästinensern im Gaza zu begehen.
Und schon gar nicht kann sich Israel, von zahlreichen UNO-Resolutionen bis heute als Okkupationsmacht angeprangert, unter diesen Umständen auf das im Artikel 51 der UNO-Charta fixierte Recht der Selbstverteidigung berufen.

Jens Löwe hat in seinem kürzlichen Brief an den Bundesjustizminister 78 UNO –Resolutionen gegen Israel von 1955-2013 aufgelistet, in denen Israel aufgerufen wird:
a) die von ihm okkupierten Gebiete wieder den Palästinensern, bzw. Staaten ( syrische Golanhöhen ) zurückzugeben, bzw.
b) die Rechte der palästinensischen Bevölkerung in den von ihnen okkupierten Gebieten zu achten.

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die von der UNO -Generalversammlung am 10.12.48 in Paris angenommen und in die Verfassung vieler Staaten der Welt aufgenommen wurde - einschließlich das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – heißt es :“

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten“

Mit anderen Worten, sind diese dort formulierten Menschenrechte, Menschen gleich welcher Hautfarbe und Religion, bzw. Geschlecht, zu achten und gleich zu behandeln, sowohl im Völkerrecht, als auch im Grundgesetz, verankert..

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf
Von ihnen, Herr Olaf Scholz, als gewählter Bundeskanzler Deutschlands, sowie anderen führenden Politikern an der Spitze unseres Staates, erwarten die Bürger Deutschlands als erstes, dass sie internationale und nationale Gesetze kennen und einhalten.
Erst dann kann man von deutschen Staatsbürgern ein gutes Verhältnis zu ihrem Staat und die Einhaltung gesetzlicher Normen einfordern !

Mit freundlichen Grüßen und einer Antwort Ihrerseits entgegensehend

Brigitte Queck, i. A. „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ (Vorsitzende )

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RE: Die Westlichen Verbrechen in Palästina sind mit nichts zu rechtfertigen!

#3 von Dr.Josef Haas , 20.02.2024 07:17

Sie haben mit all Ihren Aktivitäten, für die Ihnen auch ausdrücklich gedankt sei, natürlich tausendfach und sogar noch mehr recht.
Trotzdem wird das an dieser schon krankhafte Züge angenommenen Israel-Treue hierzulande nichts ändern. So werden Sie auch
von Herrn Scholz niemals eine Antwort bekommen- eine die Wahrheit über die israelischen Verbrechen zum Ausdruck bringende
sowieso nicht.
Extrem kritikwürdig, um einen anderen Aspekt zu erwähnen, ist hingegen auch der Verrat von Hisbollah, die, obwohl die Fähigkeit
zur Hilfe bestünde, eiskalt ihre palästinensischen Schwestern und Brüder im buchstäblichen Wortsinne verrecken lassen.
Die Furcht vor einem israelischen Überfall auf den Libanon ist bei ihr wohl zu groß. Nur große Worte und wenige Taten.
Und wir schreiben hier, und Palästina stirbt weiter...
Man sieht jedenfalls- einmal mehr- was hierzulande ein normaler Staatsbürger zu bewerkstelligen vermag. Nämlich nichts!!!

Dr.Josef Haas  
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RE: Die Westlichen Verbrechen in Palästina sind mit nichts zu rechtfertigen!

#4 von Tobias Martin Schneider , 26.03.2024 14:32

Nichts bringt mich dazu den Massenmord an abertausenden
von Kindern zu akzeptieren:
https://www.boomplay.com/episode/5972906


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