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Wer versagt hier: Der Islam oder seine Gläubigen?

#1 von Dr.Josef Haas , 23.10.2020 17:46

Wer versagt hier: Der Islam oder seine Gläubigen?

Der jüdische Siedler-Terror in dem von Israel besetzten West-Jordanland findet
kein Ende, ja, nimmt immer schlimmere Formen an, wie die marxistische Tages-
zeitung "junge Welt" vor einigen Tagen dokumentiert hat.
Die in dieser Region lebenden Araberinnen und Araber erleiden dabei eine Verfolgung,
die, wären Juden ihre Opfer, zu einem nicht enden wollenden Aufschrei der Welt-
öffentlichkeit führen würde.
Da aber die Akteure der Siedler-Übergriffe Juden sind, schweigt die internationale
Medienwelt in aller Regel und überantwortet deren Opfer auch weiterhin dem Wüten
dieser Verbrecher.
Dies ist bekannt und soll, trotz der Penetranz dieses Verhaltens, auch nicht unbedingt im
Mittelpunkt dieses Beitrages stehen.
Angesichts dieser Verschwörung des Schweigens, und darauf will ich hinaus, wäre es ja
nun absolut notwendig und selbstverständlich, dass die über eine Milliarde Muslime unserer
Welt diese Unterdrückung ihrer palästinensischen Glaubensschwestern und -brüder anprangern
würden.
Ein schwerwiegender Irrtum, denn letztlich ist genau das Gegenteil der Fall- denn immer
mehr islamische Staaten erkennen Israel völkerrechtlich an und fallen damit dem Volk von
Palästina buchstäblich in den Rücken, erdolchen es von hinten.
Dass diejenigen, welche die heiligen Stätten des Islam auf ihrem Territorium beherbergen, dabei
die schlimmsten Verräter sind, sei hier nur noch einmal ausgesprochen.
Ein Ende dieser schrecklichen Entwicklung ist dabei nicht in Sicht; der muslimische Verrat an den
Palästinensern dürfte dabei zukünftig wohl noch schlimmere Ausmaße annehmen.
Doch, um ein deutsches Sprichwort zu zitieren, "wozu in die Ferne schweifen, wenn das Schlechte liegt
so nah!".
Man schaue sich doch nur einmal die Themen des "Muslim-Markt-Forums" an.
Da transportiert die Atheistin Frau Brigitte Queck, wie so oft in der Vergangenheit, ihren Propaganda-
Müll, noch dazu häufig wortgleich und in doppelter Ausfertigung.
Er enthält Lobeshymnen auf Russland, das doch bekanntlich die Muslime Tschetscheniens und der
Kaukasus-Region grausam unterdrückt.
Wurde und wird hier aber nie thematisiert, denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf!
Aber auch die moralischen Abartigkeiten dieser Republik finden hier eine ebenso ausführliche wie immer
wiederkehrende Darstellung.
Ich darf wohl voraussetzen, dass die hierzu veröffentlichten Kommentare den einzelnen Verfassern zu-
geordnet werden können.
Palästina und das Leid seiner einheimischen Bevölkerung, findet hingegen kaum statt.
Es wäre vermessen und arrogant, wenn ich in diesem Zusammenhang auf meine Beiträge hinweisen würde-
daher sei dies auch ausdrücklich unterlassen.
Dieses Schweigen anderer Leserinnen und Leser- Herr Dr.Özoguz sei hier natürlich ausdrücklich ausgenommen-
schmerzt, weil es deutlich macht, wie wenig das Volk von Palästina, dem Imam Chomeini ausdrücklich den
"Al Quds Tag" gewidmet hat, hier zählt.
Der findet bekanntlich stets am Ende des Fastenmonates Ramadan statt, aber was dann?
Gilt hier dann etwa der Spruch "Aus den Augen, aus dem Sinn?"
Eigentlich müsste ja genau das Gegenteil, also die individuelle Verinnerlichung des Solidaritätsgebotes aus dem
heiligen Koran, stattfinden.
Dessen Gegenstand hätte, ja müsste, dann Palästina sein.
Ein derartiger, einheitlicher Aufschrei des Islam angesichts der israelischen Schandtaten, wäre in seiner Wirkung
einem politischen Erdbeben gleichzusetzen.
Doch er bleibt aus, was die Schlussfolgerung gestattet, dass, außerhalb des Iran, die Religion eben auch nicht
mehr sonderlich ernst genommen wird und stattdessen eher zu einem bloßen Lippenbekenntnis verkommen ist.
Mit ihr können dann zwar durchaus viele Geld verdienen oder in Machtpositionen gelangen- das war es dann aber
schon.
Die Grundsätze des Propheten, für die nach seinem Tod Hunderttausende in den Tod gingen- sie tauchen, wenn
überhaupt, nur noch in Ritualen auf, nach deren Ende sie auch schon wieder vergessen sind, also nicht, wie es
doch sein müsste, das Leben der Menschen, welche daran teilgenommen hatten, bestimmen.
Dies ist zwar scheinbar oder sogar tatsächlich auch bei allen anderen Weltreligionen feststellbar, aber für den
Islam natürlich besonders fatal, weil man in ihm- zumindest bislang- immer noch eine weitgehende Übereinstimmung
von glaubensmäßiger Theorie und konkretem individuellem Handeln zu erblicken vermochte.
Genau dies scheint aber nun immer mehr der Vergangenheit anzugehören und bereitet damit einer Entwicklung den
Weg, an deren Ende nur noch die Erkenntnis steht, dass auch die Muslime, genauso wie die Christen, ihren Glauben
freiwillig so ausgehöhlt und untergraben haben, dass von ihm kaum mehr ein tragfähiges Fundament übrig geblieben
ist.
Und genau dies wäre doch so notwendig wie nur irgendetwas sonst auf dieser Welt.
Letztendlich ist und bleibt ja der religiöse Glaube genauso wichtig wie die Luft beim Atmen von Menschen und Tieren.
Sie wird aber, um beim Begriff zu bleiben, ständig dünner und immer mehr mit dem Fäulnisduft dieser Welt vermischt.
Für meine Person eine sehr traurige Feststellung, welche mich auch heute zu dem förmlichen Aufschrei nach einer Umkehr
der Frauen und Männer veranlasst, welche daran überhaupt noch interessiert geblieben sind.
Der aktuelle Zeitgeist steht dem selbstverständlich diametral entgegen- sollte er allerdings die Oberhand gewinnen und
behalten, wäre es um den wahren Inhalt von Religion, gleich welcher Art, endgültig geschehen.
Sie wäre dann nur noch eine Vortäuschung falscher Tatsachen, eine Verpackung, die zwar einen anderen Inhalt verheißen bzw.
vortäuschen würde, welcher aber mit ihr denn doch nichts mehr gemein hätte.
Diese Gefahr ist heute schon sehr konkret geworden- sie verlangt daher zwingend eine wirksame Abwehr.
Der Glaube gebietet es- ansonsten wäre er endgültig verloren, weil zu einer bloßen Zeitgeist-Erscheinung verkommen, und
genau dies wäre doch furchtbar!

Dr.Josef Haas  
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RE: Wer versagt hier: Der Islam oder seine Gläubigen?

#2 von Werner Arndt , 23.10.2020 18:56

Lieber Herr Haas,

auch Themen, welche Sie dankenswerterweise stets in Erinnerung bringen, sind hier bewusst, werden gepflegt und verzeichnen nicht von ungefähr zehntausende Zugriffe.

Wer sagt, Israel ist ein Apartheidsstaat?

In einem deutschen Forum auch die "moralischen Abartigkeiten dieser Republik" zu thematisieren, sei gestattet. Blick und Wirken auf Umfeld und Heimat zu richten, ist doch naheliegend und schließt ein Engagement darüber hinaus keineswegs aus.

Dieses Engagement ist privat vor allem auch in der arabischen Welt gegeben. Warum wohl und mit wem sind die Gefängnisse in arabischen Ländern mit ihren fremdgesteuerten Machthabern gefüllt? Und die Bedingungen dort sind unsäglich. Man sollte niemandem Unrecht tun, der für seine islamische Überzeugung dgl. und vor allem Leib und Leben riskiert! Das ist etwas völlig anderes, als aus sicherer Entfernung zur Intifada aufzurufen.

Das bitte ich zu bedenken und bei künftigen Appellen dieser Art mehr zu differenzieren.

Werner Arndt  
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RE: Wer versagt hier: Der Islam oder seine Gläubigen?

#3 von Dr.Josef Haas , 23.10.2020 20:20

Lieber Herr Arndt,

ich wollte mit meinem Beitrag niemanden zu nahe treten.
Selbstverständlich achte ich Ihre entsprechende Argumentation.
Dass es leicht ist, von hier aus zur Intifada aufzurufen, ist von mir
übrigens an dieser Stelle bereits in der Vergangenheit gesagt worden.
Fazit: Ich wollte nur die Finger in eine für mich sehr offene Wunde
legen und zum Umdenken auffordern bzw. es zumindest anregen.
In diesem Sinne: Vielen Dank für Ihr Interesse und die Rückmeldung!

Dr.Josef Haas  
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RE: Wer versagt hier: Der Islam oder seine Gläubigen?

#4 von Dr.Josef Haas , 24.10.2020 08:46

Mittlerweile hat auch der Sudan die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel angekündigt.
Der islamische Verrat am palästinensischen Volk und seiner gerechten Sache wird also immer mehr
verstärkt.
Traurig, aber wahr!

Dr.Josef Haas  
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