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Wie der Tagesspiegel gegen Berliner Muslime hetzt

#1 von Yavuz Özoguz , 01.12.2019 17:55

Wie der Tagesspiegel gegen Berliner Muslime hetzt

Nachdem die Bundesregierung dementiert hat ein Hisbollah-Verbot in die Wege geleitet zu haben, und der Tagesspiegel seine eigenen Artikel zum Thema ohne jegliche Entschuldigung oder Korrektur einfach aus dem Netz gelöscht hat, versucht sie ihre Falschmeldung dadurch zu „korrigieren“, dass sie jetzt mit dem gestrigen Artikel „Wie die Hisbollah in Berlin im Verborgenen agiert“ gegen tausende Muslime im Land hetzt. [1]



Autoren des als Bericht getarnten Propagandakommentars sind Muhamad Abdi und Sebastian Leber, nicht gerade zwei Schwergewichte der Zeitung. Ersterer ist erst seit Juni 2019 beim Tagesspiegel eingestellt als Video-Redakteur. Zusätzlich soll er auch Artikel schreiben [2]. Einer seiner letzten Artikel setzt sich für die Rechte eines schwulen palästinensischen Sängers ein, der nach seiner Ausbildung an der Jerusalem American School in die USA ging, um jetzt zurück zu kommen und die Palästinenser mit „Queerem Pop“ zu beglücken. Der zweit Autor Sebastian Leber betreibt einen Blog namens „Tiere sind Freaks“ und gilt als Spezialist für Abfuhren von Männern beim Flirten [3].

Diese beiden wurden also beauftragt irgendetwas gegen Muslime in Berlin zu schreiben, die irgendetwas mit der Hisbollah zu tun haben könnten. Ihr erstes Hetzopfer nennen sie Tevekkül Erol. Der Gelehrte aus der Imam Riza Moschee heißt eigentlich Tevekkül Erol Recai, aber so genau muss man ja für einen Hetzartikel nicht recherchieren.

Die Autoren erwecken den Eindruck, als wenn sie die Imam Riza Moschee in Neukölln selbst besucht hätten. Sie behaupten, dass die Moschee sich in einem Hinterhof befinde. Das erscheint sehr merkwürdig, denn der komplette Gebäudekomplex bis zur Straße gehört der Moschee, so dass der Ausdruck „Hinterhofmoschee“ kaum angebracht sein kann. Waren jene Autoren wirklich in der Moschee? Weiterhin wird behauptet, dass es zum Gebäudekomplex zwei Türen gebe, getrennt für Männer und Frauen. Zum gesamten Gebäudekomplex gibt es aber nur einen großen Haupteingang, durch den Männer und Frauen gemeinsam durchgehen. Das gilt auch beim Eingang für den Seminarbereich, beim Eingang für die Bibliothek und viele andere Räume. Nur im Gebetsbereich gibt es unterschiedliche Eingänge wie bei fast allen Moscheen in dieser Welt, die es sich leisten können. Dann wird eine Behauptung in dem Artikel aufgestellt, die einen reinen Hetzcharakter aufweist! Abdi und Leber schreiben: „Die Hisbollah darf also auch hier in der Reuterstraße Propaganda verbreiten, neue Mitglieder rekrutieren, Spenden sammeln – und diese dann nach Beirut weiterleiten.“ Die hier aufgezählten Handlungen gelten in Deutschland als Straftaten. Wer Mitglieder für den politischen Arm der Hisbollah rekrutiert, würde von den Strafverfolgungsbehörden belangt werden. Merkwürdigerweise aber ist die als Bericht getarnte Hetze ohne jegliche Beweise in diesem Land offensichtlich straffrei. Dabei wird die Unwissenheit des Lesers übelst missbraucht.

In der Imam Riza Moschee finden die Ansprachen in türkischer Sprache statt. Es gibt aber kaum einen Libanesen, der Türkisch spricht! Was soll er in jener Moschee verstehen? Zudem verfügt die Hisbollah im Libanon über hinreichend gut ausgebildete Widerstandskämpfer. Warum sollten sie also ausgerechnet in Deutschland Kämpfer suchen?

Dann würfeln die Autoren mit den Zahlen, ohne jemals die Thematik studiert zu haben. So schreiben sie: „Laut Verfassungsschutz leben in der Bundesrepublik derzeit rund 1050 Hisbollah-Anhänger, 250 davon in Berlin. Öffentlich treten sie kaum in Erscheinung. Nur einmal im Frühjahr, beim antisemitischen Al-Quds-Marsch in Charlottenburg, gehen Hisbollah-Anhänger auf die Straße.“ Wenn sich die „Journalisten“ einmal die Mühe gemacht hätten, die Teilnehmerzahlen der letzten fünf Quds-Tage anzusehen, wäre ihnen aufgefallen, dass jedes Jahr um die 1000 Teilnehmer und manchmal sogar einige Hundert mehr anwesend waren. Der Tagesspiegel selbst meldete noch im Mai 2019, dass 1600 Teilnehmer anwesend waren. Nach diesem Bericht müssen dann 550 Teilnehmer am Quds-Tag teilgenommen haben, die nicht Hisbollah-Anhänger sind; da würden sich jene Demonstranten aber schwer beleidigt fühlen.

Dann kommt der Hammersatz im Artikel: „Auf die Anfrage, ob die Hisbollah in ihren Räumen willkommen sei, antwortet die Moscheegemeinde dem Tagesspiegel nicht.“ Die Autoren waren offensichtlich nicht nur nicht in der Imam Riza Moschee, sondern wohl noch nie in irgendeiner Moschee. Denn eine Moschee ist als Gotteshaus definiert und jeder Diener Gottes, sei er ein Sünder oder ein Heiliger, ist in den Räumen Gottes willkommen! Es gibt weder Eingangskontrollen, noch wird nach einem Ausweis gefragt, und schon gar nicht nach der Mitgliedschaft in irgendwelchen Vereinen oder Organisationen! Schließlich geben ja auch jene Tagesspiegel-Autoren vor in der Moschee gewesen zu sein, obwohl sie für eine islamfeindliche Organisation arbeiten. Nur ist vorstellbar, dass in Zukunft Tagesspiegel-Journalisten in Berliner Moscheen nicht mehr willkommen sein könnten, denn ein Gast sollte die Gastfreundschaft seines Gastgebers niemals missbrauchen; und schon gar nicht so dreist.

Die nächste Behauptung der Presstituierten ist, dass der Imam der Moschee im Internet auch volksverhetzende Inhalte verbreite. Wiederum gilt, dass die Verbreitung volksverhetzender Inhalte in Deutschland verboten ist. Insofern stellt sich die Frage, warum der Tagesspiegel im angeblichen Wissen um diese strafrechtlich relevanten Inhalte keine Strafanzeige gestellt hat.

Als „Beweis“ wird behauptet, dass der Imam behauptet habe, dass hinter der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ in Wahrheit die Juden stecken würden, der gerade getötete Anführer Abu Bakr al Baghdadi sei ebenfalls jüdisch und heiße mit richtigem Namen Simaun Eliot. Jene Behauptung stammt nicht von dem Imam der Moschee, sondern wird seit vielen Jahren von viel bekannteren Quellen verbreitet. Die Huffington Post hat das bereits im Jahr 2014 analysiert [4]. Ein Buch mit jener Behauptung kann bei Amazon auch in Deutschland problemlos bestellt werden [5]. Und die Times in Marokko hat das damals als Bericht verbreitet [6]. Deshalb wird doch nicht gegen alle Juden gehetzt!

Dann kommt noch so ein Hammersatz der beiden Presstituierten: „Ob Tevekkül Erol selbst Mitglied der Hisbollah ist, will er dem Tagesspiegel nicht sagen.“ Angesichts der Tatsache, dass jener Gelehrte überhaupt nicht mit derartigen Presstituierten spricht, ist das wohl kein Wunder. Nur so nebenbei, der Gelehrte Tevekkül Erol Recai ist weder Libanese, noch hat er libanesische Wurzeln. Die Hisbollah aber nimmt ausschließlich libanesische Bürger auf, was allein schon deshalb Doktrin ist, damit solche Presstituierte nicht so schamlos Lügen verbreiten sollen.

Dann folgt die allgemeine Hetzte gegen die Hisbollah, dass sie ins Drogengeschäft verwickelt sei usw. Der größte Drogendealer weltweit sind die CIA. Merkwürdig, dass sie sich nicht an solch einer Konkurrenz aus dem Libanon gestört haben, zumal in den Hauptanbaugebieten sich keine Libanesen, sondern Afghanen und US-Besatzer aufhalten.

Die nächsten Hetztiraden richten sich gegen libanesische Familien in Berlin. Die Berliner Polizei verdeutlich zwar, dass es keine Hinweise auf eine Zusammenarbeit von Hisbollah und Organisierter Kriminalität in Berlin gibt, aber solche Infos interessiert diese Art von Presstituierten nicht, die erst den Artikel schreiben und dann sämtliche Infos „anpassen“.

Diese Anpassungsfähigkeit lässt sich sehr deutlich an einer Geschichte erkennen, die jene Presstituierten gehört haben wollen. So habe der islamische Gelehrte eine Geschichte erzählt, in der der Prophet Mohammed neben einem Juden gewohnt hat. „Dieser habe ihm jahrelang, wann immer der Prophet sein Haus verließ, Müll vor die Füße gekippt. Und trotzdem habe sich Mohammed um den Juden gesorgt, als der einmal krank war. Zum Dank sei der Jude zum Islam konvertiert.“ Allerdings hat der Jude den Müll nicht vor die Füße des Propheten geworfen, sondern vor sein Haus, und Prophet Mohammed hat sich nicht um ihn „gekümmert“, als dieser krank war, sondern höflich nach ihm gefragt, ob er krank sei, weil eines Tages kein Müll vor der Tür war. Erst danach hat er ihm geholfen.

Nächstes Hetzziel der Presstituierten ist die nahe gelegene Al-Irschad Moschee. Einzelne Moscheebesucher gelten als Beweis für die Ausrichtung der Moschee, weil sie auf ihren Facebook-Seiten etwas geschrieben haben. Was jene Presstituierte aber der Moschee und ihrer Leitung vorwerfen, bleibt unklar.

Eine Tatsache aber verheimlichen jene Schreiberlinge offenbar ganz bewusst: Es gibt unter halbwegs praktizierenden Muslimen niemanden, der in der Auseinandersetzung Israels mit seinen Nachbarn und bei der unaufhörlichen Ausbreitung des zionistischen Kolonialgebildes auf Seiten von Israel stehen würde. Jede Moschee in Berlin (und nicht nur in Berlin) wird an der Seite der unterdrückten Palästinenser stehen. Dafür brauchen sie nicht Hisbollah-Anhänger zu sein. Eher erstaunlich ist, dass es jenen Presstituierten gegenüber ihren eigenen Seelen gelingt, an der Seite der Unterdrücker der Zeit zu stehen. Denn es gehört zu den Urinstinkten von Menschlichkeit, an der Seite der Unterdrückten zu stehen. Presstituierte betrügen damit nicht nur ihre Leser, sondern vor allem sich selbst.

[1] https://www.tagesspiegel.de/themen/repor...t/25285418.html
[2] https://www.tagesspiegel.de/abdi-muhamad/20279214.html
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Leber
[4] https://www.huffingtonpost.co.uk/2014/08...84nj9mZ6OrkCKgw
[5] https://www.amazon.de/Kings-Earth-High-Ones/dp/0244443416
[6] http://themoroccantimes.com/2014/07/6414...-israeli-mossad


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zuletzt bearbeitet 02.12.2019 | Top

RE: Wie der Tagesspiegel gegen Berliner Muslime hetzt

#2 von Dr.Josef Haas , 02.12.2019 21:30

Die "Tagesspiegel"-Hetze kommt natürlich nicht von ungefähr.
Vor geraumer Zeit sonderte dieses Blatt ja bekanntlich schon sein
Gift gegen die linksgerichtete Bewegung "Jugendwiderstand" ab, die
darin als "Maos Schläger" verunglimpft wurden- nur, weil diese
Bewegung für Palästina und die Rechte seiner Bewohner auf die Straße
ging.
Diese groß-bürgerliche Ausgabe von "BILD" wird infolgedessen auch weiter
gegen all das hetzen, was es wagt, Kritik am von ihm so innig geliebten
Israel zu üben.
Warum sie dann allerdings gar nicht so wenige Muslime trotzdem weiterhin
im Abonnement beziehen, ist und bleibt aber ein weiterer Skandal!

Dr.Josef Haas  
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