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Der große Diktator

#1 von Dr.Josef Haas , 19.12.2020 16:16

Der große Diktator

Die neueste Ausgabe des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" (=Nr.52/2020)
enthält ein bemerkenswertes Streitgespräch zwischen dem ehemaligen Kulturminister
Bernd Neumann und Professor Michael Wolffsohn, seines Zeichens bekennender Zionist.
Thema des Disputs- wie kaum anders zu erwarten- BDS, also die "Bewegung De-Investitionen
und Sanktionen".
Den bemerkenswertesten Satz aus dem Munde des einstigen Professors an der Bundeswehr-
Hochschule München, denn genau dies war Herr Wolffsohn ja einmal gewesen, setzte die
genannte Publikation dabei als Überschrift über das mehrere Seiten füllende Gespräch:
"Wer Antisemit ist, bestimmt der Jude!"
Da, wie man leider weiß, dieser Begriff mittlerweile jedem Israel-Kritiker als Totschläger von
den allermeisten Zionisten an den Kopf geworfen wird, kann man also wohl annehmen, dass
Wolffsohn damit die völlige Übereinstimmung zwischen Israel und dem internationalen Judentum
konstruiert hat.
Dieser seiner Denkweise folgend, würde das also bedeuten, dass j e d e r Jude und j e d e Jüdin
die grausame Unterdrückung des palästinensischen Volkes gutheißt, denn genau dies ist ja die
Auswirkung der aktuellen israelischen Politik, die zu kritisieren einem aber sofort das Verdikt des
"Antisemiten" einträgt.
Eine schamlose Verallgemeinerung dieses Herrn, welche bewusst die Tatsache verkennt, dass nicht
wenige Juden- stattdessen- ihre Solidarität mit dem Volk von Palästina bekundet haben und deswegen
auch oft genug der BDS-Handlungsweise zustimmen.
Doch Wolffsohn begnügt sich nicht mit seiner ihm scheinbar wesenseigenen Überheblichkeit und Arroganz.
Er verhöhnt darüber hinaus die Opfer des israelischen Staats-Terrorismus, wenn er ausführt: "Wer nimmt
denn diesen Unsinn vom Rückkehrrecht von sieben Millionen Palästinensern ernst?".
Das deutsche Sprichwort "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen", findet also damit in ihm
einen eilfertigen Interpreten.
Das traurige Los und Leiden der von seinem so innig geliebten Israel unterdrückten Palästinenserinnen und
Palästinenser interessiert, daraus macht er ja überhaupt keinen Hehl, ihn dabei nicht im Geringsten- für Wolffsohn
zählt demgegenüber allein der Schutz des zionistischen Gebildes vor der Bewegung BDS.
Denn allein diese von zahlreichen jungen Menschen, überall auf der Welt, getragene Organisation wäre, nein:
ist, ja in der Lage, aus dem rassistischen Staat Israel endlich ein Land zu machen, in dem Muslime, Christen und
Juden einvernehmlich nebeneinander leben können.
Genau dies fürchtet aber der Zionismus genauso wie der Teufel das Weihwasser!
Und Professor Michael Wolffsohn ist ihm dabei ein devoter Erfüllungsgehilfe.
Trotzdem ist er in diesem Zusammenhang als bekennender Zionist wohl weniger schlimm zu beurteilen wie die
immer größer werdende Zahl von "islamischen" Israel-Kollaborateuren.
Für diesen Abschaum des Islam passt ja eigentlich nur noch die Bezeichnung " Azazil" oder "Iblis".
Denn während Wolffsohn sich als Jude äußert, dem jedes menschliche Gefühl gegenüber dem Leid der Palästinenser,
wenn überhaupt jemals vorhanden gewesen, schon lange abhanden gekommen ist, handeln die "islamischen" Verräter
gegen die Auffassung des Propheten, wonach jede Muslima und jeder Muslim zur Solidarität mit seinen Schwestern und
Brüdern verpflichtet ist.
Mit ihrem völlig andersartigen Verhalten in der Palästina-Frage, überbieten sie dann aber sogar noch die Verbrecher,
welche mit ihren "Karikaturen" den Propheten beleidig(t)en.
Anders und zusammenfassend formuliert: Von einem Professor Wolffsohn waren seine schlimmen Äußerungen von vorneherein
zu erwarten gewesen, während die Verräter-Clique in den mit den Israelis zusammenarbeitenden Staaten durch ihr Verhalten
bewusst und willentlich die Grundsätze des Islam missachten, was infolgedessen erheblich schärfer verurteilt werden muss.
Allerdings ist noch etwas deutlich geworden: Die zionistische Furcht vor BDS.
Dies sollte daher die in den Reihen dieser Bewegung für arme Menschen in Palästina kämpfenden Frauen und Männer ermutigen,
in ihrem idealistischen Wirken nicht nachzulassen, sondern es, wenn möglich, eher noch zu verstärken.
Christlich formuliert kann man ihnen in diesem Zusammenhang nur zurufen: "Ihr verrichtet damit das Werk des Herrn!"

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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