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Verräter Palästinas

#1 von Dr.Josef Haas , 07.02.2022 09:40

Verräter Palästinas

Die ebenso richtige wie vor allem notwendige Charakterisierung Israels durch Amnesty
International als "Apartheidstaat", erregt hierzulande immer noch Aufmerksamkeit.
Vor allem sorgt dabei die Übernahme dieser in jeder Hinsicht korrekten Etikettierung
durch die deutsche AI-Sektion für einen Generalangriff der zahlreichen hiesigen Israel-
Freunde auf die Wahrheit, welcher von dieser Organisation die Ehre gegeben wurde.
Ein Standardargument der Zionisten-Freunde ist dabei stets der Hinweis, bei ihrem so
innig verehrten Israel handele es sich um die "einzige Demokratie im Nahen Osten".
Wenn man beispielsweise die nach wie vor im Raum stehenden Korruptionsvorwürfe
gegen den langjährigen Regierungschef Netanjahu betrachtet, eine mehr als eigenartige
Aussage.
In diesem so fragwürdigen Zusammenhang wird aber dann auch sofort auf die Tatsache
verwiesen, dass zum ersten Mal in der Geschichte Israels eine arabische Partei an der
dortigen Regierung beteiligt sei. Dies ist richtig- konkret handelt es sich dabei um die
sogenannte "Raám Partei", die allgemein als "islamisch-konservativ" bezeichnet wird.
Mit ihren vier Mandaten im insgesamt 120 Abgeordnete zählenden israelischen Parlament,
Knesset genannt, stellt sie dort sozusagen das Zünglein an der Waage dar.
Ihr Vorsitzender, Mansour Abbas, ein Zahnarzt aus dem arabisch-drusischen Städtchen Maghar,
wird allgemein als "Pragmatiker und Realist" beschreiben- in einer Demokratie die vornehme
Umschreibung für das allein auf den eigenen Vorteil bedachte Verhalten, eine Beurteilung,
welche hier auch in jeder Hinsicht zutrifft. Obwohl er Naftali Bennet mit seinen wenigen
Mandaten den Weg zur Ministerpräsidentenfunktion freimachte, ließ er doch keinen Zweifel
daran aufkommen, dass er natürlich auch dessen Vorgänger Netanjahu hätte wählen können.
Prinzipienlos, so ist er eben dieser Herr Abbas, den die deutschen Israel-Enthusiasten als Beweis
dafür heranzerren, dass Israel natürlich kein Apartheid-Staat sei.
Die täglichen Verbrechen der "Siedler" in dem von diesem Terror-Staat seit 1967 okkupierten West-
Jordanland- wen interessieren sie denn schon in dieser BRD, wo die Kritik am hier so heiß geliebten
Israel schon als Blasphemie (=Gotteslästerung) erscheint?
Mit dieser ihrer so charakterlosen Rolle als israelischer Regierungsmacher, hat sich allerdings Raám
für alle Zukunft diskreditiert und als reine Opportunisten- und Verräter-Partei entlarvt.
Das wirklich noch am Selbstbestimmungsrecht ihres Volkes interessiert gebliebene Palästinensertum
kann daher dieses landesverräterische Gesindel, denn um nichts anderes handelt es sich hier, nur
verachten. Da Verachtung auch eine Waffe zu sein vermag, soll und muss sie hier konsequent ein-
gesetzt werden!

Dr.Josef Haas  
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RE: Verräter Palästinas

#2 von Dr.Josef Haas , 07.02.2022 12:58

Kleine Korrektur: Beim israelischen Ministerpräsidenten habe ich leider ein "t" vergessen.
Korrekt heißt dieser Herr "Naftali Bennett".

Dr.Josef Haas  
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