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Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#1 von Yavuz Özoguz , 24.05.2020 16:58

Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

Die Feindschaft gegenüber dem Islam und den Muslimen gehört seit Amtsantritt zu den Markenzeichen des amtierenden Bundesinnenministers. Aber was hat sich in der Corona-Zeit geändert, dass solch ein umfassender Krieg auf fast allen Ebenen gegen die Schiiten im eigenen Land geführt wird?



Es ist noch nicht lange her, dass im Auftrag der Bundesregierung gleich vier wichtige Moscheen der Schiiten in Deutschland geradezu überfallartig entwürdigt worden sind [1]. Bereits jene völlig überzogene Aktion im Interesse des Zionismus wirkte wie der Versuch einer Demütigung aller Schiiten in Deutschland [2]. Die Angegriffenen haben sich mit dem in einer Demokratie erlaubten Mittel der Meinungsäußerung zur Wehr gesetzt. Dazu zählte auch ein offener – aber extrem höflich formulierter – Brief des Leiters des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) an den Bundespräsidenten [3].

Wer gedacht hat, dass damit eine gewisse Phase des Nachdenkens und der Reflektion der Ereignisse einhergehen könnte, sah sich nunmehr schwer getäuscht. Die CDU-Fraktion im Hamburger Landtag hat vor wenigen Tagen ein Vereinsverbot des IZH gefordert. In einem in die nächste Bürgerschaftssitzung eingereichten Antrag heißt es unter anderem: „Der Senat wird ersucht … zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein Vereinsverbot gemäß Artikel 9 Absatz 2 GG für das IZH vorliegen, und dieses gegebenenfalls umgehend umzusetzen“ [4]. Begründet wird jener Antrat mit „Mangelnde Distanz des IZH zur radikal-islamischen Terrororganisation Hisbollah“. Mit dem im Antrag teils völlig frei erfundenen Begründungen hätte der Iran die Teheraner Christuskirche, welche die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Iran betreibt, schon mehrfach schließen müssen [5]. Denn die hat überhaupt keine Distanz zum radikalzionistischen Rassismus. Derartige Gefährdungen deutscher kirchlicher Einrichtungen im Ausland sind den Mitgliedern einer Partei mit dem „C“ im Namen sowie den AFDlern völlig egal, so lange sie ihrem geliebten Zionismus huldigen können.

Zwar ist die CDU im Bundesland Hamburg nicht an der Regierung. Aber es ist unvorstellbar, dass dieser Antrag ohne zumindest die stillschweigende Zustimmung der Bundes-CDU gestellt worden ist. Jedem halbwegs kundigen Beobachter ist bekannt, welche Rolle das IZH für Schiiten in Nordeuropa (nicht nur Deutschland) spielt. Hier sitzt der ranghöchste Geistliche der Schia in Europa. Das Zentrum hat eine Bedeutung für Schiiten in Nordeuropa wie der Kölner Dom für Katholiken in Deutschland. Wer die Enteignung und Schließung des Zentrums beantragt, der erklärt in aller Klarheit – klarer geht ja gar nicht mehr im Rahmen von halbwegs rechtsstaatlichen Methoden – den offenen Krieg gegen alle Schiiten in Deutschland und weit darüber hinaus. Weitere Details sind in einem Video von einem engagierten Redner anschaulich erläutert [6].

Was aber mag die Motivation dazu sein? Die Antwort darauf kann nur die CDU selbst geben. Fakt ist, dass aktuell eine Art Endsiegoffensive des Zionismus weltweit läuft. Das Westjordanland soll annektiert werden und Deutschland gehört zu den Ländern, die jegliche Warnung Europas diesbezüglich im Vorfeld verhindert hat. Deutschland verlangt von jedem Muslim, dass er das Existenzrecht Israels anerkennen soll, gehört aber zu den wenigen Staaten in Europa, die das Existenzrecht Palästinas bis heute nicht staatlich verankert haben. Deutschland verlangt von jedem Schiiten, dass er das deutsche Recht und die Menschenrechte einhalte, weigert sich aber den aus Palästina Vertriebenen einheimischen Bürgern das Menschenrecht der Rückkehr zu gewähren. Deutschland verlangt bei jedem Widerstand gegen die Verbrechen Israels ausschließlich friedliche Mittel einzusetzen. Wenn aber zum friedlichen Mittel des Boykotts des Apartheidsstaates aufgerufen wird, wird der Aufrufer mit allen Mitteln des Staates bekämpft.

Zunehmend wird deutlich, dass deutsche Politiker alle eigenen deutsche Interessen über Bord zu werfen bereit sind, um die Verbrechen des Apartheidsstaates Israel zu schützen. Hamburger Politiker huldigen lieber dem rassistischen Zionismus als dass sie die Interessen der eigenen Stadt schützen. Das IZH war und ist ein Zentrum des Dialogs der Religionen, in das auch jüdische Gelehrte ein- und ausgehen trotz unterschiedlicher Haltungen zu Israel. Das IZH gehört zu den Wahrzeichen der Stadt und ist ein Haltepunkt bei jeder Stadtrundfahrt. Hunderte Schulklassen besuchen das Zentrum und werden kompetent geführt. In der Schura Hamburg war und ist das IZH ein Garant für die Einheit der Muslime. Und in der Hansestadt – und nicht nur dort – gibt es keine einzige muslimische Organisation, die die anhaltenden Verbrechen des Apartheidsstaates Israel gutheißen würde.

Wahrscheinlich wird der von der AFD mitgetragene Antrag der CDU von der in Hamburg regierenden Koalition aus SPD und Grünen abgelehnt werden. Aber ganz sicher sein kann man sich da nicht. Wer im Bund in den letzten beiden Bundestagswahlen SPD gewählt hat, bekam stets die CDU als Regierung. Und die Grünen haben sich von einer ehemals Antikriegspartei zu einer kolonialistischen Kriegspartei entwickelt, die ihre eigenen Ideale verkaufen würde, um mitregieren zu können.

Völlig unabhängig davon, wie die Senatssitzung verlaufen wird, steht jetzt bereits fest, dass das Ansehen Deutschlands in der Welt immer weiter sinkt, was sowohl außenpolitisch wie auch wirtschaftspolitisch verheerende Auswirkungen hat. Aus dem Irak sind deutsche Soldaten bereits vertrieben worden. In Syrien stand Deutschland an der Seite der USA und damit der IS-Terroristen und ist dabei zu verlieren. In Jemen unterstützt Deutschland die Aggression Saudi-Arabiens und wird derzeit zurückgeschlagen. Und es ist davon auszugehen, dass sowohl der Libanon als auch der Iran seine Beziehungen zu Deutschland gründlich überdenken werden. Es kommt selten vor, dass die Vertreter eines halbwegs unabhängigen Staates im Interesse eines rassistischen Besatzerregimes derart fatal die eigenen Interessen verkauft.

Imam Chamenei, Oberhaupt der Islamischen Republik Iran und geistiges Oberhaupt unzähliger Schiiten weltweit, hat sich seit vielen Jahren erstmalig in einem sehr scharfen Ton zu Deutschland geäußert: „Jetzt lasst ruhig diese europäische Regierung, die sich ewig dafür schämen sollte, dass sie chemische Kampfstoffe an das Regime von Saddam Hussein verkauft hat, die hingebungsvolle und ehrenwerte Hisbollah als illegal bezeichnen. Illegal ist ein Regime wie die USA, das ISIS ins Leben ruft, und ein Regime wie jene europäische Regierung, deren chemische Kampfstoffe den Tod Tausender Menschen in der Stadt Baneh im Iran und in der Stadt Halabdscha im Irak verursacht haben.“ [7]

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Imam Chamenei jemals zuvor eine europäische Regierung als „illegal“ bezeichnet hat. Das wird noch sehr gravierende Auswirkungen für Deutschland in der Region haben. Als Rechtfertigung Deutschlands könnte man anführen, dass Deutschland bis heute nicht souverän ist, es immer noch keinen Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg gibt und daher Deutschland zu solchen Maßnahmen genötigt werden könne. Das mag ja richtig sein, aber das genügt nicht als Begründung für den tiefen Hass, den die amtierenden Politiker gegen die antikoloniale islamische Befreiungstheologie hegen und vom Großteil des Volkes darin bestärkt werden, von Links bis Rechts inklusive sogenannter Patrioten.

Im Gegenzug zu dem Antrag, der in die Hamburger Bürgerschaft eingebracht worden ist, sollten meiner Ansicht nach folgende Gegenforderungen unter allen Muslimen im Land diskutiert werden:

- Keinen weiteren Kontakt mehr mit Repräsentanten des Staates, die sich nicht offen zum Existenzrecht Palästinas in der Öffentlichkeit äußern.
- Ausstieg aus allen vertraglichen Verbindungen mit dem Staat, bis sich der Innenminister für die Überfälle auf vier Moscheen entschuldigt hat.
- Einwirkung auf die Politiker im Libanon, Iran, Irak, Jemen usw. um deutsche Einrichtungen auf ihre Verfassungstreue im jeweiligen Staat zu prüfen und bei Anzeichen, dass die westliche Kultur im Land propagiert werden soll – wie z.B. beim Hissen der Homosexuellenflagge in der EU-Vertretung im Irak [8] – die Schließung der Einrichtung und Beschlagnahmung des Eigentums.
- Einwirkung auf die eigene Politik in Deutschland zum Bekenntnis zu den internationalen Menschenrechten, insbesondere zum Menschenrecht der Rückkehr in die Heimat, aus der man gewaltsam vertrieben worden ist.

Die heutige deutsche Politik ist maßgeblich mitschuldig daran, dass auch nach sieben Jahrzehnten Vertreibung kein friedliches Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen in Palästina möglich ist. Die deutsche Politik ist zum Schutz des Zionismus bereit die Menschenrechte über den Haufen zu werfen und zudem eigene muslimische Staatsbürger und deren Heiligkeiten zu drangsalieren. Das soll und muss die ganze Welt erfahren, dass die Enkelgeneration erst den Muslimen den Status einer anerkannten Religionsgemeinschaft verweigert hat und dann im missbrauchten Namen des Vereinsrechts deutsche Muslime drangsaliert.

Eine letzte Frage diesbezüglich bleibt offen: Warum setzen jüdische Gemeinden und Verbände aktuell alles auf eine Karte ohne jegliche Hintertür offen zu lassen und unterstützen das Vereinsverbot der IZH? Die Analyse dazu wäre aber ein neuer Artikel, der – so Gott will – bald folgen wird.

Schlusssatz: Viele, die seit vier Jahrzehnten meine Artikel verfolgen, werden sich fragen, wo bleibt der sonst übliche hoffnungsvolle Schlusssatz. Meine Hoffnung als Muslim gründet in der einzigen Quelle aller Hoffnung, und die versiegt niemals. Was aber Deutschland aktuellen Zustand angeht, so kann und will ich keine Hoffnung wecken, den zu viel des Unrechts ist zu viel! Wer den eigenen Schiiten gegenüber so schamlos und unverhohlen den Krieg erklärt, soll wissen, dass er diesen Krieg niemals gewinnen kann, selbst wenn er sämtliche Schiiten im Land einsperrt. Aber Kriege zu erklären, die man niemals gewinnen kann, damit hat Deutschland ja reichlich Erfahrungen.

[1] Hisbollah wurde in Deutschland „ganz“ verboten. Und nun?
[2] Glaubt Ihr, Ihr könnt uns demütigen?
[3] https://izhamburg.com/blog/2020/05/08/br...espraesidenten/
[4] https://www.cdu-hamburg.de/fileadmin/con...Drs._22-212.pdf
[5] http://www.kirche.ir/
[6] https://www.youtube.com/watch?v=cksIB9pz...-MHgZQh5R3wfbPI
[7] https://offenkundiges.de/imam-chamenei-v...miniert-werden/
[8] https://www.zeit.de/politik/ausland/2020...genflagge-lgbti

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RE: Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#2 von Dr.Josef Haas , 24.05.2020 18:10

Der für mich entscheidende Satz in Ihrem hervorragenden Beitrag, Herr Dr.Özoguz, lautet:
"Zunehmend wird deutlich, dass deutsche Politiker alle eigenen deutschen Interessen über Bord
zu werfen bereit sind, um die Verbrechen des Apartheidstaates Israel zu schützen."
Das war allerdings letztlich schon immer so, seit es diese Bundesrepublik Deutschland gibt.
Frau Merkel hat dies ja auch bereits vor längerem sogar zur "deutschen Staatsräson" erklärt.
Infolgedessen kann und wird das von Ihnen Beschriebene gar nicht überraschen.
Umso wichtiger wäre aber nun eine wirklich diesen Begriff rechtfertigende Solidarität der hier
lebenden Schiiten mit den Opfern des beschriebenen behördlichen Unrechtes.
Davon habe ich allerdings noch recht wenig bemerkt.
Doch auch hier gilt der Spruch: "Solidarität ist die Waffe der Schwachen".
Warum wird sie aber dann hierzulande nicht im erforderlichen Umfang eingesetzt?

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RE: Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#3 von Albert von Bieren , 12.06.2020 10:40

Salam,
vielleicht können sie dann mehr Waffen an das Wahabitenregime in Saudi Arabien verkaufen.Wäre einmal interessant für Fachleute zu ermitteln wieviel Aktien die Saudis von VW,Daimler etc. besitzen.Wenn dem Saudiregime die Unterstützung entzogen würde wäre die Welt ein besserer Ort.Doch so werden Terrororganisatoren wie Boko Haram etc. von den Wahabiten unterstützt.
https://www.evangelisch.de/inhalte/17119...dosten-nigerias

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RE: Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#4 von Dörte Donker , 26.11.2020 13:03

Zitat
American Jewish Committee: Hamburg muss IZH-Verbot prüfen
Das Islamische Zentrum hat laut AJC eine antidemokratische Agenda und propagiert eine dezidiert antisemitische Ideologie
13.10.2020 10:13 Uhr
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Das American Jewish Committee Berlin hat den Hamburger Senat aufgefordert, ein Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) zu prüfen. Zudem müsse die Stadt den Dialog mit den »iranischen Islamisten« endlich einstellen, erklärte der Direktor des AJC Berlin, Remko Leemhuis.

Hintergrund ist eine am Montag vorgestellte Studie des AJC, in der auf die engen Verquickungen des IZH mit dem Regime in Teheran verwiesen wird. Das IZH habe eine antidemokratische Agenda und propagiere eine dezidiert antisemitische Ideologie, konstatierte Susanne Schröter, Direktorin des Forschungszentrums Globaler Islam der Goethe-Universität Frankfurt..American Jewish Committee: Hamburg muss IZH-Verbot prüfen....



Dazu hier ein Pamphlet des American Jewish Commitee (AJC), welches ein Reihe hier bekannter Schiiten kriminalisert, darunter auch meine Wenigkeit.

https://ajcgermany.org/system/files/docu...S_A5%281%29.pdf

Der Versuch Schiiten zu Terroristen zu erklären, wird schon beim Lesen der ersten Sätze deutlich:

Zitat
Wenn hierzulande über Islamismus gesprochen wird, so denken die meisten
an sunnitische Islamisten - aus durchaus verständlichen Gründen. Al-Qaida,
Boko Haram und nicht zuletzt der „Islamische Staat“ haben durch grausame
Anschläge und Verbrechen auch in Deutschland für Aufsehen gesorgt.
Darüber hinaus geht von ihnen eine unmittelbare Gefahr für die innere
Sicherheit der Bundesrepublik aus, wie immer wieder durch die Arbeit der
Sicherheitsbehörden deutlich wird, die in den vergangenen Jahren regelmäßig
Anschläge verhindert haben. ...
Durch diese verständliche Fokussierung geraten allerding andere, nicht minder
gefährliche Spielarten des Islamismus
aus dem Blickfeld. Vor allem sogenannte
legalistische Islamisten, die im Auftreten zwar seriös und verbindlich erscheinen,
sind nicht weniger gefährlich für die Demokratie, auch wenn sie auf Gewalt
verzichten. Paradigmatisch für das Problem des
legalistischen Islamismus steht das „Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH).
Das IZH ist der zentrale Akteur des schiitischen Islamismus in Deutschland
und ist darüber hinaus in der gesamten EU für Anhänger der vom iranischen
Regime vertretenen Auslegung des schiitischen Islam in religiösen, und damit
auch in politischen Fragen, die zentrale Instanz. Laut dem Bundesamt für
Verfassungsschutz ist es die wichtigste Vertretung des Iran in Europa...



Wenn es nicht so gefährlich wäre, was hier veranstaltet wird, könnte ich nur darüber lachen.
Wir deutschen Schiiten werden jetzt zu Terroristen gemacht.
Damit haben wir eine neue Dimension der Verfolgung einer Glaubengemeinschaft erreicht, die einst im 3. Reich zur physischen Vernichtung geführt hat. Mit Gesetzen, die den politischen Islam ohne Definition, was das ist, in Österreich unter Strafe stellt, gehen jetzt die staatlichen Repressalien los. Was aufgrund von jahrelanger Propaganda im Volk zum prodeln gebracht wurde, wird jetzt in Gesetze verpackt und die Jagd kann beginnen. Wir werden sehen, was in Deutschland als Nächstes passiert. Wahrscheinlich bemerkt es wegen Corona niemand wirklich und auch wird sich niemand wirklich wehren können.


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zuletzt bearbeitet 26.11.2020 | Top

RE: Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#5 von Albert von Bieren , 26.11.2020 14:24

Salam
also wie schon des öfteren erklärt.
"Den Islam§ gibt es nicht. Zwischen der 12 er Shis und den wahabiten aus saudi Arabien und Karar liegen Welten. Die Haupt Terrorunterstützer kommen aus den USA und Den Wahabitenstaaten. Die USA unterstützt Saudi Arabien. Die heutige BRD hat keinen Friedensvertrag mit den Allierten aus dem 2 Weltkrieg. Es gibt US Atomwaffen in der BRD. Alle regierungen Der BRD waren US Marionettenregierungen von USA Gnaden. Schon der Versailler Vwereag nach dem 1 Weltkrieg verstiess gegen das Völkerrecht.

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RE: Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#6 von Dörte Donker , 26.11.2020 16:44

Zitat
https://www.heise.de/tp/features/Explizites-strafrechtliches-Verbot-des-politischen-Islam-4958416.html


Zitat
In Österreich hat die Regierung ein Anti-Terror-Paket aus zahlreichen Einzelteilen vorgestellt, das auch einen neuen Straftatbestand gegen niederschwellige Islamistenpropaganda enthält.
Gestern stellte die österreichische Bundesregierung nach dem Ministerratssitzung die Grundzüge eines Anti-Terror-Pakets vor, das nun bis Anfang Dezember als Gesetzentwurf ausgearbeitet werden soll.



Wenn ich eine philsophische Betrachtung über das Weibliche und die Verschleierung als Symbol schreibe, ist es für eine Prof.Schröter und den Amerk.Jewish Commity schon Islamistenpropaganda und würde in Östereich dann strafbar sein. Solche völlig harmlosen philosophischen Schriften sollen dann als Beweis für die Untragbarkeit des IZH herhalten, auch wenn ich mit dem nichts zu tun habe. Man missbraucht dazu meine Person?! Das ist tiefstes Mittelalter und nur Vergleichbar, wie die Inquisition vorging, als harmlose Lehr- oder philosophische Schriften zu den gefährlisten der Welt erhoben wurden, was einige vielleicht erst bemerken, wenn es zu körperlichen Übergriffen kommt.

Da hilft auch kein Gerede über Saudis und Wahabiten, das läuft im Hier und jetzt.
Im Falle eines Verbots gegen das IZH werden da noch ganz andere Dinge folgen, zum Beispiel, dass sich keiner von denen, die das Verbot trifft, jemals wieder in einer ähnlichen Institution betätigen dürfen usw.
Verabscheiden Sie sich bitte von der Vorstellung, dass da alles woanders abläuft oder das irgendetwas mit etwas zu tun habe, was vor 100 Jahren war. Ganz davon ab, dass gerade eine ganze Reihe von Schiiten kriminalisert und in die Ecke von Terroristen gedrängt werden soll.

Wer das noch nicht begriffen hat, dem kann ich nur sagen, dass es immer greifbarer wird.
Wenn man den Ernst nicht erkennt, sollte man vielleicht einfach nichts dazu sagen.


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zuletzt bearbeitet 26.11.2020 | Top

RE: Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?

#7 von Dr.Josef Haas , 26.11.2020 18:46

Die Überschrift "Warum erklärt die Bundesregierung allen Schiiten der Welt den Krieg?", ist meines Erachtens
allzu verallgemeinernd und auch an der Wahrheit vorbei gehend.
Bekanntlich sind die meisten Bewohner der Republik Aserbaidschan Schiiten, und trotzdem ist diese ehemalige
Sowjetrepublik einer der engsten Verbündeten Israels in der Region. An dessen Grenze zum Iran unterhält das
zionistische Gebilde schon seit langem Spionageeinrichtungen, mit denen eine subversive Tätigkeit gegen diesen
Staat des wahren Schiitentums einher geht.
Man hüte sich also vor Verallgemeinerungen und Schwarz-Weiß-Denken.
Stattdessen gilt doch, immer wieder aufs neue bestätigt, diese Erkenntnis:
Als radikaler Erfüllungsgehilfe Israels bekämpft die Regierung der Bundesrepublik Deutschland jede gegen dessen
Politik gerichtete Aktivität- dies ist und bleibt, wie Frau Merkel oft genug erklärt hat, "deutsche Staatsräson".
Infolgedessen ist alles hier zu Recht beschriebene, insbesondere die Pressionen gegen das Islamische Zentrum,
doch irgendwie logisch und folgerichtig.
Und wieder warne ich vor illusionärem Denken, denn wie das Beispiel Aserbaidschan oder- eingeschränkt- auch Bahrains
beweist, sind d i e Schiiten nicht von vorneherein die besseren Muslime.
Ein derart einseitiges Denken würde ja beispielsweise die Tatsache verkennen, dass es sich bei den Palästinensern fast
ausschließlich um Sunniten handelt- aber ihr heroischer Volkskampf hebt sie doch weiß Gott aus der Masse so vieler
Muslime hervor, welche schon längst ihren Frieden mit dem kapitalistischen System geschlossen haben und damit genauso
verachtenswerte Kreaturen, wie beispielsweise die amerikanischen Soldaten, sind, welche in Afghanistan den heiligen
Koran in die Toilette geworfen haben.
Es kommt, und dies gilt übrigens für jede Religion, nicht so sehr auf deren Worte an, welche ja oft genug als Phrasen missbraucht
werden. Entscheidend sind und bleiben stattdessen nur deren Taten, also der Versuch, aus schöner Theorie humane Praxis werden
zu lassen, beispielsweise dadurch, dass man arme Menschen unterstützt und den Freiheitskampf unterdrückter Völker tatkräftig
fördert.
Alles andere ist geistiger Betrug gegenüber den Gläubigen und sollte daher tunlichst unterlassen werden!

Dr.Josef Haas  
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