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Zwischen Hoffnung und Volksbetrug

#1 von Dr.Josef Haas , 24.05.2021 09:47

Zwischen Hoffnung und Volksbetrug

Unmittelbar nach dem Beginn der bis heute andauernden Waffenruhe, fanden sich
tausende israelische Bürgerinnen und Bürger jüdischer Abstammung zu Demonstrationen
zusammen, bei denen sie energisch für die Schaffung eines eigenständigen Palästinenser-
Staates eintraten. Dies verdient ebenso Beachtung wie großes Lob, allerdings wird dies
nicht aus dem Munde unserer "Antisemitismusbeauftragten" oder Regierungsvertreter
kommen (können), denn für die ist ja von vorneherein alles was das offizielle Israel
stattfinden lässt richtig. Kritik daran selbstverständlich "Antisemitismus".
So wurde inzwischen bereits die "Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen
Osten" mit diesem Schimpfwort belegt, was- einmal mehr- den vollkommenen Widersinn
dieser Behauptung zeigt, wenn sie als Totschlagargument gegen Kritiker der israelischen
Politik missbraucht wird.
Den Idealismus gar nicht weniger Jüdinnen und Juden natürlich in allen Ehren, die derzeit
für eine Zwei-Staaten-Regelung im Nahen Osten auf die israelischen Straßen gehen, allerdings
sind die Hoffnungen. das sie damit das genannte Ziel auch erreichen können, doch eher
gering. Alle Erfahrungen der Vergangenheit sprechen ja für diese Skepsis.
Dazu trägt übrigens das offizielle Berlin mit seiner bedingungslosen Israel-Treue nicht
unerheblich bei. Mittlerweile existiert ja so etwas wie "deutsche Souveränität" im Verhältnis
zum Judenstaat als völkerrechtliche Realität schon gar nicht mehr, stattdessen wird alles,
was ein Netanjahu und sein Zionistenanhang macht, von unseren Regierungsverantwortlichen
und ihrem Medienmob, ohne darüber nachzudenken, bejubelt.
Wenn also der derzeitige, tief im heimischen Korruptionssumpf steckende, israelische Re-
gierungschef die Schaffung eines Staates für Palästina ablehnt, und dies hat er bisher immer
getan, ist - natürlich- für die BRD diese Idee ebenfalls eine Totgeburt.
Da können und werden dann die üblichen hiesigen Phrasen dazu, die man ja mittlerweile bereits
unendliche Male gehört hat, an dieser traurigen Erkenntnis nicht das geringste zu ändern vermögen.
So wirft die gegenwärtige Diskussion über einen Palästinenserstaat, welche mutige Israelis entfacht
haben, auch ein sehr bezeichnendes Licht auf die freiwillig eingenommene Position totaler deutscher
Unterwürfigkeit gegenüber Tel Aviv.
Obwohl sie sich derzeit in ihrem Lande noch in absoluter Minderheit befinden, mag vielleicht doch
die jüngste Gewalt im Gaza-Streifen und dem Westjordanland dazu beigetragen haben, die Stellung
der Juden, welche dem Palästina-Problem unvoreingenommen gegenüberstehen, zu stärken.
Dies wäre selbstredend zu wünschen, denn nur so könnte irgendwann der so heiß ersehnte Frieden
im Nahen Osten einkehren, welcher aktuell durch den israelischen Terror und dessen moralische
Unterstützung durch die Bundesrepublik Deutschland dort keine Heimstatt finden kann.

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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