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Warum sich so viele Wissenschaftler prostituieren

#1 von Yavuz Özoguz , 10.01.2012 10:38

Warum sich so viele Wissenschaftler prostituieren

Die angebliche Unabhängigkeit der Wissenschaft ist ein Märchen der Westlichen Welt, um die eigenen Unterdrückungsmechanismen zu kaschieren.

Es gibt keinen Zweifel für den Autor dieser Zeilen, dass es an deutschen Universitäten hervorragende Hochschullehrer, Wissenschaftliche Assistenten, Doktoranden und Wissenschaftliche Mitarbeiter gibt. Selbst die Studenten, die ja für Lehrkräfte seit Jahrtausenden angeblich immer schlechter werden, gehören zweifelsohne zu den Besten in der Welt. Das außeruniversitäre Ausbildungssystem Deutschlands bildet zudem hervorragende Fachkräfte aus! Die Innovationskultur und Selbständigkeit, die den Studenten beigebracht wird, ist genau so vorbildhaft, wie die Arbeitsorganisation, -planung und -disziplin. Gerade was das Management angeht, gehört Deutschland sicherlich zu den Spitzenausbildungsplätzen. Doktorarbeiten sind nach wie vor Qualitätsarbeiten in Deutschland – einmal abgesehen von gekauften oder sonstwie merkwürdig zusammengekleisterten Ausnahmen, die offensichtlich vermehrt bei Politikern vorkommen. Dennoch gibt es einige strukturelle Probleme, die sehr gravierende Folgen haben können.

Wissenschaft muss finanziert werden. Im Bereich der Ingenieurswissenschaft, Informatik und ähnlichen praktisch orientierten Wissenschaften mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkten erfolgt die Finanzierung vor allem durch die Industrie. Die industriellen Drittmittel (wie sie genannt werden) sind in diesem Bereich teilweise um ein Mehrfaches höher, als die staatlichen Mittel. Zweifelsohne verbindet die Industrie damit gewisse Erwartungen, die aber nicht politischer Art, sondern rein wirtschaftlich begründbar sind. Es geht um das qualitative Wachstum. Vom ABS im Auto über Hochleistungsgelenke auf dem OP-Tisch bis hin zu Solarmodulen auf dem Hausdach sind alle derartigen Innovationen mit dem Ziel entwickelt worden, die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen (und damit Geld zu verdienen). Selbst die in diesem Bereich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Grundlagenforschungen oder mit irgendwelchen Förderprogrammen von Ministerien finanzierten Spitzenforschungen dienen letztendlich direkt oder indirekt dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Zweifelsohne gibt es in diesem Bereich noch reichlich Optimierungspotential, um die Unabhängigkeit der Forschung zu gewährleisten, aber die eigentlichen Probleme spielen sich nicht in diesem Bereich ab, sondern in den Geisteswissenschaften, in der Geschichtsforschung und vor allem den Wirtschaftswissenschaften. Denn hier ist der Anteil an “Drittmitteln“ ungleich geringer, und ein Historiker muss genauso “linientreu“ sein, wie ein Wirtschaftswissenschaftler, will er weiterhin von staatlichen Forschungsgeldern profitieren. Das soll an einigen Aspekten verdeutlicht werden, die gar nicht spezifisch für Deutschland oder für unsere Zeit sind.

Ein Phänomen, das von der Wissenschaft bereits sehr umfassend untersucht wurde, ist der Aufstieg und Zusammenbruch von Hochkulturen und Imperien. Obwohl jede Hochkultur ihre spezifischen Eigenheiten hat, die nicht problemlos auf andere Systeme übertragbar sind, so haben doch Wissenschaftler in ganz unterschiedlichen Bereichen – ob Historiker, Sozialwissenschaftler oder Wirtschaftswissenschaftler – einige typische Merkmale ausgemacht, die alle jenen Untergängen gemeinsam sind. Das interessante bei dieser Art von Forschung besteht darin, dass noch nie in der Geschichte eine deutlich wahrnehmbare Gruppe von eigenen Wissenschaftlern den Untergang des eigenen Systems diagnostiziert und entsprechend Gegenmaßnahmen vorgeschlagen hat (z.B. den rechtzeitigen Ausstieg). Stets waren es die Anderen in der Geschichte oder in fernen Ländern. In der neueren Zeit gibt es zudem ein Zusammenspiel von Wissenschaft und Propaganda, die zuweilen die gesamte Wissenschaft auf den Kopf stellt. Beispielsweise ist gemäß Propaganda die Islamische Republik Iran seit 30 Jahren am untergehen, während die objektiven Daten genau das Gegenteil beweisen. Hingegen ist das Westliche System – würde man die bisher erforschten Daten der Wissenschaft darauf anwenden – im totalen Untergang begriffen, ohne dass es irgendeinen Ausweg gibt, aber kaum ein Wissenschaftler warnt davor. Woran liegt das?

Man nehme z.B. die Wissenschaftsberater der Bundesregierung; nicht nur die sogenannten Weisen, sondern auch Einzelwissenschaftler, die in irgendwelchen prestigeträchtigen Kommissionen sitzen und mitreden, mitberaten dürfen. Kann man sich vorstellen, dass heutzutage ein Wissenschaftler in solch eine Kommission berufen wird, der Deutschland als einzigen Ausweg vom Untergang im westlichen System den Ausstieg aus NATO, EU und Zinssystem vorschlägt? Kann man sich vorstellen, dass ein Wissenschaftler, dem ausgehend von objektiven Daten am Wohl der eigenen Bevölkerung gelegen ist, in solch eine Kommission berufen wird, wenn er den Kapitalismus als Grundübel erläutert und detailliert wissenschaftlich darlegt, dass man ein völlig anderes Wirtschafts- und Finanzsystem benötigt? Kann man sich vorstellen, dass ein Sozialwissenschaftler in solch einer die Politik beratenden Kommission mitarbeitet, der die Freigabe von Pornofilmen als erhebliche Gefahr für das Wohl der Gesellschaft bezeichnet und Kopftuch tragende Frauen hingegen als völlig unproblematisch ansieht? Kann man sich einen Juristen in solchen Beraterteams vorstellen, die das Verhalten von Bankern als organisierte Kriminalität nachweist und gleichzeitig endlich die Umsetzung des Artikels 146 des eigenen Grundgesetzes fordert? Dürften Atomwissenschaftler auf die Gefahren hinweisen, die durch die Lagerung von US-Atomwaffen auf deutschem Boden, für die gesamte deutsche Bevölkerung bestehen? Kann man sich Mediziner an Entscheidungspositionen vorstellen, die eine Abnahme des Pharmakonsums anstreben und eine rein kapitalistisch organisierte Medizinwirtschaft für krankheitsfördernd nachweisen? Kann man sich Umweltwissenschaftler vorstellen, die in der rein kapitalistischen Organisation der Energie- Wasser- und Aberwasserwirtschaft eines der Gründe dafür sehen, dass der Ressourcenverbrauch nicht so sinkt, wie es möglich wäre? Und kann man sich Medienwissenschaftler als Berater der Regierung vorstellen, die nachweisen, dass die sehr einseitig in Richtung Monopol tendierende Medienwelt in Deutschland tyrannische Züge trägt, die dem eigenen Volk schaden?

All das und vieles andere mehr kann man sich nicht vorstellen, denn die Wissenschaft ist nicht frei! Inzwischen kann sich jedes Schulkind ausrechnen, dass der Bundeshaushalt eines der reichsten Länder der Welt wie Deutschland, der bereits ein Drittel seiner Ausgaben für Zinsen ausgeben muss, zwangsläufig zu einer Katastrophe führen muss, aber die Wissenschaftler, die die Politik beraten, dürfen ganz offensichtlich nicht darauf hinweisen, dass ohne “Ausstieg“ der Untergang nicht aufzuhalten ist.

Nein, die Art von Wissenschaftler, die als “Berater“ berufen und bezahlt werden, kann gar nicht aufmucken. Selbst wenn einer es tun würde, hätte er keine Chance gegenüber seinen vielen Kollegen, die ihn dann als Außenseiter dastehen lassen würden. Sie alle werden dafür gut bezahlt. Eine Prostituierte verkauft “nur“ ihren eigenen Körper. Diese Wissenschafter aber verkaufen ihre Seelen.

Doch wie kann das Dilemma überwunden werden? Wie kann ein Volk sich aus diesem Gefängnis des “mitgefangen-mitgehangen“ befreien? Wie soll ein Volk in dem drei Millionen Leser die Zeitung kaufen, mit der man sich angeblich “bild“en kann und die angeblich über 10 Millionen Mitleser hat, von der “gekauften“ Wissenschaft“ lossagen?

Es fängt in der eigenen Familie und Nachbarschaft an! Wer das kapitalistische System überwinden will, muss seine eigenen Bedürfnisse herunterschrauben und versuchen schuldenfrei zu leben! Er muss mit der Nachbarschaft Initiativen Gründen, die die eigenen Kommunen sparsamer haushalten lassen. Wenn es 10 Millionen “Bild“ungs-Leser gibt, dann gibt über 70 Millionen, die es nicht tun; das muss man sich vergegenwärtigen! Politiker, die einem Wohlstand versprechen und nicht erklären, wie sie die Schulden realistisch reduzieren wollen (nämlich mit der zeitweiligen Abnahme von Wohlstand), müssen mit Stimmenentzug abgestraft werden. Jeder Bundesbürger muss seinen Abgeordneten immer wieder an den Artikel 146 des Grundgesetzes erinnern (viele wissen gar nichts davon), um Deutschland zu befreien.

Deutschland kann in einem geeinigten Teil-Europa ein Gegengewicht zum Imperialistischen Kapitalismus gründen (auch zusammen mit Griechenland). Aber derzeit ist Europa eine Geisel der Kriegstreiber dieser Welt. Deutschland hat zaghaft einen “Ausstiegswillen“ angedeutet, wofür jene Politiker auch immer wieder abgestraft wurden. Doch auch wenn es sicherlich einige wenige Hochverräter in den Spitzenetagen der Politik gibt, so sind die Meisten doch auch Bürger dieses Landes, die ihre Heimat hier sehen. Viele haben auch Kinder, die sie lieben und denen sie sicherlich ein schönes Land hinterlassen wollen. Es wird an der Zeit, dass sich immer mehr Menschen zusammenschließen, um eine wahre demokratische “Artikel 146-Initiative“ zu gründen. Die sich prostituierenden Berater aus der Wissenschaft werden dabei kaum helfen, aber die Mehrheit der Hochschullehrer möglicherweise schon! Der Untergang des Kapitalismus und des heutigen Imperiums ist nicht mehr aufzuhalten, aber der Untergang Deutschlands durchaus. Wir müssen “nur“ aussteigen.

Beim Atomausstieg war es eine fürchterliche Katastrophe, die ein fernes Land getroffen hat, welches endlich die Vernunft hat siegen lassen. Beim Wirtschaftsystemausstieg und beim Ausstieg aus dem Imperium wäre zu hoffen, dass es auch ohne fürchterliche Katastrophe geht. Oder wollen wir wirklich warten, bis die erste Atomwaffe in unserer Generation auf Menschen abgeworfen wird? Der Iran wird es nicht sein, der das tut, denn er hat keine Atomwaffen und will auch keine! Aber es gibt Länder, die haben sehr viele und haben auch schon damit gedroht, sie einzusetzen. Wer sich nicht von diesen Verbrechern befreit, wird selbst im Strudel der Verbrechen untergehen. Und der Artikel 146 im Grundgesetz ist ein Aufforderung an uns alle, auszusteigen.

Yavuz Özoguz  
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RE: Warum sich so viele Wissenschaftler prostituieren

#2 von Fatima Özoguz , 10.01.2012 11:37

Zitat
Kann man sich vorstellen, dass heutzutage ein Wissenschaftler in solch eine Kommission berufen wird, der Deutschland als einzigen Ausweg vom Untergang im westlichen System den Ausstieg aus NATO, EU und Zinssystem vorschlägt?



solche Wissenschaftler gibt es bereits, allerdings sind die meines Wissens auch in keiner "Kommission" tätig.

Hier geht es- wenn ich das recht verstehe - wohl nicht gleich um den Ausstieg aus dem Euro, sondern erst mal um einen Volksentscheid zum Stop der ganzen Banken- , pardon Euro-Rettungsmaßnahmen auf Kosten des Steuerzahlers. Könnte vielleicht ein erster Schritt sein, wenn da nicht teilweise ziemlich sinistre Leute mitmischen würden wie "Bürger in Wut" (Islamfeinde u. Claqueure des zionistischen Gewaltregimes):

http://www.buerger-in-wut.de/cms/?d=pm&s=72

Auch Verfechter des Zinssystems sind dabei.


http://juergenelsaesser.wordpress.com/20...wahn/#more-4023


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zuletzt bearbeitet 10.01.2012 | Top

RE: Warum sich so viele Wissenschaftler prostituieren

#3 von Fatima Özoguz , 12.01.2012 12:16

Bei näherem Nachdenken erhebt sich allerdings die Frage, warum sich weder Linke noch Muslime besonders gegen diese ganzen "Rettungspakete" auf Kosten der Steuerzahler einsetzen. Sind wir nicht auch Steuerzahler? Ich frage mich, wen da eher ein Vorwurf trifft: Die Rechtslastigen, die sich dieses Themas annehmen, oder uns, die wir denen dieses Themenfeld überlassen haben?


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